In der folgenden Arbeit wird der Versuch gestartet eine linguistische Untersuchung bezüglich jenem Fachvokabular in der Werbung zu machen. Es sollen Beispiele aus unterschiedlichen Branchen analysiert werden, um zu sehen, auf welche Weise eine fachliche Atmosphäre erzeugt wird. Anschließend wird geschaut, welche Fachwörter verwendet werden und ob es sich dabei um Fachwörter im engeren Sinn oder Pseudofachwörter handelt. Überdies werden die Begriffe genau untersuch, um abschließend sagen zu können, welchen Nutzen die einzelnen Termini verfolgen. Der Korpus dieser Arbeit setzt sich aus insgesamt sechs Werbeanzeigen zusammen, die hinsichtlich ihrer Lexik untersucht werden. Es wurden Plakate von drei verschiedenen Bereichen gewählt: Kosmetik-, Auto- und Unterhaltungstechnikwerbung. Von jedem Bereich wurden zwei Werbeplakate zufällig ausgewählt. Werbung bestimmt heutzutage unser alltägliches Leben. Egal ob im Wartezimmer beim Arzt, im Kino, Straßenbahn oder bei einem harmlosen Spaziergang durch die Stadt. Werbung ist ständig präsent und wird bewusst aber auch unbewusst wahrgenommen. Sie versucht die Passanten und Passantinnen zu beeinflussen und zu manipulieren und greift dazu zu diversen Mitteln. Die Beeinflussung der Menschen mithilfe Bild und Sprache ist jedoch nicht ein Phänomen des 21. Jahrhunderts, sondern geht bereits auf die antike Rhetorik zurück, bei der, genauso wie heute die Werbung es macht, versucht wurde die Bevölkerung mit bestimmten strategisch eingesetzten Mitteln zu beeinflussen. Aus linguistischer Sicht ist dieser Aspekt der Manipulation äußerst interessant. Dieser persuasive Charakter wird mit diversen Methoden erzeugt. Sehr beliebt für die Fachleute sind Varietäten. Eine besondere Tendenz zeigt sich bei Fremd- und Fachwörtern, da Werbung idealerweise auch einen informierenden Teil haben sollte.
Inhaltsverzeichnis
1.1. Problemaufriss
1.2. Korpus
2.1. Überblick Fachliteratur
2.2. Werbesprache im Varietätensystem
2.2.1. Kategorien der Varietätenlinguistik: Varietät – Register – Stil
2.3. Inszenierung von Varietäten in der Werbung
2.4. Fachsprache
2.4.1. Funktion
2.4.2. Einflussfaktoren
2.4.3. Beispiel Autowerbung
2.4.4. Beispiel Kosmetikwerbung
2.4.5. Unterhaltungstechnik
3.1. Analyse der Wahlplakate
3.1.1. Autowerbung
3.1.2. Kosmetikwerbung
3.1.3. Technikwerbung
3.1.4. Ergebnisse der Analysen
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht linguistisch, wie Fachvokabular in der Werbung eingesetzt wird, um Fachlichkeit zu inszenieren und Vertrauen bei den Rezipienten aufzubauen. Dabei wird analysiert, wie unterschiedliche Branchen – Autowerbung, Kosmetikwerbung und Unterhaltungstechnik – mit authentischen Fachwörtern und Pseudofachwörtern agieren.
