Bericht über das Unterrichtspraktikum

nach dem SS 2007 an der Max-Mustermann-Grundschule


Praktikumsbericht / -arbeit, 2007

27 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Beschreibung der Schule

3 Erfahrungen bei den Hospitationen

4 Darstellung der unterrichteten Einheit
4.1 Einführung des Themas „Wölfe“
4.2 Die Fabel „Der Steppenwolf und der Waldwolf“
4.3 Einführung des Sachtextes über Wölfe
4.4 Vertiefung des Sachtextes über Wölfe
4.4.1 Lerngruppenanalyse
4.4.2 Sachanalyse/Lernstrukturanalyse
4.4.3 Durchführung
4.5 Einführung der Erzählung „Tanith die Wolfsfrau“
4.5.1 Sachanalyse/ Lernstrukturanalyse
4.5.2 Durchführung
4.6 Vertiefung der Erzählung „Tanith die Wolfsfrau und neue Wolfsinformationen mit Hilfe einer CD (Was ist Was?)
4.7 Eine Internetstunde zu dem Thema „Wölfe“
4.8 Abschließende Klassenarbeit zum Thema „Wölfe“

5. Freies Schreiben/ Aufsatzerziehung

6 Fazit

Literatur

1 Einleitung

Schon am ersten Tag meines Praktikums wurde ich herzlich von der Sekretärin, Frau L. in Empfang genommen. Mein Mentor, der gleichzeitig auch Konrektor an der Schule ist, sowie die Direktorin haben mich ebenfalls freundlich begrüßt. Auch dem Kollegium wurde ich im Lehrerzimmer vorgestellt und freundlich aufgenommen. Interessant war außerdem, dass ich von vielen Lehrern wieder erkannt wurde, denn ich selbst besuchte die Max-Mustermann-Grundschule von 1988-1994. Dementsprechend war der Eindruck meines ersten Tages sehr positiv.

In der ersten Praktikumswoche hospitierte ich in unterschiedlichen Klassen, meist in den Klassenstufen fünf oder sechs und sollte mich dann zum Ende der Woche für eine Klasse entscheiden, in der ich dann auch die eigenen Unterrichtsstunden halten sollte. Ich bekam einen Stundenplan. Es war relativ schnell klar, dass ich die Unterrichtseinheit in der Klasse 5b durchführen würde.

2 Die Beschreibung der Schule

Das soziale Einzugsgebiet der Schule besteht aus der gehobenen Bildungsschicht in XX. Die meisten Eltern üben höher positionierte Berufe aus.

Das Kollegium der Schule setzt sich aus 22 Lehrerinnen und Lehrern und vier Religionslehrerinnen und -lehrern zusammen. Die Schule arbeitet mit den Erziehern des angeschlossenen Horts zusammen. Im Schuljahr 2007/2008 besuchen ca. 430 Schüler und Schülerinnen die Grundschule in XX. Es gibt insgesamt 18 Klassen mit einer durchschnittlichen Frequenz von ca. 24 Kindern.

Alle Unterrichtsräume und die Turnhalle sind in einem großen und altehrwürdigen Schulgebäude untergebracht. Die Schule bietet Fachräume für Sport, Naturwissenschaft, Musik, Werken, Computer und eine gut ausgestattete Unterrichtsküche.

Seit dem Schuljahr 2005/06 ist die Max-Mustermann-Grundschule eine verlässliche Halbtagsschule mit offenem Ganztagsangebot. Der Hort und das Mensagebäude wurden deshalb erst kürzlich neu umgestaltet und eingerichtet. Beide Gebäude sind Teil des Schulgeländes, so dass für die Kinder ein großes Spielareal zur Verfügung steht. Der große begrünte Schulhof teilt sich in drei Bereiche. Der obere Bereich wird für Ballspiele und andere sportliche Aktivitäten (Fußballtore, Rundlaufstrecke usw.) genutzt. Der untere Hof bietet neben vielen attraktiven Spielgeräten (Kletterspinne, Tischtennisplatten usw.) auch ein “grünes Klassenzimmer“. Seit diesem Schuljahr werden keine AG’s mehr angeboten. Stattdessen wurden so genannte WUV’s (Wahlpflichtunterricht verpflichtend) eingerichtet. Der Unterschied zur AG besteht darin, dass die Kinder diesen Unterricht zwar auch wählen dürfen, gleichzeitig aber auch verpflichtet sind, ein Angebot wahrzunehmen (z.B. Kochen, Chor usw.).

