Analyse der Produktivitätsverluste durch Präsentismus im Vergleich zu Absentismus


Hausarbeit, 2018

23 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffserkläru
2.1 Definition Absentismus
2.2 Definition Präsentismus
2.3 Definition Produktivität

3 Messmethoden
3.1 Messung Absentismus
3.2 Messung Präsentismus

4 Produktivitätsverluste
4.1 Messung von Produktivitätsverlusten
4.1.1. Messung durch Selbsteinschätzung
4.1.2. Messung durch technische Messinstrumente
4.2 Produktivitätsverluste im Vergleich zwischen Präsentismus und Absentismus

5 Verhalten der Mitarbei
5.1 Einflussfaktoren für Präsentismus
5.1.1 Pflichtgefühl
5.1.2 Rücksichtnahme auf Kollegen
5.1.3 Angst vor Arbeitsplatzverlust und berufliche Nachteile
5.2 Folgen von Präsentismus für die Gesundheit des Mitarbeiters

6 Ansatzpunkte gegen Absentismus und Präsentismu

7 Fazi

8 Literaturverzeichnis, Datenblattverzeichn

9 Anhangverzeichni

10 Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Statista (2018): Durchschnittliche Anzahl von Arbeitsunfähigkeitstagen in Deutschland im Zeitraum von 2005 bis 2016 (AU- Tage je BKK-Mitglied), URL: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/251313/umfrage/durchschnittliche- anzahl-von-arbeitsunfaehigkeitstagen-je-versicherten/

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: GBE-Bund (2018): Arbeitsunfähigkeit bei erwerbstätigen AOK­Mitgliedern (Jeweilige Arbeitsunfähigkeitsfälle und Arbeitsunfähigkeitstage als Anteil aller Fälle bzw. Tage, URL: http://www.gbe-bund.de/oowa921- install/servlet/oowa/aw92/dboowasys921.xwdevkit/xwd_init?gbe.isgbetol/xs_s tart_neu/&p_aid=3&p_aid=28965310&nummer=709&p_sprache=D&p_indsp =145&p_aid=42717624

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Statista (2018): Produktivitätsverlust pro Mitarbeiter pro Jahr durch Absentismus und Präsentismus (nach Krankheitsbild), URL: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/182078/umfrage/produktivitaetsver lust-durch-absentismus-und-praesentismus/

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Statista (2018): Gründe für Präsentimus in Deutschland im Jahr 2009, URL: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/182072/umfrage/gruende- Gründe für Präsentismus* in Deutschland im Jahr 2009

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quellen Weitere Informationen; Bertelsmann Stiftung; Experte(n) (J. Vogt et Deutschland; Expertefn) (J. Vogt et al); 20 09 al)

1 Einleitung

„Ich schlepp mich krank zur Arbeit“ (ZEIT ONLINE 2016, www.zeit.de), „Deutsche arbeiten eher krank, als blauzumachen“ (WELT 2015, www.welt.de), „“Präsentismus“ kostet die Wirtschaft Milliarden“ (ÄrzteZeitung 2016, www.aerztezeitung.de), „Krank ins Büro - das schadet auch dem Arbeitgeber“ (Berliner-Zeitung 2016, www.berliner-zeitung.de). In immer mehr Zeitungen finden sich Artikel über Präsentismus - krank zur Arbeit. Präsentismus wird in Unternehmen zu einem großen Problem. Es wird ein immer größeres Augenmerk auf einen guten Arbeitsplatz, hohen Verdienst und ausreichend Arbeit gelegt. Um eine solche Arbeitsstelle nicht zu verlieren und genügend Geld zu verdienen, geht der Trend immer weiter dahin, vorzugsweise krank zu arbeiten, als der Arbeit fernzubleiben und sich einen Fehltag zu nehmen. Viele Menschen ,leben’ sozusagen nur noch für ihren Job. Deshalb soll im Folgenden genauer auf Präsentismus und Absentismus eingegangen werden. In diesem Zusammenhang wird erläutert, wie sich die Produktivitätsverluste auf beiden Seiten verhalten und welche Gründe dazu führen, krank zur Arbeit zu kommen. Zudem werden Ansatzpunkte gegen Absentismus und Präsentismus aufgezeigt. Bringt Präsentismus höhere Produktivitätsverluste als Absentismus?

