Diese Arbeit befasst sich im Allgemeinen mit der Ganztagsschule, in welcher besonders thematisiert wird, inwieweit die Ganztagsschule zu einer Minderung des Zusammenhangs von sozialer Herkunft und dem Bildungserfolg beiträgt. Zudem wird sich mit der möglichen Chancengleichheit und individuellen Förderung der Schüler auseinandergesetzt.
Welche Rolle spielt die Ganztagsschule in Bezug auf die sozial schwächeren Schüler? Inwieweit tragen sie zu einem Ausgleich zwischen sozialer Herkunft und dem Bildungserfolg bei? Bietet die Ganztagsschule ausreichend Grundlage für eine individuelle Förderung und Partizipationschancen? Trägt die Ganztagsschule zu besseren Lernergebnissen bei, besonders für Schüler aus ressourcenärmeren Haushalten?
In der Arbeit geht es vordergründig darum, einen ersten Überblick der Ganztagsschule zu bekommen, indem eine Begrenzung des Themas auf dem Zusammenhang der sozialen Herkunft und der Bildungs(un)gleichheit vorliegt. Zu Beginn wird die Ganztagsschule im allgemeinen Sinne definiert, ehe anschließend auf die verschiedenen Formen der Ganztagsschule eingegangen. Darauf aufbauend wird darauf eingegangen, was eine Ganztagsschule leistet. Als Einblick dafür werden zuerst neue Bildungsmöglichkeiten nach Züchner sowie ein Modell einer individuellen Bildungsplanung nach Spies vorgestellt. Im Fokus des dritten Kapitels steht der Zusammenhang der sozialen Herkunft mit dem Bildungserfolg.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Definition von Ganztagsschule
1.1 Verschiedene Formen von Ganztagsschule
2 Voraussetzungen für die Einrichtung von Ganztagsschulen
2.1 Neue Bildungsmöglichkeiten durch die Ganztagsschule
2.2 Modell einer individuellen Bildungsplanung durch die Ganztagsschule
3 Bezug auf die soziale Herkunft und den Bildungserfolg
3.1 Integrationspädagogik
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Ganztagsschulen, den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg zu mindern, um so zu mehr Chancengleichheit und einer individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler beizutragen.
- Definition und verschiedene Organisationsformen der Ganztagsschule
- Voraussetzungen für eine erfolgreiche ganztägige Bildungsarbeit
- Modelle zur individuellen Bildungsplanung und Förderung
- Analyse des Einflusses der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg
- Integrationspädagogik als Ansatz für mehr Bildungsgerechtigkeit
Auszug aus dem Buch
3.1 Integrationspädagogik
Der Begriff der Integrationspädagogik bringt nahe, dass die Ganztagsschule zwar besondere Förderungskompetenzen für benachteiligte SuS zur Verfügung stellt, jedoch nicht vergessen werden darf, dass die Intention auf einer Integration aller SuS liegt, unerheblich des sozialen Status, da auch Kinder ohne Beeinträchtigungen einen Anspruch auf eine individuelle Förderung haben (vgl. Knauer 2007: 47). Es geht um eine Inklusion aller SuS, sowohl mit besonderen Begabungen als auch mit sozialen Benachteiligungen oder kulturellen, sozialen oder religiösen Minderheiten. Anstatt an einer Homogenisierung festzuhalten, soll die Vielfältigkeit als Bildungschance zu verstehen sein (vgl. Knauer 2007: 51).
Um die Integrationspädagogik auf den Punkt zu bringen, verdeutlicht Knauer (2007) wie folgt:
Im Übrigen ist Integration nicht transitiv aufzufassen: Niemand kann einen anderen Menschen integrieren. Vielmehr handelt es sich dabei um einen wechselseitigen Annäherungsprozess, der letztendlich in ein inklusives System mündet (Knauer 2007: 51).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Es wird die Forschungsfrage aufgeworfen, welchen Beitrag die Ganztagsschule zur Bildungsgerechtigkeit leistet, insbesondere für Schüler aus ressourcenärmeren Haushalten.
