Viele Unternehmen setzen in der heutigen Zeit webbasierte Portale ein, um den Mitarbeiter über das Unternehmen zu informieren, um Daten für die tägliche Arbeit bereitzustellen oder um einen Wissensaustausch über verschiedene Themen zu erreichen. Somit kommen die Mitarbeiter täglich mit neuen Daten und Informationen in Berührung und können daraus für sich neues Wissen generieren.
Ziel dieses Buches ist es, das Mitarbeiterportal als Instrument des Wissensmanagements zu analysieren und Möglichkeiten einer bedarfsorientierten Informationsbereitstellung zu betrachten. Es wird untersucht, wie intranetbasierte Mitarbeiterportale nachhaltig das Wissensmanagement im Unternehmen unterstützen können. In diesem Zusammenhang soll beurteilt werden, wie und warum Wissensportale die Aufgaben des Wissensmanagements fördern. Der Aspekt der Personalisierung findet spezielle Betrachtung, da verschiedene Personalisierungsmethoden es ermöglichen, Informationen bedarfsorientiert zur Verfügung zu stellen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen von Wissen und Wissensmanagement
2.1 Wissen
2.1.1 Definition und Grundlagen von Wissen
2.1.2 Die Wissenstreppe nach North
2.1.3 Wissensarten
2.1.4 Die Wissensspirale nach Nonaka / Takeuchi
2.1.5 Wissensträger
2.2 Wissensmanagement
2.2.1 Definition und Grundlagen von Wissensmanagement
2.2.2 Ziele und Aufgaben des Wissensmanagements
2.2.3 Schaffung von Wissen im Wissensprozess
2.2.4 Methoden und Instrumente im Wissensmanagement
3 Webbasierte Mitarbeiterportale als unternehmensweites Instrument des Wissensmanagements
3.1 Grundlagen von Mitarbeiterportalen
3.1.1 Definition und Abgrenzung
3.1.2 Gründe für den Einsatz eines Mitarbeiterportals
3.1.3 Einsatzpotentiale eines Portals im Unternehmen
3.1.4 Bereitstellung und Darstellungsformen für Content
3.1.5 Rollen und Berechtigungen im Portal
3.2 Wissensmanagement mit dem Instrument Mitarbeiter-portal
3.2.1 Die Eignung von Mitarbeiterportalen als Instrument des Wissensmanagements
3.2.2 Integration der Wissensbausteine im Mitarbeiterportal
3.2.2.1 Module für den Baustein Wissensziele
3.2.2.2 Module für den Baustein Wissensidentifikation
3.2.2.3 Module für den Baustein Wissenserwerb
3.2.2.4 Module für den Baustein Wissensentwicklung
3.2.2.5 Module für den Baustein Wissens(ver)teilung
3.2.2.6 Module für den Baustein Wissensnutzung
3.2.2.7 Module für den Baustein Wissensbewahrung
3.2.2.8 Module für den Baustein Wissensbewertung
3.2.3 Voraussetzung für den Erfolg eines wissensorientiertes Mitarbeiterportals
3.2.4 Personalisierung zur bedarfsorientierten Wissensbereitstellung
3.2.4.1 Methoden der Personalisierung
3.2.4.2 Vorteile von personalisierten Mitarbeiterportalen
4 Schlussbetrachtung
4.1 Fazit
4.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert, inwiefern webbasierte Mitarbeiterportale als Instrument des Wissensmanagements in Unternehmen eingesetzt werden können, um eine bedarfsorientierte Informationsbereitstellung zu gewährleisten.
- Grundlagen von Wissen und Wissensmanagement.
- Analyse der Funktionsweise von Mitarbeiterportalen im Unternehmenskontext.
- Integration von Wissensbausteinen und Prozessen in Portalstrukturen.
- Bedeutung der Personalisierung zur Vermeidung von Informationsüberflutung.
- Erfolgsfaktoren für die Implementierung eines wissensorientierten Mitarbeiterportals.