2 Begriffserklärung

Zuerst sollen die Begrifflichkeiten geklärt werden, um die folgenden Absätze verständlich zu machen.

2.1 Definition Absentismus

Der Duden definiert .Absentismus’ wie folgt: „Absentismus, der, Substantiv, maskulin; [...] gewohnheitsmäßiges Fernbleiben vom Arbeitsplatz“ (Duden 2018, www.duden.de). Näher betrachtet hat diese Definition noch nichts mit einem Krankheitstag zu tun, lediglich wird hier die Abwesenheit berücksichtigt, wobei die konkreten Gründe vernachlässigt werden. Es werden dementsprechend neben gesundheitlichen auch weitere Gründe einbezogen.

2.2 Definition Präsentismus

Für ,Präsentismus’ gibt es einige Definitionen. Eine mögliche Definition wäre ungesund, aber nicht krankheitsbedingt abwesend sein (vgl. Kivimäki et al. 2005). Um noch eine weitere ähnliche Definition zu nennen, soll Präsentismus wie folgt beschrieben werden: zur Arbeit zu gehen, obwohl man sich krank fühlt (vgl. Aronsson/Gustafsson/Dallner 2000). Anhand dieser Definitionen lässt sich erkennen, dass hier auf einen Krankheitszustand eingegangen wird anders als bei Absentismus. Ein weiterer Unterschied zum Absentismus besteht darin, dass der Arbeitnehmer trotz Krankheit zur Arbeit geht und versucht, seine Pflicht zu erfüllen, statt sich einen Fehltag zu nehmen.

2.3 Definition Produktivität

Im Duden wird Produktivität’ definiert als: „Produktivität, die, Substantiv, feminin; [...] 1. das Hervorbringen von Produkten, konkreten Ergebnissen, Leistungen o. Ä.; Ergiebigkeit, [gute] Leistungsfähigkeit 2. schöpferische Kraft, Schaffenskraft; Synonyme zu PRODUKTIVITÄT: Einfallsreichtum, Genie“ (Duden 2018, www.duden.de). Im Folgenden soll die Produktivität am Arbeitsplatz genauer betrachtet werden, wie beispielsweise produzierte Stückzahlen oder auch Dienstleistungen.

3 Messmethoden

Um einen Vergleich zwischen der Produktivität bei Absentismus und der Produktivität bei Präsentismus aufstellen zu können, werden im nächsten Abschnitt die Messmethoden erklärt.

3.1 Messung Absentismus

Im Gegensatz zum Präsentismus kann der Absentismus leicht anhand der Arbeitsunfähigkeitstage gemessen werden.

Um sich einen Überblick über die Arbeitsunfähigkeitstage zu verschaffen, wird hier eine Statistik der durchschnittlichen Anzahl von Arbeitsunfähigkeitstagen in Deutschland im Zeitraum von 2005 bis 2016 (AU-Tage je BKK-Mitglied) aufgezeigt.

Durchschnittliche Anzahl von Arbeitsunfähigkeitstagen in Deutschland im Zeitraum von 2005 bis 2016 (AU-Tage je BKK-Mitglied)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Durchschnittliche Anzahl von Arbeitsunfähigkeitstagen in Deutschland im Zeitraum von 2005 bis 2016 (AU-Tage je BKK-Mitglied) (Statista 2018) In dieser Statistik werden die AU-Tage je Mitglied in den einzelnen Jahren von 2005 bis 2016 dargestellt. Es lässt sich schnell erkennen, dass der Verlauf des Graphen aufsteigend ist. 2006 erkennt man die niedrigsten AU-Tage bei 11,5 Tagen je Mitglied der BKK. Von diesem Stand aus steigt der Graph bis 2013 kontinuierlich an, fällt die darauffolgenden Jahre ein wenig und kommt dann 2016 auf einen Höhepunkt von 17,4 AU-Tage pro Mitglied. Anhand der Statistik lässt sich erkennen, dass sich eine Zunahme der AU-Tage entwickelt. Dies muss nicht unbedingt immer mit Krankheitstagen in Verbindung gebracht werden, wie bereits in der Definition von Absentismus erklärt wurde.

