Der Praktikumsbericht schildert die Erfahrungen, die ich während meines zweiten Unterrichtspraktikums an der Max-Mustermann-Grundschule im September 2007 sammeln konnte.
Ich hospitierte zunächst in unterschiedlichen Klassen und Klassenstufen, legte mich aber dann auf eine fünfte Klasse fest, in der ich acht Deutschstunden unterrichtete, die sich mit dem Thema "Wölfe" befassten.
Neben den allgemeinen, ganz unterschiedlichen Erlebnissen während meines Praktikums, werden außerdem die Unterrichtsplanungen dargestellt und analysiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Beschreibung der Schule
3 Erfahrungen bei den Hospitationen
4 Darstellung der unterrichteten Einheit
4.1 Einführung des Themas „Wölfe“
4.2 Die Fabel „Der Steppenwolf und der Waldwolf“
4.3 Einführung des Sachtextes über Wölfe
4.4 Vertiefung des Sachtextes über Wölfe
4.4.1 Lerngruppenanalyse
4.4.2 Sachanalyse/Lernstrukturanalyse
4.4.3 Durchführung
4.5 Einführung der Erzählung „Tanith die Wolfsfrau“
4.5.1 Sachanalyse/ Lernstrukturanalyse
4.5.2 Durchführung
4.6 Vertiefung der Erzählung „Tanith die Wolfsfrau und neue Wolfsinformationen mit Hilfe einer CD (Was ist Was?)
4.7 Eine Internetstunde zu dem Thema „Wölfe“
4.8 Abschließende Klassenarbeit zum Thema „Wölfe“
5. Freies Schreiben/ Aufsatzerziehung
6 Fazit
Zielsetzung und Themenfelder
Dieser Praktikumsbericht dokumentiert die Planung, Durchführung und Reflexion einer Unterrichtseinheit zum Thema „Wölfe“ in einer 5. Klasse. Das primäre Ziel der Arbeit ist es, die didaktische Gestaltung von Deutschunterricht kritisch zu hinterfragen, verschiedene Textgattungen wie Fabeln, Sachtexte und Erzählungen zu verknüpfen sowie die Rolle des freien Schreibens und der Lernzielkontrolle in der pädagogischen Praxis zu erörtern.
- Didaktische Aufbereitung komplexer Sachthemen für die 5. Klasse
- Gattungsspezifische Arbeit: Fabel vs. Sachtext vs. Erzählung
- Förderung der Schreibkompetenz durch produktionsorientierte Aufgaben
- Reflexion des Lehrerhandelns und der Korrekturpraxis bei Aufsätzen
- Umgang mit Heterogenität und verhaltensauffälligen Schülern
Auszug aus dem Buch
4.5 Einführung der Erzählung „Tanith die Wolfsfrau“ (Vorführstunde), 20.09.07
Das Thema „Wölfe“ soll in der heutigen Stunde durch den Textauszug „Tanith die Wolfsfrau“ vertieft werden. Indem die Schüler den Auszug aus dem Buch zunächst nur vorgelesen bekommen, sollen sie allein über ihr Hörverständnis einen ersten Eindruck des Textes bekommen und Interesse für den Sachgegenstand entwickeln. Im Anschluss sollte jeder für sich den Text zum wiederholten Verständnis noch einmal lesen. In der nächsten Phase kündigte ich die Gruppenarbeit an und verdeutlichte den Kindern die an der Tafel fixierte Arbeitsanweisung:
Tafelbild:
Überlegt euch in den Gruppen ein mögliches Ende der Erzählung. Wählt zunächst einen Gruppenschreiber und einen Gruppensprecher, der das Ende am Schluss vorträgt. Los geht’s!
Erst danach teilte ich die Gruppen ein. Bei der Gruppeneinteilung achtete ich darauf, dass lernschwächere Schüler mit leistungsstärkeren in einer Gruppe arbeiteten (heterogene Gruppen), um ein einheitliches Arbeitstempo zu schaffen und den lernschwächeren Schülern in Teamarbeit mit den stärkeren zu besseren Arbeitsergebnissen zu verhelfen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung des Praktikumsortes, des Mentors sowie der Entscheidung für die Klasse 5b zur Durchführung der Unterrichtseinheit.
2 Beschreibung der Schule: Detaillierte Darstellung des schulischen Umfelds, der Profile (Musik, Soziales Lernen) und der organisatorischen Strukturen der Max-Mustermann-Grundschule.
3 Erfahrungen bei den Hospitationen: Beobachtungen zum Unterrichtsalltag in verschiedenen Klassenstufen, insbesondere zum Umgang mit Texten und der Arbeit an grammatikalischen Strukturen.
4 Darstellung der unterrichteten Einheit: Umfassende Dokumentation der Unterrichtsreihe zu Wölfen, gegliedert in Einführung, Fabel- und Sachtextanalyse sowie den Einsatz von Medien.
4.1 Einführung des Themas „Wölfe“: Erstes Herantasten an das Thema durch die Erstellung eines Wortfeldes und eine indianische Fabel.
