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André Bretons "Nadja" als Beispiel surrealistischen Schreibens

Title: André Bretons "Nadja" als Beispiel surrealistischen Schreibens

Term Paper , 2007 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Julia Kirst (Author)

French Studies - Literature
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Die Ausarbeitung beschäftigt sich mit André Bretons "Nadja".
Zunächst wird das Phänomen des "hasard objectif", das mit dem Werk sowie dem Surrealismus im Allgemeinen in enger Verbindung steht, erläutert.
Eine weitere wichtige Rolle in "Nadja" spielt zudem die Beziehung zwischen dem Autor und der Hauptfigur, die in der Arbeit genauer analysiert und dargestellt wird. Diesbezüglich sind auch die Illustrationen sowie das Bild-Text-Verhältnis im Buch von Wichtigkeit, worauf ebenfalls eingegangen wird.
Abschließend geht es um den Wahnsinn, der mit Nadja in Verbindung steht, den aus medizinischer Sicht galt sie als verrückt und wurde in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

2 Die Darstellung Nadjas

3 L’hasard objectif

3.1 Die Zeichen und Vorahnungen

4 Die Beziehung zwischen Breton und Nadja

4.1 Nadja in der Rolle des Mediums

4.2 Das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Breton und Nadja

5 Die Illustrationen

5.1 « Mme Sacco », « Blanche Derval » und « Ses yeux de fougère »

5.2 Nadjas Zeichnungen

5.2.1 Die Darstellung Najas in den Zeichnungen

6 Nadja und die folie

Abschlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht André Bretons Werk "Nadja" unter besonderer Berücksichtigung der surrealistischen Schreibweise, der zentralen Rolle der Protagonistin sowie des Einflusses des "hasard objectif". Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Beziehung zwischen Breton und Nadja als eine Abhängigkeit sowie als Manifestation des surrealistischen "merveilleux" begriffen werden kann und welche moralische Verantwortung Breton gegenüber der psychisch erkrankten Nadja zukommt.

  • Die Funktion der Figur Nadja als Medium und ihre Verkörperung des Surrealismus
  • Die theoretische Bedeutung des "hasard objectif" im Kontext des alltäglichen Lebens
  • Die Analyse der Illustrationen und Zeichnungen als visuelle Ergänzung des Textes
  • Die moralische Verantwortung des Autors in Bezug auf Nadjas Wahnsinn und Schicksal
  • Autobiografische Hintergründe und das Verhältnis von Realität und Fiktion

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Zeichen und Vorahnungen

Während des Aufenthalts der beiden Protagonisten in Paris ereignen sich immer wieder kuriose Zeichen oder Vorahnungen Nadjas. Sie sieht merkwürdige, traumartige Bilder oder kann in bestimmten Situationen voraussehen, was passieren wird. Eine erste Vorhersehung ereignet sich beispielsweise, als die beiden durch Paris spazieren und Nadja plötzlich stehen bleibt und Breton auf ein kleines, etwas entferntes, zunächst dunkles Fenster aufmerksam macht:

Le regard de Nadja fait maintenant le tour des maisons. « Vois-tu, là-bas, cette fenêtre ? Elle est noir, comme toutes les autres. Regarde bien. Dans une minute elle va s’éclairer. Elle sera rouge. » La minute passe. La fenêtre s’éclaire. Il y a, en effet, les rideaux rouges.29

Breton bezeichnet die Personen, die solche Gegebenheiten mit üblichen Zufällen erklären, als amateurs de solutions faciles.30

Kurz darauf erzählt Nadja von einem blauen Wind, den sie in den Bäumen beobachtet und von einer Stimme, die sie wahrgenommen hat. Diese sagt ihr voraus, dass sie sterben wird:

Il y avait aussi une voix qui disait: Tu mourras, tu mourras. Je ne voulais pas mourir mais j’éprouvais un tel vertige....31

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in das Werk "Nadja" ein, skizziert den Entstehungskontext innerhalb des Surrealismus und formuliert die zentralen Forschungsfragen zur Figur Nadja und zur Theorie des "hasard objectif".

2 Die Darstellung Nadjas: Dieses Kapitel widmet sich der Identität von Nadja, ihrer historischen Person Léona Delcourt und den Gemeinsamkeiten zwischen ihr und der literarischen Figur.

3 L’hasard objectif: Hier wird das Konzept des objektiven Zufalls als Synthese aus Subjektivität und Objektivität analysiert, das den Alltag mit dem Wunderbaren verbindet.

3.1 Die Zeichen und Vorahnungen: Der Fokus liegt auf konkreten, surrealen Ereignissen und Nadjas medialen Fähigkeiten, die als Anzeichen für das "hasard objectif" gedeutet werden.

