Sensibilisierung von Grundschülern für die Corona-Regelungen


Unterrichtsentwurf, 2020

13 Seiten, Note: 1

Anonym


Leseprobe

Inhaltverzeichnis

1. Legitimation

2. Einbindung der Stunde in längerfristige Unterrichtszusammenhänge

3. Kompetenzerwartungen (langfristige Unterrichtsanlage) und erwartete Lernzuwächse der Unterrichtseinheit

4. Lernausgangslage

5. Differenzierung/Individualisierung

6. Realisation der sonderpädagogischen Expertise

7. Geplanter Verlauf des Unterrichts

8. Literatur, Quellen, Anlagen

1. Legitimation

In den Richtlinien und Lehrplänen für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen sowie im Perspektivrahmen für Sachunterricht ist vorgegeben, dass die Lernenden in der Unterstufe sich mit Regeln und Tipps für eine gesunde Lebensführung (Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, 2008, S. 44) und Präventionsmaßnahem hinsichtlich Infektionskrankheiten (Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts, 2013, S. 82) auseinandersetzen. Die 45-minütige Unterrichtsstunde ist ausgerichtet auf das Thema „‘Hilfe Corona!‘ – Was hat sich für uns geändert?“. Im Fokus steht hier der Austausch mit anderen Lernenden und die Erkenntnis darüber, dass sie die Zeit während Corona und der Schulschließungen zu einem Teil unterschiedlich (Freizeitgestaltung) und zum anderen Teil ähnlich (Kontaktverbot) verbracht haben. Weiterhin machen sich die Lernenden bewusst, dass sich das Leben seit der Corona-Krise drastisch verändert hat.

Über das Thema Corona wird in sozialen Netzwerken und in den etablierten Medien in den letzten Wochen ununterbrochen berichtet. Zudem betrifft diese Corona-Krise jeden einzelnen Lernenden. Der Schule kommt die Aufgabe zu, die Lernenden zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern zu erziehen, umso wichtiger ist es also, sie mit aktuellen Ereignisse zu konfrontieren und ihnen auf diesem Wege zu ermöglichen, sich eine eigene Meinung zu solch relevanten Themen zu bilden sowie Handlungsempfehlungen zugeben. Darüber hinaus haben die Lernenden nach der Corona-Krise individuellen Gesprächsbedarf, um über das Geschehene, wie die Schulschließungen, zu sprechen. Zudem haben einige Lernende den Bedarf, ihre Gefühle auszudrücken sowie ihre Ängste zu schildern, um die gesamte Situation zu verarbeiten. Dazu sollte ihnen in den ersten Tagen der Schulöffnungen Zeit gegeben werden. Der Austausch über die Corona-Krise gibt den Lernenden Mut und zeigt ihnen, dass sie nicht allein mit diesen Gefühlen sind. Außerdem können durch den Austausch ihre Ängste besprochen, bewältigt und verarbeitet werden. Somit ist es von großer Bedeutung direkt in den ersten Tagen nach Öffnung der Schulen die vergangene Zeit mit den Lernenden Revue passieren zu lassen.

2. Einbindung der Stunde in längerfristige Unterrichtszusammenhänge

Tabelle 1: Tabellarische Darstellung der Unterrichtsreihe

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3. Kompetenzerwartungen (langfristige Unterrichtsanlage) und erwartete Lernzuwächse der Unterrichtseinheit

Tabelle 2: Tabellarische Darstellung des Förderschwerpunktes und des Förderziels.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3: Tabellarische Darstellung der Kompetenzerwartungen und erwartete Lernzuwächse der Reihe und der Unterrichtseinheit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4. Lernausgangslage

Tabelle 4: Tabellarische Darstellung der Lernvoraussetzungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

5. Differenzierung/Individualisierung

In einer Lerngruppe können durch Diversität und Differenzen zwischen den Lernenden auch Grenzen erreicht werden, weshalb zwei Leitsätze formuliert wurden: „Die individuellen Ressourcen und Stärken aller Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe werden detailliert erfasst, wertgeschätzt und genutzt.“ und „Differenzierende und individuelle bzw. kompensatorische Maßnahmen, ggf. differenzierte Ziele, ermöglichen möglichst allen Lerngruppenmitgliedern einen barrierefreien Zugang zu einem Thema bzw. zu einer gemeinsamen Lernaufgabe“ (Flott-Tönjes, et al., 2017, S. 39). Durch eine individuelle Anpassung an die Schülerinnen und Schüler ermöglicht eine individuelle Förderung, dass sie ihr kognitives sowie emotionales, soziales und motivationales Potenzial ausbilden können. Die individuelle Förderung fordert immer eine gute Planung der Differenzierungsangebote, um den Schülerinnen und Schülern möglichst viel an echter Lernzeit zu ermöglichen. Darüber hinaus sollen sie dadurch bestmögliche individuelle Lernziele erreichen. Um innerhalb einer Lerngruppe sinnvoll zu differenzieren, wird eine Ermittlung der Lernvoraussetzungen als unerlässlich vorausgesetzt. Dies ermöglicht, dass individuell auf die Besonderheiten und Bedürfnisse der einzelnen Schülerinnen und Schüler eingegangen werden kann und somit individuelle Lernwege und Lernziele geplant werden können (Flott-Tönjes, et al., 2017, S. 39f.).

