Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Nachfolgebesteuerung. Die Auswirkungen der Erbschaftsteuerreform 2016 auf die Nachfolgeplanung von kleinen und mittelständischen Unternehmen

Titel: Nachfolgebesteuerung. Die Auswirkungen der Erbschaftsteuerreform 2016 auf die Nachfolgeplanung von kleinen und mittelständischen Unternehmen

Bachelorarbeit , 2020 , 51 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nadine Woeschka (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit geht der Frage nach, welche Auswirkungen die Reform der Erbschaftssteuer aus dem Jahr 2016 für die Nachfolgeplanung kleiner und mittlerer Unternehmen hat. Insbesondere die Übertragung von Betriebsvermögen wird in dieser Hinsicht untersucht.

Die Bachelorarbeit untergliedert sich in fünf Kapitel. Im ersten Kapitel wird auf den Hintergrund der Erbschaftsteuerreform 2016 eingegangen und es werden auch die verfassungsrechtlichen Kritikpunkte beleuchtet. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit dem Weg vom begünstigungsfähigen zum begünstigten Vermögen. Die Berechnung ist deutlich komplexer und fehleranfälliger geworden im Vergleich zum alten Recht. Um das begünstigte Vermögen zu erhalten wird vom begünstigungsfähigen Vermögen das schädliche Verwaltungsvermögen subtrahiert. Das begünstigte Vermögen ist der maßgebende Wert für die Berechnung der Verschonungsabschläge. Hierbei muss auch die neu eingeführte Verbundvermögensaufstellung beachtet werden. Diese kommt bei mehrstufigen Unternehmensstrukturen zur Anwendung und zeigt eine konsolidierte Betrachtung des gesamten Betriebsvermögens des Erwerbers. Das dritte Kapitel handelt von den verschiedenen Verschonungsmodellen für Betriebsvermögen und dem Vorababschlag für Familienunternehmen. Bei diesem wird dem Unternehmen ein Abschlag in Höhe von bis zu 30 % auf das begünstigte Vermögen gewährt, sofern der Gesellschaftsvertrag bestimmte Ausschüttungs-, Entnahme-, Verfügungs-, und Abfindungsbeschränkungen enthält. Die Regelverschonung und die Optionsverschonung von 85 % bzw. 100 % auf das begünstigte Vermögen gelten nur bis zu einer Erwerbsgrenze von 26 Mio. €. Darüber hinaus kann auf Antrag das Abschmelzmodell oder eine Verschonungsbedarfsprüfung in Anspruch genommen werden.

Das vierte Kapitel befasst sich mit den Nachsteuertatbeständen, die bei einem Verstoß gegen Behaltefristen oder das Lohnsummenmodell vorliegen. Das Fazit zeigt, dass es nur eine Frage der Zeit sein wird bis das neue ErbStG einer erneuten verfassungsrechtlichen Prüfung vor dem BVerfG ausgesetzt sein wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Relevanz und Problematik

1.1 Hintergrund der Erbschaftsteuerreform 2016

1.2 Problematik und verfassungswidrige Bestandteile

2. Der Weg vom begünstigungsfähigen zum begünstigen Vermögen

2.1 Überblick der neuen Regelungen im ErbStG und BewG

2.2 Begünstigungsfähiges und begünstigtes Vermögen

2.3 Berechnung begünstigtes Vermögen

2.3.1 Nicht begünstigtes Vermögen

2.3.2 Schuldenabzug und unschädliches Verwaltungsvermögen

2.4 Verbundvermögensaufstellung

3. Verschonungsmodelle bei Übertragung von Betriebsvermögen

3.1 Regelverschonung und Optionsverschonung

3.2 Abschmelzmodell

3.3 Verschonungsbedarfsprüfung

3.4 Vorababschlag für qualifizierte Familienunternehmen

4. Nachsteuertatbestände

4.1 Lohnsummenkontrolle

4.2 Behaltensfristverstöße

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Erbschaftsteuerreform 2016 auf die Nachfolgeplanung von kleinen und mittelständischen Unternehmen bei der Übertragung von Betriebsvermögen, mit besonderem Fokus auf die verfassungsrechtlich begründeten Neuregelungen der Verschonungsmodelle.

  • Analyse der Ermittlung von begünstigtem und begünstigungsfähigem Vermögen
  • Untersuchung der verschiedenen Verschonungsmodelle sowie deren Grenzen
  • Bewertung der Konsequenzen bei Überschreitung der 26 Mio. Euro Erwerbsgrenze
  • Darstellung der Problematik von Nachsteuertatbeständen und Behaltensfristen

Auszug aus dem Buch

1.1 Hintergrund der Erbschaftsteuerreform 2016

Im Jahr 2018 betrug das insgesamt vererbte und verschenkte Vermögen 84,7 Milliarden Euro. Davon wurden 35,3 Milliarden Euro als steuerpflichtiges Vermögen übertragen. Laut dem Statistischen Bundesamt stieg die festgesetzte Erbschaftsteuer für 2018 um 6,2 % auf 6,7 Milliarden Euro an. Anhand der Zahlen kann abgeleitet werden, dass die Erbschaft- und Schenkungsteuer im Vergleich zum gesamten Steueraufkommen in Deutschland eine eher unbedeutende Rolle einnimmt. Dennoch hat diese Steuerart schon viele Gemüter erhitzt, da sie bereits mehrfach unter verfassungsrechtlicher Prüfung stand. Mit Einführung der Erbschaftsteuerreform im Juli 2016 sind die Verschonungsregelungen für die Übertragung von Betriebsvermögen verändert und verschärft worden. Seitdem wurde ein Rückgang von Erbschaften und Schenkungen von Betriebsvermögen festgestellt.

