Vom "bon fîz, scher fîz, bêâ fîz" zum Gralskönig Parzival

Die Entwicklung des Parzival Wolframs von Eschenbach


Seminararbeit, 2008
41 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. træclîche wîs werden – ein menschlicher Entwicklungsprozess

2. Wolfram von Eschenbach und sein Parzival

3. Die biographische Struktur des Entwicklungsromans

4. infantia: pränatale und postnatale Determinanten für Parzivals Entwicklung

5. pueritia/adolescentia: Erziehung und Beginn der Identitätskrise
5.1 Aufwachsen in der Einöde Soltanes
5.2 Parzivals Eintritt in die Welt
5.2.1 Jeschute
5.2.2 Sigune
5.2.3 Ither und der Artushof
5.3 Die Erziehung des Helden durch Gurnemanz

6. adolescentia: von der tumpheit zur Erkenntnis
6.1 Die erste Liebe: Condwiramurs
6.2 Die Überforderung in Munsalvæsche
6.3 Vergangenheitsbewältigung
6.3.1 Die zweite Begegnung mit Sigune
6.3.2 Die zweite Begegnung mit Jeschute
6.3.3 Die Blutstropfenszene
6.4 Gesellschaftlicher Erfolg und Krisis: Aufnahme in die Tafelrunde und Verfluchung durch Cundrie
6.5 Selbsterkenntnis und Läuterung
6.5.1 Die dritte Sigune-Episode
6.5.2 Trevrizent

7. iuventus: Persönlichkeitskonsolidierung, Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung

8. Fazit

9. Literatur

sîn herze in dar an niht betrouc,
er stahel, swa er ze strîte quam,
sîn hant dâ sigelîchen nam
vil manegen lobelîchen prîs.
er küene, træchlîche wîs
(den helt ich alsus grüeze),
er wîbes ougen süeze,
unt dâ bî wîbes herzen suht,
vor missewende ein wâriu flucht. (4,14-22)[1]

1. træclîche wîs werden – ein menschlicher Entwicklungsprozess

„Geht man […] davon aus, dass der Held nicht nur verschiedene Altersstufen und Existenzformen durchläuft, sondern auch einen Prozess geistiger Reifung durchmacht [, also træclîche wîs wird] (4,18), in dem er an Selbst-, Welt- und Gotteserkenntnis zunimmt […], bietet es sich an, Wolframs Parzival als gattungsgeschichtliche Präformation des neuzeitlichen Entwicklungsromans zu deklarieren.“[2] Der Erzähler erzählt eine Geschichte vom anfangs tumpen Parzival, der am Ende Gralskönig wird. „Die Figur wandelt sich von einem unreflektierten, infantilen und draufgängerischen Charakter zum vorbildlichen Repräsentanten der Gralsgesellschaft. […] Die Annahme liegt nahe, dass diese Veränderung innerhalb eines Entwicklungsprozesses stattfindet, der in der zitierten Prologäußerung vorweg genommen wird.“[3]

Diesen erstmals dezidiert nachzuverfolgen, ist das Anliegen der Dissertation von Ruth Sassenhausen, auf welche ich mich in dieser Arbeit beziehen werde. Nach einer Abgrenzung des Entwicklungs- vom Bildungsroman verfolgt sie mit Hilfe der Entwicklungspsychologie und den antiken/mittelalterlichen Vorstellungen des menschlichen Entwicklungsprozesses denjenigen des Parzival, welcher sich direkt aus dem inhaltlichen Aufbau des Werkes ergibt. Das Wolfram von Eschenbach diesen akzentuiert, untermauert sie dabei durch den Vergleich mit dem Perceval von Chrétien de Troyes.[4] Legitimationsgrundlage für eine literaturpsychologische Analyse des Inhaltes bietet das Postulat des Sternheimer Symposions von 1985: „Eine Wissenschaft, die sich als Kulturwissenschaft versteht, kann nicht weiterhin historische Verhaltensweisen ignorieren und die Psyche des mittelalterlichen Menschen in ihrer Forschung ausklammern.“[5]

Parzivals Entwicklung lässt sich im Groben in drei verschiedene Entwicklungsstufen einteilen: seine Kindheit in Soltane mit der Erziehung durch seine Mutter Herzeloyde, die Ritterlehre bei Gurnemanz und die religiösen Unterweisungen bei Trevrizent. Diese entsprechen den drei ineinandergreifenden Phasen in der Identitätsgenese von Parzival: tumpheit, Artusritterschaft, Gralskönigtum. Unterstützt wird dieser Entwicklungsprozess vor allem durch Parzivals Begegnungen mit seiner Cousine Sigune und die Fehlschläge auf dem Weg zum Gral, die sowohl für Parzival als auch für das Publikum analytisch im Roman aufgearbeitet werden.