Die Max-Mustermann-Schule ist musikorientiert und besitzt dementsprechend eine geräumige Aula, die mit einer Bühne, die mit Instrumenten für ein kleines Orchester (Xylophone, Bässe, ein Schlagzeug, ein Keyboard und andere Musikinstrumente) und mit Beleuchtungstechnik ausgestattet ist. Zusätzlich bietet die Schule ein großes Angebot an Musik- Arbeitsgemeinschaften, wie z.B. der Schulchor, das Orchester oder Gitarrenensemble. Es werden zahlreiche jährliche Konzerte und Aufführungen veranstaltet, wobei die Hausmusikabende, Theaterdarbietungen und Benefizveranstaltungen zugunsten der Partnerschule in Indonesien organisiert werden. Auch die festliche Weihnachtsfeier trägt zu der Schulkultur der Max-Mustermann-Grundschule bei. Ausdruck des musikalischen Engagements der Schule zeigen die vielen gewonnenen Preise im musikalischen Bereich (Goldener Floh und Ohrenbär z.B.).

Das Fach „Soziales Lernen“ ist seit dem vorherigen Schuljahr für jede Klasse wöchentlich mit einer Stunde zusätzlich in den Stundenplan integriert. Schüler helfen als Konfliktlotsen ihren Mitschülern bei der Schlichtung von Auseinandersetzungen auf dem Schulhof.

Seit dem vorherigen Schuljahr betreibt die Max-Mustermann-Schule die Jahrgangsmischung in der Schulanfangsphase (Saph). Dem Konrektor zufolge funktioniert dieses neue Modell in der Praxis recht gut. Mit Hilfe einiger Erzieher, die bei der Betreuung der Kinder mithelfen, wird in den ersten Klassen Teilungsunterricht betrieben, der den unterschiedlich alten Schülerinnen und Schülern verschiedene, dem persönlichen Leistungsstand jedes Einzelnen angepasste Aufgaben bietet und auch das unterschiedliche Tempo der Kinder berücksichtigt.

Ein weiterer Schwerpunkt der schulischen Arbeit liegt auf dem Lesen. Dementsprechend werden Lesenächte und Vorlesestunden veranstaltet, die die Kinder dazu motivieren sollen, sich mit Kinder- und Jugendliteratur auseinanderzusetzen.

Die Schule bietet ab der dritten Klasse wahlweise Französisch und Englisch an.

Die Kooperation mit der Computerbildung Berlin (CBB) ermöglicht der Schule eine kompetente technische Ausstattung sowie Computerkurse für die Schülerinnen und Schüler, die eine Kompetenzerweiterung in diesem Bereich zum Ziel hat.

3 Erfahrungen bei den Hospitationen

In der ersten Woche des Praktikums hospitierte ich in erster Linie im Deutschunterricht, hauptsächlich in der fünften und sechsten Klasse meines Mentors sowie in der Parallelklasse (5a). Alle fünften und sechsten Klassen arbeiten mit dem Lehrwerk für Deutsch, Praxis Deutsch 5/6. Die sechste Klasse (6ab) setzt sich aus 24 Schülerinnen und Schülern zusammen, zehn Mädchen und 14 Jungen. Der Klassenraum war, wie eigentlich alle Unterrichtsräume, in denen ich hospitierte freundlich und bunt durch Bilder und Bastelarbeiten der Kinder gestaltet. Jeder Klassenraum ist mit einem Computer ausgestattet. An der Tafel stehen meistens die Schüler, die für das Tafel- und Ordnungsamt zuständig sind sowie die Hausarbeiten und das Datum des Tages. Die Klasse behandelte zu dieser Zeit das Gedicht von James Krüss „Der Zauberer Korinthe“[1], das die Kinder auswendig lernen sollten. In den Stunden, in denen ich hospitierte wurde hauptsächlich das Vortagen des Gedichtes geübt, wobei die anderen Kinder das Vorgetragene im Hinblick auf Wortungenauigkeiten, Betonung, flüssiges Vortragen und allgemeines Auftreten während des Vortragens beurteilten und Tipps zur Verbesserung vorschlugen. Die Klasse 5a setzt sich aus 21 Schülerinnen und Schülern zusammen, davon zehn Jungen und elf Mädchen. Auch dieser Klassenraum, der für die Anzahl an Schülern relativ klein ist, ist bunt und freundlich dekoriert und besitzt einen Computer. Die Klasse beschäftigte sich mit den Personalpromomen und den Zeiten. In der ersten Stunde wurden die Zeiten noch einmal wiederholt und mit Hilfe eines überschaubaren Tafelbildes gefestigt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Lehrer festigte die Informationen durch Bespielsätze, bei denen die Schülerinnen und Schüler die Zeit und die Person benennen sollten sowie entscheiden, ob es sich bei der Verwendung der Pronomina um Singular bzw. Plural handelte. Nomen mussten sie durch das entsprechende Pronomen ersetzen. Die Motivation der Kinder förderte er durch das Vergeben von Punkten, die sich die Kinder auf einem Zettel für jede richtige Aufgabe notieren durften.

