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Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Grundzüge des historischen und dialektischen Idealismus

Gegen die Glorifizierung Hegels in der bürgerlichen Presse anlässlich seines 250. Geburtstages

Titel: Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Grundzüge des historischen und dialektischen Idealismus

Wissenschaftlicher Aufsatz , 31 Seiten

Autor:in: Heinz Ahlreip (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich - anlässlich seines 250. Geburtstages am 27. August 2020 – damit, wie Georg Wilhelm Friedrich Hegel mit seinen Idealen und Vorstellungen in der heutigen Presse dargestellt wird.

Frauen können für Hegel Einfälle, Geschmack und Zierlichkeiten haben, aber keine Ideale, sie seien nicht gemacht für Produktionen der Kunst, die ein Allgemeines erfordern. Stehen Frauen an der Spitze der Regierung, so sei der Staat in Gefahr, nur das Bewusstsein des Mannes hat einen objektiven Endzweck. Also ist nichts mit gleichem Lohn für gleiche Arbeit, mit der Aufhebung dieser tagtäglichen elementaren Menschenrechtsverletzung, die zeigt, wie frei die Menschen im Kapitalismus wirklich sind? Also ist nichts mit gleichem Wahlrecht und gleichem Zugang zu allen Berufen?

All dessen ungeachtet wird in den Jubiläumsartikeln zum 250. Geburtstag Hegels in der bürgerlichen Presse der ‚Befreiungstheologe‘ Hegel als Emanzipator hervorgekehrt. Die ‚Süddeutsche Zeitung‘ stellt Hegel in zwei Artikel als modernen Denker dar. Schlägt man allerdings die Seite um, weist Ute Frevert darauf hin, dass Hegel 1807 im Alter von 37 Jahren das Eheversprechen brach, das er seiner Haushälterin Christine Charlotte Burkhardt in Jena gegeben hatte, der Sohn Ludwig blieb ohne Vater, und Hannelore Schlaffer weist zu Recht auf Hegels überholtes Frauenbild hin.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Georg Wilhelm Friedrich Hegel – Grundzüge des historischen und dialektischen Idealismus (Kurzer Lehrgang)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Rezeption Hegels in der bürgerlichen Presse anlässlich seines 250. Geburtstages auseinander. Ziel ist es, die ideologischen Hintergründe der modernen Hegel-Verehrung aufzudecken und Hegels Philosophie aus materialistischer Perspektive im Kontext der historischen Entwicklung und des Klassenkampfes zu hinterfragen.

  • Kritik an der Glorifizierung Hegels als "revolutionärer Denker"
  • Analyse des idealistischen Weltgeists im Vergleich zum historischen Materialismus
  • Die Rolle der Arbeit und die gesellschaftliche Funktion der Philosophie
  • Hegels Verhältnis zu Rousseau und die Bedeutung der Französischen Revolution
  • Die Auseinandersetzung mit der Hegel-Kritik durch Marx, Engels und Lenin

Auszug aus dem Buch

Georg Wilhelm Friedrich Hegel – Grundzüge des historischen und dialektischen Idealismus

In der Auseinandersetzung mit Hegel begegnen wir Schwierigkeiten spezifischer Art, die in dem Umstand begründet sind, dass er als ein reaktionärer Denker zeitlebens ein dynamischer blieb. Wenn seine Philosophie in den Sowjetenzyklopädien der Stalin-Ära zu Recht als eine aristokratische Reaktion auf die bürgerliche Revolution von 1789 in Frankreich bestimmt wurde, so ist dies stimmig in Bezug auf einen idealistischen Systemdenker, dem Verfechter des politischen Systems der preußischen Monarchie. Die Antiquiertheit Hegels ist u. a. seinem Idealismus geschuldet und dass sein System seiner Methode Balance zu halten hatte und hat. Um 1800 teilt er mit, dass sein Denken einem System zustrebe. Insbesondere die französische Aufklärung und der französische Materialismus wandten sich gegen das metaphysische Systemdenken und suchten stattdessen die richtige Methode der Philosophie, man lese nur den Artikel ‚Methode‘ in Diderots ‚Enzyklopädie‘, in dem bereits die Methode die Ordnung ist, Wahrheit zu finden und zu lehren. Die Wahrheit ergibt sich nicht länger mit dem Schlussstein eines Systems.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Georg Wilhelm Friedrich Hegel – Grundzüge des historischen und dialektischen Idealismus (Kurzer Lehrgang): Dieses Kapitel dient als Einleitung und setzt sich mit dem widersprüchlichen Charakter Hegels auseinander, der sowohl als reaktionärer Denker als auch als einflussreicher Systemphilosoph betrachtet wird.

Schlüsselwörter

Hegel, Idealismus, Materialismus, Dialektik, Französische Revolution, Marx, Engels, Weltgeist, Rechtsphilosophie, Klassenkampf, bürgerliche Gesellschaft, Philosophiegeschichte, Entfremdung, Aufklärung, Metaphysik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch, warum Hegel in der heutigen bürgerlichen Presse oft als moderner und revolutionärer Denker gefeiert wird, und setzt diese Darstellung in Kontrast zu einer marxistischen Analyse.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen Hegels Staatsphilosophie, seine idealistische Methode, sein Verhältnis zur Französischen Revolution sowie die Bewertung seines Werks durch Denker wie Karl Marx, Friedrich Engels und W.I. Lenin.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Entlarvung der "Hegel-Verehrungskampagne" als Ausdruck konservativer ideologischer Interessen und die Bestimmung des Verhältnisses von idealistischer Philosophie zur gesellschaftlichen Realität.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode des historischen Materialismus, um Hegels Texte zu analysieren und sie in ihrem zeitgeschichtlichen sowie klassengesellschaftlichen Kontext zu deuten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Hegels Begriffe von Freiheit, Staat und Geist, vergleicht diese mit Rousseaus Ideen und prüft sie anhand der Kritik von Marx und Engels auf ihre ideologische Funktion hin.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Hegel, Idealismus, Materialismus, Dialektik und Klassenkampf definieren.

Wie bewertet der Autor Hegels Frauenbild?

Der Autor ordnet Hegels Haltung zu Frauen als rückständig und chauvinistisch ein und kritisiert dessen Kult der "Großen Männer in der Weltgeschichte" als unvereinbar mit dem Streben nach echter Gleichberechtigung.

Welchen Stellenwert hat die "Phänomenologie des Geistes" in der Argumentation?

Sie wird als Werk analysiert, das versucht, den Menschen durch dialektisches Denken zum Geist zu erheben, wobei der Autor die Gefahr einer sakralen, idealistischen Überhöhung hervorhebt.

Warum wird die Perestroika in Bezug auf Hegel erwähnt?

Der Autor nutzt eine Gorbatschow-Rede, um Hegels mahnende Worte gegen "revolutionäre Sprünge" in einen direkten Kontrast zur marxistischen Auffassung von historischem Fortschritt und revolutionärer Veränderung zu setzen.

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Details

Titel
Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Grundzüge des historischen und dialektischen Idealismus
Untertitel
Gegen die Glorifizierung Hegels in der bürgerlichen Presse anlässlich seines 250. Geburtstages
Autor
Heinz Ahlreip (Autor:in)
Seiten
31
Katalognummer
V937434
ISBN (eBook)
9783346268136
ISBN (Buch)
9783346268143
Sprache
Deutsch
Schlagworte
georg wilhelm friedrich hegel grundzüge idealismus gegen glorifizierung hegels presse geburtstages
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Heinz Ahlreip (Autor:in), Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Grundzüge des historischen und dialektischen Idealismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/937434
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  31  Seiten
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