Des Weiteren sollen nun die Krankheitsgruppen der Arbeitsunfähigkeitstage in einer weiteren Statistik aufgezeigt werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Arbeitsunfähigkeitsfälle und Arbeitsunfähigkeitstage als Anteil aller Fälle bzw. Tage) (in Anlehnung an GBE-Bund 2018)

Aus dieser Abbildung wird erkenntlich, dass der Großteil der Fehltage durch Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes anfallen. Dies kann die Folge von längerer Schreibtischarbeit sein, die durch schlechte Haltung zu Rückenschmerzen führt, oder auch durch Arbeiten, die das Muskel­Skelett-System durch schweres Heben oder Ähnliches besonders beanspruchen.

Gleich dahinter werden Krankheiten des Atmungssystems sowie Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen genannt.

Verletzungen am Arbeitsplatz werden auch mit der Sicherheit am Arbeitsplatz in Verbindung gesetzt. Darauf sollte auch bei der Überlegung zur Reduktion von Arbeitsunfähigkeitstagen ein Augenmerk gelegt werden. Hier ist eine weitere Auffälligkeit, dass Verletzungen bei Männern häufiger auftreten als bei Frauen. Dies liegt vermutlich daran, dass Männer häufiger in handwerklichen Bereichen arbeiten, in denen leichter Arbeitsunfälle geschehen können, als beispielsweise im Büro.

Auf viertem Rang sollen auch noch psychische Krankheiten und Verhaltensstörungen genannt werden. Diese werden auch häufig mit Stress in Verbindung gesetzt, welcher nicht nur in höherrangigen Positionen aufkommt.

Hierauf sollte ebenfalls geachtet werden, wenn es um das Thema Reduktion von Arbeitsunfähigkeitstagen geht.

3.2 Messung Präsentismus

Die Messung von Präsentismus gestaltet sich dagegen schwieriger. Es wurde im Gesundheitsmonitor 2009 in einer Umfrage nach der Einschätzung von Mitarbeitern gefragt, ob und wie oft sie in den vergangenen zwölf Monaten krank zur Arbeit gegangen waren. Hier wurden die drei Antwortmöglichkeiten ,nie', ,einmal' oder ,mehrmals' gestellt, von denen die Befragten je eine Antwort ankreuzen sollten. Von den im Jahr 2007 befragten Mitarbeitern gaben 46 Prozent an, dass sie in den letzten zwölf Monaten mehrmals krank zur Arbeit gegangen sind. (vgl. BÖCKEN et al. 2009, S. 219) Diese 46 Prozent stellen also fast die Hälfte aller Arbeitnehmer dar. Es wird erkennbar, dass dies ein großes Problem darstellt. Sowohl für den Betroffenen der Krankheit, also den Mitarbeiter, da diesem dadurch keine Zeit zur Wiederherstellung seiner Gesundheit gewährleistet wird, als auch für den Betrieb, in dem der Kranke seinen Arbeitstag durchläuft, da im Krankheitszustand leichter Fehler passieren und die Arbeitsgeschwindigkeit meist abfällt.

Im Folgenden werden die dadurch angefallenen Produktivitätsverluste aufgezeigt und mit den Verlusten durch Absentismus verglichen. Außerdem soll im weiteren Verlauf geklärt werden, welche Gründe Mitarbeiter haben, trotz Krankheit zur Arbeit zu gehen.

4 Produktivitätsverluste

4.1 Messung von Produktivitätsverlusten

Produktivitätsverluste entstehen allgemein, wenn der IST-Zustand vom vorher kalkulierten SOLL-Zustand abweicht. Dies kann einerseits zeitliche Folgen haben, sodass die Produktion einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt als geplant. Andererseits können auch monetäre Probleme daraus resultieren, wenn beispielsweise Fehler passieren, die zu Materialverlusten führen. (vgl. TU- Braunschweig 2011, www.tu-braunschweig.de)

[...]

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Analyse der Produktivitätsverluste durch Präsentismus im Vergleich zu Absentismus
Hochschule
IST-Hochschule für Management
Note
1,7
Autor
Jahr
2018
Seiten
23
Katalognummer
V936316
ISBN (eBook)
9783346267702
ISBN (Buch)
9783346267719
Sprache
Deutsch
Schlagworte
analyse, produktivitätsverluste, präsentismus, vergleich, absentismus
Arbeit zitieren
Sabrina Schmidt (Autor:in), 2018, Analyse der Produktivitätsverluste durch Präsentismus im Vergleich zu Absentismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/936316

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