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Probleme der Verschriftung des Althochdeutschen

Título: Probleme der Verschriftung des Althochdeutschen

Trabajo , 2005 , 17 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: M.A. Katharina Legnowska (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana antigua y medieval
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Die Arbeit beschäftigt sich mit den Problemen, die im Zuge der Verschriftung des Althochdeutschen auftraten. Die schriftliche Fixierung der deutschen Sprache beginnt im achten Jahrhundert. Erste schriftliche Zeugnisse des Alt-hochdeutschen sind aus der zweiten Hälfte des neunten Jahrhunderts überliefert, in ihnen zeigen sich die Problemfelder des Verschriftungsprozesses. Zur Aufzeichnung des Althochdeutschen verwenden die Schreiber das lateinische Alphabet. Althochdeutsch und Latein weisen einen zum Teil unterschiedlichen Phonembestand, woraus sich mannigfaltige Probleme ergeben, die in der Sekundärliteratur ein-gehend erforscht wurden.

Bereits die althochdeutschen Schreiber setzten sich mit den Schwierigkeiten der Verschriftung auseinander und einige versuchten, systematische Lösungen für die Problemfälle zu finden, wie z.B. Notker III. Notkers Anlautregel bezeichnet ein besonderes System der Schreibung, die sich nach dem Endlaut des vorangegangenen Wortes oder Teil eines Kompositums richtet.

Auch Otfrid von Weißenburg hat sich mit den Problemen der Verschriftung des Althochdeutschen explizit auseinandergesetzt und sein Evangelienbuch enthält die erste Reflexion eines althochdeutschen Schreibers über Phonologie und Gra-phematik des Althochdeutschen. Die Problemfelder des Verschriftungsprozesses und mögliche Lösungen aufzuzeigen, ist das Anliegen dieser Arbeit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Soziokulturelle Voraussetzungen der Verschriftung des Althochdeutschen

Mittelfränkisch: Trier, Echternach, Köln, Aachen

3. Phonologische und graphematische Problemfelder

3. 1 Merkmale der Schriftlichkeit des Althochdeutschen

3. 2 Aspekte des althochdeutschen Konsonantismus

3. 3 Aspekte des althochdeutschen Vokalismus

3. 4 Notkers Anlautregel

4. Probleme der Verschriftung in Otfrid von Weißenburgs Evangelienbuch

4. 1 Das Evangelienbuch

4. 2 „Ad Liutbertum“ – Probleme der Schreibung des Althochdeutschen

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Schwierigkeiten und Herausforderungen, die bei der schriftlichen Fixierung der althochdeutschen Sprache im Frühmittelalter auftraten, und analysiert, wie zeitgenössische Autoren wie Otfrid von Weißenburg systematische Lösungsansätze entwickelten, um die althochdeutsche Sprache in lateinischer Schrift darzustellen.

  • Soziokulturelle Rahmenbedingungen der althochdeutschen Schriftlichkeit
  • Phonologische und graphematische Probleme bei der Lautwiedergabe
  • Die Rolle der lateinischen Vorbildsprache und dialektale Unterschiede
  • Notkers Anlautregel als spezifisches System der Schreibung
  • Reflexionen über Verschriftungsprobleme bei Otfrid von Weißenburg

Auszug aus dem Buch

4. 2 „Ad Liutbertum“ – Probleme der Schreibung des Althochdeutschen

Die Vorrede an Liutbert, den Erzbischof von Mainz, enthält die ersten expliziten Äußerungen eines althochdeutschen Schreibers zu Problemen der Verschriftung des Althochdeutschen. Otfrid legt deutlich seine Schwierigkeiten dar, das Althochdeutsche mithilfe des Zeichen des Lateinischen niederzuschreiben und diskutiert Besonderheiten der deutschen Sprache in Bezug auf Phonetik, Orthographie und Metrik. Bezeichnenderweise vollzieht er diese Reflexion jedoch in lateinischer Sprache. Nach Worten der Ehrung an den Adressaten Liutbert (salutatio) folgt die Begründung, warum Otfrid für sein Werk das Althochdeutsche wählt (inventio bzw. causa). Danach folgt die Besprechung der dispositio seiner Darstellung, eine ausführliche Beschreibung des Inhalts und Aufbaus des Evangelienbuches. Bevor Otfrid den Text mit Ausführungen zur peroratio zur Beeinflussung der Effekte und Gedächtnisauffrischung schließt, stehen die Aussagen zur elecutio, der sprachlichen Form des Werkes. In diesem Abschnitt äußert sich Otfrid zu den phonologischen und graphematischen Problemen der Verschriftung des Althochdeutschen, daher soll im Folgenden hauptsächlich auf diese Textstelle eingegangen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Herausforderungen der schriftlichen Fixierung des Althochdeutschen im 8. und 9. Jahrhundert unter Verwendung des lateinischen Alphabets.