4.2 Die Fabel „Der Steppenwolf und der Waldwolf“: Vertiefung der Fabelmerkmale und Zuordnung von Textzitaten zu den Figuren.
4.3 Einführung des Sachtextes über Wölfe: Erschließung unbekannter Begriffe und Korrektur eines fehlerhaften Sachtextes.
4.4 Vertiefung des Sachtextes über Wölfe: Analyse der Lerngruppe sowie Durchführung einer Unterrichtsstunde zur Differenzierung zwischen Fabel und Sachtext.
4.4.1 Lerngruppenanalyse: Sozial- und leistungsstrukturelle Einschätzung der 20 Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b.
4.4.2 Sachanalyse/Lernstrukturanalyse: Fokus auf die methodische Vermittlung der Unterscheidung zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen.
4.4.3 Durchführung: Kritische Reflexion der Stunde und die Erkenntnis über eine zu abrupte methodische Steigerung.
4.5 Einführung der Erzählung „Tanith die Wolfsfrau“: Einsatz einer erzählenden Textform zur Förderung des Textverständnisses und der Kreativität.
4.5.1 Sachanalyse/ Lernstrukturanalyse: Darlegung der didaktischen Ziele der Textarbeit und der geplanten Gruppenarbeitsphase.
4.5.2 Durchführung: Evaluation der Gruppenarbeit und der erfolgreichen Motivation der Klasse durch den kreativen Schreibauftrag.
4.6 Vertiefung der Erzählung „Tanith die Wolfsfrau und neue Wolfsinformationen mit Hilfe einer CD (Was ist Was?): Einsatz auditiver Medien zur Festigung des Wissens und Diskussion über Hausaufgaben.
4.7 Eine Internetstunde zu dem Thema „Wölfe“: Anwendung von Internetrecherche im Computerraum und Reflexion über die unterschiedlichen Arbeitstempi der Kinder.
4.8 Abschließende Klassenarbeit zum Thema „Wölfe“: Überprüfung des erworbenen Fachwissens und der Rechtschreibkompetenz durch eine abschließende schriftliche Leistungskontrolle.
5. Freies Schreiben/ Aufsatzerziehung: Theoretische Auseinandersetzung mit der Aufsatzerziehung unter Berücksichtigung didaktischer Konzepte zur Schülerzentrierung.
6 Fazit: Rückblick auf die persönliche Entwicklung während des Praktikums und die Relevanz der gesammelten Erfahrungen für das zukünftige Lehrerhandeln.
Schlüsselwörter
Unterrichtspraktikum, Deutschunterricht, Grundschule, Fabel, Sachtext, Erzählung, Tanith die Wolfsfrau, Textgattungen, freies Schreiben, Aufsatzerziehung, schülerzentrierter Unterricht, Klassenarbeit, Jahrgangsmischung, Wolfswissen, Didaktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Der Bericht reflektiert die Durchführung eines Unterrichtspraktikums an der Max-Mustermann-Grundschule, bei dem die Praktikantin eine Unterrichtseinheit zum Thema „Wölfe“ in einer 5. Klasse konzipierte und leitete.
Welche Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Arbeit mit verschiedenen Textgattungen, die Förderung der Schreibkompetenz, der Einsatz von Medien wie CDs und Internet sowie die fachdidaktische Diskussion über Aufsatzerziehung.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Ziel war es, Wissen über Wölfe zu vermitteln und gleichzeitig die Textkompetenz der Schüler durch die differenzierte Arbeit an Fabeln, Sachtexten und Erzählungen zu stärken.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit nutzt die Methode der teilnehmenden Beobachtung und der dokumentarischen Reflexion der eigenen Unterrichtsvorbereitung und -durchführung auf Basis fachdidaktischer Literatur.
Was steht im Hauptteil des Berichts?
Der Hauptteil dokumentiert chronologisch die einzelnen Unterrichtsstunden, die Lerngruppenanalysen sowie die kritische Auseinandersetzung mit den Schwierigkeiten und Erfolgen in der Praxis.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie Unterrichtspraktikum, Didaktik, Aufsatzerziehung und schülerzentrierter Unterricht definieren.
Wie wurde mit verhaltensauffälligen Schülern umgegangen?
Die Autorin reflektiert kritisch den Umgang mit einem Schüler, der sich der Hausarbeit verweigerte, und hinterfragt dabei ihre eigene Kommunikation und Motivationsstrategie.
Warum war der Übergang in der Vorführstunde zur Sachtextanalyse problematisch?
Die Autorin erkennt rückblickend, dass der Sprung von einer einfachen, inhaltsorientierten Fragestellung zu einer abstrakten Analyse der Textmerkmale zu abrupt war, was zu Unaufmerksamkeit bei den Kindern führte.
Welche Rolle spielt die Theorie von Sennlaub in der Arbeit?
Die Autorin nutzt Gerhard Sennlaubs Theorien zur Aufsatzerziehung als theoretischen Rahmen, um ihre eigene Korrekturpraxis und die Gewichtung von "Lob" gegenüber "Korrektur" zu reflektieren.
- Arbeit zitieren
- Julia Kirst (Autor:in), 2007, Bericht über das Unterrichtspraktikum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93411