Während der Unterrichtsstunde können sich die Lernenden innerhalb des Unterrichtsgespräches gegenseitig unterstützen und gegebenenfalls die Inhalte anderer ergänzen. Einzelne Lernende verweigern das Bearbeiten von Arbeitsblättern, weshalb in dieser Unterrichtsstunde darauf verzichtet wird. Das Wissen wird in Form einer Wiederholung in der darauffolgenden Stunde überprüft und gesichert.

Darüber hinaus werden die einzelnen Unterrichtseinheiten zieldifferenziert geplant. Hierzu wird das Modell nach Wember, welches als „präventiv orientiertes Modell schulischen Lernens“ gilt, herangezogen (Flott-Tönjes, et al., 2017, S. 40). Dieses Modell differenziert den erwarteten Lernzuwachs in fünf Stufen und wird ausgehend von einer Basisstufe, in jeweils zwei Erweiterungsstufen und Unterstützungsstufen gegliedert. Zunächst wurde für die Planung der Unterrichtsreihe lediglich eine Differenzierung in drei Stufen vorgesehen. Ausgangpunkt für die Planung stellt die Basisstufe dar, diese orientiert sich am Lernniveau der meisten Lernenden. Dazu kommen jeweils eine Erweiterungsstufe und eine Unterstützungsstufe. Besonders die Unterstützungsstufe ist innerhalb des Unterrichts sehr hilfreich, da einige Lernende unregelmäßig am Unterricht teilnehmen und so bei Anwesenheit eine Überforderung ausgeschlossen werden kann.

Die Kompetenzerwartung der Unterstützungsstufe für die gezeigte Unterrichtseinheit lautet: „Die Lernenden werden, für die mit der Infektionskrankheit Corona verbundenen drastischen Veränderung bzw. Einschränkung, sensibilisiert und beschreiben diese mithilfe von Visualisierungen“. Die Lehrperson fasst für die Lernenden alle genannten Informationen auf und stellt sie ihnen nochmals transparent vor. Anhand dieser Transparenz und der Unterstützung der Lehrperson, die Impulsfragen stellt, wie beispielsweise: „Gehst du denn immer noch regelmäßig zum Fußballtraining?“ oder „Konntest du jederzeit einen Spielplatz besuchen?“ erkennen die Lernenden, dass sich das Leben seit der Corona-Krise verändert hat. Die Basisstufe lautet: „Die Lernenden werden, für die mit der Infektionskrankheit Corona verbundenen drastischen Veränderung bzw. Einschränkung, sensibilisiert und beschreiben diese“. Der Unterschied von der Unterstützungsstufe zur Basisstufe liegt darin, dass die Lernenden bereits über ein eigenständiges Leisten von Beiträgen in Form von freiem Sprechen verfügen. Sie können selbstständig Informationen sammeln, diese in Zusammenhang bringen und in Form von freien Beiträgen wiedergeben. Aufgrund dessen erkennen die Lernenden in der Basisstufe, ohne Unterstützung, dass die Lernenden seit der Corona-Krise und der Schulschließungen ihre Zeit zum Teil unterschiedlich aber in mancher Hinsicht ähnlich verbracht haben. Bei der Erweiterungsstufe lautet die Kompetenzerwartung: „Die Lernenden werden, für die mit der Infektionskrankheit Corona verbundenen drastischen Veränderung bzw. Einschränkung, sensibilisiert und beschreiben sowie erklären diese“. Bei der Erweiterungsstufe wird von den Lernenden eine begründete Darstellung der aktuellen Situation erwartet. Sie sollen begründen, warum manche Lernende ihre Zeit zum Teil unterschiedlich und zum anderen Teil ähnlich verbracht haben, indem sie auf unterschiedliche Wohnsituationen und Bedingungen (Garten, Balkon, große Wohnung, Geschwister, …) hinweisen. Weiterhin erkennen die Lernenden die drastischen Veränderungen seit der Corona-Krise und können diese begründen, indem sie beispielsweise erklären, warum es wichtig ist den Mindestabstand einzuhalten oder wofür das Kontaktverbot verhängt worden ist.

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Sensibilisierung von Grundschülern für die Corona-Regelungen
Note
1
Jahr
2020
Seiten
13
Katalognummer
V934891
ISBN (eBook)
9783346309501
ISBN (Buch)
9783346309518
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sensibilisierung, grundschülern, corona-regelungen
Arbeit zitieren
Anonym, 2020, Sensibilisierung von Grundschülern für die Corona-Regelungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/934891

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