In der vorliegenden Seminararbeit sollen zunächst die relevanten Begriffe erklärt werden, um dann in die Thematik einzusteigen. Dargestellt wird zuerst die Entstehung der ´Hardcore´-Musik und somit auch der ´Hardcore´-Szene. Aufgezeigt soll anschließend ihre Verbreitung innerhalb der U.S.A., als auch in Europa. Darauf erfolgt die Aufschlüsselung der verschiedenen Stile, die unter ´Hardcore´ subsumiert werden, mit der Intention die Diskrepanzen aufzuzeigen. Vertieft wird dies unter dem nächsten Punkt, in dem es um die ´Hardcore´-Szene geht, welche neben Diskrepanzen auch Gemeinsamkeiten birgt. Im Anschluss werden die aktuellen Entwicklungen, sowohl musikalisch, als auch die Szene betreffend, aufgezeigt. Abschließend folgen eine Zusammenfassung, sowie ein Ausblick mit Hypothesen zur Zukunft der ´Hardcore´-Szene als Jugendkultur.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffsklärung
3 Die Entstehung des Hardcore und seine Verbreitung
4 Hardcore-Musik
5 Hardcore-Szene
5.1 Diskrepanzen
5.2 Gemeinsamkeiten
6 Aktuelle Entwicklungen
7 Zusammenfassung und Ausblick
8 Abstract: Hardcore – its different styles and its future as a youth culture
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung, die musikalischen Ausprägungen und die szeneinternen Strukturen des Hardcore. Ziel ist es, die Heterogenität der Szene zu beleuchten, die Frage nach ihrer Identität als Jugendkultur zu beantworten und eine Einschätzung zur zukünftigen Entwicklung dieser Bewegung zu treffen.
- Historische Entstehung und geografische Verbreitung (USA/Europa)
- Musikalische Differenzierung und Stilrichtungen
- Organisationsstrukturen und Szene-Prinzipien (DIY, Unity)
- Soziologische Analyse von Diskrepanzen und Gemeinsamkeiten
- Zukunftsperspektiven der Hardcore-Szene
Auszug aus dem Buch
5.2 Gemeinsamkeiten
Gemeinsamkeiten in der Hardcore-Szene zeichneten sich vor allem in den Organisationsstrukturen ab. Es handelte sich dabei um die Gründung von ´Fanzines´, also Magazinen, die als Informations- und Kommunikationsmittel dienten, um die Gründung kleiner Labels, um die Musik aufnehmen und vertreiben zu können, und die eigenständige Organisation von Konzerten, darunter fielen auch die ´All Ages-Shows´, welche nachmittags veranstaltet wurden, damit auch die unter 21-jährigen eine Möglichkeit hatten die Konzerte zu besuchen. Diese Aspekte wurden auch dem in der Szene verbreiteten ´Do It Yourself´-Prinzip gerecht.
Konzerte spielten in der Szene eine große Rolle, da sie den Treffpunkt darstellten und dort das ´Unity´-Gefühl gelebt werden konnte. Dies äußerte sich in der Gleichberechtigung aller Anwesenden, das heißt die Bands spielten nicht erhoben auf einer Bühne, sondern im Publikum. Das Mikrophon wurde dabei auch den Fans gereicht. Sobald die Veranstaltungsorte und Publikumszahlen größer wurden, war dies nicht mehr möglich. Gängiger wurde dann das ´Stagediven´, bei dem einzelne Personen auf die Bühne steigen, ins Publikum springen und sich von diesem tragen lassen. Eine andere Möglichkeit des Zelebrierens war die Bildung eines ´Circle Pit´, in dem sich das Publikum laufend und ´Slammend´ im Kreis bewegt. Als ´Slam´ wird der Tanzstil der Hardcore Fans bezeichnet, welcher relativ aggressiv wirkt auf Grund von schlagenden Armbewegungen.
