Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Didáctica de la asignatura Alemán - Pedagogía, Lingüística

Textlinguistik als verborgener Inhalt der Lehrpläne Deutsch

Dokumentation, Kritik und ein Unterrichtsbeispiel

Título: Textlinguistik als verborgener Inhalt der Lehrpläne Deutsch

Trabajo , 2006 , 31 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Sascha Spolders (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Pedagogía, Lingüística
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Lehrpläne des Faches Deutsch dienen der Bestimmung von Unterrichtszielen. Sie geben an, was Schüler und Schülerinnen am Ende einer Jahrgangsstufe über ihr Fach wissen sollten. Die Textlinguistik wird dabei nicht als Element der Lehrpläne genannt. Unterschwellig hingegen ist sie als wissenschaftliche Disziplin ständig präsent. Die vorliegende Arbeit dient der Herausarbeitung der textlinguistischen Elemente der Lehrpläne des Faches und der Verdeutlichung ihrer Bedeutung für die in den Lehrplänen geforderten Kompetenzen der Schüler und Schülerinnen. Zudem stellt die Arbeit einen Versuch dar, wie die Textlinguistik explizit in den Unterricht eingebaut werden kann, um so ein größeres Verständnis für textlinguistische Analyse im Speziellen zu fördern. Einleitend wird dabei zunächst die linguistische Disziplin der Textlinguistik vorgestellt. Hier findet eine Schwerpunktsetzung auf die Termini Kohäsion und Kohärenz, sowie auf die Bestimmung von Textsorten und auf das Isotopiekonzept statt, da diese Aspekte der textlinguistischen Forschung insbesondere relevant für die später darzustellende Unterrichtsstunde sind. Der Punkt 3 widmet sich dann der exemplarischen Darstellung zweier Lehrpläne des Faches Deutsch. Hier werden die Aufgaben, Ziele und zu vermittelnden Kompetenzen im Rahmen des Faches Deutsch dargestellt. Die Bereiche der Leistungsfeststellung bzw. Lernerfolgsüberprüfung, sowie der Aufgabentypen und allgemeinen Unterrichtsgestaltung und Lernorganisation finden in diesem Kontext nur eine stark periphere Beachtung, auch wenn sich hier textlinguistische Aspekte sicherlich wiederfinden. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt jedoch auf der Einbindung der Textlinguistik in den eigentlichen Fachunterricht und orientiert sich somit mehr an den Bereichen, Themen, Gegenständen und den zu erlangenden Kompetenzen des Faches. Der vierte Punkt wendet sich dann dieser Kernfrage zu, untersucht somit die textlinguistischen Anteile an den genannten Komplexen des Unterrichtsfaches Deutsch. Diesem Punkt schließt sich eine Kritik an Aufbau und Formulierung der Lehrpläne an, ergänzt durch ein exemplarisches Unterrichtsbeispiel für die Sekundarstufe II, welches die Möglichkeit der expliziten Einbindung der Textlinguistik in den Unterricht verdeutlichen soll. Das abschließende Fazit dient der Zusammenfassung der aufgestellten Thesen und einem generellen Überblick über die vorliegende Arbeit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. WAS IST TEXTLINGUISTIK?

2.1. TEXTLINGUISTIK IM ALLGEMEINEN

2.2. KOHÄRENZ UND KOHÄSION

2.3. EXEMPLARISCHE SKIZZIERUNG DES ISOTOPIEKONZEPTES

2.4. TEXTSORTENBESTIMMUNG

3. SKIZZIERUNG ZWEIER LEHRPLÄNE DES FACHES DEUTSCH

3.1. DER LEHRPLAN DEUTSCH SEKUNDARSTUFE I GYMNASIUM DES LANDES NORDRHEIN-WESTFALEN.

EIN ÜBERBLICK ÜBER DIE AUFGABEN, ZIELE UND DIE ZU VERMITTELNDEN KOMPETENZEN

3.2. DER LEHRPLAN DEUTSCH SEKUNDARSTUFE II GYMNASIUM UND GESAMTSCHULE DES LANDES NORDRHEIN-WESTFALEN.

EIN ÜBERBLICK ÜBER DIE AUFGABEN, ZIELE UND DIE ZU VERMITTELNDEN KOMPETENZEN

4. TEXTLINGUISTIK ALS VERBORGENES ELEMENT DER LEHRPLÄNE DEUTSCH?

4.1. DER LEHRPLAN DEUTSCH SEKUNDARSTUFE I GYMNASIUM DES LANDES NORDRHEIN-WESTFALEN UND DIE TEXTLINGUISTIK

4.2. DER LEHRPLAN DEUTSCH SEKUNDARSTUFE II GYMNASIUM UND GESAMTSCHULE DES LANDES NORDRHEIN-WESTFALEN UND DIE TEXTLINGUISTIK

