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Tschernobyl-Kinder. Erholung in Tirol

Titre: Tschernobyl-Kinder. Erholung in Tirol

Mémoire (de fin d'études) , 2020 , 79 Pages

Autor:in: Linda Preindl (Auteur), Dilara Cayir (Auteur)

Travail Social
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Reaktorkatastrophe 1986 in Tschernobyl und dem Verein „Tirol hilft den Kindern von Tschernobyl“. Die Informationsverbreitung über das Projekt des Vereins sowie über die Katastrophe und deren Auswirkungen auf die Umwelt stellt unser vorrangiges Ziel dar.
Das Hauptaugenmerk liegt somit auf dem Unfall selbst sowie auf dem Verein. Näher eingegangen wird auf die technischen Details des Atomkraftwerkes und deren Hebelwirkung bei der Katastrophe sowie auf die Tätigkeitsbereiche des Vereins. Ebenfalls näher beschrieben werden die gesundheitlichen Auswirkungen der radioaktiven Strahlung auf den Menschen, die Anwendungsgebiete der Radioaktivität in der Medizin und die Belastung der Nahrungsmittel. Außerdem wird der Begriff „Radioaktivität“ definiert und deren Bedeutung im Zusammenhang mit dem Unfall erklärt. Des Weiteren wird die durchgeführte Spendenaktion genauer beschrieben. Informationen aus zwei Interviews werden herangezogen. Auch werden die Verhaltensregeln im Katastrophenfall, die von der österreichischen Regierung herausgegeben wurden, zusammengefasst.
Somit zeigt diese Diplomarbeit auf übersichtliche Art und Weise alle relevanten Themen rund um die Katastrophe von Tschernobyl, deren Auswirkungen und der bereits erfolgten und zukünftigen Prävention auf.
Der katastrophale Reaktorunfall 1986 in Tschernobyl ging als eine der größten Nuklearkatastrophen in die Geschichte ein. Die Auswirkungen der radioaktiven Kontamination sind bis heute in großen Teilen Weißrusslands zu spüren. Um die dort lebenden Menschen gesundheitlich zu entlasten, wurde 1992 der Verein „Tirol hilft den Kindern von Tschernobyl“ gegründet, welcher jedes Jahr weißrussische Kinder auf einen „Erholungsurlaub“ in Tirol einlädt. Dessen Tätigkeitsbereiche sowie sonstige Projekte des Vereins werden im folgenden Abschnitt näher beschrieben. Unter dem gesundheitlichen Aspekt werden die negativen Folgen der Strahlenbelastung auf den Menschen und auf Nahrungsmittel betrachtet. Um dem gesundheitlichen Thema einen Hintergrund zu geben, wird der Begriff „Radioaktivität“ sowie die verschiedenen Strahlungsarten näher beleuchtet. Wie es überhaupt zu dem Unfall kommen konnte und welche technischen Details schließlich zur Explosion führten, wird ebenfalls thematisiert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Tirol hilft den Kindern von Tschernobyl

2.1 Erfahrungsbericht einer Gastmutter

2.2 Weitere Projekte

3 Die Katastrophe von Tschernobyl

3.1 Unfallhergang

3.2 Aufbau eines Atomkraftwerkes

3.3 Der Vorgang der Kernspaltung

3.4 Kontamination nach dem Atomunfall von Tschernobyl

4 Gesundheitliche Folgen nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl

4.1 Schilddrüsenkrebs

4.2 Strahlenbelastung durch Nahrungsaufnahme

5 Was ist Radioaktivität?

5.1 Halbwertszeit

5.2 Maßeinheiten für Radioaktivität

5.3 Die verschiedenen Arten der radioaktiven Strahlung

5.4 Natürliche und künstliche Strahlenquellen

5.5 Radioaktive Strahlung im Alltag

5.6 Radiotoxikologie

5.7 Medizinische Anwendungsgebiete

5.8 Strahlenschäden

6 Maßnahmen zum Schutz

6.1 Schutz gegen radioaktive Strahlung im Alltag

6.2 Verhalten im Katastrophenfall

6.3 INES-Skala

6.4 Weitere Nuklearkatastrophen

6.5 AKW-Stresstests

7 Messergebnisse der Pektinprojekte 2010 - 2019

8 Protokoll der Spendenaktion

9 Konklusion

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit hat das Ziel, über die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sowie das Hilfsprojekt „Tirol hilft den Kindern von Tschernobyl“ zu informieren und auf die gesundheitlichen Langzeitfolgen der radioaktiven Belastung aufmerksam zu machen.

  • Technische Ursachen und Ablauf der Katastrophe von Tschernobyl.
  • Gesundheitliche Auswirkungen von radioaktiver Strahlung und Spaltprodukten auf den Menschen.
  • Methoden der radioökologischen Prävention wie das Kakao- und Pektinprojekt.
  • Maßnahmen zur Strahlenprävention und das Verhalten im Katastrophenfall.
  • Durchführung und Erfolg einer schulischen Spendenaktion zur Unterstützung der betroffenen Kinder.

Auszug aus dem Buch

3.1 Unfallhergang

Der am 26. April 1986 im Atomkraftwerk von Tschernobyl stattgefundene Unglücksfall gilt bis heute als der schwerwiegendste Unfall in der Geschichte der Kernenergie. Auf der sogenannten INES-Skala für nukleare Ereignisse ist er in der höchsten Stufe eingeordnet und gilt somit als „katastrophaler Unfall“. Dass das Reaktorunglück ausgerechnet bei einem Experiment zur Erhöhung der Betriebssicherheit geschah, lässt eine gewisse ironische Tragik erkennen. Durch den Zeitdruck und die Meinung, den Reaktor völlig unter Kontrolle zu haben, wurden von der eigentlich durchaus qualifizierten Mannschaft mehrfach essenzielle Betriebsvorschriften und damit Sicherheitsrichtlinien außer Acht gelassen. Im Zusammenspiel mit den bekannten Sicherheitsrisiken des sowjetischen RBMK-Reaktortyps konnte sich die Katastrophe im Reaktorblock 4 so ihren Lauf bahnen. Untersucht wurde, wie sich ein Stromausfall auf den Betrieb des Reaktors auswirken würde, und ob die durch die restliche auslaufende Rotation des Rotors erzeugte Energie zur Notstromerzeugung genutzt werden könnte.