1 Definition von Ganztagsschule: Dieses Kapitel definiert die Ganztagsschule als Bildungseinrichtung und erläutert ihre pädagogischen sowie sozialen Zielsetzungen.
1.1 Verschiedene Formen von Ganztagsschule: Hier werden die voll gebundene, teilweise gebundene und offene Form der Ganztagsschule voneinander abgegrenzt.
2 Voraussetzungen für die Einrichtung von Ganztagsschulen: Das Kapitel beleuchtet notwendige Rahmenbedingungen, wie eine Rhythmisierung des Tagesablaufs und die Verknüpfung von Unterricht mit außerschulischen Angeboten.
2.1 Neue Bildungsmöglichkeiten durch die Ganztagsschule: Es wird untersucht, wie Ganztagsschulen neue Lernchancen bieten und welche Gruppen von Schülern besonders von den Angeboten profitieren.
2.2 Modell einer individuellen Bildungsplanung durch die Ganztagsschule: Dieses Kapitel stellt ein strukturiertes Modell vor, das durch Anamnese und Kooperation eine passgenaue Förderung des Einzelnen ermöglichen soll.
3 Bezug auf die soziale Herkunft und den Bildungserfolg: Hier wird der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft, Sprachbarrieren und Bildungserfolg analysiert sowie die kompensatorische Rolle der Schule diskutiert.
3.1 Integrationspädagogik: Dieses Kapitel betont, dass Integration alle Schüler einschließen sollte und Vielfalt als grundlegende Bildungschance betrachtet werden muss.
4 Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengeführt und betonen, dass die Ganztagsschule ein wichtiges Instrument für mehr Chancengleichheit darstellt, wobei weitere Forschung notwendig bleibt.
Schlüsselwörter
Ganztagsschule, Bildungsgerechtigkeit, soziale Herkunft, Bildungserfolg, individuelle Förderung, Integrationspädagogik, Chancengleichheit, Migrationshintergrund, Bildungsplanung, Kompetenzentwicklung, Inklusion, pädagogische Rhythmisierung, Schulalltag, soziale Kompetenz, kompensatorische Bildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Ganztagsschule in Deutschland und ihrer Fähigkeit, bildungsbenachteiligte Schülerinnen und Schüler durch individuelle Förderung zu unterstützen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Definition der Ganztagsschule, die verschiedenen Organisationsformen, die Bedeutung der sozialen Herkunft für den Bildungserfolg sowie Konzepte zur Integrationspädagogik.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit Ganztagsschulen den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg mindern und die Chancengleichheit stärken können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Studien und fachwissenschaftliche Aufsätze zu ganztägiger Bildung und Bildungs(un)gleichheit ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Ganztagsschule auch konkrete Modelle der individuellen Bildungsplanung und die Rolle der Integrationspädagogik thematisiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Ganztagsschule, Bildungsgerechtigkeit, soziale Herkunft, Chancengleichheit, individuelle Förderung und Integrationspädagogik.
Welche Rolle spielt die Ganztagsschule für Kinder mit Migrationshintergrund?
Sie bietet durch zusätzliche Lernzeiten, Sprachförderung und soziale Angebote eine wichtige Chance, Barrieren abzubauen und Defizite auszugleichen, die oft mit einem benachteiligten sozialen Hintergrund einhergehen.
Warum ist die Zusammenarbeit mit Eltern so wichtig?
Die Einbindung der Eltern ist essenziell, da familiäre Unterstützung den Bildungserfolg maßgeblich beeinflusst und die Schule eine entlastende Funktion für Eltern in schwierigen Lebenslagen einnehmen kann.
- Quote paper
- Vivienne Palachowski (Author), 2019, Ganztagschulen. Tragen sie zu einem Ausgleich zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg bei?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/937478