Lehrter Bahnhof und neue Verkehrsplanung für Berlin


Referat (Ausarbeitung), 2004

9 Seiten, Note: 1,5

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Die Anfänge des Lehrter Bahnhofs

3) Das Pilzkonzept

4) Der neue Lehrter Bahnhof

5) Literaturverzeichnis

6) Schluss

1) Einleitung

Die hier vorliegende Arbeit behandelt den Lehrter Bahnhof  mit seinen Anfängen, seiner Bedeutung und seiner Umstrukturierung in den 90er Jahren. Des Weiteren soll das sogenannte „Pilzkonzept“ erläutert werden und wie es sich im Projekt „Lehrter Bahnhof“ niederschlägt. Der Bahnhof, dem als Dienstleistungsstandort in Zukunft enorme Bedeutung zukommen wird, wird zudem genauer beleuchtet in seiner Funktion als mannigfaltiger Arbeitgeber. Ein Blick wird auch auf die aufwendigen Umstrukturierungsmaßnahmen des Umfeldes gerichtet und die aufwendige Planung des Bahnhofes als zukunftsträchtiges nachhaltiges Energiemodell.

2) Die Anfänge des  Lehrter Bahnhofs

Von 1868 bis 1871 baute die Magdeburg-Halberstädter Eisenbahn-Aktiengesellschaft die 239 km lange Strecke von Lehrte bei Hannover nach Berlin. Als Endpunkt der Strecke wurde ein neuer Bahnhof gebaut, in direkter Nähe zum bestehenden Hamburger Bahnhof .

Der Lehrter Bahnhof wurde 1871 am Friedrich-Carl-Ufer an der Spree als Endpunkt der Strecke nach Lehrte eröffnet. Er galt wegen seiner prunkvollen Architektur als das „Schloss unter den Bahnhöfen“. Sein Baustil war geprägt von italienischer Hochrenaissance; errichtet von Alfred Lent, Bertold Scholz uppnd Gottlieb Henri La Pierre.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1911: Die schmuckvolle Front des Bahnhofgebäudes, das auch „Schloss“genannt wurde,

lag direkt hinter   dem Humboldthafen..Quelle: http://www.eisenbahn-berlin.de/lehrterbf

Mit seinem 5-gleisigen Kopfbahnhof war er zu dieser Zeit einer der größten Fernbahnhöfe, von wo aus die Reisenden Berlin in Richtung Hamburg, Bremen oder Kiel verließen. Hinter dem Gebäude lagen die Gleisanlagen des Hamburger und des Lehrter Güterbahnhofs.

Die Bahnhofshalle hatte eine Länge von 188 m und eine Breite von 38 m. Wie damals üblich, war der Bahnhof funktionell in einen Ankunftsbereich im Westen und einem Abfahrtsbereich im Osten geteilt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1879: Die Bahnsteighalle des Lehrter Bahnhofs, noch mit fünf Gleisen und einem

schmalen Mittelbahnsteig.  Quelle:  http://www.eisenbahn-berlin.de/lehrterbf

Ursprünglich gab es fünf Gleise, vier davon endeten an den Seiten– und dem Mittelbahnsteig, das fünfte Gleis war ohne Bahnsteig und diente dem Rücklauf der Lokomotiven. Um die Jahrhundertwende wurde ein Gleis entfernt, um den Mittelbahnsteig verbreitern zu können.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1948: Die Halle ist zwar nur mit spärlichem Dach ausgestattet, der Betrieb aber wieder aufgenommen.

Der Mittelbahnsteig ist deutlich  breiter als 1879, das fünfe Gleis ist verschwunden.

Quelle: http://www.eisenbahn-berlin.de/lehrterbf

Die reich geschmückte Front des Gebäudes mit dem Hauptportal blieb ohne verkehrliche Bedeutung, da am östlichen Seitenflügel, wo die Züge abfuhren, die Vorfahrt für Droschken lag und ein Eingang bestand.

Bereits 1872 fuhren Expresszüge auf der Lehrter Bahn mit einer Geschwindigkeit von 90 km/h. 1882 wurde die Stadtbahn eröffnet, die 4-gleisig die Stadt in Ost-West-Richtung durchquerte. Sie verlief direkt nördlich des Lehrter Bahnhofs. Dort wurde der Lehrter Stadtbahnhof angelegt, indem die Vorortzüge, später die S-Bahn, hielten.

Ab 1884 wurde der Fernverkehr komplett über die Bahnhöfe der Stadtbahn abgewickelt, so dass im Lehrter Bahnhof Kapazitäten frei wurden. Statt aber den Lehrter Bahnhof zu schließen, wurde der nur wenige Meter entfernte kleinere Hamburger Bahnhof geschlossen und der Fernverkehr nach Hamburg in den Lehrter Bahnhof verlegt.

Ab 1932 verkehrte erstmals der bekannte „Fliegende Hamburger“, ein Diesel-Schnellbetriebwagen mit bis zu 160 km/h, vom Lehrter Bahnhof aus nach Hamburg.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bahnhof schwer beschädigt. Nach dem Krieg wurde die ausgebrannte Ruine mangels anderer Alternativen soweit in Stand gesetzt, dass ein notdürftiger Verkehr wieder aufgenommen werden konnte. Aber schon am 28. August 1951 verließ der letzte Zug den Lehrter Bahnhof. Sechs Jahre später begannen dann die Abrissarbeiten am Bahnhof, die jedoch mit Vorsicht ausgeführt werden mussten, da die Stadtbahn und der Stadtbahnhof erhalten blieben. Im Jahre 1958 wurde dann das Hauptportal gesprengt.

Nach dem Mauerbau 1961 lag der Bahnhof in unmittelbarer Nähe zur Mauer und wurde dadurch verkehrlich fast unbedeutend. Erst zum 750- jährigen Stadtjubiläum Berlins wurden die jahrelang vernachlässigten S-Bahnanlagen teilweise wieder hergerichtet. Da es weitgehend im Ursprungszustand erhalten war, war der Lehrter Stadtbahnhof unter Denkmalschutz gestellt worden und für rund 5 Millionen Euro aufwändig saniert.

Schon bald nach der Wende 1989 begannen die Planer des Berliner Senats mit einer Verkehrskonzeption für die gesamte Stadt. Dabei entstand das Pilzkonzept, das an der Stelle des Lehrter Stadtbahnhofs einen neuen, modernen Kreuzungsbahnhof vorsieht.

[...]

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Lehrter Bahnhof und neue Verkehrsplanung für Berlin
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Geografisches Institut)
Veranstaltung
Uniseminar
Note
1,5
Jahr
2004
Seiten
9
Katalognummer
V93761
ISBN (eBook)
9783638068505
Dateigröße
808 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lehrter, Bahnhof, Verkehrsplanung, Berlin, Uniseminar
Arbeit zitieren
Anonym, 2004, Lehrter Bahnhof und neue Verkehrsplanung für Berlin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93761

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