Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - School System, Educational and School Politics

Inklusion als Herausforderung für Schule und Unterricht

Title: Inklusion als Herausforderung für Schule und Unterricht

Master's Thesis , 2018 , 60 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Inklusion an Schulen. Dabei stehen besonders pädagogische Herausforderungen und Chancen im Alltag im Fokus.

Zunächst wird der geschichtliche Kontext der Inklusion aufgezeigt. Daraufhin wird die Entwicklung des sonderpädagogischen Schulwesens dargestellt und gezeigt, auf welche Art und Weise diese Entwicklung stattgefunden hat. Durch diese detaillierte Darstellung der Entwicklung des sonderpädagogischen Schulwesens soll gezeigt werden, inwieweit Menschen mit Behinderung in das deutsche Schulsystem integriert werden sollten. Hierzu wird der Begriff der Inklusion von anderen Begrifflichkeiten abgegrenzt und definiert. Zudem werden die Forderungen der Inklusion erörtert.

Im Weiteren Verlauf wird einleitend auf die Heterogenität in inklusiven Lernsettings eingegangen, indem zunächst eine theoretische Grundlage zur Inklusion im Schulsystem gegeben wird. Daraufhin wird die Performative Theorie der Behinderung, ein Heterogenitätskonzept der Inklusionspädagogik, von Jan Weisser dargelegt. Dieses Konzept zeigt, dass Heterogenität ein Kennzeichen von allen Schulklassen und nicht nur in inklusiv beschulten Klassen vorzufinden ist. Im zweiten Teil geht es hauptsächlich um ein anschauliches didaktisches Modell für heterogene Lerngruppen. Das Modell der entwicklungslogischen Didaktik von Georg Feuser beschäftigt sich mit dem Recht von Kindern mit Behinderung. Diese haben nicht nur das Recht auf individuelles Lernen, sondern darüber hinaus müssen die Lernvoraussetzungen individuell und optimal an jede Schülerin und jeden Schüler angepasst werden. Mithilfe dieses Kapitels soll ein theoretisches Grundverständnis geschaffen werden, um weitere Inhalte verstehen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Inklusion im historischen Kontext

2.1 Geschichte und Entwicklung der Anfänge des Sonderschulwesens bis in die Gegenwart

2.2 Definition Inklusion

2.3 Forderungen nach Inklusion

3. Heterogenität in inklusiven Lernsettings

3.1 Heterogenitätskonzepte in inklusiven Lernsettings

3.2 Entwicklungsbezogene Didaktik nach Feuser

4. Umsetzung im Schulsystem – Empirie und Forschungslage

4.1 „Kinder mit Beeinträchtigung leiden in inklusiven Lernsettings.“

4.2 „Normalbegabte Kinder werden in inklusiven Lernsettings vernachlässigt.“

4.3 „Kinder mit Beeinträchtigung bekommen nicht genug individuelle Förderung.“

4.4 „Inklusion gilt als eine hohe Belastung für Lehrkräfte.“

5. Potenziale und Erschwernisse

5.1 Lehrkräfte als Grundlagenproblem

5.2 Problematik der Rahmenbedingungen im inklusiven Unterricht

6. Nachhaltigkeit von Inklusion

6.1 Schulabschluss

6.2 Berufsleben

7. Index für Inklusion als Konzept

7.1 Der Index als Schlüsselelement inklusiver Pädagogik

7.2 Der Index für Inklusion in der Praxis

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen der Inklusion im deutschen Schulsystem, analysiert theoretische Ansätze zur Heterogenität sowie zur entwicklungslogischen Didaktik und beleuchtet die praktische Umsetzung, Belastungsfaktoren für Lehrkräfte, Potenziale der schulischen und beruflichen Eingliederung sowie die Rolle des "Index für Inklusion" als Evaluationsinstrument.