Das BVerfG hat mit seinem Urteil vom 17.12.2014 erklärt, dass die bisherigen Verschonungsregelungen für Unternehmensvermögen nicht mit dem Gleichheitssatz von Art. 3 Abs. 1 GG vereinbar sind, da sie den Erwerb von Betriebsvermögen überproportional begünstigen. Nach Auffassung des BVerfG ist das gesamte ErbStG somit verfassungswidrig, daher wurde der Gesetzgeber aufgefordert bis zum 30.06.2016 verfassungskonforme Neuregelungen festzulegen. Das Gericht betonte jedoch, dass die Verschonungsregelungen für kleine und mittelständische Unternehmen notwendig sind, um dessen Existenz zu sichern und vorhandene Arbeitsplätze zu erhalten. Das Problem an den Regelungen war hauptsächlich die konkrete Ausgestaltung der Verschonungen, da kleine und mittelständische Unternehmen genauso behandelt wurden wie Großbetriebe und Konzerne, ohne dass eine Bedürfnisprüfung durchgeführt wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Relevanz und Problematik: Dieses Kapitel erläutert den Hintergrund der Erbschaftsteuerreform 2016 und die Kritik des Bundesverfassungsgerichts am alten Recht hinsichtlich der Gleichbehandlung von Unternehmen.

2. Der Weg vom begünstigungsfähigen zum begünstigen Vermögen: Das Kapitel widmet sich der komplexen Ermittlung des begünstigten Vermögens und grenzt dieses von nicht begünstigten Vermögensteilen ab.

3. Verschonungsmodelle bei Übertragung von Betriebsvermögen: Hier werden die verschiedenen Verschonungsmodelle sowie die Sonderregeln für Familienunternehmen und Großerwerbe detailliert dargestellt.

4. Nachsteuertatbestände: Das Kapitel analysiert die Bedingungen und Konsequenzen bei Verstößen gegen Lohnsummenvorgaben oder Behaltensfristen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Auswirkungen der komplexen Reform auf die Beratungspraxis zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.

Schlüsselwörter

Erbschaftsteuerreform 2016, Betriebsvermögen, Nachfolgeplanung, Verschonungsabschlag, Regelverschonung, Optionsverschonung, Abschmelzmodell, Verschonungsbedarfsprüfung, Verwaltungsvermögen, Lohnsummenkontrolle, Behaltensfrist, Familienunternehmen, BVerfG, Schenkungsteuer, Finanzmitteltest.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Erbschaftsteuerreform 2016 auf die steuerliche Planung der Unternehmensnachfolge bei kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Ermittlung des begünstigten Vermögens, die Anwendung verschiedener Verschonungsmodelle und die Einhaltung strenger Nachsteuertatbestände.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, dem Leser die komplexen gesetzlichen Anforderungen der Reform 2016 zu erläutern, damit steuerliche Berater die Auswirkungen auf die Nachfolgeplanung besser einschätzen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literatur- und gesetzesbasierte Analyse unter Anwendung von zahlreichen Fallbeispielen zur Verdeutlichung der Berechnungslogiken genutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Abgrenzung von begünstigtem zu nicht begünstigtem Vermögen, die verschiedenen Verschonungsmodelle sowie die Konsequenzen von Nachsteuerverstößen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Erbschaftsteuerreform, Betriebsvermögen, Nachfolgeplanung, Verschonungsmodelle, Verwaltungsvermögen und Behaltensfrist.

Warum spielt die 26-Millionen-Euro-Grenze eine entscheidende Rolle?

Ab dieser Grenze sind die Standardverschonungsmodelle nicht mehr uneingeschränkt anwendbar, was spezielle Sonderregeln wie das Abschmelzmodell oder die Verschonungsbedarfsprüfung erforderlich macht.

Was ist die Reinvestitionsklausel und wozu dient sie?

Die Klausel ermöglicht es dem Erwerber, eine Nachversteuerung zu vermeiden, wenn Veräußerungserlöse innerhalb von 6 Monaten in begünstigtes Vermögen reinvestiert werden.

Ende der Leseprobe aus 51 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Nachfolgebesteuerung. Die Auswirkungen der Erbschaftsteuerreform 2016 auf die Nachfolgeplanung von kleinen und mittelständischen Unternehmen
Hochschule
Fachhochschule Hof
Note
1,3
Autor
Nadine Woeschka (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
51
Katalognummer
V934546
ISBN (eBook)
9783346255600
ISBN (Buch)
9783346255617
Sprache
Deutsch
Schlagworte
nachfolgebesteuerung auswirkungen erbschaftsteuerreform nachfolgeplanung unternehmen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadine Woeschka (Autor:in), 2020, Nachfolgebesteuerung. Die Auswirkungen der Erbschaftsteuerreform 2016 auf die Nachfolgeplanung von kleinen und mittelständischen Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/934546
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  51  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum