In dieser Arbeit soll zunächst festgehalten werden, wie Russlands wirtschaftliche Situation zum "Krisenzeitpunkt" aussah und welche Konsequenzen auf dem Arbeitsmarkt spürbar waren. Darauf aufbauend sollen die konkreten Veränderungen beziehungsweise Verbesserungen auf den jeweiligen Märkten bis zum heutigen Zeitpunkt analysiert werden. Vorweg ist nämlich zu sagen, dass sich auch die Konditionen für die Arbeitnehmer deutlich verändert haben.
Zum Schluss soll auf ein allgemein bekanntes Problem eingegangen werden, den Fachkräftemangel in Russland. Vor der letzten Wikri konnte man auf Experten aus dem Ausland ("Expats") setzen, Statistiken zeigen jedoch, dass Russland als Ziel für Expats immer unattraktiver geworden ist. Das fehlende flächendeckende Bildungssystem ist ebenfalls ein Grund für den Fachkräftemangel. Auch dieses Problem soll genauer beleuchtet werden und ein möglicher Lösungsvorschlag dargestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
2. Die russische Wirtschaftskrise von 2014/15
2.1 Der Niedergang des Ölpreises
2.2 Die Sanktionen aus dem Westen und die damit einhergehenden strukturellen Probleme
2.3 Die Sanktionen in der Zukunft
3. Auswirkungen der Krise auf die russische Bevölkerung
3.1 Die regionalen Unterschiede zur Krisenzeit
4. Die russische Außenverschuldung
4.1 Die Unternehmensverschuldung am Beispiel Rosneft
5. Das Wiedererstarken der russischen Wirtschaft
5.1 Die Veränderungen der sozialen Indikatoren
5.2 Der Fachkräftemangel und die Probleme des Bildungssystems
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomischen und sozialen Auswirkungen der Wirtschaftskrise 2014/2015 auf Russland. Dabei steht die Analyse der Marktveränderungen, der staatlichen sowie unternehmerischen Verschuldung und der Arbeitsmarktbedingungen im Fokus, um die Resilienz und zukünftige Herausforderungen der russischen Wirtschaft zu bewerten.
- Analyse der Ursachen der Wirtschaftskrise (Ölpreisverfall und Sanktionen)
- Untersuchung der sozioökonomischen Folgen für die Bevölkerung
- Evaluierung der staatlichen und unternehmerischen Außenverschuldung
- Betrachtung des Fachkräftemangels und der Defizite im Bildungssystem
- Beurteilung der wirtschaftlichen Erholungstendenzen seit 2017
Auszug aus dem Buch
2.1 Der Niedergang des Ölpreises
Russlands Ölexporte sind nach wie vor der Hauptmotor für die landeseigene Wirtschaft, dementsprechend ist man abhängig vom derzeitigen Ölpreis. Im Jahr 2015 fiel dieser drastisch ab, auf einen Jahrzent-Negativwert von 52,3 US-Dollar pro Barrel. Russlands Tagesförderung von Öl lag zu diesem Zeitpunkt bei 11.007 Barrel pro Tag. Wenn man die Zahlen aus dem Jahr 2015 mit den Zahlen aus dem Jahr 2012, in welchem der Ölpreis auf eine Jahrzehnte-Hoch war, vergleicht, werden die Verluste deutlich. Hier lag der Jahresdurchschnittspreis bei 128,38 US-Dollar pro Barrel. Binnen drei Jahren gab es also einen Abstieg um 76,08 US-Dollar pro Barrel. Die Rohstoffe Öl, Gas und Kohle machen knapp 80 Prozent der gesamten russischen Exporte aus und sind für 50 Prozent des Staatshaushaltes verantwortlich. Die Schwere des Niedergangs ist nicht zu verkennen. (Statista Erdölproduktion; TECSON EdE; P. Fischer: 62).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in die wirtschaftliche Ausgangslage Russlands nach der Krise 2015 und Vorstellung der zentralen Themenfelder.
2. Die russische Wirtschaftskrise von 2014/15: Untersuchung der exogenen Schocks durch sinkende Ölpreise und westliche Sanktionen sowie deren Auswirkungen auf die Wirtschaftsstruktur.
3. Auswirkungen der Krise auf die russische Bevölkerung: Analyse der sozioökonomischen Folgen, insbesondere des Realeinkommensverlusts und regionaler Disparitäten.
4. Die russische Außenverschuldung: Betrachtung der massiven Schuldenproblematik unter besonderer Berücksichtigung des Konzerns Rosneft.
5. Das Wiedererstarken der russischen Wirtschaft: Evaluierung der Erholungstendenzen ab 2017 sowie der persistierenden Herausforderungen im Bildungssystem.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der wirtschaftlichen Entwicklung und kritischer Ausblick auf zukünftige Risiken durch anhaltende Sanktionen.
Schlüsselwörter
Wirtschaftskrise, Russland, Ölpreis, Sanktionen, Außenverschuldung, Realeinkommen, Fachkräftemangel, Bildungssystem, Rosneft, BIP, Arbeitsmarkt, Wirtschaftsaufschwung, Sozialindikatoren, Exporte, Wirtschaftsstruktur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der russischen Wirtschaftskrise ab 2014/2015 auf verschiedene ökonomische und soziale Sektoren des Landes.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Ölpreisverfall, den westlichen Sanktionen, der Entwicklung der Außenverschuldung, der sozioökonomischen Situation der Bevölkerung und dem Fachkräftemangel.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die ökonomische Transformation Russlands nach dem Krisenzeitpunkt zu dokumentieren und zu beurteilen, inwieweit eine Erholung stattgefunden hat.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine deskriptive Analyse auf Basis statistischer Daten, Berichte und aktueller wirtschaftswissenschaftlicher Fachpublikationen.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Krisenursachen, die Folgen für die Bevölkerung, die Schuldenproblematik und eine Bestandsaufnahme der wirtschaftlichen Erholung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Wirtschaftskrise, Ölpreisabhängigkeit, Sanktionen, Außenverschuldung und Fachkräftemangel.
Welchen Einfluss hatte der Ölpreis konkret auf das Jahr 2015?
Der Ölpreis fiel auf ein Tief von 52,3 US-Dollar pro Barrel, was aufgrund der starken Rohstoffabhängigkeit der russischen Wirtschaft zu massiven Einbußen im Staatshaushalt führte.
Warum leidet Russland trotz wirtschaftlicher Erholung unter Fachkräftemangel?
Der Autor führt dies vor allem auf ein nicht flächendeckendes Bildungssystem zurück, das den Anforderungen moderner Arbeitsplätze nicht vollständig gerecht wird.
- Arbeit zitieren
- Henrik Zinn (Autor:in), 2019, Die Veränderungen des russischen Arbeitsmarktes seit der Wirtschaftskrise 2014/2015, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/934062