Die Figur des Parzival werden soll daher im epischen Kontext seiner gesellschaftlichen Determinanten analysiert. Auskünfte über seine Entwicklung auf dem Weg zur Identitätskonsolidierung geben sein Verhaltens und sein Befinden. Dabei muss die Identifizierung der Indizien aufgrund des ästhetischen Konzeptes, welches eine „spezifische Narrativik“ bedingt, über die Entschlüsselung verwendeter Metapher, Allegorien und ähnlicher literarischer Kunstgriffe führen.[6]

2. Wolfram von Eschenbach und sein Parzival

Wolfram von Eschenbach, wohl nach dem fränkischen Over-Eschenbach benannt,[7] ist als einer der bedeutendsten Epiker der mittelalterlichen Literatur anzusehen. Auch wenn er mutmaßlich nicht adeliger Abstammung war[8], kannte er die höfischen Sitten und Gebräuchen, auf welche er im Parzival ebenso Bezug nahm wie auf die zeitgenössische höfische Epik[9]. Sein eigenes Schaffen umfasste neben dem Parzival noch die beiden epischen Werke Titurel und Willehalm, sowie mehrere höfische Tage- und Minnelieder.

Die Entstehung des Parzival wird zwischen 1200 und 1210 datiert.[10] Wolframs Roman orientiert sich wie sein französisches Vorbild Perceval von Chrétien de Troyes an dem keltischen Sagenkreis um König Artus.[11] Für die Popularität des Parzival sprechen die über 80 bekannten Handschriften, welche ihn als fortlaufenden Text überliefern, wobei die heutige Einteilung in 16 Bücher auf Karl Lachmann zurückgeht.[12] Schon im Prolog gibt Wolfram durch sein Elstern-Gleichnis vielen verschieden Charakteren die Möglichkeit, sich mit seinem Werk zu identifizieren. Denn er beschreibt nicht nur die Idealform höfischen Lebens, indem er auf ritterliche Tugenden oder aber Missstände rekurriert, sondern er zeigt anhand von Parzival auch einen menschlichen Entwicklungsweg, der positive wie negative Auswirkungen von Erziehung impliziert.

Die ersten beiden Bücher des Romans behandeln die Vorgeschichte und erläutern die Familienverhältnisse Parzivals. Parzival selbst steht in den Büchern III-VI, IX und XV-XVI im Vordergrund. Die Bücher VII-VIII und X-XIV widmen sich den Abenteuern Gawans.

3. Die biographische Struktur des Entwicklungsromans

Gemäß ihrem gattungstheoretischen Ansatz grenzt Sassenhausen den Bildungsroman nach Sichtung einschlägiger Literatur gegenüber dem Entwicklungsroman ab: Er ist eine Ausdifferenzierung des Entwicklungsromans, der teleologisch und auf den Aspekt der Individualität ausgerichtet ist, jedoch eine geistesgeschichtliche Ideologie zum Ausdruck bringt, und dem „der Bildungsgang des Helden als zentrales Thema zugrunde“ liegt – wobei der „Terminus [‚Bildung‘] im Mittelalter in erster Linie theologisch konnotiert“ ist und z.B. auch die septem artes liberales miteinschließen würde.[13] Davon ausgehend hält sie zwei tragende Elemente für die Gattung des Entwicklungsromans fest: „Die Romanhandlung zentriert sich um einen Protagonisten und der Handlungsverlauf ist biografisch angelegt; die Entwicklung des Helden ist das Thema des Werkes und bedingt durch die Erzählung dieser Entwicklung seine biografische Struktur.“[14]

Dem hochmittelalterlichen Autor Wolfram bot für eine solche Strukturierung das aetates -Modell der Antike, welches im Rahmen der poetologischen Normen auch die Figurenzeichnung betraf, Orientierung.[15] Da die Schriften bzw. Grundzüge der Lehren von Augustinus und anderen antiken Denkern den Gebildeten im 12. Jahrhundert zugänglich waren, hält Bumke die Tatsache als gesichert, dass auch Wolfram Zugang zum Bildungsgut seiner Zeit hatte.[16] In Anbetracht dieser philosophischen, aber auch literarischen Tradition kommt Sassenhausen zu dem Schluss: „Wolfram lehnt sich mit seiner Werkstruktur an eine bereits vorhandene und etablierte Form der Stofforganisation an, wenn er das Leben des Helden vom Säuglingsalter über die Kindheit und Adoleszenz bis hin zum Erwachsenen nachzeichnet, der mit der Übernahme des Gralskönigtums soziale Verantwortung übernimmt.“[17]

Das wohl verbreitetste Lebensalter-Modell geht von sechs Altersstufen aus, von denen Parzival die vier ersten – infantia, pueritia, adolescentia und iuventus – durchläuft. Während die infantia (bis 7 Jahre[18]) durch den Spracherwerb und die Abhängigkeit von der Amme[19] geprägt ist, setzt in der pueritia (bis 14 Jahre) nicht nur das Erinnerungsvermögen, sondern auch die Verstandeskraft ein. Da diese noch eingeschränkt ist und Kinder dieses Alters oft ungestüm agieren, sind sie der Erziehung bedürftig. „Zwar kennen die Kinder nach Ansicht der mediävalen Verfasser in diesem Alter den Geschlechtstrieb noch nicht und sind deswegen im Zustand der Unschuld […], jedoch muss nun bereits – quasi präventiv – der junge Mensch vor den Anfechtungen der Sünde geschützt werden, da er als verführbar gilt.“[20] Demgemäß wurden die Jungen in Adelskreisen ab dem siebenten Lebensjahr in die Obhut einer männlichen Erziehungsperson gegeben, bei der die Sozialisation des Kindes durch die Vermittlung von gesellschaftlichen Normen und Werten vorangetrieben werden sollte.[21]