- Analyse der sprachlichen Gestaltung in der modernen Werbeindustrie
- Unterscheidung zwischen authentischer Fachsprache und Pseudofachwörtern
- Rolle der Inszenierung von Fachlichkeit zur Imagebildung
- Vergleichende Untersuchung von Werbeplakaten aus drei verschiedenen Branchen
- Einfluss der Sprachwahl auf die Glaubwürdigkeit und Seriosität von Unternehmen
Auszug aus dem Buch
1.1. Problemaufriss
Werbung bestimmt heutzutage unser alltägliches Leben. Egal ob im Wartezimmer beim Arzt, im Kino, Straßenbahn oder bei einem harmlosen Spaziergang durch die Stadt. Werbung ist ständig präsent und wird bewusst aber auch unbewusst wahrgenommen. Sie versucht die Passanten und Passantinnen zu beeinflussen und zu manipulieren und greift dazu zu diversen Mitteln. Die Beeinflussung der Menschen mithilfe Bild und Sprache ist jedoch nicht ein Phänomen des 21. Jahrhunderts, sondern geht bereits auf die antike Rhetorik zurück, bei der, genauso wie heute die Werbung es macht, versucht wurde die Bevölkerung mit bestimmten strategisch eingesetzten Mitteln zu beeinflussen. Aus linguistischer Sicht dieser Aspekt der Manipulation äußerst interessant. Dieser persuasive Charakter wird mit diversen Methoden erzeugt. Sehr beliebt für die Fachleute sind Varietäten. Eine besondere Tendenz zeigt sich bei Fremd- und Fachwörtern, da Werbung idealerweise auch einen informierenden Teil haben sollte. (Janich 1998: 13).
In der folgenden Arbeit wird nun der Versuch gestartet eine linguistische Untersuchung bezüglich jenem Fachvokabular in der Werbung zu machen. Es sollen Beispiele aus unterschiedlichen Branchen analysiert werden, um zu sehen auf welche Weise eine fachliche Atmosphäre erzeugt wird. Anschließend wird geschaut, welche Fachwörter verwendet werden und ob es sich dabei um Fachwörter im engeren Sinn oder Pseudofachwörter handelt. Überdies werden die Begriffe genau untersucht, um abschließend sagen zu können, welchen Nutzen die einzelnen Termini verfolgen.
Zusammenfassung der Kapitel
1.1. Problemaufriss: Einführung in die linguistische Bedeutung von Werbung als Instrument der Manipulation und die Relevanz von Fachsprache zur Erzeugung fachlicher Atmosphäre.
1.2. Korpus: Vorstellung des gewählten Datenmaterials, bestehend aus sechs Werbeplakaten aus den Bereichen Kosmetik, Auto und Unterhaltungstechnik.
2.1. Überblick Fachliteratur: Darstellung der theoretischen Fundierung durch relevante Forschungsliteratur zur Werbekommunikation.
2.2. Werbesprache im Varietätensystem: Einordnung der Werbesprache in linguistische Konzepte und Diskussion ihrer Rolle im Gesamtsprachsystem.
2.2.1. Kategorien der Varietätenlinguistik: Varietät – Register – Stil: Definition und Abgrenzung der zentralen linguistischen Termini zur Analyse sprachlicher Variation.
2.3. Inszenierung von Varietäten in der Werbung: Erläuterung, wie Werbetreibende durch gezielte Wahl von Sprachmerkmalen bestimmte mentale Konzepte bei Konsumenten verankern.
2.4. Fachsprache: Analyse der Funktion und Verwendung fachsprachlicher Elemente zur Imagebildung in Werbetexten.
2.4.1. Funktion: Untersuchung, warum Unternehmen Fachlichkeit nutzen, um Seriosität, Know-how und Glaubwürdigkeit zu vermitteln.
2.4.2. Einflussfaktoren: Analyse branchenspezifischer Unterschiede im Umgang mit Fachvokabular und den Einfluss von Medientypen auf die Sprachwahl.
2.4.3. Beispiel Autowerbung: Untersuchung der spezifischen Verwendung technischer Fachbegriffe in der Automobilbranche.
2.4.4. Beispiel Kosmetikwerbung: Analyse der Strategien der Kosmetikindustrie, durch Pseudofachwörter und Fremdsprachigkeit Seriosität vorzutäuschen.
2.4.5. Unterhaltungstechnik: Betrachtung der Komplexität technischer Produktbezeichnungen und der starken Beeinflussung durch englische Begriffe.