Bezüglich des Aspekts ´Unity´ ist allerdings anzumerken, dass vor allem in den U.S.A., wie oben bereits erwähnt, sich gewisse Szenen, zum Beispiel die lokale und die aus anderen Städten, oppositionell gegenüber standen und es dann eher zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kam.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung skizziert das methodische Vorgehen der Arbeit und führt in die Fragestellung zur Entwicklung des Hardcore als Jugendkultur ein.
2 Begriffsklärung: Hier werden die zentralen Begriffe „Szene“ und „Jugendkultur“ theoretisch definiert, während auf eine enge musikalische Definition von „Hardcore“ bewusst verzichtet wird.
3 Die Entstehung des Hardcore und seine Verbreitung: Dieses Kapitel beschreibt den Ursprung des Hardcore an der US-amerikanischen Westküste und seine Ausbreitung über verschiedene Städte in den USA bis hin nach Europa.
4 Hardcore-Musik: Die musikalischen Charakteristika von Hardcore, inklusive der Einflüsse von Punkrock und Heavy Metal sowie die Ausdifferenzierung in Stile wie „Old School“ und „New School“, werden hier erläutert.
5 Hardcore-Szene: Es erfolgt eine Analyse der szeneinternen Gegensätze (Diskrepanzen) sowie der verbindenden Elemente wie Organisationsstrukturen und das „Do It Yourself“-Prinzip.
6 Aktuelle Entwicklungen: Dieses Kapitel widmet sich modernen Trends wie dem „Screamo“, der Rolle von Frauen in der Szene und der Entstehung von neuen DIY-Clubs.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz zur Heterogenität der Szene und einer Prognose über die zukünftige Stabilität der Hardcore-Kultur.
8 Abstract: Hardcore – its different styles and its future as a youth culture: Eine englischsprachige Zusammenfassung der zentralen Thesen und Analysen der Arbeit.
Schlüsselwörter
Hardcore, Jugendkultur, Musikgeschichte, Punkrock, Straight Edge, Do It Yourself, Szene-Strukturen, Heavy Metal, New School, Old School, Unity, Subkultur, Musiksoziologie, Diskrepanzen, Musikalische Entwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Hardcore-Musikszene, ihrer historischen Entwicklung und ihrem Status als Jugendkultur von den Anfängen bis zur Gegenwart.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Entstehung der Szene, die musikalische Differenzierung in verschiedene Stile, die soziologische Struktur der Szene sowie ihre Organisationsformen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Diskrepanzen und Gemeinsamkeiten innerhalb der Hardcore-Bewegung aufzuzeigen und zu prüfen, ob der Begriff der „Jugendkultur“ für Hardcore angemessen ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse von Fachliteratur und der Auswertung von Szene-Dokumenten sowie Internetquellen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der musikalischen Entwicklung, die Untersuchung der internen Organisationsstrukturen, Szene-Praktiken und die Erörterung aktueller Entwicklungen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Hardcore, Jugendkultur, Straight Edge, DIY-Prinzip, musikalische Stilvielfalt und die heterogene Szenenstruktur.
Welche Rolle spielt „Straight Edge“ innerhalb der Szene?
Straight Edge ist eine spezifische Ausprägung, die sich durch ein „korrektes“ Verhalten, den Verzicht auf Drogen und Alkohol sowie eine kritische Haltung gegenüber gesellschaftlichen Normen definiert.
Wie bewertet die Autorin die Zukunft der Hardcore-Szene?
Die Autorin schätzt die Zukunft als ungewiss ein. Aufgrund der mangelnden Homogenität und der Gefahr, dass Stile sich musikalisch „totlaufen“ oder in den Mainstream (Pop/Heavy Metal) abwandern, steht die Szene vor großen Herausforderungen.
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- Sarah Klotz (Author), 2008, Hardcore - seine verschiedenen Stile und dessen Zukunft als Jugendkultur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93608