Neben der gesellschaftlichen Mündigkeit, die der Heranwachsende in der adolescentia (bis 28 Jahre) eingeschränkt zugestanden bekam, war für die mittelalterlichen Autoren die nun erlangte Zeugungsfähigkeit von besonderem Interesse. „Der Heranwachsende wird von seinen Launen und sexuellen Lüsten beherrscht und ist deshalb für die Gefahren der Sünde besonders empfänglich“, er ist also „triebbestimmt, wankelmütig, uneinsichtig“.[22] Nach Ansicht von Aristoteles galt für die Jugendlichen: „Alle ihre Fehler aber liegen […] im Bereich des Übermaßes und der übertriebenen Heftigkeit“[23], und resultierten nach Meinung von Bernadus Silvestris aus einem Mangel an Lebenserfahrung[24].

Ähnlich wie beim Übergang von der infantia zur pueritia ist auch der von der adolescentia zur iuventus (bis 49/50 Jahre) entwicklungsabhängig und nicht starr an zeitliche Eingrenzungen gebunden.[25] Da sich letztere durch ein abgeschlossenes Wachstum auch im Sinne der „Reife“ hinsichtlich der gesellschaftlichen Stellung, d.h. Verantwortungsübernahme durch die Bekleidung öffentlicher Ämter und in der Familie auszeichnet, wird der Zeitpunkt des Überganges z.B. im höfischen Roman vorverlegt. „Die aventiuren, die Protagonisten wie Parzival nach seinem Auszug aus der mütterlichen Obhut in Soltane zu bestehen haben, sind letztendlich nichts anderes als die beschworene ‚Schule des Lebens‘, die sie als gereifte Persönlichkeit verlassen. Nach dieser Phase erst sind die Helden in der Lage, Ehe, Herrschaft und Rittertum im richtigen Maß in ihr Leben zu integrieren. In der Forschung zur höfischen Dichtung wird statt des Terminus adolescentia derjenige der iuventus verwendet, wenn auf die Jugend der Figuren angespielt wird.“[26]

Der Lebensabend des Menschen wurde in zwei Phasen unterteilt: die gravitas / senior (bis 69/70 Jahre), welche durch eine innere Ruhe und Weisheit aufgrund von Lebenserfahrung geprägt ist, und den senex (bis zum Tod), in welchem der greise Mensch durch intellektuellen und körperlichen Verfall auf die Stufe der pueritia zurückfällt.[27]

4. infantia: pränatale und postnatale Determinanten für Parzivals Entwicklung

Im Gegensatz zu Chrétien bedient sich Wolfram einer ausführlichen Elternvorgeschichte, um dem Rezipienten Parzivals genealogische Einbettung, seine daraus resultierenden Verhaltensweisen sowie „die Determinierung seines Lebensweges einsichtig zu machen“[28]. Für die Analyse der frühen Kindheit des Helden ist seine Mutter Herzeloyde, seine einzige Bezugsperson, von großer Bedeutung, da ihre Liebe zu Parzival als Gahmuret-Ersatz (109,25f.; 110,18f.) „schon vor der Geburt narzisstisch“[29] ist und es im weiteren Verlauf auch bleibt (113,13f.).

Dass Herzeloyde in Bezug auf ihren Sohn ein ambivalenter Mensch im Sinne des Prologs ist,[30] kann schon aus Parzivals Benennungen als bon fîz, scher fîz, bêâ fîz (113,4) gefolgert werden: Einerseits sind dies liebevolle Kosenamen, die für einen „normalen symbiotischen Zustand zwischen Mutter und Säugling“[31] sprechen. Andererseits impliziert diese „Anonymität“ Parzivals nicht nur Fürsorge, sondern auch einen Besitzanspruch – sie stillt ihn selbst, verzichtet auf eine Amme (113,5-11) – und den mütterlichen Versuch, die Eigenständigkeit des Sohnes so weit wie möglich hinauszuzögern, denn das „Kind bedeutet für sie Sicherheit nach einer Phase von Hilflosigkeit, ausgelöst durch Gahmurets Tod.“[32] Dass dem so ist, wird sich in ihrem Tod durch „Herzeleid“[33] bei Parzivals Abschied zeigen.

Insofern steckt die Mutter den Rahmen für Parzivals Aufwachsen ab, doch auch sein Vater Gahmuret determiniert den Lebensweg des Helden, was sich schon bei der bizarr anmutenden Bewunderung der männlichen Attribute des Neugeborenen (112,21-27) und dem anschließenden Verweis auf Parzivals zukünftige ritterliche Tugenden offenbart: er wart mit swerten sît ein smit, / vil fiwers er von helmen sluoc: / sîn herze manlîch ellen truoc (112,28-30). Diese art und seine unvergängliche Schönheit als Ausweis seiner adligen Herkunft und seiner Erwähltheit werden Herzeloydes Plan, ihren Sohn vom Rittertum fernzuhalten (112,18ff.; 117,7-14; 117,23-28), scheitern lassen (109,11). Unterstützung erhält sie bei diesem Vorhaben nur von ihrem Gefolge, denn die Königin flieht ê daz sich der [Parzival] versan (117,19) in die waste von Soltane, um Parzival den Ansprüchen der Ritter- wie auch Gralsgesellschaft zu entziehen und um, aufgrund ihrer „ausgeprägte[n] Verlustangst kombiniert mit der Umsetzung eines Selbsterhaltungstriebs […], die eigenen Bedürfnisse zu stillen“[34].

Trotz allem verbringt Parzival seine infantia, die erste Phase der Kindheit, nach dem für das Mittelalter üblichen Muster, von dem die zweite Phase, die pueritia, allerdings abweicht.

5. pueritia/adolescentia: Erziehung und Beginn der Identitätskrise

5.1 Aufwachsen in der Einöde Soltanes

Nach Ansicht von Schröder liegt in dem, was sich in der waste in Soltane abspielt, der Schlüssel zum Verständnis des rechten Sinns der Lebensstufen Parzivals vom Kind zum Gralsherrn.[35] Denn auch wenn Herzeloyde Parzival vor dem Schicksal seines Vaters bewahren will, kann der Begriff flühtesal (117,14) nicht nur „Flucht“, sondern auch „Betrug“ bedeuten,[36] worauf der Erzähler verweist: der knappe alsus verborgen wart / zer waste in Soltâne erzogn, / an küneclîcher fuore betrogn (117,30-118,2). Durch ihr Verhalten enthält Herzeloyde ihrem Sohn nicht nur mit seinem Namen das erste Identitätsmerkmal, seine familiären Bindungen sowie die standesgemäße Erziehung vor, sondern sie zwingt ihm auch ihre gesellschaftliche Entfremdung auf.[37] Da sie Parzival dadurch explizit vor einer Berührung mit dem Rittertum abschirmen will, fehlt ihm „folgerichtig die Möglichkeit zur Identifikation mit Rollen und Vorbildern, die dem gesellschaftlichen Modell, in das er hineinwachsen soll, entsprechen.“[38] Ein Kind benötigt für seine Entwicklung „kognitive, emotionale und physische Anreize zur Förderung seiner Anlagen“[39] und die Normen und Werte, die Herzeloyde Parzival vermittelt, bieten keinen Ersatz, da sie „pädagogisch […] alles falsch“[40] macht. Die mütterliche „Erziehung“ beginnt mit ihrer Gotteslehre (119,19-30) aufgrund der Vogelepisode und endet mit ihrer Weltlehre (127,13-128,10).

In der Vogelepisode kommen zwei bedeutende Aspekte zum Ausdruck: Einerseits tritt Parzivals ritterliche art[41] hervor und andererseits kennzeichnet sie ihn eindeutig als Kind. Die ritterliche Abkunft und sein Potential äußern darin, dass der Held ohne Vorbild mit dem selbstgeschnitzten Pfeil und Bogen der – adligen – Vogeljagd nachgeht […] (118,4-6). Hat er die Vögel erlegt, bricht er aufgrund eines mangelnden Ursache-Wirkung-Verständnisses in Tränen aus (118,7-10), für die er seiner Mutter keinen Grund angeben kann: ern kunde es ir gesagen niht, / als kinden lîhte noch geschiht (118,21-22). „Die Textstelle bietet also das psychologisch stimmige Bild eines Kindes, das unmittelbar empfindsam auf die Eindrücke in seiner Umwelt reagiert, ohne sie zu reflektieren.“[42] Ein weiterer Aspekt betrifft die Mutter-Sohn-Symbiose: si wart wol innen daz zeswal / von der stimme ir kindes brust. / des twang in art und sîn gelust (118,26-28). Da das Zwitschern in Parzival die Sehnsucht weckt, das „aus entwicklungspsychologischer Sicht natürliche Bedürfnis, der einengenden Existenz der mütterlichen Welt zu entfliehen und die Abhängigkeit von der Mutter gegen Autonomie einzutauschen“[43], versucht Herzeloyde die Vögel mundtot zu machen (118,29-119,4). Doch die „Gattung der Vögel ist genauso wenig zu eliminieren wie die art des Helden, ihr Gesang ebenso wenig zu überhören, wie Parzivals Veranlagung auf Dauer zu verleugnen ist.“[44]

Der Protagonist erkennt die Ungerechtigkeit, wenn nicht gar Sündhaftigkeit ihres Vergehens (119,10f.), und beweist damit ein Gerechtigkeitsgefühl, welches laut Piaget zwischen dem siebenten und zwölften Lebensjahr entsteht – Parzival ist jetzt also schon bei sinnen – und durchaus auch die Einstellung zu den Eltern ändern kann.[45] Dadurch, dass die Königin daraufhin mit Bezug auf Gott die Rechtmäßigkeit ihrer Handlung bezweifelt, wes wende ich sîn gebot, / der doch ist der hœchste got? / suln vogele durch mich freude lân? (119,13-15), erhält Parzival Gelegenheit zu fragen: ôwê muoter, waz ist got? (119,17) und beweist einen weiteren Entwicklungsschritt – den des einsetzenden Reflexionsvermögens.[46]

Seine Frage impliziert aber auch, dass Herzeloyde eine christliche Erziehung bisher absolut vernachlässigte. Nach Meinung der mediävalen Autoren neigt der Mensch aber schon in der pueritia zur Sünde, dem zunächst durch theologische Unterweisungen in Form von einfachen Gebeten und über die zehn Gebote entgegengewirkt werden sollte[47]. Doch auch die nun erfolgende Gotteslehre Herzeloydes[48] (119,19-30) kann mittelalterlichen Ansprüchen nicht genügen, da sie stark verkürzend beispielsweise auf „eine umfassende Unterweisung im christlichen Sünden- und Tugendsystem […] [sowie] die Notwendigkeit der Buße“[49] verzichtet. Bevor Parzival jedoch die Lehre seiner Mutter anwenden kann, vergehen vermutlich mehrere Jahre, denn er jagt nun in der Rolle des Ernährers mit seinem gabilôt die Hirsche, deren Größe auch seine körperliche Entwicklung symbolisiert (120,1-120,10).

Der Tag ist gekommen, als der Held den Rittern um Karnahkarnanz begegnet. Einerseits kann  dieser Einbruch in die hermetische Welt von Soltane als „Initialzündung“ seiner Entwicklung in die richtige Richtung gewertet werden, andererseits werden hier sowohl Parzivals tumpheit (121,2; 121,5; 124,16) als auch die Unzulänglichkeiten der mütterlichen Lehren offensichtlich. Denn aufgrund dieser hält er die Ritter zunächst für den Teufel, gegen den er sich in strîtes ger (120,23) bereitmacht. Hier äußern sich das kindstypische „grandiose Selbst“[50] und seine ritterliche art, denn das „unbedingte Verlangen nach Kampf zeichnete auch seinen Vater Gahmuret aus (35,25).“[51] Das Missverständnis, welches auch die Ritter wahrnehmen, die er wegen ihrer strahlenden Rüstung für Gott hält, beruht auf der von Herzeloyde verwendeten Lichtmetaphorik: den dûhter als ein got getân: / ern hete sô liehtes niht erkant (121,30f.). „Dass der Held sich Gott in konkreter, menschlicher Gestalt vorstellt, beweist außerdem sein kindliches Gemüt […].“[52]

Parzival wird aber als junchêrre (122,15; 123,8) von Karnahkarnanz angesprochen, was darauf verweist, dass er vermutlich schon vierzehn Jahre alt, also im Stadium der Adoleszenz ist. Er reagiert daher nicht altersgemäß: Herzeloyde ist sein einziges Vorbild, an ihr richtet er seine Moralvorstellungen und sein Handeln aus; er vergisst allerdings jegliche Reflexion ihrer Lehren und daraus resultiert seine tumpheit. Dieser steht seine Schönheit kontrastiv gegenüber (124,18-20), an der Karnahkarnanz Parzivals adlige Herkunft erkennt, ihm erklärt, was ein Ritter ist, und ihm die Erlangung des Ritterstatus durch König Artus in Aussicht stellt (122,29-123,11). Nach Ansicht von Sassenhausen beginnt mit der Ritterepisode Parzivals Sozialisation: „hier nämlich bekommt der Protagonist erstmals Kontakt zu Vertretern der Gesellschaft, zu der er eigentlich gehört, womit seine Einbindung in diesen sozialen Rahmen initiiert wird.“[53]

Nachdem Parzival der Mutter von der Begegnung berichtet hatte, erleidet diese einen Ohnmachtsanfall (125,29-126,2), da sich ihre größte Angst bestätigt: Parzival will von ihr fort, er will zu Artus, um Ritter zu werden (126,12-14). Entwicklungspsychologisch beweist Parzival mit diesem Akt, konträr zu den Wünschen seiner Mutter seine ihm noch unbewusste art auszuleben, jungendliches Autonomiebestreben.[54] Mit diesem Schritt aus „dem sicheren Bereich der Kindheit hinaus in die noch unbekannte Welt der Erwachsenen“[55] beginnt seine Adoleszenz.  Um sich seiner art und seinem epischen Telos bewusst zu werden, muss er herausfinden, wer er ist, und dies ist nur erfolgreich, wenn er sich von seiner Mutter trennt.[56]

Herzeloyde ist natürlich bemüht, ihn von seinem Ziel abzubringen (126,16-18). Diesen Zweck sollen nicht nur das Narrengewand, sondern auch ihre Weltlehre[57] (127,13-128,10) erfüllen.[58] Dass letztere als ambivalent[59] bezeichnet wird, ergibt sich aus der tumpheit Parzivals bei der wortgetreuen Umsetzung, durch welche er in missliche und unschickliche Situationen gerät – repräsentiert durch die Torenkleider, die ihm die Mutter gab. Daher konstatiert Hass, dass Herzeloyde durch ihr Verhalten  und die Waldidylle die Unerfahrenheit, die tumpheit ihres Sohnes künstlich vergrößert hat:[60] Parzival wurde aufgrund der Isolation in Soltane „eine altersgemäße Weltaneignung“ vorenthalten, die die Königin nicht durch ihre Lehren wettmachen kann, da sie „ihm die Welt in ihren Ratschlägen verfälscht“ darstellt.[61] Denn dass es nicht nur Schwarz und Weiß gibt, dass vieles situationsabhängig ist, wird Parzivals mangelndes Reflexionsvermögen beweisen, wenn er in kindlicher Manier den mütterlichen Unterweisungen absolute Geltung einräumt.

