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Kritik an der Regionalpolitik: Verhindern europäische Interventionen Agglomeration und damit Wachstum?

Título: Kritik an der Regionalpolitik: Verhindern europäische Interventionen Agglomeration und damit Wachstum?

Trabajo de Seminario , 2006 , 22 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Julia Püschel (Autor)

Política - Tema: Unión Europea
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Gegenwärtig wird mehr als ein Drittel des Budgets der Europäischen Union für Maßnahmen im Rahmen der Regionalpolitik ausgegeben (Europäische Kommission 2004, S.3). Ziel der Regionalpolitik ist eine Reduktion der bestehenden Ungleichheiten der Lebensverhältnisse zwischen den verschiedenen Regionen, um die soziale und ökonomische Kohäsion in der Gemeinschaft zu stärken (Europäische Kommission 2004, S.7).
Fragt man sich, warum räumliche Konzentration von wirtschaftlicher Aktivität auftritt, so stößt man auf die Neue Ökonomische Geographie sowie die Neue Wachstumstheorie. Diese Theorien implizieren allerdings, dass räumliche Konzentration wirtschaftlicher Aktivität bei zunehmenden Skalenerträgen positive Effekte für das gesamtwirtschaftliche Wachstum hervorruft (Martin 1999a; Martin/ Ottaviano 2001; Südekum 2002; Lammers/ Stiller 2000). Die europäische Regionalpolitik mit ihrem Ziel der stärkeren Angleichung der Regionen wird daher zunehmend kritisiert. Häufig ist von einem Zielkonflikt zwischen Gleichheit und Effizienz auf regionaler Ebene die Rede (Martin 1999a, S.10; Südekum 2002). Die vorliegende Arbeit setzt sich genauer mit diesem Aspekt auseinander und fragt, ob europäische Interventionen Agglomeration und damit Wachstum verhindern.
Einführend wird dafür zunächst die Europäische Regionalpolitik mit ihren Instrumenten und den vornehmlich geförderten Aktionskategorien dargestellt. Anschließend werden die Grundzüge des theoretischen Zusammenhangs von Agglomeration und Wachstum erläutert. Zur Verdeutlichung werden unterstützende empirische Ergebnisse berücksichtigt. Dadurch soll der Blick für eventuell resultierende negative Auswirkungen regionalpolitischer Maßnahmen auf das gesamtwirtschaftliche Wachstum geschärft werden. Abschließend werden einige konkret geförderte Aktionskategorien der Regionalpolitik hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf wirtschaftliche Agglomeration kritisch betrachtet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Europäische Regionalpolitik und ihre Instrumente

3 Agglomeration und Wachstum

3.1 Neue Ökonomische Geographie

3.2 Neue Wachstumstheorien

4 Kritische Beurteilung regionalpolitischer Maßnahmen

4.1 Verkehrsinfrastruktur

4.2 Subventionen

4.3 Abbau von Innovationsbarrieren

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch, ob Interventionen der europäischen Regionalpolitik das Ziel der wirtschaftlichen Angleichung erreichen können oder ob sie durch die Beeinflussung räumlicher Agglomerationsprozesse das gesamtwirtschaftliche Wachstum in der Europäischen Union ungewollt hemmen.

  • Wirkungsweise der europäischen Regionalpolitik und ihrer Finanzinstrumente
  • Theoretische Grundlagen von Agglomeration durch die Neue Ökonomische Geographie
  • Zusammenhang zwischen räumlicher Konzentration und endogenem Wirtschaftswachstum
  • Kritische Analyse von Infrastrukturmaßnahmen, Subventionen und Innovationsförderung
  • Diskussion des Zielkonflikts zwischen regionaler Konvergenz und gesamtwirtschaftlicher Effizienz

Auszug aus dem Buch

3.1 Neue Ökonomische Geographie

Die Neue Ökonomische Geographie geht insbesondere auf Überlegungen von Paul Krugman (1991) zurück. Das Grundmodell, das Zentrum-Peripherie-Modell, betrachtet zwei Regionen, zwei Sektoren (Industrie und Landwirtschaft) sowie zwei Arten von sektorspezifischer Arbeit (Industriearbeiter und Landwirte). Angenommen wird, dass die Industriearbeiter im Gegensatz zu den Landwirten zwischen den Regionen mobil sind. Außerdem wird angenommen, dass die Landwirtschaft durch konstante Skalenerträge und vollständige Konkurrenz gekennzeichnet ist, und die homogenen Agrargüter kostenlos von einer Region in die andere transportiert werden können. Bei der Produktion von differenzierten Industriegütern wird dagegen von zunehmenden Skalenerträgen und der Existenz von Transaktionskosten ausgegangen. Die Höhe der Transaktionskosten nimmt dabei sowohl mit zunehmender wirtschaftlicher Integration wie auch mit verbesserter Infrastruktur ab. Es wird davon ausgegangen, dass die Landwirte gleichmäßig auf die beiden Regionen verteilt sind. Da zunehmende Skalenerträge durch Fixkosten auf Unternehmensebene existieren, ist es für die Unternehmen vorteilhaft sich nur an einem Ort zu positionieren und die andere Region von dort aus zu beliefern, um interne Skalenerträge zu realisieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Ziele der europäischen Regionalpolitik ein und stellt die Forschungsfrage, ob regionale Interventionen Wachstumsprozesse durch eine Beeinflussung räumlicher Agglomeration behindern.