5. KRITIK

6. EIN MÖGLICHES UNTERRICHTSBEISPIEL FÜR TEXTLINGUISTIK IN DER SCHULE

6.1. UNTERRICHTSPLANUNG

6.1.1. UNTERRICHTSREIHE

6.1.2. STELLUNG DER STUNDE IN DER REIHE

6.1.3. ZIEL DER STUNDE

6.2. GEPLANTER UNTERRICHTSVERLAUF

6.3. ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG DER GEPLANTEN STUNDE

7. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern textlinguistische Grundlagen implizit in den Lehrplänen des Deutschunterrichts für die Sekundarstufen I und II in Nordrhein-Westfalen enthalten sind, und entwickelt einen Vorschlag, wie diese Disziplin explizit in den Unterricht integriert werden kann.

  • Grundlagen der Textlinguistik (Kohäsion, Kohärenz, Isotopiekonzept)
  • Analyse und Kritik der aktuellen Lehrpläne im Hinblick auf textlinguistische Elemente
  • Notwendigkeit einer expliziten Förderung der Textsortenbestimmung bei Schülern
  • Entwurf einer Unterrichtsreihe für die gymnasiale Oberstufe (Leistungskurs)

Auszug aus dem Buch

2.2. Kohärenz und Kohäsion

Auf Grund der Entwicklung der Textlinguistik ist ein Text nunmehr nicht einfach nur eine systematisch verbundene Menge von Sätzen, deren Analyse sich an den Einzelsätzen orientiert. Er stellt vielmehr eine eigenständige Grösse [dar], die ihren eigenen Organisationsprinzipien verpflichtet ist und von der ausgehend man sich dann mit dem Satz als einem ’Textbaustein’ beschäftigen kann.

Diese Sichtweise eröffnet neue Perspektiven im Bezug auf die präzise Erfassung von „Texthaftigkeit eines sprachlichen Gebildes“. In diesem Sinne lässt sich die Texthaftigkeit nicht mehr aus dem reinen Vorhandensein von Kohäsionsmitteln herleiten. Unter Kohäsion versteht man dabei die grammatikalische Verknüpfung der Komponenten eines Oberflächentextes [...], d.h. der Wörter, Teilsätze, Sätze und Satzfolgen, wie sie in ihrer linearen Struktur dem Rezipienten unmittelbar zugänglich sind.

Die Oberflächenstruktur eines Textes bezieht sich dabei auf den Text in seiner tatsächlichen, sprachlich realisierten Form. In diesem Sinne betrifft Kohäsion alle Bereiche der Grammatik und die phonologischen Bereiche des Rhythmus, des Reims (Endreim, Binnenreim, Stabreim), der Lautsymbolik, der Intonation und der Pausenstruktur. Dem steht die Texttiefenstruktur ergänzend gegenüber, die die konzeptuelle Basis des Textes darstellt. Diese Texttiefenstruktur lässt sich in Relation setzen zur Kohärenz, die sich definiert als Bezugnahme auf „grammatische, logisch-semantische und pragmatische Mittel der Verflechtung von Komponenten im Text“. Im Rahmen der textlinguistischen Betrachtung ist die Kohärenz zu verstehen [a]ls [...] die semantisch-pragmatische Verknüpfung der den sprachlichen Zeichen an der Textoberfläche zugrundeliegenden Propositionen, die durch kognitive Prozesse der Interaktion zwischen der Textwelt und dem Sprach- und Weltwissen des Textrezipienten, d.h. durch Sinngebung hergestellt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung umreißt die Zielsetzung der Arbeit, textlinguistische Elemente in Lehrplänen aufzuzeigen und einen didaktischen Vorschlag zur Einbindung in den Deutschunterricht zu formulieren.