5.2 Parzivals Eintritt in die Welt

Das Verlassen der Mutter und der Eintritt in die Welt markieren das Ende von Parzivals Kindheit (112,5-129,4).[62] Als Adoleszent ist er nun auf der Suche nach seiner Rolle in der Gesellschaft, die zunächst durch den Artushof repräsentiert wird. Dadurch, dass Parzival zwar „aufgezogen, aber nicht erzogen“[63] wurde und Herzeloyde ihm seine Identität vorenthielt, mangelt es ihm noch an Kompetenz, um diese Laufbahn einzuschlagen. Seine Aufgabe entspricht somit in besonderem Maße derjenigen, die der Lebensphase Adoleszenz von der Psychologie zugewiesen wird: „Entwicklung sozialer Kompetenz, also der Fähigkeit, sich im zwischenmenschlichen Bereich verantwortlich bewegen zu können. Hauptaufgabe der Adoleszenz sind die innere Trennung von den Eltern, die Entwicklung von Selbständigkeit, sexueller und sozialer Identität.“[64]

5.2.1 Jeschute

Die erste Gelegenheit, seine tumpheit unter Beweis zustellen, erhält Parzival in der Begegnung mit Jeschute, auf die er auf seinem Weg zu Artus trifft. Denn durch die „ausschließliche Muttererziehung“[65] besitzt er keinerlei Erfahrung in der Liebe oder in Bezug auf Sexualität, die in der erotisch aufgeladenen Situation (129,27-130,25) notwendig wäre. Orientierung bieten ihm nur die mütterlichen Ratschläge und so stürzt er sich auf die schlafende Herzogin, um diesen gerecht zu werden: Er ist nicht an einer sexuellen Eroberung interessiert, sondern er raubt ihr den Ring vom Finger sowie eine Spange (130,26-131,18) und einen Kuss (131,19-21).

Sassenhausen weist daraufhin, dass Parzivals Ignoranz gegenüber dem anderen Geschlecht sich nur mit seiner niedrigen Entwicklungsstufe vereinbaren lässt, insofern als in seinem Alter üblicherweise die ersten Liebenabenteuer erlebt werden. Parzival dagegen stellt seine „orale Bedürfnisbefriedigung im Mittelpunkt des Trieblebens“.[66] Auch dies deutet auf Herzeloydes mangelnde pädagogische Kompetenz, da ihr Sohn keine Rücksichtnahme, kein Zurückstellen der eigenen Bedürfnisse lernen musste und somit keine altersgemäße Frustrationstoleranz entwickeln konnte.[67] Diese Diskrepanz zwischen seinem äußeren und inneren Sein, stellt auch Jeschute fest: si wânde, er wære ein gârzûn / gescheiden von den witzen (132,6f.). Dass Parzival aufgrund seiner fehlenden Sozialisation nur auf eine begrenzte Erfahrung im sozialen Umgang zurückgreifen kann und sich die Verhaltensratschläge seiner Mutter als unzureichend erweisen, endet für Jeschute in einer persönlichen Katastrophe: Ihr Ehemann Orilus glaubt ihre Unschuld nicht, misshandelt sie und setzt sie als Ehebrecherin der gesellschaftlichen Verachtung aus.

„Die Unsensibilität des Helden und sein triebgesteuertes Auftreten weisen ihn im Übrigen als typischen adolescentulus im Sinne des mittelalterlichen aetas -Verständnisses aus, denn gerade die Maßlosigkeit ist häufig ein Charakteristikum, mit dem die vormodernen Autoren Heranwachsende vor dem Eintritt ins Erwachsenenalter beschreiben.“[68] Aufgrund der in dieser Szene aufgezeigten Erziehungsdefizite muss Parzival lernen, um sich entsprechend seines Alters zu entwickeln, seine kindliche Impulsivität abzulegen, sich gemäß gesellschaftlicher Normen zu bewegen und er muss zum Ausgleich seiner mangelnden Empathie und Reflexionsfähigkeit Erfahrungen im Umgang mit Menschen sammeln.

[...]


[1] Zitiert nach Wolfram von Eschenbach, Parzival, 2 Bde., übers. von Dieter Kühn, hg. von Eberhard Nellmann. Frankfurt a. M. 1994.