2 Europäische Regionalpolitik und ihre Instrumente: Dieses Kapitel beschreibt die finanziellen Mittel und die strategische Ausrichtung der Regionalpolitik der EU, unterteilt in Kohäsions- und Strukturfonds.

3 Agglomeration und Wachstum: Das Kapitel erläutert theoretische Erklärungsansätze für räumliche Ballungsprozesse und deren positiven Zusammenhang mit dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum.

4 Kritische Beurteilung regionalpolitischer Maßnahmen: Hier werden spezifische Fördermaßnahmen wie Infrastrukturinvestitionen, Subventionen und Innovationsbarrieren hinsichtlich ihrer ökonomischen Auswirkungen kritisch analysiert.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Regionalpolitik kritisch vor dem Hintergrund des Wachstumsziels, wobei Kompensationszahlungen statt marktverzerrender Eingriffe empfohlen werden.

Schlüsselwörter

Europäische Regionalpolitik, Agglomeration, Wirtschaftswachstum, Neue Ökonomische Geographie, Neue Wachstumstheorie, Zentrum-Peripherie-Modell, Transaktionskosten, Skalenerträge, Infrastrukturmaßnahmen, Subventionen, Innovationsbarrieren, Regionale Konvergenz, Wissenstransfer, Beschäftigung, Wohlfahrt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die regionalpolitischen Maßnahmen der EU und hinterfragt deren Auswirkungen auf die wirtschaftliche Konzentration (Agglomeration) und das gesamtwirtschaftliche Wachstum.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit behandelt die Instrumente der EU-Regionalpolitik, Theorien zur industriellen Standortwahl und das Spannungsfeld zwischen regionaler Angleichung und ökonomischer Effizienz.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob europäische Interventionen, die auf eine Angleichung der Regionen abzielen, durch die Störung von Agglomerationsprozessen unbeabsichtigt das Gesamtwachstum bremsen.

Welche wissenschaftlichen Theorien dienen als Basis?

Als theoretisches Fundament dienen vor allem die "Neue Ökonomische Geographie" (u.a. Krugman) sowie die "Neuen Wachstumstheorien".

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Zusammenhänge von Agglomeration und Wachstum erklärt und anschließend konkrete Maßnahmen wie Verkehrsinfrastruktur, Unternehmenssubventionen und der Abbau von Innovationsbarrieren kritisch beleuchtet.

Was sind die wichtigsten Schlüsselwörter der Arbeit?

Die Arbeit dreht sich um Begriffe wie Regionalpolitik, Agglomeration, Skalenerträge, Transaktionskosten, Innovationsförderung und regionales Wirtschaftswachstum.

Warum wird der Ausbau von Verkehrsinfrastruktur im Buch kritisch gesehen?

Der Ausbau interregionaler Infrastruktur kann laut der Arbeit dazu führen, dass Industrien aus der Peripherie in die wirtschaftlichen Zentren abwandern, was die regionale Disparität paradoxerweise verstärken kann.

Welche Alternative schlägt die Autorin zu direkten Subventionen vor?

Statt marktverzerrender Subventionen, die lediglich zur Umsiedlung von Unternehmen führen können, wird eine stärkere Konzentration auf den Abbau von Innovationsbarrieren und allgemeine Bildungsförderung empfohlen, um das Potenzial der Regionen nachhaltig zu stärken.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Kritik an der Regionalpolitik: Verhindern europäische Interventionen Agglomeration und damit Wachstum?
Universidad
Free University of Berlin
Calificación
1,3
Autor
Julia Püschel (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
22
No. de catálogo
V93744
ISBN (Ebook)
9783640811854
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kritik Regionalpolitik Verhindern Interventionen Agglomeration Wachstum
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julia Püschel (Autor), 2006, Kritik an der Regionalpolitik: Verhindern europäische Interventionen Agglomeration und damit Wachstum?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93744
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