3.1. Analyse der Wahlplakate: Praktische Untersuchung des Korpus anhand der entwickelten theoretischen Kriterien.
3.1.1. Autowerbung: Empirische Analyse von zwei ausgewählten Automobil-Werbeplakaten hinsichtlich ihres Fachwortanteils.
3.1.2. Kosmetikwerbung: Anwendung der Kriterien auf Werbemittel aus dem Kosmetikbereich mit Fokus auf Pseudofachbegriffe.
3.1.3. Technikwerbung: Auswertung von Werbeanzeigen für Unterhaltungselektronik bezüglich ihrer technischen Terminologie.
3.1.4. Ergebnisse der Analysen: Zusammenfassende Auswertung der empirischen Ergebnisse über alle untersuchten Branchen hinweg.
4. Fazit: Überprüfung der aufgestellten Hypothesen anhand der durchgeführten Analysen und Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse.
Schlüsselwörter
Werbesprache, Varietätenlinguistik, Fachsprache, Fachlichkeit, Pseudofachwörter, Persuasion, Manipulation, Werbekommunikation, Sprachwissenschaft, Anglizismen, Autowerbung, Kosmetikwerbung, Technikwerbung, Imagebildung, Markeninszenierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert den linguistischen Einsatz von Fachvokabular in Werbeanzeigen, um zu verstehen, wie Unternehmen durch Sprache Vertrauen und ein professionelles Image aufbauen.
Welche Branchen stehen im Zentrum der Untersuchung?
Die Untersuchung konzentriert sich auf Werbeprodukte aus den Branchen Automobilbau, Kosmetik und Unterhaltungstechnik.
Was ist das primäre Forschungsziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Branchen fachsprachliche Elemente nutzen, um beim Rezipienten eine fachliche Atmosphäre zu erzeugen, und dabei zwischen echter Fachsprache und Pseudofachwörtern zu differenzieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Autorin verwendet eine linguistische Korpusanalyse, bei der sechs ausgewählte Werbeplakate hinsichtlich ihres Fachwortanteils und ihrer spezifischen sprachlichen Konstruktionen untersucht und interpretiert werden.
Was wird im theoretischen Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Einordnung der Werbesprache in die Varietätenlinguistik sowie der Erläuterung von Begriffen wie Varietät, Register und Stil im Kontext der werblichen Kommunikation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?
Wichtige Begriffe sind Werbesprache, Fachlichkeit, Persuasion, Pseudofachwörter sowie die spezifische Unterscheidung zwischen Fachwörtern im engeren und weiteren Sinn.
Warum unterscheidet die Autorin zwischen Fachwörtern im "engeren" und "weiteren" Sinn?
Diese Unterscheidung hilft dabei, zwischen technisch präzisen Fachbegriffen (engerer Sinn) und Begriffen aus dem Alltag, die lediglich fachlich klingen sollen (weiterer Sinn), zu differenzieren.
Welches Ergebnis liefert die Analyse der Kosmetikwerbung im Vergleich zur Autowerbung?
Während in der Autowerbung eher auf technische Fachbegriffe gesetzt wird, verwendet die Kosmetikwerbung vermehrt Pseudofachwörter und komplexe Wortschöpfungen, um eine wissenschaftliche Seriosität lediglich vorzutäuschen.
Welche Rolle spielen Anglizismen in der untersuchten Technikwerbung?
Anglizismen werden in der Unterhaltungstechnik massiv eingesetzt, wobei die Sprache häufig als Informationsträger dient, um Modernität und technische Fortschrittlichkeit zu suggerieren.
Konnte die Hypothese zur Autowerbung durch die Analyse bestätigt werden?
Ja, die Analyse der Werbeplakate hat gezeigt, dass die Autowerbung tatsächlich eine hohe Dichte an Fachwörtern im engeren Sinn (technische Bauteile, Systeme) aufweist.
- Quote paper
- Anna May (Author), 2020, Sprache in der Werbung. Wie erzeugen Werbekampagnen eine fachliche Atmosphäre?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/933801