  • Historische Entwicklung des Sonderschulwesens und Wandel zur Inklusion.
  • Umgang mit Heterogenität und didaktische Modelle für inklusive Lernsettings.
  • Empirische Forschung zu Vorurteilen und Belastungsfaktoren im inklusiven Unterricht.
  • Nachhaltigkeit der Inklusion hinsichtlich Schulabschlüssen und Übergang ins Berufsleben.
  • Anwendung des "Index für Inklusion" als Instrument zur Schulentwicklung.

Auszug aus dem Buch

3.2 Entwicklungsbezogene Didaktik nach Feuser

Von der Idee der Integration hat Georg Feuser seine Grundüberlegungen zu einer Entwicklungsbezogenen Didaktik entwickelt (Feuser, 2009, S. 280). „Integration [...] bedarf einer Pädagogik, in der alle Kinder in Kooperation miteinander auf ihrem jeweiligen Entwicklungsniveau nach Maßgabe ihrer momentanen Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungskompetenzen [...] an und mit einem gemeinsamen Gegenstand spielen, lernen und arbeiten“ (Feuser, 2009, S. 283). Unabhängig von der Art und der Schwere der Behinderung der Kinder, verlangt Feuser eine einheitliche und gemeinsame Schule für alle, was heutzutage als Inklusion bezeichnet wird (Feuser, 2009, S. 283).

Feuser stand dem gegenwärtigen Schulsystem kritisch gegenüber, denn er war der Meinung, dass die Schulen selbst für Kinder ohne eine Beeinträchtigung unzumutbar wären, da an diesen Institutionen die Persönlichkeit und Sozialfähigkeit der Schülerinnen und Schüler völlig ruiniert werden (Feuser, 2009, S. 283). Zudem bemängelt er die wissenschaftliche Pädagogik, denn Feuser ist der Meinung, dass es bislang noch keine gleichartige und allumfassende Pädagogik gibt. Er sagt: „Seit Beginn der wissenschaftlichen Pädagogik hat es zu keiner Zeit eine allgemeine Pädagogik für alle Kinder gegeben, nur Sonderpädagogiken! Universität, Gymnasium, Realschule, Hauptschule – sie alle sind Sonderschulen, Schulen für Menschen ohne den jeweiligen anderen Menschen“ (Pitsch & Thümmel, 2011, S. 96).

Er verlangt für alle Kinder also eine inklusive Schule, in der mit differenzierten und individualisierten Mittel gearbeitet und gelernt wird, sodass niemand vom Unterricht ausgeschlossen wird. Zudem fordert Feuser mehr Arbeit mit Projekten und Vorhaben, individualisierte Lehrpläne, innere Differenzierung und offene Formen des Unterrichts und er lehnt den Fächerunterricht, individuelle Lehrpläne, äußere Differenzierung und Frontalunterricht ab, denn Erziehung und Bildung kann nur unter diesen Gesichtspunkten stattfinden (Pitsch & Thümmel, 2011, S. 96). Unter Erziehung versteht Feuser „die Strukturierung der Tätigkeit der Kinder und Schüler mit dem Ziel größter Realitätskontrolle“, wobei er unter Bildung den „Ausdruck des Gesamts der Wahrnehmung-, Denk- und Handlungskompetenzen eines Menschen im Sinne seiner aktiven Selbstorganisation“ fasst (Pitsch & Thümmel, 2011, S. 96).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die UN-Behindertenrechtskonvention als Ausgangspunkt der Inklusion in Deutschland und skizziert den Aufbau der Arbeit.

2. Inklusion im historischen Kontext: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entwicklung des Sonderschulwesens, definiert den Inklusionsbegriff und diskutiert die daraus abgeleiteten Forderungen.

3. Heterogenität in inklusiven Lernsettings: Hier werden Heterogenitätskonzepte analysiert und das Modell der entwicklungslogischen Didaktik nach Georg Feuser als pädagogischer Ansatz vorgestellt.