[2] Ernst, U.: Formen analytischen Erzählens im Parzival Wolframs von Eschenbach. Marginalien zu einem narrativen System des Hohen Mittelalters, in: Erzählstrukturen der Artusliteratur, hg. von F. Wolfzettel. Tübingen 1999, S. 165-198, S. 189. Zur Romanhaftigkeit: Schu, C.: Vom erzählten Abenteuer zum Abenteuer des Erzählens: Überlegungen zur Romanhaftigkeit von Wolframs Parzival. Frankfurt am Main (u.a.) 2002. Zum Entwicklungsgedanken: Huby, M.: Nochmals zu Parzivals „Entwicklung“, in: Studien zu Wolfram von Eschenbach. FS für Werner Schröder, hg. von K. Gärtner/J. Heinzle. Tübingen 1989, S. 257-269. Gerhard, M.: Der deutsche Entwicklungsroman bis zu Goethes „Wilhelm Meister“. Halle/Saale 1926. Strohkirch, K.: Zum Löwen geboren: Gender in Entwicklungsromanen aus verschiedenen Jahrhunderten: Parzival, Wilhelm Meisters Lehrjahre, Ahnung und Gegenwart, Netzkarte, Der junge Mann. Stockholm 2002.

[3] Sassenhausen, R.: Wolframs „Parzival“ als Entwicklungsroman. Gattungstheoretischer Ansatz und literaturpsychologische Deutung. Köln, Weimar, Wien 2007. S. 2. Vgl. Blank, W.: Determination oder Ordo? Parzivals Weg durch die Instanzen, in: Ze hove und an der strâzen. Die deutsche Literatur des Mittelalters und ihr „Sitz im Leben“. FS für Volker Schupp, hg. von A. Keck/T. Nolte. Stuttgart/Leipzig 1999, S. 212-232, S. 213; zitiert nach Schu, S. 236.

[4] Vgl. Huby, S. 257. Dieser Methode zu folgen, kann in der vorliegenden Arbeit nicht geleistet werden. Festzuhalten ist jedoch, dass Perceval im Gegensatz zu Parzival zumindest länger unerziehbar scheint (vgl. ebd. S. 258ff.).

[5] Müller, U.: Vorwort, in: Psychologie in der Mediävistik. Gesammelte Beiträge des Sternheimer Symposions, hg. von J. Kühnel u.a. Göppingen 1985, S. 5; zitiert nach Sassenhausen, S. 83.

[6] Vgl. Sassenhausen, S. 84; Hartmann, H.: Gahmuret und Herzeloyde. Kommentar zum zweiten Buch des Parzival Wolframs von Eschenbach, 2 Bde. Herne 2000. Bd. 1, S. 17f.

[7] Vgl. Bumke , J.: Wolfram von Eschenbach. Stuttgart/Weimar 82004, S.1.

[8] Vgl. Bumke, Wolfram, S.4f.

[9] Vgl. Bumke, Wolfram, S. 10ff.; Brall, H.: Gralsuche und Adelsheil: Studien zu Wolframs Parzival. Heidelberg 1983, S. 82-87.

[10] Vgl. Mertens, V.: Der deutsche Artusroman. Stuttgart 1998, S. 101f.; Bumke, Wolfram, S. 20f.

[11] Vgl. Bumke, Wolfram, S. 232-239.

[12] Vgl. Bumke, Wolfram, S. 249 ff.

[13] Sassenhausen, S. 28.

[14] Sassenhausen, S. 36.Vgl. Gerhard, S. 1: „Als Entwicklungsroman werden hier alle erzählenden Werke verstanden, die das Problem der Auseinandersetzung des Einzelnen mit der jeweils geltenden Welt, seines allmählichen Reifens und Hineinwachsens in die Welt zum Gegenstand haben, wie immer Voraussetzung und Ziel dieses Weges beschaffen sein mag.“

[15] Vgl. Sassenhausen, S. 48-70.

[16] Vgl. Bumke, Wolfram, S. 6ff.; Brall, S. 70-82; Wieners, P.: Das Gottes und Menschenbild Wolframs im ‚Parzival‘. Bonn 1973, S. 13.

[17] Sassenhausen, S. 46. Diese biographische Struktur ist beispielsweise auch in Gottfried von Straßburgs „Tristan“ oder in Ulrich von Zazikhovens „Lanzelet“ zu finden. Vgl. Russ , A.: Kindheit und Adoleszenz in den deutschen Parzival- und Lancelot-Romanen: hohes und spätes Mittelalter. Stuttgart (u.a.) 2000, S. 9, 13.

[18] Zeitliche Eingrenzung der Lebensalter nach Isidor: Etymologiarum sive originum libri XX, 2 Bde., hg. von W. M. Lindsay, Oxford 1987 (Nachdruck der Ausg. von 1911), Bd. I, XI, II, 1f.; zitiert nach Sassenhausen, S. 53.

[19] Vgl. Shahar, S.: Kindheit im Mittelalter, übers. von B. Bumm. Düsseldorf 1991, ppb-Ausgabe 2002, S. 67-91.

[20] Sassenhausen,  S. 57. Vgl. Shahar, S. 35.

[21] Vgl. Shahar, S. 238.

[22] Sassenhausen, S. 62, 68. Vgl. Shahar, S. 21.

