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Der menschliche Einfluss auf die Landschaft durch den Bergbau

Titre: Der menschliche Einfluss auf die Landschaft durch den Bergbau

Dossier / Travail de Séminaire , 2008 , 27 Pages , Note: 1,5

Autor:in: Miriam Engelhard (Auteur)

Sciences de la Terre / Géographie - Géographie physique, Géomorphologie, Ecologie
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das erste Bergbauprodukt des Menschen ist der Feuerstein, der bereits in der älteren Steinzeit, also um 200.000 v.Chr. als Werkzeug verwendet wird. Schneide- und Schabwerkzeuge aus Obsidian, einem kieseligen, vulkanischen Glas, folgen. Auch der Ton ist als wichtiger Rohstoff bereits im Neolithikum bekannt. Die Gewinnung guter Tonqualitäten, wie sie für die Herstellung von Keramik Bedingung ist, setzt erste bergmännische Leistungen in der Anlage der Tongruben voraus. Die Beherrschung des Feuers für den Brennvorgang der Keramik, also der produktive Umgang mit dem Feuer, schafft die Grundlage für die Einführung des innovativen Schmelzverfahrens für Metalle. Auf der Halbinsel Sinai lassen sich unterirdische Kupferbergwerke ab 3800 v.Chr. nachweisen, um 3000 v.Chr. lernt der Mensch Zinn und Kupfer zu mischen, zu legieren und die Bronze herzustellen. So eröffnet die Herstellung von Metall aus Erz die Metallzeitalter. Die Bronzezeit endet um 2000 v.Chr. mit der Herstellung und Verwendung von Eisen.
Der antike Bergbau gründet sich auf Lagerstätten in Zypern (Kupfer), Griechenland (Silber, Blei, Zink, Kupfer), Spanien (Silber, Blei), Island und Cornwall (Zinn).
Im Mittelalter erfährt der Bergbau eine starke Ausweitung und einen Bedeutungsgewinn in Mittel-Europa. Prospektionsaktivitäten, also die Erkundung neuer Lagerstätten, greifen schließlich auf kaum besiedelte Mittel- und Hochgebirgsräume über, wobei hier der Silberbergbau auf dem Schauinsland als regionales Beispiel dienen dürfte. Der hier erworbene Reichtum lässt erst den Bau des Freiburger Münsters zu. Wirtschaftlicher Wohlstand und politische Macht sind in der Geschichte häufig mit mineralischen Bodenschätzen verbunden und geben immer wieder Anlass für kriegerische Auseinandersetzungen. Auch bei der Erschließung neuer Wirtschaftsräume und der Errichtung von Kolonien ist der Bergbau immer von Bedeutung, da er schnellen Reichtum und somit Macht und Einfluss verspricht. So beruht Spaniens Wohlstand und seine zeitweilige Vorherrschaft als Seemacht auf der Ausbeutung von Edelmetallen in den Kolonien in Latein-Amerika. Auch das kaiserliche Deutschland baut bis zum ersten Weltkrieg auf die Kohle des Ruhrgebiets und das Eisenerz Lothringens. In der nachfolgenden Zeit gewinnen neue Metalle wie Chrom und Mangan an wirtschaftlicher Bedeutung. Die Industrialisierung des 19. Jh. macht aufgrund ihres gewaltigen Energiebedarfs die Kohle zum wichtigsten Bergbauprodukt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Begriffliche Grundlagen

3 Drei Faktoren der Raumwirksamkeit

4 Einfluss auf die Geomorphologie

4.1 Entstehung von Hohlformen

4.1.1 Tagebau

4.1.2 Tiefbau

4.2 Die Entstehung von Vollformen

4.2.1 Tiefbau

4.2.2 Tagebau

5 Einfluss auf die Atmosphäre

6 Einfluss auf die Hydrosphäre

6.1 Störung bzw. Neuordnung der Oberflächengewässer

6.2 Störung des Grundwasserhaushalts

6.3 Verunreinigung der Oberflächen- und Grundwasser

7 Einfluss auf das Klima

7.1 Geländeklimatische Auswirkungen

7.2 Neuentstehung offener Gewässer und ihrer Wirkung auf das Klima

8 Einfluss auf den Boden

9 Fazit

10 Quellen

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Hausarbeit ist die systematische Darstellung des menschlichen Einflusses auf die Umwelt, der durch bergbauliche Aktivitäten verursacht wird. Dabei wird untersucht, wie unterschiedliche Formen des Bergbaus und deren raumwirksame Faktoren direkt und indirekt ökologische Veränderungen in verschiedenen Erdsphären induzieren.

  • Grundlagen der Raumwirksamkeit des Bergbaus
  • Geomorphologische Veränderungen durch Hohl- und Vollformen
  • Atmosphärische Belastungen durch Emissionen und Staub
  • Hydrologische Störungen und Gewässerbeeinflussung
  • Klimatische Wirkungen und bodenkundliche Folgen

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Tagebau

Der Tagebau ist untrennbar mit teils drastischen Abtragungsprozessen und damit mit der Entstehung von Hohlformen verbunden.

