Ziel dieser Arbeit ist es, Erfolgsfaktoren der gemeinsamen Nutzung von Social-Media-Marketing und Personalmarketing zu identifizieren. Dazu wurden folgende Forschungsfragen gestellt: Inwiefern können Social-Media-Marketing und Personalmarketing gemeinsam genutzt werden und wie können diese voneinander profitieren? Außerdem stellt sich die Frage: Welche Maßnahmen und Strategien werden von Unternehmen für Social-Media-Recruiting eingesetzt?
Um die Forschungsfragen zu beantworten, wurde auf Sekundärdaten und Studien zurückgegriffen. Zudem wurden zwei Unternehmen auf die angewendeten Maßnahmen im Social-Media-Recruiting hin untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass besonders KMU in diesem Bereich nachziehen und aktiver werden müssen, um auch in Zukunft junge und qualifizierte Arbeitskräfte für sich gewinnen zu können.
Der Fachkräftemangel und die daraus resultierenden Probleme für Unternehmen, wie die Nachbesetzung von Stellen, sind in der heutigen Arbeitswelt stetig ein Thema. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) haben immer öfter Schwierigkeiten offene Stellen zügig zu besetzen. Um dieser Problematik entgegenzuwirken, bietet sich für Unternehmen vor allem die Möglichkeit über soziale Netzwerke nach neuen Mitarbeitern zu suchen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Hinführung zur Thematik
1.2 Forschungsfrage
1.3 Methodische Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Rahmenbedingungen
2.1 Recruiting
2.1.1 Einflussfaktor Demografischer Wandel
2.1.2 Einflussfaktor Generation Y
2.2 Personalmarketing
2.2.1 Aufgabenfelder und Ziele
2.2.2 Instrumente
2.3 Social-Media-Marketing
2.3.1 Grundlagen
2.3.2 Ziele
3 Klassifikation von Social-Media-Anwendungen
3.1 Soziale Netzwerke: Facebook
3.2 Businessplattformen: Xing
3.3 Media-Sharing-Plattformen: YouTube
4 Social-Media-Recruiting am Beispiel der Bertelsmann SE & Co. KGaA und der Paessler AG
4.1 Vorstellung Bertelsmann SE & Co. KGaA
4.2 Vorstellung Paessler AG
4.3 Einsatz sozialer Netzwerke: Facebook
4.3.1 Umsetzung bei Bertelsmann
4.3.2 Umsetzung bei Paessler
4.4 Einsatz von Businessplattformen: Xing
4.4.1 Umsetzung bei Bertelsmann
4.4.2 Umsetzung bei Paessler
4.5 Einsatz von Content-Sharing-Communities: YouTube
4.5.1 Umsetzung bei Bertelsmann
4.5.2 Umsetzung bei Paessler
4.6 Vergleich der Umsetzung bei Bertelsmann und Paessler
5 Abschließendes Kapitel
5.1 Beantwortung der Forschungsfrage
5.2 Fazit
5.3 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert, wie Unternehmen Social-Media-Marketing und Personalmarketing synergetisch nutzen können, um der Herausforderung des Fachkräftemangels zu begegnen. Im Fokus steht die Beantwortung der Forschungsfragen, inwiefern diese Bereiche voneinander profitieren können und welche konkreten Strategien und Maßnahmen von Unternehmen (am Beispiel der Bertelsmann SE & Co. KGaA und der Paessler AG) für das Social-Media-Recruiting eingesetzt werden.
- Erfolgsfaktoren der gemeinsamen Nutzung von Social Media und Personalmarketing
- Einfluss des demografischen Wandels und der Generation Y auf die Personalgewinnung
- Klassifikation und Nutzen von Social-Media-Plattformen (Facebook, Xing, YouTube)
- Vergleichende Fallstudien zur praktischen Umsetzung in Großkonzernen und KMU
- Analyse von Employer-Branding-Strategien im digitalen Raum
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Einflussfaktor Demografischer Wandel
In Deutschland ist der demografische Wandel seit einigen Jahren allgegenwärtig. Durch diese strukturelle Veränderung der Bevölkerung werden vor allem Führungskräfte des Personalmanagements vor neue Herausforderungen gestellt. Der demografische Wandel betitelt in erster Linie die Veränderungen in der Zusammensetzung der Bevölkerung, insbesondere in der Altersstruktur. Die moderne deutsche Gesellschaft weist typische Kriterien eines demografischen Wandels auf. So sinken einerseits die Geburtenraten stetig, andererseits steigt vor allem durch die Fortschritte in der Medizin die Lebenserwartung der Bevölkerung. So entsteht ein eindeutiges Ungleichgewicht in der Altersstruktur: Der Anteil der älteren Menschen nimmt kontinuierlich gegenüber dem der Jüngeren zu. Dieser Bevölkerungsrückgang führt vorrangig zu Problemen im Rentensystem, aber auch in der Arbeitswelt sind die Veränderung deutlich spürbar.