[23] Aristoteles: Rhetorik, übers. von F. G. Sieveke. München 1980, Buch II, 12. Kap., S. 120-122; zitiert nach Sassenhausen, S. 63.

[24] Vgl. The commentary on the first six books of the Aeneid of Vergil commonly attributed to Bernadus Silvestris, hg. von J. W. Jones/E. F. Jones. Lincoln/London 1977, S. 16, Z. 20; zitiert nach Sassenhausen, S. 64.

[25] Vgl. Shahar, S. 38.

[26] Sassenhausen, S. 65f.

[27] Vgl. Sassenhausen,  S. 69.

[28] Sassenhausen, S. 137. Vgl. Schu, S. 119f.;Bumke, Wolfram, S. 189f.; Hartmann, Bd. 2, S. 407-411; Russ, S. 33.

[29] Sassenhausen, S. 96. Vgl. Lewis, G. J.: Die unheilige Herzeloyde. Ein ikonoklastischer Versuch, in: JEGP 74 (1975), S. 465-485, S. 473; zitiert nach Hartmann, Bd. 1, S. 27, der sich allerdings gegen diese Einschätzung ausspricht.

[30] Vgl. Schu, S. 109.

[31] Sassenhausen, S. 101. Vgl. Russ, S. 38.

[32] Sassenhausen, S. 101.Vgl. Russ, 37f.

[33] Vgl. Schröder, W. J.: Die Soltane-Erzählung in Wolframs Parzival. Studien zur Darstellung und Bedeutung der Lebensstufen Parzivals. Heidelberg 1963, S. 58; Russ, S. 53.

[34] Sassenhausen, S. 104.

[35] Vgl. Schröder S. 5.

[36] Vgl. Haas, A. M.: Parzivals tumpheit bei Wolfram von Eschenbach. Berlin 1964, S. 59.

[37] Vgl. Sassenhausen, S. 107, 109; Ernst, S. 169.

[38] Sassenhausen, S. 108. Vgl. Shahar, S. 239; Schu, S.237ff.

[39] Sassenhausen,  S. 110.

[40] Bumke, Wolfram, S. 55.

[41] Vgl. Huby, S. 266; Schu, S. 238; Haas, S. 61; Russ, S. 41ff.

[42] Sassenhausen, S. 116. Vgl. Bumke, J.: Die Blutstropfen im Schnee: Über Wahrnehmung und Erkenntnis im „Parzival“ Wolframs von Eschenbach. Tübingen 2001, S. 82.

[43] Sassenhausen, S. 115.

[44] Sassenhausen, S. 118.

[45] Vgl. Piaget, J.: Theorien und Methoden der modernen Erziehung. Frankfurt a.M. 1974, S. 176ff.; zitiert nach Sassenhausen, S. 119; Haas, S. 61.

[46] Vgl. Sassenhausen, S. 120; Russ, S. 43.

[47] Vgl. Shahar, S. 208.

[48] Vgl. Wieners, S. 44-47; Russ, S. 44f.

[49] Sassenhausen, S. 121. Vgl. Schröder, S. 24ff.

[50] Sassenhausen,  S.124

[51] Russ, S. 45.

[52] Sassenhausen, S. 125.

[53] Sassenhausen,  S. 123.

[54] Vgl. Sassenhausen, S. 129.

[55] Sassenhausen,  S. 129.

[56] Inwieweit Aufbruch und der daraus resultierende Tod der Mutter als Sünde zu bezeichnen ist, dazu: Schu, S. 255-259.

[57] Vgl.Wieners, S. 60-66.

[58] Vgl. Schröder, S. 15f.; Haas, S. 67f., 70.

[59] Vgl. Russ, S. 49ff.; Huby, S. 262.

[60] Vgl. Haas, S. 58, 60; Bumke, Wolfram, S. 56.

[61] Sassenhausen, S. 131.

[62] Vgl. Russ, S. 54, Anm. 211.

[63] Schu, S. 237.

[64] Rotmann, M.: Latenzzeit und Adoleszenz in psychoanalytischer Sicht, in: Psychoanalytische Entwicklungspsychologie, hg. von D. Ohlmeier. Freiburg 1973, S. 85-105, S. 87; zitiert nach Sassenhausen, S. 147.

[65] Haas, S. 58.

[66] Sassenhausen,  S. 151.

[67] Vgl. Sassenhausen, S. 149.

[68] Sassenhausen, S. 152.

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten

Details

Titel
Vom "bon fîz, scher fîz, bêâ fîz" zum Gralskönig Parzival
Untertitel
Die Entwicklung des Parzival Wolframs von Eschenbach
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Institut für Deutsche Philologie)
Veranstaltung
„Wolfram von Eschenbach: Parzival“
Note
1,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
41
Katalognummer
V93811
ISBN (eBook)
9783640105649
ISBN (Buch)
9783640113552
Dateigröße
669 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gralskönig, Parzival, Eschenbach, Parzival“, Thema Parzival
Arbeit zitieren
Marlen Frömmel (Autor), 2008, Vom "bon fîz, scher fîz, bêâ fîz" zum Gralskönig Parzival, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93811

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