Um kurz vor halb zwei Uhr nachts beginnt das Experiment. Um 01:23 Uhr werden die Turbinenschnellschlussventile geschlossen, wodurch sich der Wasserzufluss im Reaktor dramatisch verringert. Gleichzeitig steigt die Leistung des Reaktors innerhalb von Sekundenbruchteilen unerwartet sprunghaft an, was eine unkontrollierte Kettenreaktion zur Folge hat. Der Schichtleiter ordnet sofort die Notabschaltung des Reaktors an, bei der die entfernten Steuerstäbe wieder zurück in den Kern eingefahren werden und den Reaktor somit wieder unter Kontrolle bringen sollten, was jedoch misslingt. Der gefürchtete größte anzunehmende Unfall (Super-GAU) tritt um 01:23:40 Uhr mit dem Schmelzen der Brennstäbe ein. Von zwei darauffolgenden Detonationen wird die 1.000 Tonnen schwere Abdeckplatte des Reaktorkerns weggesprengt und das darüber liegende Dach aufgerissen. Sofort entweichen Massen von radioaktiven Substanzen in die Umwelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Katastrophe von Tschernobyl und des Vereins zur Unterstützung der betroffenen Kinder.

2 Tirol hilft den Kindern von Tschernobyl: Dokumentation der Vereinstätigkeiten und der Durchführung der Erholungsaufenthalte.

3 Die Katastrophe von Tschernobyl: Analyse des technischen Unfallhergangs, des Reaktoraufbaus und der Ausbreitung der Kontamination.

4 Gesundheitliche Folgen nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl: Darstellung der medizinischen Auswirkungen, insbesondere Schilddrüsenkrebs und Strahlenbelastung durch Nahrung.

5 Was ist Radioaktivität?: Wissenschaftliche Grundlagen zu Strahlungsarten, Halbwertszeiten und biologischer Wirkung auf den Organismus.

6 Maßnahmen zum Schutz: Strategien zur Strahlenvermeidung, Verhaltensregeln im Katastrophenfall und Bewertung durch die INES-Skala.

7 Messergebnisse der Pektinprojekte 2010 - 2019: Evaluierung der Wirksamkeit pektinhaltiger Präparate auf die Reduktion der Cäsium-Belastung.

8 Protokoll der Spendenaktion: Detaillierter Bericht über die schulintern durchgeführte Spendenaktion.

9 Konklusion: Zusammenfassende Reflexion der gewonnenen Erkenntnisse und des Projekterfolgs.

Schlüsselwörter

Tschernobyl, Radioaktivität, Cäsium-137, Reaktorunfall, Tirol hilft den Kindern von Tschernobyl, Pektinprojekt, Strahlenbelastung, Nuklearkatastrophe, Strahlenschutz, Gesundheitliche Folgen, Kernspaltung, Jod-131, Strahlendosis, Erholungsurlaub, Spendenaktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Diplomarbeit thematisiert die Reaktorkatastrophe von 1986 und die daraus resultierende langjährige Hilfe des Vereins „Tirol hilft den Kindern von Tschernobyl“ für betroffene Kinder aus Weißrussland.

Welche zentralen Themenbereiche werden abgedeckt?

Die Arbeit umfasst technische Details zum Unfall, die gesundheitlichen Folgen der Strahlung, physikalische Grundlagen der Radioaktivität sowie praktische Hilfsmaßnahmen des Vereins.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Verbreitung von Wissen über die Katastrophe, die Aufklärung über medizinische Folgen sowie die Förderung des Vereins, um neue Gasteltern zu gewinnen.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Datengewinnung erfolgte durch Internetrecherche, das Studium von Fachliteratur sowie durch die Auswertung geführter Interviews mit Experten und Gasteltern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen des Unfalls, medizinische Auswirkungen (Schilddrüsenkrebs etc.), Strahlungsphysik und konkrete Schutz- sowie Hilfsmaßnahmen wie das Pektinprojekt.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Radioaktivität, Cäsium-137, nukleare Kontamination, Pektin-Präparate und Strahlenprävention.

Warum ist das Pektinprojekt für die Kinder in Weißrussland relevant?

Das Projekt hilft den Kindern, das radioaktive Isotop Cäsium-137 im Körper zu binden und effektiver auszuscheiden, um so das Risiko für strahlenbedingte Langzeitschäden zu verringern.

Welchen Einfluss hat das Alter der Kinder bei der Aufnahme in Gastfamilien?

Die Gastmutter empfiehlt, Altersunterschiede oder unterschiedliche Geschlechter bei den eigenen und den Gastkindern zu berücksichtigen, um Eifersuchtsszenen zu vermeiden und das soziale Miteinander zu erleichtern.

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Résumé des informations

Titre
Tschernobyl-Kinder. Erholung in Tirol
Auteurs
Linda Preindl (Auteur), Dilara Cayir (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
79
N° de catalogue
V939302
ISBN (ebook)
9783346279682
ISBN (Livre)
9783346279699
Langue
allemand
mots-clé
tschernobyl-kinder erholung tirol
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Linda Preindl (Auteur), Dilara Cayir (Auteur), 2020, Tschernobyl-Kinder. Erholung in Tirol, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/939302
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