Auszug aus dem Buch
2.1.4 Die Wissensspirale nach Nonaka / Takeuchi
Nonaka/Takeuchi haben zur Interaktion von implizitem und explizitem Wissen ein Konzept entwickelt, wobei dem implizitem Wissen ein hoher Stellenwert eingeräumt wird. Dieses Konzept wird unmittelbar in den Prozess der Wissensschaffung und -weiterentwicklung (vgl. Kapitel 2.2.3) einbezogen, wodurch kontinuierliche Innovationen möglich sind, die zum Aufbau nachhaltiger, schwer imitierbarer Wettbewerbsvorteile führen. Das Unternehmen muss aber das implizite Wissen der Mitarbeiter mobilisieren. Dieses mobilisierte Wissen wird durch den Spiralprozess verstärkt und dringt in höhere ontologische Schichten vor. Nonaka/Takeuchi sprechen dabei von der sog. Wissensspirale, die im Folgenden erläutert wird (vgl. Abbildung 2-4).
Die Wissensschaffung basiert auf den vier Formen der Wissensumwandlung:
1) Vom impliziten zum impliziten Wissen,
2) vom impliziten zum expliziten Wissen,
3) vom expliziten zum expliziten Wissen und
4) vom expliziten zum impliziten Wissen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Stellt die Relevanz von Wissen als Produktionsfaktor dar und definiert die Zielsetzung der Arbeit, das Mitarbeiterportal als Instrument des Wissensmanagements zu untersuchen.
2 Grundlagen von Wissen und Wissensmanagement: Erläutert zentrale Begriffe wie Wissen, Wissensarten und Wissensträger sowie die Prozesse und Instrumente des Wissensmanagements auf Basis anerkannter Modelle.
3 Webbasierte Mitarbeiterportale als unternehmensweites Instrument des Wissensmanagements: Analysiert den Einsatz von Mitarbeiterportalen, deren Integrationspotenziale, Rollenkonzepte und wie diese spezifische Wissensmanagement-Bausteine unterstützen können.
4 Schlussbetrachtung: Führt die zentralen Erkenntnisse zusammen und zieht ein Fazit über die Eignung von Mitarbeiterportalen sowie einen Ausblick auf künftige Entwicklungen im Web 2.0 Kontext.
Schlüsselwörter
Wissensmanagement, Mitarbeiterportal, Intranet, Wissensspirale, Wissensbausteine, Personalisierung, Informationsbereitstellung, Wissenserwerb, Unternehmensführung, Wissensidentifikation, Wissensnutzung, Web 2.0, Wissensbewahrung, Wissensbewertung, Wissensziele
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Potenzial webbasierter Mitarbeiterportale als Instrument, um das Wissensmanagement in Unternehmen effektiv zu unterstützen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Wissen, die Darstellung von Wissensmanagement-Modellen, die technischen Grundlagen von Portalen sowie die bedarfsorientierte Personalisierung von Informationen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist zu analysieren, wie Mitarbeiterportale gestaltet und genutzt werden können, damit sie den Wissensmanagementprozess im Unternehmen nachhaltig fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Analyse der Fachliteratur und der Synthese bestehender Konzepte (u.a. Wissenstreppe nach North, Wissensspirale nach Nonaka/Takeuchi) zur Übertragung auf die Portaltechnologie.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Wissensmanagements und die praktische Untersuchung von Mitarbeiterportalen, inklusive deren Module, Rollenkonzepte und Personalisierungsmöglichkeiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wissensmanagement, Mitarbeiterportal, Wissensbausteine, Personalisierung und Wissensspirale sind die prägenden Begriffe.
Warum ist die Personalisierung in Portalen so wichtig?
Die Personalisierung verhindert die Informationsüberflutung, indem nur die für den spezifischen Mitarbeiter relevanten Informationen bereitgestellt werden, was die Effizienz der Arbeit steigert.
Wie unterstützen Mitarbeiterportale die Wissensbewahrung?
Durch den Einsatz von Modulen wie Data Warehouse Systemen (DWHS) und Dokumenten-Management-Systemen (DMS) können wertvolle Wissensbestände strukturiert gespeichert, gesichert und bei Bedarf abgerufen werden.
- Quote paper
- Diplom-Kauffrau (FH) Isabell Bodenburg (Author), 2007, Mitarbeiterportale als Instrument des Wissensmanagements, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93855