Flächenmäßig kleinere Phänomene sind Torfstiche, Steinbrüche und der Abbau von Ton, Sand und Kies. Obwohl sich der Kleinbergbau eher durch die geringe Intensität der einzelnen bergbaulichen Aktivitäten auszeichnet, kann die Vergesellschaftung der Abbaustandorte in einzelnen, für die Rohstoffgewinnung interessanten Fundgebieten, erhebliche Konsequenzen für die natürliche Umwelt nach sich ziehen. Beispielhaft ist die Entstehung regelrechter Seenplatten durch den Abbau von Kies in Flussauen wie in der Niederrheinischen Bucht. Auch der nur wenige Meter tief reichende Torfstich, heute meist für gärtnerische Zwecke, kann in Vergesellschaftung und somit Summierung der Intensität, durch Beeinflussung des Wasserhaushalts ganze Hochmoore zerstören.

Weitaus größere Dimensionen finden wir beim Tagebau vor. Auf Flächen von mehreren Quadratmetern und bis in Tiefen über mehrere hundert Meter wird hier vorwiegend Braun- und Steinkohle sowie Kupfer- und Eisenerz abgebaut. Als exponiertes Beispiel mag hier einer der größten Tagebau der Welt dienen, die Bingham-Mine in Utah, USA, südwestlich von Salt Lake City. Sie wurde bereits 1906 angelegt und fördert auf einer Fläche von 7,7 km², mit einem täglichen Aushub von 450.000 t Gestein, aus 1,2 km Tiefe Kupfer, Gold und Silber und weitere Erze mit einem Gesamtwert von 1,8 Mrd. US-$ im Jahr 2006.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Diese Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung und die immense Bedeutung des Bergbaus von der Steinzeit bis zum heutigen Atomzeitalter.

2 Begriffliche Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Bergbau über verschiedene geographische Funktionsbereiche und erläutert die methodischen Unterschiede zwischen Tage- und Tiefbau.

3 Drei Faktoren der Raumwirksamkeit: Hier werden Lage, Abbaumethode und die Dimension des Abbaus als zentrale Einflussfaktoren auf das System Mensch-Natur analysiert.

4 Einfluss auf die Geomorphologie: Dieser Abschnitt untersucht die Bildung von künstlichen Hohl- und Vollformen im Relief durch bergbauliche Eingriffe.

5 Einfluss auf die Atmosphäre: Es wird die Belastung durch Stäube, giftige Gase und radioaktive Emissionen durch Schächte, Sprengungen und Halden dargestellt.

6 Einfluss auf die Hydrosphäre: Das Kapitel befasst sich mit der Störung von Gewässern, dem Grundwasserhaushalt und der Problematik der Wasserverunreinigung.

7 Einfluss auf das Klima: Hier wird der Einfluss von großflächigen Abgrabungen auf das Mikro- und Lokalklima sowie die Wirkung von Seen auf die thermischen Verhältnisse erläutert.

8 Einfluss auf den Boden: Dieses Kapitel behandelt die gravierenden Veränderungen der Bodeneigenschaften, den Funktionsverlust von Böden sowie das Problem der Altlasten.

9 Fazit: Das Fazit fasst die ökologischen Folgen zusammen und fordert strengere Reglementierungen sowie ein Umdenken im Umgang mit nicht erneuerbaren Ressourcen.

10 Quellen: Eine Zusammenstellung der verwendeten Fachliteratur, Aufsätze und Online-Ressourcen.

Schlüsselwörter

Bergbau, Umweltbelastung, Tagebau, Tiefbau, Geomorphologie, Hydrosphäre, Atmosphäre, Klima, Bodenfunktionen, Rekultivierung, Bodenschätze, Rohstoffe, Umweltverschmutzung, Nachhaltigkeit, Halden

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den umfassenden Einfluss des Bergbaus auf verschiedene Umweltbereiche, von der Geomorphologie bis hin zum Klima.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die physisch-geographischen Auswirkungen des Bergbaus auf Erdoberfläche, Gewässer, Luft und Böden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die ökologischen Folgen bergbaulicher Aktivitäten in ihrer gesamten Breite übersichtlich darzustellen und kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die auf geographischen Standardwerken und aktuellen fachwissenschaftlichen Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Hohl- und Vollformen, atmosphärische und hydrologische Störungen sowie klimatische und bodenkundliche Konsequenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bergbau, Umweltbelastung, Tagebau, Hydrosphäre, Bodenfunktionen, Rekultivierung und Altlasten.

Warum entstehen durch den Bergbau oft so gravierende Probleme für den Wasserhaushalt?

Der Bergbau erfordert oft die Trockenlegung von Oberflächengewässern und massive Grundwasserabsenkungen, was zu einer Zerstörung lokaler Ökosysteme führt.

Welche Rolle spielen Halden bei der Umweltbelastung durch Bergbau?

Halden beanspruchen große Flächen, sind Quellen für Vergiftungen von Böden und Gewässern durch austretende Stoffe und bergen Gefahren durch Instabilität und Selbstentzündung.

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Résumé des informations

Titre
Der menschliche Einfluss auf die Landschaft durch den Bergbau
Université
University of Freiburg  (Institut für Physische Geographie)
Cours
The Human Impact on the Natural Environment
Note
1,5
Auteur
Miriam Engelhard (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
27
N° de catalogue
V93833
ISBN (ebook)
9783640102334
Langue
allemand
mots-clé
Einfluss Landschaft Bergbau Human Impact Natural Environment
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Miriam Engelhard (Auteur), 2008, Der menschliche Einfluss auf die Landschaft durch den Bergbau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93833
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Extrait de  27  pages
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