2. Soziokulturelle Voraussetzungen der Verschriftung des Althochdeutschen: Dieses Kapitel beleuchtet den Einfluss christlicher Missionierung und Bildungsreformen Karls des Großen auf die Etablierung erster Schreibzentren im fränkischen Reich.

3. Phonologische und graphematische Problemfelder: Es werden die Schwierigkeiten bei der Abbildung althochdeutscher Laute mittels des lateinischen Zeichensystems sowie spezifische Aspekte des Konsonantismus, Vokalismus und Notkers Anlautregel diskutiert.

4. Probleme der Verschriftung in Otfrid von Weißenburgs Evangelienbuch: Der Autor Otfrid von Weißenburg und sein Werk werden in den Kontext der Auseinandersetzung mit den Grenzen der lateinischen Orthographie und der legitimierenden Rolle der Volkssprache gestellt.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Abhängigkeit der althochdeutschen Verschriftung von lateinischen Traditionen und dialektalen Einflüssen zusammen.

Schlüsselwörter

Althochdeutsch, Verschriftung, Otfrid von Weißenburg, Graphematik, Phonetik, Latein, Schriftlichkeit, Notker, Evangelienbuch, Klosterdialekte, Orthographie, Frühmittelalter, Missionierung, Volkssprache, Lautsystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit den linguistischen und kulturellen Problemen der Verschriftung des Althochdeutschen im Frühmittelalter.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die soziokulturellen Hintergründe, phonologische und graphematische Problemfelder sowie die spezifische Auseinandersetzung Otfrids von Weißenburg mit diesen Themen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Schwierigkeiten aufzuzeigen, die bei der Wiedergabe einer germanischen Sprache mit einem lateinischen Schriftsystem entstanden, und mögliche Lösungsansätze der Schreiber zu dokumentieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philologisch-historische Analyse, die auf Sekundärliteratur und zeitgenössischen Textquellen (insbesondere dem Evangelienbuch des Otfrid von Weißenburg) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die soziokulturellen Voraussetzungen, eine detaillierte Untersuchung phonetisch-graphematischer Probleme (Konsonantismus, Vokalismus) und eine Fallstudie zu Otfrid von Weißenburg.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Althochdeutsch, Verschriftung, Otfrid von Weißenburg, Graphematik, Phonetik und lateinische Tradition.

Welche besondere Bedeutung hat Notkers Anlautregel?

Notkers Anlautregel stellt ein sehr detailliertes, bewusstes System dar, um den Wechsel von Plosiven im Anlaut in Abhängigkeit vom Endlaut des vorangegangenen Wortes zu regeln.

Wie bewertete Otfrid von Weißenburg den Status der deutschen Sprache gegenüber dem Lateinischen?

Otfrid empfand die damalige deutsche Sprache als "bäurisch" und ungeübt in der Grammatik, sah jedoch eine Notwendigkeit und Legitimation darin, Gott auch in der Volkssprache zu preisen.

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Detalles

Título
Probleme der Verschriftung des Althochdeutschen
Universidad
University of Leipzig  (Institut für Germanistik)
Curso
Historische Phonetik und Graphematik des Deutschen
Calificación
1,0
Autor
M.A. Katharina Legnowska (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
17
No. de catálogo
V93901
ISBN (Ebook)
9783640105786
ISBN (Libro)
9783668322882
Idioma
Alemán
Etiqueta
Probleme Verschriftung Althochdeutschen Historische Phonetik Graphematik Deutschen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M.A. Katharina Legnowska (Autor), 2005, Probleme der Verschriftung des Althochdeutschen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93901
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