Der folgende Exkursionsbericht beinhaltet zwei ausgewählte Tage der Großexkursion Julisch Venetien, welche vom 28. Juni bis zum 5. Juli 2019 dauerte. Die Studierenden der Universität Innsbruck hatten die Aufgabe, zwei Tage zu protokollieren, um diese Notizen schlussendlich zu einem Exkursionsbericht zu verarbeiten. Unter der Leitung von Mag. Dr. XY konnten sowohl zahlreiche Informationen mit den eigenen Erfahrungen und Besichtigungen verknüpft werden. Dieser Bericht enthält den 30. Juni sowie den 2. Juli und fügt sich sowohl aus gesammelten Informationen und Bildern vor Ort, als auch aus beigefügtem wissenschaftlichem Material zusammen.
Inhaltsverzeichnis
Sonntag, 30. Juni 2019: Triestino
Dienstag, 2. Juli: Querprofil Istrien und Rund um die Ucka
Zielsetzung & Themen
Dieser Exkursionsbericht dient der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Protokollierung ausgewählter Tage der Großexkursion Julisch-Venetien im Sommersemester 2019. Ziel ist es, die vor Ort gesammelten Informationen und persönlichen Beobachtungen mit theoretischem Hintergrundwissen zu verknüpfen, um geographische, geologische und historische Phänomene der bereisten Regionen Triestino und Istrien fundiert darzustellen.
- Hydrologische Besonderheiten im Karstgebiet (Quellen und Ponore)
- Historische Grenzverläufe und kulturelle Einflüsse (Habsburgermonarchie, Venedig, Italien)
- Geomorphologische Ausprägungen und Landschaftsformen in Istrien
- Vegetationskundliche Aspekte im Grenzraum zwischen mediterranem Hartlaubwald und submediterranen Laubmischwäldern
Auszug aus dem Buch
Sonntag, 30. Juni 2019: Triestino
Am Sonntag fuhren wir ausgehend von unserer Unterkunft in Hermada in Richtung Sistiana als wir schon nach kurzer Zeit einen Halt bei der Timavo-Karstquelle in Duino machten. Dieser Haltepunkt stellt den Beginn des slowenisch-italienischen Gebietes dar.
Im Frühmittelalter galten solche Frischwasserquellen nicht nur als natürliche Grenzen, sondern auch als heilig und wurden daher geschützt. Auch Ponore spielen in diesem Zusammenhang eine bedeutende Rolle, da diese als natürliche Abflüsse von Wasser fungieren, welches nach gewisser Zeit wieder auftaucht wobei dabei sowohl Tropfsteinhöhlen im Karst, als auch Quellen entstehen können. Der St. Kanzian Ponor, welcher sich nördlich von Triest befindet, ist einer dieser Phänomene. Hierbei versickert das Wasser in den Ponor, zirkuliert unterhalb der Erdoberfläche und nach ca. 30 km, kurz vor der Küste entsteht daraus eine Frischwasserquelle. Quellen wie diese werden auch heute noch von der Bevölkerung genutzt und liefern wichtiges Trinkwasser an die Stadt Triest, somit kann behauptet werden, dass kein Wassermangel in Karstgebieten vorliegt, da in diesen Gebieten genügend natürliche Quellen durch den Karst entstanden sind.
Zusammenfassung der Kapitel
Sonntag, 30. Juni 2019: Triestino: Dieses Kapitel behandelt die hydrologischen Besonderheiten der Karstquellen bei Duino sowie die historische Bedeutung Triests als wirtschaftlicher Knotenpunkt unter den Habsburgern.
Dienstag, 2. Juli: Querprofil Istrien und Rund um die Ucka: Der Abschnitt fokussiert sich auf die landschaftliche und historische Entwicklung Istriens, die architektonischen Einflüsse in Opatija sowie geologische Formationen wie Poljen und Rijas.
Schlüsselwörter
Karst, Triest, Istrien, Hydrologie, Ponor, Habsburger, Vegetation, Geologie, Limski Kanal, Opatija, Grenzraum, Landschaftsformen, Tourismus, Wasserversorgung, Geschichte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Exkursionsbericht im Kern?
Der Bericht dokumentiert die wissenschaftliche Exkursion der Universität Innsbruck im Jahr 2019 nach Julisch-Venetien, Istrien und zu den Kvarner Inseln mit Fokus auf geographische und historische Analysen.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?
Die Schwerpunkte liegen auf der Karsthydrologie, der Siedlungsentwicklung in Istrien und Triest sowie der kulturhistorischen Prägung des Raumes durch verschiedene Herrschaftsgebiete.
Was ist das primäre Ziel der Aufzeichnungen?
Das Ziel ist die systematische Zusammenführung von Vor-Ort-Beobachtungen und wissenschaftlichem Begleitmaterial zur Analyse regionaler Besonderheiten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für den Bericht genutzt?
Die Methode basiert auf der Protokollierung von Besichtigungen vor Ort, ergänzt durch die Auswertung einschlägiger Fachliteratur zur Geologie und Geschichte der Region.
Welche geographischen Räume stehen im Hauptteil im Fokus?
Hauptsächlich werden das Triestiner Karstplateau, die Küstenregion bei Duino/Sistiana, die Stadt Triest, Opatija sowie das istrische Hinterland mit dem Limski Kanal untersucht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?
Wichtige Begriffe sind Karst, Triest, Istrien, Hydrologie, Habsburger, Vegetation und Geologie.
Welche Rolle spielt das Wasser in den untersuchten Karstgebieten?
Wasser gilt als heiliges Element und strategische Lebensader; es versickert in Ponoren, zirkuliert unterirdisch und speist wichtige Quellen, was die Wasserversorgung trotz des Karstgesteins sichert.
Wie hat sich die Bedeutung von Triest im Laufe der Geschichte verändert?
Triest wandelte sich von einer römischen Stadt über ein strategisch wichtiges Handelszentrum der Habsburger bis hin zur heutigen, touristisch geprägten Kleinstadt mit bedeutender Hafeninfrastruktur.
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- Romana Pfurtscheller (Author), 2019, Exkursionsbericht. Julisch Venetien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/938387