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Eine Idee ausstellen. Von der Sinnhaftigkeit eines Architekturmuseums

Título: Eine Idee ausstellen. Von der Sinnhaftigkeit eines Architekturmuseums

Trabajo Escrito , 2012 , 17 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Mag. Art. Julian Simmer (Autor)

Arte - Historia del Arte
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Ein Museum für ein Ausstellungsobjekt, das zu groß ist, um dort hineinzupassen. Eine Ausstellung über ein Werk, das gar nicht da ist, weil es nicht wegbewegt werden kann von dem Ort wo es entstanden ist. Die Geschichte zu einem Gegenstand, den man noch nie selbst gesehen hat und vielleicht auch nie sehen wird.
Bei dem Gedanken an Architekturmuseen kommen mir als erstes diese Phrasen in den Kopf und ich muss mir die Frage stellen, kann mir ein Museum respektive eine Ausstellung zu einem Gebäude, Architekturstil oder Architekten den Anblick und die Erfahrung mit dem realen Gebäude ersetzen? Sicherlich nicht. Aber wozu gibt es dann Architekturmuseen und was wollen sie mit ihren Ausstellungen ohne das Objekt, um das es eigentlich geht, erreichen?

Genau mit dieser Frage wird sich die folgende Seminararbeit befassen und wird versuchen die Absichten und Hintergründe eines Architekturmuseums genauer zu beleuchten. Es wird eine kurze Einführung geben, die verschiedene Ansichten zu Ausstellungen rein für Architektur aufführen soll, um somit ein Grundlage zu schaffen für eine geschichtliche Betrachtung und die Entwicklung der Architekturmuseen bis zum heutigen Stand. Danach folgt eine Unterscheidung von direktem und indirektem Ausstellen von Architektur. Zum Schluss fasse ich die Erfahrungen und Ansichten, die ich während der Recherche gemacht habe, in einem Fazit zusammen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung in die Thematik des Architekturmuseums

3. Von der privaten Sammlung zum öffentlichen Museum

4. Die zwei Arten, Architektur auszustellen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Sinnhaftigkeit von Architekturmuseen und stellt die Frage, inwieweit eine museale Aufarbeitung von ortsgebundenen Objekten, die nicht physisch in ein Museum transportiert werden können, überhaupt möglich und sinnvoll ist.

  • Die Perplexität des Begriffs "Architekturmuseum"
  • Historische Entwicklung von der privaten Sammlung zum Museum
  • Unterscheidung zwischen direktem und indirektem Ausstellen von Architektur
  • Die Rolle der Architekturtheorie in musealen Kontexten
  • Zukunftsperspektiven durch digitale Technologien

Auszug aus dem Buch

3. Von der privaten Sammlung zum öffentlichen Museum

Der britische Antiquitätensammler John Talman lebte von 1677 bis 1726 und besaß eine große Sammlung von Palladiozeichnungen und Korkmodellen antiker Bauten. Diese entstand wahrscheinlich, als im beginnenden 18. Jahrhundert eine Antikenbegeisterung aufkam, die die Ausmaße eines richtigen Trends annahm und so dazu führte, dass auch antike Architekturzeichnungen hoch im Kurs standen und bei Sammlern sehr begehrt waren. Talman entwarf 1710, eigens für seine Sammlung, ein Museum, um sie auszustellen und zu präsentieren. Kurze Zeit später um 1750 wurde in Kassel das „Modellhaus“ eingerichtet, ein Haus, das dazu diente architektonische Korkmodelle auszustellen. Bei adeligen Romreisenden des späten 18. Jahrhunderts waren Korkmodelle antiker Bauwerke äußerst beliebt. Sie wurden als „dreidimensionales Lehrbuch“ der römischen Architektur angesehen. Landgraf Friedrich II. (reg. 1760–1785) bestellte eine ganze Serie und stellte sie zusammen mit seinen Antiken im 1779 eröffneten Museum Friedericianum in Kassel aus.

Zur gleichen Zeit wurden auch Architekturzeichnungen in den französischen und englischen Akademien und Salons immer beliebter und schon ein Jahr nach ihrer Gründung 1768 stellten die Künstler und Architekten der Royal Academy of Arts in London gemeinsam aus.