4. Umsetzung im Schulsystem – Empirie und Forschungslage: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit Vorurteilen gegenüber der Inklusion auseinander und beleuchtet die Empirie sowie Herausforderungen im praktischen Unterricht.

5. Potenziale und Erschwernisse: Hier werden die Qualifizierung von Lehrkräften sowie die Rahmenbedingungen inklusiver Schulen als zentrale Problemfelder und Erfolgspotenziale identifiziert.

6. Nachhaltigkeit von Inklusion: Das Kapitel untersucht die Schulerfolgsquoten sowie die berufliche Eingliederung von Menschen mit Beeinträchtigung und thematisiert notwendige strukturelle Bedingungen.

7. Index für Inklusion als Konzept: Dieses Kapitel präsentiert den Index für Inklusion als Evaluationsinstrument zur Schulentwicklung und beschreibt dessen theoretische Grundlagen und praktische Anwendung.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Inklusion ein wertvolles, aber in der Umsetzung hochanspruchsvolles Konzept ist, das professionelle Unterstützung erfordert.

Schlüsselwörter

Inklusion, Sonderschulwesen, Heterogenität, entwicklungslogische Didaktik, Inklusionspädagogik, Lehrkräfte, Schulentwicklung, berufliche Eingliederung, Index für Inklusion, Barrierefreiheit, sonderpädagogischer Förderbedarf, Teamteaching, Schulerfolg, Teilhabe, Bildungsgerechtigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Inklusion als zentrale Herausforderung für das deutsche Schulsystem, wobei sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Umsetzungsfragen und gesellschaftliche Rahmenbedingungen untersucht werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die historische Entwicklung des Sonderschulwesens, heterogene Lernsettings, die Empirie zur inklusiven Beschulung, die berufliche Nachhaltigkeit und den Einsatz des "Index für Inklusion".

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Komplexität der Inklusion aufzuzeigen und zu belegen, dass eine erfolgreiche inklusive Schulpraxis professionelle Unterstützung, fundierte theoretische Konzepte und angepasste Rahmenbedingungen erfordert.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Forschungsdaten und Fallbeispiele basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Heterogenität, empirische Forschungslagen zu Vorurteilen, die Analyse von Potenzialen und Erschwernissen für Lehrkräfte sowie die Nachhaltigkeit der Inklusion bis hin zur beruflichen Teilhabe.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Inklusion, Heterogenität, entwicklungslogische Didaktik (nach Feuser), sonderpädagogischer Förderbedarf, Index für Inklusion und berufliche Eingliederung.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Lehrkräfte in der Inklusion?

Lehrkräfte gelten als Basis und Grundpfeiler der Inklusion; ihre Professionalität, sonderpädagogische Qualifizierung und die Kooperation (z. B. durch Teamteaching) werden als entscheidende Erfolgsfaktoren hervorgehoben.

Was ist die zentrale Erkenntnis zum "Index für Inklusion"?

Der Index wird als effektives Evaluationsinstrument für die Schulentwicklung bewertet, erfordert jedoch für eine erfolgreiche Anwendung professionelle Anleitung, Zeit und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Warum wird der Übergang in das Berufsleben als kritisch angesehen?

Der Übergang wird oft als prekär beschrieben, da die Inklusion in der Schule endet und im Berufsleben häufig auf Barrieren oder separierende Angebote (Werkstätten) trifft, was die Forderung nach nachhaltiger, gesellschaftsweiter Inklusion unterstreicht.

Excerpt out of 60 pages  - scroll top

Details

Title
Inklusion als Herausforderung für Schule und Unterricht
College
University of Siegen
Grade
2,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
60
Catalog Number
V934886
ISBN (eBook)
9783346260314
ISBN (Book)
9783346292278
Language
German
Tags
Masterarbeit Inklusion Herausforderung Heterogenität Nachhaltigkeit Index für Inklusion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Inklusion als Herausforderung für Schule und Unterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/934886
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  60  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint