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Der Köder muß gut schmecken! Zur Kunst der Frage und zur Konstruktion von standardisierten Erhebungsinstrumenten

Inwieweit wirkt sich der Instrumentenaufbau, die Fragebogenkonstruktion und die Gestaltung der Fragen in Fragebögen auf die Beantwortung durch den Befragten aus?

Title: Der Köder muß gut schmecken! Zur Kunst der Frage und zur Konstruktion von standardisierten Erhebungsinstrumenten

Seminar Paper , 2006 , 27 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Tobias Wolf (Author)

Sociology - Methodology and Methods
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Summary Excerpt Details

Befragungen sind ein Standard-Analyse-Instrument der Empirischen Sozialforschung,
da sie durch eine spezifische Zielgruppen-Erfassung die Erforschung des
menschlichen Zusammenlebens in vielerlei Hinsichten ermöglichen.
Über Befragungen können Einstellungen, Meinungen, Wissen, Verhaltensweisen und
Stimmungen gesammelt werden, welche in ausgewerteter Form Aufschluß über in
der Bevölkerung oder gesellschaftlichen Einzelgruppen stattfindende Entwicklungen
geben können sowie Bewertungen im sozialwissenschaftlichen Anwendungsbereich
ermöglichen.
Befragungen kommen ebenfalls in der Meinungsforschung sowie der Konsumforschung
zum Einsatz. Die Meinungsforschung wird beispielsweise in so genannten
„Blitzumfragen“ durch Medien genutzt, um die öffentliche Meinung in die Berichterstattung mit einfließen zu lassen. In der Konsumforschung bedienen sich hauptsächlich die Industrie, das Dienstleistungsgewerbe
und der Handel des Instrumentes Befragung. Zum einen kann die
Meinung von Kunden zu bestimmten Produkten erfaßt werden, was den betreffenden
Herstellern die Möglichkeit verschafft, diese zu verbessern. Zum anderen lassen sich
durch Befragungen über Produkte und Interessen unter den (potentiellen) Kunden
Marketing- und Vertriebsstrategien optimieren. Die entsprechenden Instrumente können
genauer auf die Zielgruppen zugeschnitten werden, um damit Umsätze zu steigern
oder Konsumenten an die Unternehmen zu binden.
Diese Bandbreite von Anwendungen auch abseits der klassischen Empirischen Sozialforschung erfordert ein qualitativ hochwertiges und verläßliches Instrument.
Je nach Umfang der Forschungsfrage werden verschiedene Befragungstechniken
eingesetzt. Dabei gilt es, bei jeder Technik, die jeweils unterschiedlichen Randbedingungen und daraus resultierenden Schwierigkeiten zu beachten. Die Formulierung und Plazierung der Fragen innerhalb des Fragebogens sollte einer verständlichen Struktur folgen. Daher kann man in diesem Zusammenhang auch von einer „Kunstlehre“ sprechen. Die Konstruktion von Fragebögen ist der essentielle Bestandteil einer jeden Befragung und beeinflußt maßgeblich deren Endergebnis, d.h. deren Erfolg. Insbesondere die Konstruktion standardisierter Fragebögen ist im engeren Sinne Gegenstand dieser Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. GRUNDLAGEN DES INSTRUMENTENAUFBAUS