Der sehr bekannte französische Architekt und Stadtplaner Charles de Wailly (1730 – 1798) war der erste, der einen weiteren Schritt in Richtung des späteren Architekturmuseums ging. Bis dahin wurden die Zeichnungen und Modelle, die von den Architekten entworfen oder gebaut worden waren, als „Disegno“ verstanden, also als Ausdruck ihrer künstlerischen Idee. Diese erfuhren aufgrund ihres Formates eine gewisse Gleichberechtigung zwischen den Exponaten der bildenden Kunst, mit denen sie zusammen ausgestellt wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeit, ein ortsgebundenes, zu großes Objekt wie Architektur in ein Museum zu transferieren, und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit.

2. Einführung in die Thematik des Architekturmuseums: Dieses Kapitel diskutiert die Kritik am Konzept des Architekturmuseums, die in den späten 1970er Jahren aufkam, und hinterfragt die Gleichsetzung von Architektur mit bloßem Bauen.

3. Von der privaten Sammlung zum öffentlichen Museum: Hier wird der historische Ursprung der Architektursammlung nachgezeichnet, beginnend bei privaten Antiquitätensammlern bis hin zu den ersten öffentlichen Ansätzen im 18. und 19. Jahrhundert.

4. Die zwei Arten, Architektur auszustellen: Das Kapitel differenziert zwischen der direkten Ausstellung (Translozierung) und der indirekten Präsentation mittels Modellen, Zeichnungen und anderen Medien.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und wirft einen Blick auf zukünftige Möglichkeiten, Architektur durch virtuelle Realität erlebbar zu machen.

Schlüsselwörter

Architekturmuseum, Ausstellungsstrategien, Architekturtheorie, Kunstgeschichte, Modellbau, Architekturzeichnung, Museumskultur, Translozierung, Architekturvermittlung, Architekturgeschichte, bauliche Praxis, Repräsentation, Virtual Reality, Musealisierung, Architekturrezeption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Berechtigung und die konzeptionelle Sinnhaftigkeit von Museen, die sich explizit mit dem Medium Architektur auseinandersetzen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die historische Entwicklung von Architektursammlungen, die Herausforderungen bei der Ausstellung baulicher Werke und die theoretische Fundierung des Architekturmuseums.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, ob ein Museum ein Architekturwerk angemessen ersetzen kann und welche Absichten hinter einer Ausstellung stehen, wenn das eigentliche Objekt vor Ort verbleiben muss.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis einer Literatur- und Quellenanalyse, die den historischen Verlauf der Musealisierung von Architektur dokumentiert.

Was bildet den Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff des Architekturmuseums, die historische Herleitung und die systematische Unterscheidung zwischen direktem und indirektem Ausstellen.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Architekturmuseum, Translozierung, Ausstellungsdidaktik, Modellbau und die Unterscheidung zwischen Bauen und Architektur als künstlerische Idee.

Was versteht der Autor unter "indirektem Ausstellen"?

Unter der indirekten Art versteht der Autor die Präsentation von Architektur mittels Ersatzmedien wie Zeichnungen, Modellen, Fotografien oder Filmen, da das Originalgebäude nicht beweglich ist.

Welche Rolle spielen neue Technologien für die Zukunft des Architekturmuseums?

Technologien wie Virtual-Reality-Brillen könnten in Zukunft ermöglichen, Gebäude, Orte oder historische Epochen interaktiv und räumlich erlebbar zu machen, wodurch die aktuelle Einschränkung durch zweidimensionale Medien überwunden werden könnte.

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Detalles

Título
Eine Idee ausstellen. Von der Sinnhaftigkeit eines Architekturmuseums
Universidad
University of Duisburg-Essen  (Kunstgeschichte)
Curso
Architektur
Calificación
1,3
Autor
Mag. Art. Julian Simmer (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
17
No. de catálogo
V936672
ISBN (Ebook)
9783346264794
ISBN (Libro)
9783346264800
Idioma
Alemán
Etiqueta
Idee Architektur Architekturmuseum Austellung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mag. Art. Julian Simmer (Autor), 2012, Eine Idee ausstellen. Von der Sinnhaftigkeit eines Architekturmuseums, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/936672
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