Laut der aktualisierten Version der 13. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes, basierend auf Daten des Jahres 2015, sind folgende Veränderungen in der Bevölkerung zu erwarten. Der erwerbstätige Anteil der Bevölkerung im Alter zwischen 20 und 65 Jahren wird von 49,8 Millionen im Jahr 2015 auf 43,9 Millionen im Jahr 2035 sinken.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung des Themengebiets, der Relevanz der Personalgewinnung im digitalen Zeitalter und der methodischen Herangehensweise der Arbeit.
2 Theoretische Rahmenbedingungen: Definition und Erläuterung der Kernbegriffe Recruiting, Personalmarketing und Social-Media-Marketing unter Berücksichtigung demografischer und generationenspezifischer Faktoren.
3 Klassifikation von Social-Media-Anwendungen: Systematische Einteilung der Plattformen in soziale Netzwerke, Businessplattformen und Content-Sharing-Communities sowie Analyse ihres Nutzens für das Personalmarketing.
4 Social-Media-Recruiting am Beispiel der Bertelsmann SE & Co. KGaA und der Paessler AG: Detaillierte Analyse und Vergleich der Social-Media-Recruiting-Aktivitäten anhand von zwei unterschiedlichen Unternehmensbeispielen.
5 Abschließendes Kapitel: Beantwortung der Forschungsfragen, Fazit der gewonnenen Erkenntnisse und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Social-Media-Recruiting.
Schlüsselwörter
Social-Media-Recruiting, Personalmarketing, Employer Branding, Recruiting, Generation Y, Demografischer Wandel, Facebook, Xing, YouTube, Personalbeschaffung, KMU, Großkonzern, Online-Marketing, Arbeitgebermarke, Personalauswahl.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Erfolgsfaktoren für die gemeinsame Nutzung von Social-Media-Marketing und Personalmarketing, um insbesondere der Nachbesetzungsproblematik von Stellen entgegenzuwirken.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen des Recruitings und Marketings im Web 2.0, die Klassifizierung von Social-Media-Plattformen sowie deren strategische Anwendung zur Personalgewinnung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es zu identifizieren, wie Social Media und Personalmarketing synergetisch kombiniert werden können und welche spezifischen Strategien Unternehmen einsetzen, um diese Netzwerke aktiv für den Recruitingprozess zu nutzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einem interdisziplinären Ansatz unter Verwendung von Sekundärdaten und Studien sowie einer kompilatorischen Fachliteraturanalyse, ergänzt durch Fallbeispiele.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Praxisbeispiele der Bertelsmann SE & Co. KGaA (Großkonzern) und der Paessler AG (KMU) auf verschiedenen Plattformen wie Facebook, Xing und YouTube.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Social-Media-Recruiting, Personalmarketing, Employer Branding und die Analyse der Generation Y im Kontext des demografischen Wandels.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen dem internen und externen Personalmarketing eine Rolle?
Die Differenzierung ist notwendig, da das externe Personalmarketing darauf abzielt, neue Mitarbeiter zu gewinnen, während das interne Personalmarketing die Attraktivität für bestehende Angestellte sichert und langfristig bindet.
Wie unterscheidet sich die Nutzung von Social Media bei einem KMU wie der Paessler AG gegenüber einem Großkonzern wie Bertelsmann?
Während der Großkonzern auf umfangreiche, kampagnenorientierte Strategien setzt, nutzt das KMU verstärkt kostenlose Möglichkeiten und eine authentische Eigendarstellung als Arbeitgeber, um mit geringeren Mitteln erfolgreich zu rekrutieren.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2019, Gemeinsame Einsatzmöglichkeiten von Social-Media-Marketing und Personalmarketing, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/938416