Beispielsätze:

Du ranntest den Berg hinunter. – 2. Person Singular, Präteritum, du

Die Armbanduhr ging falsch. – 3. Person Singular, Präteritum, sie

Frau Kirst betrat den Klassenraum. – 3. Person Singular, Präteritum, sie

Am Ende dieser Stunde sollten die Schülerinnen und Schüler selbstständig Sätze formulieren und andere Kinder bestimmen, die die Sätze nach diesen Kriterien analysieren sollten.

Die 5b, die Klasse meines Mentors, hatte Christopher Kolumbus als Thema, das auch das Deutschbuch, mit dem die Klasse arbeitet, als Unterrichtsreihe thematisiert. Als Hausarbeit sollten sich die Schüler beispielsweise in die Person Christopher Kolumbus hineinversetzen und einen Flaschenpostbericht über die Verhältnisse an Bord verfassen. In einer anderen Stunde übten die Kinder die Informationen aus dem Deutschbuchtext mit Hilfe eines Arbeitsbogens mit Fragen, die einzelne Schüler den anderen vor der Klasse stellten, oder sie fragten die Informationen aus dem Text durch selbst entwickelte Karteikarten ab. Dabei hatten sich die Schülerinnen und Schüler selbstständig Fragen überlegt, die bestimmte Informationen über die Flotte und die Ziele des Christopher Kolumbus betrafen.

In einer anderen Stunde verfolgte die Klasse den Schiffsweg des Entdeckers mit Hilfe einer großen Landkarte, den die Kinder im Anschluss auf einer Weltkarte auf einem Arbeitsbogen einzeichneten. Am Ende dieser Stunde hörten sie zusammenfassend die Geschichte um Christopher Kolumbus und die Entdeckung Amerikas noch einmal auf einer mitgebrachten CD eines Schülers.

In der darauf folgenden Stunde thematisierte der Lehrer die Groß- und Kleinschreibung mit Hilfe eines Arbeitsbogens. Auf diesem waren noch einmal die grundlegenden Regeln notiert, ein Partnerdiktat mit Hilfe eines kurzen, ausschließlich klein geschriebenen Textes über den Film „Titanic“ sowie eine kurze Schreibübung, bei der sich die Schülerinnen und Schüler für die Groß- bzw. Kleinschreibung einzelner Wörter entscheiden mussten.

Auch die Hospitationen in der Klasse C1 waren sehr interessant, da ich hier beobachten konnte, wie das Modell der Jahrgangsmischung in der Schulanfangsphase (Saph) in der Praxis funktioniert. Die Stunden beginnen immer mit einem Gongschlag, der das gemeinsame Frühstück beendet und den Stundenbeginn signalisiert. Der Klassenraum ist sehr kinderfreundlich gestaltet und besitzt außerdem eine Spiel- bzw. Leseecke. Die einzelnen Tische, an denen meist drei bis vier Kinder unterschiedlichen Alters sitzen gehören unterschiedlichen Gruppen (Wolke, Stern, Sternschnuppe und Sonne) an. Die Kinder der Klasse sind in grüne (fünfjährige Erstklässler) bzw. gelbe Fische (Zweitklässler) geteilt.

Die Mathematikstunde begann damit, dass die Lehrerin den Kindern Mathematikaufgaben stellte, bei denen sie die Schüler und Schülerinnen der Reihe nach abfragte. Dabei sollten die jüngeren immer sagen, welche Zahl auf die genannte folgt und die älteren mussten Additionsaufgaben lösen. Im Anschluss gab sie den “grünen Fischen“ die Aufgabe in ihren Einsternheften weiterzuarbeiten, wo sie die Zahlen von eins bis sechs üben sollten. Die “gelben Fische“ bekamen einen Arbeitsbogen mit unterschiedlichen Rechenaufgaben. Das aufgeteilte Arbeiten funktionierte recht gut, auch wenn die Lehrerin einzelne Schülerinnen und Schüler immer wieder ermahnen musste ruhig zu bleiben. Ich half in dieser Stunde einer Schülerin (“ein grüner Fisch“) dabei die fünf nachzumalen, die sie immer wieder verkehrt herum zeichnete.

[...]


[1] ebenfalls eine Unterrichtsreihe des Deutschbuches, Praxis Deutsch Klasse 5/6.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Bericht über das Unterrichtspraktikum
Untertitel
nach dem SS 2007 an der Max-Mustermann-Grundschule
Hochschule
Freie Universität Berlin
Autor
Jahr
2007
Seiten
27
Katalognummer
V93411
ISBN (eBook)
9783640886180
Dateigröße
566 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bericht, Unterrichtspraktikum
Arbeit zitieren
Julia Kirst (Autor), 2007, Bericht über das Unterrichtspraktikum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93411

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