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Der Aufstand gegen den Stadtherrn Anno II. in Köln (1074)

Gründe und Auswirkungen

Titel: Der Aufstand gegen den Stadtherrn Anno II. in Köln (1074)

Hausarbeit , 2016 , 13 Seiten

Autor:in: Lena Rose (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit folgender Forschungsfrage: Inwiefern war der Aufstand der Einwohner in Köln 1074 gegen den Stadtherrn Anno II ein geplanter Aufstand mit unmittelbaren Auswirkungen auf die Gemeindebildung?

Die Kölner Einwohner ahnten im Jahr 1074, als sie sich gegen ihren Erzbischof Anno II. stellten, sicher nicht, dass dieses Ereignis in die Geschichte der Kölner Stadtgemeinde eingehen und noch fast 1000 Jahre später ein zu untersuchendes Ereignis mittelalterlicher Forschung sein wird. Niemals zuvor kam es in Köln zu einem Aufstand der Einwohner gegen ihren Stadtherrn. Die Ereignisse in Worms, ein Jahr zuvor, könnten die Kölner in ihrem Handeln beeinflusst haben. Die Wormser verjagten ihren Bischof zur Verteidigung von König Heinrich IV. aus der Stadt und erhielten als Dank ein Privileg, welches ihnen Zollfreiheit in einigen deutschen Städten einbrachte. Was geschah bei dem Aufstand in Köln 1074 und warum? Und, wie endete der Aufstand?

Im Schlussteil dieser Hausarbeit wird das Ergebnis um die ausgearbeiteten Forschungsaspekte zur gestellten Frage zusammengefasst und bewertet.

Leseprobe


Gliederung

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Leben, Werk und Quellenkritik zu Lampert von Hersfeld

2.2 Stadtgemeinde im Hochmittelalter

2.2.1 Bürgerschaft und Stadtgemeinde in Köln

2.3 Der Aufstand der Einwohner in Köln 1074

2.3.1 Gründe für den Ausbruch des Konflikts

2.3.2. Konflikthergang

2.3.3. Konfliktende

2.2.4. Unmittelbare Auswirkungen des Aufstands

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Aufstand der Einwohner in Köln im Jahr 1074 gegen den Stadtherrn Erzbischof Anno II., um zu klären, ob es sich dabei um eine geplante Bewegung handelte und welche Auswirkungen dieser Konflikt auf die Bildung der städtischen Gemeinschaft hatte.

  • Analyse der Annalen des Lampert von Hersfeld als historische Quelle
  • Untersuchung der Entstehung städtischer Strukturen im Hochmittelalter
  • Rekonstruktion des Kölner Aufstands 1074 und seiner Auslöser
  • Vergleich mit zeitgenössischen Ereignissen, insbesondere dem Wormser Aufstand
  • Bewertung der Bedeutung von Schwurgemeinschaften für die Stadtentwicklung

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Gründe für den Ausbruch des Konflikts

Anhand der Annalen Lamperts sollen die Ereignisse in Köln 1074 untersucht werden. Der eigentliche Vorfall, welcher zum Ausbruch des Konflikts führte, geschah kurz zuvor. Der Erzbischof wollte vermutlich seine Dienstpflicht einfordern, indem er ein Schiff eines Kaufmanns für die Rückreise des befreundeten Bischofs von Münster, beschlagnahmen wollte. Der Sohn des Kaufmanns und dessen Knechte widersetzten sich und verjagten die Diener des Erzbischofs. Zu diesem Zeitpunkt beschreibt Lampert den Vorfall bereits als einen „Volksaufstand“, den der Erzbischof zu beschwichtigen versuchte. Der eigentliche Anlass hinter dem Vorfall bleibt auch für Lampert nur Vermutung. Entweder kam er zustande, „[…] durch die Haltlosigkeit des großen Haufens oder durch Machenschaften derer, die am Erzbischof für den König Rache nehmen wollten.“