2.1. Welche Arten der Befragung gibt es?

2.2. Formen der Befragung

2.3. Befragungstechniken

2.4. Welche Zielgruppen werden befragt?

3. KONSTRUKTION VON STANDARDISIERTEN FRAGEBÖGEN

3.1. Aufbau und Gestaltung von Fragebögen

3.1.1 Design, Format und Layout eines Fragebogens

3.1.2 Grundregeln und spezielle Kriterien bei der inhaltlichen Gestaltung eines Fragebogens

3.2. Individuelle Besonderheiten der persönlichen Befragung

3.3. Merkmale der telefonischen Befragung

3.4. Grundsätze der schriftlichen Befragung

3.5. Vorabprüfung des Fragebogens – Pretest

4. FUNKTION VON FRAGEN IN BEFRAGUNGEN

4.1. Themafrage

4.2. Testfrage

4.2.1 Einstufige Testfragen

4.2.2 Mehrstufige Testfragen

5. FRAGEFORMEN

5.1. Offene Fragen

5.2. Geschlossene Fragen

5.3. Hybridfragen

6. DIE FORMULIERUNG VON FRAGEN IN FRAGEBÖGEN

6.1. Direkte und indirekte Fragen und deren Verwendung im Fragebogen

6.2. Allgemeine Regeln und Besonderheiten bei der Frageformulierung und daraus resultierendes Antwortverhalten

7. UNTERSCHIEDE IN DER FRAGEFORMULIERUNG BEI UNTERSCHIEDLICHEN BEFRAGUNGSTECHNIKEN

7.1. Mündliche Form (persönlich) und fernmündliche Form (telefonisch)

7.2. Schriftlich-postalische Form

8. AUFBAU DER FRAGESTELLUNG UND VERWENDETE FRAGEARTEN

8.1. Einleitungsfragen

8.2. Übergangsfragen/Überleitungsfragen

8.3. Pufferfragen

8.4. Filterfragen

8.5. Folgefragen

8.6. Sondierungsfragen

8.7. Schlußfragen

9. RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die methodischen Grundlagen und die praktische Umsetzung bei der Konstruktion standardisierter Erhebungsinstrumente darzulegen. Es wird untersucht, wie die Gestaltung von Fragebögen, der Aufbau und die spezifische Formulierung von Fragen das Antwortverhalten der befragten Personen beeinflussen und welche Strategien zur Minimierung von Antwortverzerrungen eingesetzt werden können.

  • Methoden der Befragung und Zielgruppenbestimmung
  • Design, Layout und inhaltliche Gestaltung von Fragebögen
  • Unterschiede bei Befragungstechniken (mündlich, telefonisch, schriftlich)
  • Funktionsweise und Anwendung verschiedener Fragearten
  • Vermeidung von Antwortverzerrungen und Suggestionseffekten

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Design, Format und Layout eines Fragebogens

Bevor ein Fragebogen konstruiert wird, ist zunächst anhand der Forschungsfrage und der zu erreichenden Zielgruppe das Design festzulegen. Man unterscheidet das qualitative und das quantitative Forschungsdesign.

Ein qualitatives Forschungsdesign zeichnet sich durch offene Elemente oder Fragestellungen, respektive Stichworte aus und dient in der Regel der Informationsgewinnung unter Experten. Quantitative Forschungsdesigns sind in der Regel standardisiert und dienen der massenhaften Erhebung von Daten. Das quantitative Forschungsdesign ist daher im weitesten Sinne Gegenstand dieser Arbeit.

Um eine einfache Bearbeitung, sowohl durch den Interviewer bei persönlichen, oder telefonischen Befragungen als auch durch die befragte Person bei schriftlichen Befragungen, zu gewährleisten muß das Layout übersichtlich und logisch strukturiert sein. Bei Befragungen, welche durch einen Interviewer durchgeführt werden, sollten Handlungsanweisungen und zu stellende Fragen klar voneinander abgegrenzt sein. Dies läßt sich beispielsweise durch die Verwendung unterschiedlicher Schriftarten oder –größen bewerkstelligen. Alle Fragen, Texte und Erläuterungen, welche der Interviewer sprechen muß, sollten wortwörtlich im Fragebogen geschrieben sein, um Abweichungen in der Fragestellung, und damit in der Auswirkung auf das Antwortverhalten, bei mehreren unabhängig voneinander befragten Personen zu vermeiden.

Ein schriftlicher Fragebogen, welchen die angesprochene Person selbstständig ausfüllen muß, sollte äußerst übersichtlich sein und die einzelnen Seiten nicht mit zu vielen Fragen überfrachtet sein. Des Weiteren sollte die Schriftgröße so gewählt werden, daß beim Lesen keinerlei Schwierigkeiten auftreten können. Filterführungen sollten bei beiden voranstehenden Techniken einheitlich und deutlich nachvollziehbar sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der Bedeutung von Befragungen als Standardinstrument der empirischen Sozialforschung und die Relevanz der Fragebogenkonstruktion für den Erfolg der Datenerhebung.

2. GRUNDLAGEN DES INSTRUMENTENAUFBAUS: Definition verschiedener Arten und Formen von Befragungen sowie eine Einordnung der Befragungstechniken und der Bestimmung relevanter Zielgruppen.

3. KONSTRUKTION VON STANDARDISIERTEN FRAGEBÖGEN: Detaillierte Analyse des Designs, der inhaltlichen Gestaltung und der spezifischen Anforderungen für persönliche, telefonische und schriftliche Befragungssituationen.

4. FUNKTION VON FRAGEN IN BEFRAGUNGEN: Erklärung der Operationalisierung von Themafragen in einstufige oder mehrstufige Testfragen zur präzisen Datengewinnung.

5. FRAGEFORMEN: Gegenüberstellung von offenen, geschlossenen und Hybridfragen sowie deren Vor- und Nachteile hinsichtlich Auswertbarkeit und Datenqualität.