4 Die Beziehung zwischen Breton und Nadja: Das Kapitel beleuchtet das Zusammentreffen von Autor und Nadja als entscheidende Zäsur, die eine wechselseitige, teils metaphysische Verbindung schafft.

4.1 Nadja in der Rolle des Mediums: Es wird untersucht, wie Nadja als Medium Bretons Gedanken spiegelt und ihm den Zugang zu einer übergeordneten Realität ermöglicht.

4.2 Das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Breton und Nadja: Das Kapitel analysiert die psychologische und existenzielle Abhängigkeit beider Figuren voneinander, die das Werk maßgeblich prägt.

5 Die Illustrationen: Hier wird dargelegt, wie Fotografien und Abbildungen den dokumentarischen Charakter des Werkes unterstreichen und das "Merveille" im Realen verankern.

5.1 « Mme Sacco », « Blanche Derval » und « Ses yeux de fougère »: Die Analyse zeigt auf, wie diese spezifischen Illustrationen die Thematik des Hellsehens und den Blick Nadjas thematisieren.

5.2 Nadjas Zeichnungen: Es wird die Beweisfunktion und der symbolische Gehalt der eigenen Zeichnungen Nadjas im Hinblick auf ihre Identitätssuche besprochen.

5.2.1 Die Darstellung Najas in den Zeichnungen: Eine vertiefende Betrachtung der Autoportraits Nadjas, die ihre fragmentierte Identität und die Suche nach dem "Anderen" in ihr widerspiegeln.

6 Nadja und die folie: Dieser Abschnitt thematisiert Bretons moralische Verantwortung angesichts der psychiatrischen Einweisung Nadjas und der Grenzen der individuellen Imaginationskraft.

Abschlussbetrachtungen: Das Fazit fasst zusammen, dass "Nadja" durch die Verschränkung von Text und Bild eine ideale Darstellung surrealistischer Prinzipien erreicht.

Schlüsselwörter

Surrealismus, André Breton, Nadja, hasard objectif, merveilleux, Medium, Wahnsinn, Identität, Illustrationen, Freiheit, Léona Delcourt, Traumprotokoll, écriture automatique, Subjektivität, Objektivität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das 1928 erschienene Werk "Nadja" von André Breton als exemplarisches Beispiel surrealistischen Schreibens.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Figur Nadja, die Theorie des "hasard objectif", die Rolle von Illustrationen im Text sowie die ethische Fragestellung von Bretons Verantwortung.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die mediale Funktion von Nadja für den Autor sowie die wechselseitige Abhängigkeit des Paares vor dem Hintergrund surrealistischer Ideale zu ergründen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext mit zeitgenössischen surrealistischen Manifesten und sekundärer Forschungsliteratur abgleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Nadjas Charakterdarstellung, die theoretische Einbettung des "hasard objectif", die Interpretation des Bildmaterials und die kritische Auseinandersetzung mit Nadjas psychischer Erkrankung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie "surrealistische Wahrnehmung", "hasard objectif", "mediale Rolle", "Wahnsinn" und "moralische Verantwortung" maßgeblich bestimmt.

Warum spielt das "hasard objectif" eine solch zentrale Rolle in Bretons Werk?

Es fungiert als Bindeglied zwischen unbewussten Trieben und der objektiven Umwelt, wodurch das Alltägliche in das "Wunderbare" (merveilleux) transformiert wird.

Wie bewertet die Autorin Bretons moralische Verantwortung gegenüber Nadja?

Die Autorin stellt diese Verantwortung als kritische, ungelöste Frage dar, da Breton zwar Bretons Faszination für ihre freie Geisteshaltung teilt, aber die klinische Entwicklung Nadjas in der psychiatrischen Anstalt eine moralische Schattenseite offenbart.

Welche Funktion nehmen die Illustrationen in dem Buch ein?

Sie dienen dazu, die Authentizität des Erlebten zu belegen, den surrealistischen Charakter visuell zu unterstreichen und die Wahrnehmung des Lesers zwischen Realität und Fiktion zu manipulieren.

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Details

Title
André Bretons "Nadja" als Beispiel surrealistischen Schreibens
College
Technical University of Berlin  (Institut für französische Philologie)
Grade
1,3
Author
Julia Kirst (Author)
Publication Year
2007
Pages
25
Catalog Number
V93405
ISBN (eBook)
9783638066389
ISBN (Book)
9783638953214
Language
German
Tags
André Bretons Nadja Beispiel Schreibens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Kirst (Author), 2007, André Bretons "Nadja" als Beispiel surrealistischen Schreibens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93405
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