2. WAS IST TEXTLINGUISTIK?: Dieses Kapitel definiert zentrale textlinguistische Begriffe wie Textualität, Kohäsion, Kohärenz, das Isotopiekonzept und Kriterien der Textsortenbestimmung.

3. SKIZZIERUNG ZWEIER LEHRPLÄNE DES FACHES DEUTSCH: Es werden die Lehrpläne für die Sekundarstufe I und II in Nordrhein-Westfalen hinsichtlich ihrer Zielsetzungen und Kompetenzerwartungen dargestellt.

4. TEXTLINGUISTIK ALS VERBORGENES ELEMENT DER LEHRPLÄNE DEUTSCH?: Die Untersuchung zeigt auf, dass textlinguistische Konzepte in den Lehrplänen zwar implizit präsent, aber nie explizit als Teilgebiet genannt werden.

5. KRITIK: Der Autor kritisiert das Fehlen expliziter textlinguistischer Schwerpunkte und betont die Defizite von Schülern bei der Textsortenbestimmung und Analyse.

6. EIN MÖGLICHES UNTERRICHTSBEISPIEL FÜR TEXTLINGUISTIK IN DER SCHULE: Hier wird ein konkreter Entwurf für eine Unterrichtsreihe im Leistungskurs Deutsch (Jahrgangsstufe 12) zur Anwendung textlinguistischer Methoden vorgestellt.

7. FAZIT: Das Fazit bekräftigt den Nutzen textlinguistischer Analysen für den Unterricht und empfiehlt deren stärkere Berücksichtigung in der schulischen Lehre.

Schlüsselwörter

Textlinguistik, Kohäsion, Kohärenz, Lehrpläne, Deutschunterricht, Textsorten, Isotopiekonzept, Textanalyse, Sekundarstufe, Didaktik, Kompetenzerwartungen, Textrezeption, Textproduktion, Sprachreflexion, Unterrichtsplanung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rolle der Textlinguistik im Deutschunterricht und analysiert, inwiefern textlinguistische Inhalte in aktuellen Lehrplänen für die Sekundarstufen I und II in NRW verankert sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Definition von Textualität, die Abgrenzung von Kohäsion und Kohärenz, die Bestimmung von Textsorten sowie die didaktische Umsetzung in der gymnasialen Oberstufe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass textlinguistisches Wissen zwar implizit in den Anforderungen der Lehrpläne steckt, aber explizit thematisiert werden sollte, um die Analysekompetenz der Schüler zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine qualitative Analyse der bestehenden Lehrpläne und gleicht diese mit theoretischen Ansätzen der Textlinguistik (z.B. nach de Beaugrande/Dressler) ab.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, die exemplarische Analyse der Lehrpläne, eine kritische Würdigung des Status quo und einen praktischen Unterrichtsentwurf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Textlinguistik, Kohäsion, Kohärenz, Textsorten, Lehrpläne, Kompetenzerwartungen und schulische Textanalyse.

Warum ist die Textsortenbestimmung laut Autor so wichtig?

Der Autor identifiziert die Schwierigkeiten bei der korrekten Definition und Zuordnung von Textsorten als eines der größten Probleme im schulischen Alltag, was die grundlegende Analysefähigkeit einschränkt.

Welchen konkreten Vorschlag macht der Autor für den Unterricht?

Es wird eine Unterrichtsreihe für den Leistungskurs (Jgst. 12) vorgeschlagen, die an der "Entstellung" eines Märchens ansetzt, um die Schüler zur aktiven Rekonstruktion und zum Erstellen eines Kriterienkatalogs für Textsorten zu motivieren.

Final del extracto de 31 páginas  - subir

Detalles

Título
Textlinguistik als verborgener Inhalt der Lehrpläne Deutsch
Subtítulo
Dokumentation, Kritik und ein Unterrichtsbeispiel
Universidad
University of Duisburg-Essen
Curso
Linguistik und Lehrpläne- kontrastiv
Calificación
1,0
Autor
Sascha Spolders (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
31
No. de catálogo
V93915
ISBN (Ebook)
9783638070638
ISBN (Libro)
9783640099306
Idioma
Alemán
Etiqueta
Textlinguistik Inhalt Lehrpläne Deutsch Linguistik Lehrpläne-
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sascha Spolders (Autor), 2006, Textlinguistik als verborgener Inhalt der Lehrpläne Deutsch, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93915
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  31  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint