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Transnationale Arbeitsmigration im Care-Bereich. Fallbeispiel einer polnischen Arbeitsmigrantin in einem deutschen Privathaushalt

Título: Transnationale Arbeitsmigration im Care-Bereich. Fallbeispiel einer polnischen Arbeitsmigrantin in einem deutschen Privathaushalt

Trabajo Escrito , 2019 , 14 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Sociología - Sistemas sociales y Estructuras sociales
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem deutsch-polnischen Kontext der transnationalen Care-Migration. Ziel ist es, die Mikroebene, transnationale Praktiken, Identitäten und Positionen der Akteurinnen, zu beleuchten. Zu diesem Zweck wurden im August 2019 ein problemzentriertes Interview und ein narratives Interview mit zwei Betroffenen durchgeführt. Die Offenlegung der Motivationen und Erfahrungen der Akteurinnen hinsichtlich Care-Arbeit und die Darstellung des im Fallbeispiel entstandenen transnationalen Care-Arrangements führen abschließend zur Klärung der zentralen Fragestellung der Hausarbeit: Was kennzeichnet die soziale Position der Migrantin Rosa im transnationalen Raum?

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Polin Rosa, die als sogenannte Live-In-Pflegekraft beschäftigt ist. Dies bedeutet, dass sie bei der Pflege eines krebskranken Mannes half und 24-Stunden abrufbar war, da sie sowohl im Haushalt arbeitete als auch dort wohnte. Nach dem Tod des Pflegefalls führte sie die Care-Arbeit im Haushalt weiterhin fort. Die Arbeit als Pflegekraft umfasst Tätigkeiten, die sich auf Bereiche der Fürsorge, wie beispielsweise das Sich-Kümmern um alte, pflegebedürftige Menschen, und des Haushalts, wie Kochen, Waschen oder Putzen, beziehen.

Somit orientiert sich Care-Arbeit stark an den Bedürfnissen anderer Personen. Faktoren wie der demografische Wandel, die gestiegene Erwerbstätigkeit von Frauen, auf die die Care-Arbeit historisch bedingt größtenteils übertragen wurde und immer noch wird, und der Rückzug des Staates bei der Pflege älterer Menschen haben dazu geführt, dass in Gesellschaften des globalen Nordens ein Pflege- und Versorgungsbedarf entstanden ist, der verstärkt von transnationalen Migrantinnen wie Rosa gedeckt wird.

Dadurch hat sich ein globaler Arbeitsmarkt entwickelt, der für Migrantinnen aus strukturschwächeren Ländern den wichtigsten Arbeitsmarkt überhaupt darstellt. Innerhalb der Sozialwissenschaften sprechen in diesem Zusammenhang daher viele Studien von einer Feminisierung der Migration. Dieses Konzept verdeutlicht, dass sozioökonomische Asymmetrien zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden dazu geführt haben, dass Care-Arbeit auf globaler Ebene ungleich verteilt wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Transnationalen Arbeitsmigration im Care-Bereich: Ein Fallbeispiel

2.1 Die Nachfrageseite: Ein deutscher Privathaushalt

2.2 Die Angebotsseite: Eine polnische Migrantin

2.3 Die Umverteilung von Care-Arbeit: Eine transnationale Versorgungskette

3 Fazit

4 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Mikroebene der transnationalen Care-Migration im Deutsch-Polnischen-Kontext, indem sie die Erfahrungen, Identitäten und sozialen Positionen von Akteurinnen analysiert, um zu klären, was die soziale Position der Migrantin Rosa im transnationalen Raum kennzeichnet.

  • Analyse transnationaler Praktiken im Care-Sektor
  • Untersuchung von Machtverhältnissen in Privathaushalten
  • Die Rolle der Pendelmigration und transnationale Versorgungsketten
  • Intersektionale Betrachtung von Geschlecht, Klasse und Alter
  • Nutzung moderner Kommunikationstechnologien in transnationalen Familien

Auszug aus dem Buch

2.3 Die Umverteilung von Care-Arbeit: Eine transnationale Versorgungskette

Wenn Rosa in Polen ist, lebt sie mit ihrem Hund in einem Haus innerhalb einer Kleingartenanlage, welches sie in den letzten Jahren renovieren und ausbauen ließ. Das Geld dafür erwirtschaftete sie als Care-Migrantin in Deutschland. Während unseres Interviews zeigte sie mir Fotos von den Bauarbeiten und dem fast fertiggebauten Haus. Sie erzählte mir, dass neben ihrem Sohn mehrere rumänische Handwerker an den Bauarbeiten beteiligt waren. Von Luise erfuhr ich später, dass Rosa mit ihnen von Deutschland aus via Telefon den Bau des Badezimmers koordinierte. Zu einem späteren Zeitpunkt des Interviews zeigte sie mir Fotos von ihrem Hund. Auf die Frage, wer sich während ihres momentanen Aufenthalts in Deutschland um ihn kümmere antwortete sie:

„Jetzt kümmern sich meine Tochter und Fred [Freund ihrer Tochter] um ihn. Er hat gerade Urlaub und hat Zeit. Aber in meinem Garten habe ich einen Zaun, damit der Hund auch sonst alleine draußen sein kann. Das ist ein bisschen schwierig, aber naja. Fred schreibt mir aber oft und schickt mir Fotos und Videos“ (Interview mit Rosa, Nordrheinwestfalen, 17.08.2019).

Und wer kümmert sich um das Gartenhaus und den Garten?

„Ich habe im Garten im Moment kein Gemüse, nur Obst und andere Pflanzen. Die müssen gegossen werden und Unkraut muss weggemacht werden. Aber das kann ich nicht. Ich bin ja hier, ne? Um Obst und Gemüse muss ich mich kümmern. Wenn ich in Deutschland arbeite, rufe ich meine Kinder an und bitte sie, für mich zu gießen. Aber wenn ich nach Polen zurückkomme, ist alles hinüber! [sie lacht]“ (Interview mit Rosa, Nordrheinwestfalen, 17.08.2019).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der transnationalen Care-Migration ein, illustriert diese anhand eines Fallbeispiels und benennt die zentrale Forschungsfrage zur sozialen Position der Migrantin Rosa.

2 Transnationalen Arbeitsmigration im Care-Bereich: Ein Fallbeispiel: Dieses Kapitel bettet die Migration in theoretische Rahmenbedingungen ein und analysiert mittels Experteninterviews sowohl die Perspektive des deutschen Privathaushalts als auch die der polnischen Arbeitsmigrantin sowie die resultierenden transnationalen Versorgungsketten.

3 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und resümiert, dass Rosas soziale Position von einer ambivalenten sozialen Mobilität geprägt ist, die sowohl Handlungsspielräume eröffnet als auch in ein System sozialer Ungleichheit eingebettet bleibt.

4 Literaturverzeichnis: Das Literaturverzeichnis listet sämtliche verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Berichte auf, die der Arbeit zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Transnationale Familien, Care-Migration, Global Care Chains, Pendelmigration, Geschlechterordnung, Prekäre Arbeitsverhältnisse, Mikroebene, Feminisierung der Migration, Soziale Mobilität, Privathaushalt, Polen, Deutschland, Live-In-Pflegekraft, Agency, Intersektionalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der transnationalen Care-Migration im Kontext zwischen Deutschland und Polen am Beispiel einer polnischen Arbeitsmigrantin und einem deutschen Privathaushalt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen transnationale Care-Arrangements, die Feminisierung der Migration, prekäre Arbeitsverhältnisse in Privathaushalten sowie die Auswirkungen globaler Sorgeketten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist die Beleuchtung der Mikroebene und der transnationalen Praktiken, um zu klären, was die soziale Position der Migrantin Rosa im transnationalen Raum kennzeichnet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt qualitative Forschungsmethoden, konkret problemzentrierte und narrative Interviews mit den Akteurinnen Luise und Rosa.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Makrostrukturen der Migration sowie die spezifische Nachfrage- und Angebotsseite im Fallbeispiel und untersucht die Umverteilung von Care-Arbeit innerhalb der Versorgungskette.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Transnationale Familien, Care-Migration, Global Care Chains, Pendelmigration und prekäre Arbeitsverhältnisse definieren.

Inwiefern spielt der "Live-In"-Charakter der Arbeit eine Rolle?

Das Modell der "Live-In"-Pflege führt zu einer Verwischung von Arbeits- und Freizeit, wobei die Migrantin ihre eigene Zeitsouveränität weitgehend aufgeben muss, während sie gleichzeitig für das Vertrauensverhältnis im Haushalt zentral ist.

Welche Bedeutung kommt der Kommunikationstechnologie zu?

Moderne Kommunikationsmittel wie Telefonate und der Austausch von Fotos ermöglichen es Rosa, trotz ihrer physischen Abwesenheit in Polen, soziale Beziehungen aufrechtzuerhalten und den Alltag zu Hause sowie den Hausbau aktiv mitzugestalten.

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Detalles

Título
Transnationale Arbeitsmigration im Care-Bereich. Fallbeispiel einer polnischen Arbeitsmigrantin in einem deutschen Privathaushalt
Universidad
Free University of Berlin
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
14
No. de catálogo
V936498
ISBN (Ebook)
9783346303271
ISBN (Libro)
9783346303288
Idioma
Alemán
Etiqueta
transnationale arbeitsmigration care-bereich fallbeispiel arbeitsmigrantin privathaushalt
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2019, Transnationale Arbeitsmigration im Care-Bereich. Fallbeispiel einer polnischen Arbeitsmigrantin in einem deutschen Privathaushalt, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/936498
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