Fest steht für Lampert, „[…] die Stadt sei in die Gewalt des Teufels geraten […].“ Hierbei könnte entweder der Sohn des Kaufmanns oder König Heinrich IV. selbst den Teufel verkörpert und den „populus“ (so benennt Lampert den Rest der Aufständischen) angeführt haben. Aus seiner Sicht, ist hier die von Gott gegebene Ordnung gestört und er misst dem Handeln des jungen Mannes aufgrund von vermeintlicher Geschäftsschädigung bei Beschlagnahmung des Schiffes, nicht viel bei. Eine genaue juristische Bewertung ist wegen der unbekannten Rechtsverhältnisse nicht möglich. Die Stellung, sowohl von Reisenden also auch von ansässigen Kaufleuten und das Verhältnis zwischen Schiffseigner und Anno II., ist ebenfalls unbekannt. Lampert äußert sich an dieser Stelle nicht näher dazu bleiben bestimmte Rollen des Geschehens im Dunkeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Problematik des Kölner Aufstands von 1074 ein und erläutert die methodische Herangehensweise unter Nutzung der Annalen des Lampert von Hersfeld sowie relevanter Sekundärliteratur.

2. Hauptteil: Der Hauptteil bietet eine kritische Analyse des Autors Lampert von Hersfeld, beleuchtet die allgemeinen Rahmenbedingungen städtischer Gemeindebildung im Hochmittelalter und untersucht detailliert den Ablauf sowie die Konsequenzen des Aufstands in Köln.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Aufstand ein spontanes, ungeplantes Ereignis war, das jedoch als bedeutender Grundstein für die spätere Formierung der Kölner Stadtgemeinde fungierte.

Schlüsselwörter

Köln, Aufstand 1074, Lampert von Hersfeld, Anno II., Stadtgemeinde, Schwurgemeinschaft, Mittelalter, Hochmittelalter, Bürgerschaft, Stadtherrschaft, Worms, politische Öffentlichkeit, Konjuration, Rechtsverhältnisse, Gemeindeentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den historischen Aufstand der Kölner Bevölkerung gegen Erzbischof Anno II. im Jahr 1074 und dessen Rolle in der Entwicklung der städtischen Autonomie.

Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Quellenkritik der Annalen des Lampert von Hersfeld, der städtischen Gemeindebildung im Hochmittelalter und der Rekonstruktion des konkreten Konfliktverlaufs in Köln.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Frage zu klären, inwiefern der Aufstand geplant war und welche direkten Auswirkungen dieser auf die soziale und politische Gemeindebildung in Köln hatte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine quellenkritische Analyse der Annalen von Lampert von Hersfeld durchgeführt, ergänzt durch den Vergleich mit moderner geschichtswissenschaftlicher Forschung zur Stadtgeschichte.

Welche Aspekte werden im Hauptteil fokussiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die Biografie und Werkkritik des Chronisten, die theoretischen Grundlagen des hochmittelalterlichen Städtewesens sowie die detaillierte Darstellung des Aufstands von 1074.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Schwurgemeinschaft, Stadtherrschaft, politische Öffentlichkeit, Konjuration und die Entwicklung zur Bürgerschaft.

Welchen Einfluss hatten die Ereignisse in Worms auf den Kölner Aufstand?

Die Ereignisse in Worms von 1073 dienten als Vorbild und zeigten den Kölnern, dass kollektives Handeln gegen einen Stadtherrn Erfolg und Privilegien bringen kann.

Warum war der Aufstand laut dem Fazit der Autorin bzw. des Autors nicht geplant?

Die planlose Eskalation, das Fehlen einer organisierten Führung und das Ausweichen auf ziellose Gewalt und Plünderungen deuten darauf hin, dass es sich um eine ad-hoc-Reaktion auf eine emotionale Situation handelte.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Aufstand gegen den Stadtherrn Anno II. in Köln (1074)
Untertitel
Gründe und Auswirkungen
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Autor
Lena Rose (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
13
Katalognummer
V933382
ISBN (eBook)
9783346259516
ISBN (Buch)
9783346259523
Sprache
Deutsch
Schlagworte
aufstand stadtherrn anno köln gründe auswirkungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lena Rose (Autor:in), 2016, Der Aufstand gegen den Stadtherrn Anno II. in Köln (1074), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/933382
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Leseprobe aus  13  Seiten
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