6. DIE FORMULIERUNG VON FRAGEN IN FRAGEBÖGEN: Untersuchung des Einflusses der sprachlichen Gestaltung sowie der Verwendung direkter und indirekter Fragen auf das Antwortverhalten.

7. UNTERSCHIEDE IN DER FRAGEFORMULIERUNG BEI UNTERSCHIEDLICHEN BEFRAGUNGSTECHNIKEN: Analyse, wie sich die Kommunikationsform (mündlich vs. schriftlich) auf die Struktur und Formulierung der Fragen auswirkt.

8. AUFBAU DER FRAGESTELLUNG UND VERWENDETE FRAGEARTEN: Systematische Darstellung der verschiedenen Frage- und Antworttypen wie Puffer-, Filter- oder Schlußfragen zur Steuerung des Befragungsprozesses.

9. RESÜMEE: Zusammenfassende Betrachtung der Befragung als Kunst, die durch methodische Strenge und bewusste Gestaltung zum Erfolg empirischer Studien führt.

Schlüsselwörter

Empirische Sozialforschung, Fragebogenkonstruktion, Standardisierte Befragung, Forschungsdesign, Interviewführung, Antwortverhalten, Testfrage, Frageformen, Skalierung, Ausstrahlungseffekt, Filterführung, Datenerhebung, Meinungsforschung, Pretest, Forced-Choice-Technik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Kunst der Fragebogenkonstruktion im Rahmen der empirischen Sozialforschung und analysiert, wie Instrumente gestaltet sein müssen, um valide Daten zu generieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Aufbau von Fragebögen, die Formulierung von Fragen, die Wahl der passenden Befragungstechnik und die Vermeidung von Verzerrungen im Antwortverhalten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Instrumentenaufbau, Frageformulierung und der Qualität der Beantwortung durch die Zielgruppe aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und methodische Darstellung der Sozialforschung, um die Wirkungsweisen von Fragearten und Befragungstechniken systematisch zu erläutern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen, die Konstruktion von Fragebögen, die Funktionsweise von Fragen, verschiedene Frageformen und die spezifische Formulierung von Fragen bei unterschiedlichen Techniken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Empirische Sozialforschung, Fragebogenkonstruktion, Antwortverzerrung, Standardisierung, Befragungstechnik und Validität.

Was genau ist die „Eisbrecherfunktion“ einer Frage?

Die Einleitungsfrage dient dazu, den Befragten an das Thema heranzuführen, Hemmschwellen abzubauen und das Interesse an der Teilnahme an der Befragung zu wecken.

Warum sollte man bei der Befragung „Heikle Fragen“ vermeiden oder besonders formulieren?

Bei heiklen Themen steigt die Antwortverweigerungsrate oder die Gefahr von Falschantworten, weshalb Techniken wie Umformulierungen oder indirekte Fragen genutzt werden, um die Privatsphäre zu schützen.

Welchen Einfluss hat die „Forced-Choice-Technik“?

Diese Technik zwingt Befragte zu einer Auswahl zwischen vorgegebenen Alternativen, was zwar die Vergleichbarkeit erhöht, aber zu Verzerrungen führen kann, wenn die eigene Meinung durch die Vorgaben nicht abgedeckt ist.

Warum ist ein Pretest für einen Fragebogen unerlässlich?

Der Pretest fungiert als Generalprobe, um die Verständlichkeit der Fragen, das Funktionieren der Filterführung und das Interesse der Zielgruppe vor der eigentlichen Feldstudie zu prüfen.

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Details

Title
Der Köder muß gut schmecken! Zur Kunst der Frage und zur Konstruktion von standardisierten Erhebungsinstrumenten
Subtitle
Inwieweit wirkt sich der Instrumentenaufbau, die Fragebogenkonstruktion und die Gestaltung der Fragen in Fragebögen auf die Beantwortung durch den Befragten aus?
College
Munich University of Policy
Course
Empirische Sozialforschung
Grade
1,7
Author
Tobias Wolf (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V93420
ISBN (eBook)
9783638066563
ISBN (Book)
9783638953184
Language
German
Tags
Köder Kunst Frage Konstruktion Erhebungsinstrumenten Empirische Sozialforschung Fragebogenkonstruktion Fragebogen Analyse; Methode Soziologie Sozialwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Wolf (Author), 2006, Der Köder muß gut schmecken! Zur Kunst der Frage und zur Konstruktion von standardisierten Erhebungsinstrumenten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93420
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