Die hier vorliegende Arbeit widmet sich dem Asturisch-Leonesischen.
Einem der primären iberoromanischen Dialekte, die sich als direkte Fortsetzer des gesprochenen hispanischen Lateins entwickelt hat.
Im ersten Teil wird eine kurze Sprachgeschichte dargestellt und eine areale Gliederung vorgenommen. Da die vitalste Form im heutigen Asturien gesprochen wird, werde ich bei der Sprachcharakterisierung insbesondere auf das Asturische eingehen.
Als ich einer Asturierin von dieser Arbeit erzählte, schlug sie die Hände über den Kopf zusammen und sagte: Dios mio, ¡cada asturiano un bable!“ Es gibt unzählige Varianten des Asturischen weshalb nur ein grober Überblick möglich ist. Ob diese Fülle von Varianten Auswirkungen auf den Gebrauch des Asturischen hat, wird im nächsten Teil der Arbeit untersucht.
Denn letztendlich geht es um die Frage der Zukunft der Sprache. Wird sie wie das Aragonesische verschwinden? Oder begünstigt eine wiedererstarkende Regionalbewegung eine Renaissance des Asturischen?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Sprachgeschichte
3. Areale Gliederung
4. Sprachliche Charakterisierung
4.1. Phonologie
4.1.1. Vokalsystem
4.1.2. Diphthonge
4.1.3. Konsonantensystem
4.2. Morphosyntax
4.2.1. Artikel
4.2.2. Substantiv
4.2.3. Adjektiv
4.2.4. Verbsystem
4.2.5. Derivation
4.3. Lesebeispiele
4.3.1. Bable occidental
4.3.2. Bable central
4.3.2. Bable oriental
5. Soziolinguistik
5.1. Sprachbewußtsein
5.2. Pragmatik
5.2. Sprachpolitik
6. Sprachkontakt
7. Resümee
8. Quellen
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit untersucht das Asturisch-Leonesische als bedeutenden iberoromanischen Dialekt unter Berücksichtigung seiner historischen Entwicklung, der arealen Differenzierung sowie soziolinguistischer Aspekte und des Sprachkontakts zum Spanischen. Das zentrale Ziel ist es, den aktuellen Status der Sprache zu bewerten, die Herausforderungen bei der Standardisierung zu beleuchten und die Frage nach der zukünftigen Vitalität der Sprache vor dem Hintergrund einer erstarkenden Regionalbewegung zu erörtern.
- Historische Entwicklung und Einordnung des Asturisch-Leonesischen
- Areale Gliederung und regionale Varietäten
- Phonologische und morphosyntaktische Merkmale des Asturischen
- Soziolinguistische Faktoren und Sprachbewusstsein der Sprecher
- Sprachpolitische Maßnahmen und Institutionalisierung
- Sprachkontaktphänomene und Diglossie zum Kastilischen
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Die hier vorliegende Arbeit widmet sich dem Asturisch-Leonesischen. Einem der primären iberoromanischen Dialekte, die sich als direkte Fortsetzer des gesprochenen hispanischen Lateins entwickelt hat.
Im ersten Teil wird eine kurze Sprachgeschichte dargestellt und eine areale Gliederung vorgenommen. Da die vitalste Form im heutigen Asturien gesprochen wird, werde ich bei der Sprachcharakterisierung insbesondere auf das Asturische eingehen.
Als ich einer Asturierin von dieser Arbeit erzählte, schlug sie die Hände über den Kopf zusammen und sagte: Dios mio, ¡cada asturiano un bable!“ Es gibt unzählige Varianten des Asturischen weshalb nur ein grober Überblick möglich ist.
Ob diese Fülle von Varianten Auswirkungen auf den Gebrauch des Asturischen hat, wird im nächsten Teil der Arbeit untersucht. Denn letztendlich geht es um die Frage der Zukunft der Sprache. Wird sie wie das Aragonesische verschwinden? Oder begünstigt eine wiedererstarkende Regionalbewegung eine Renaissance des Asturischen?
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Thema, die Zielsetzung der Arbeit und die Relevanz der Untersuchung des Asturisch-Leonesischen.
2. Sprachgeschichte: Darstellung der historischen Herkunft aus dem Sprechlatein, der substrat- und superstratbedingten Einflüsse sowie der politischen Entwicklungen im Königreich León.
3. Areale Gliederung: Analyse der geografischen Verbreitung und der Einflussfaktoren wie Topographie auf die Bildung regionaler Varietäten.
4. Sprachliche Charakterisierung: Detaillierte Untersuchung phonologischer und morphosyntaktischer Besonderheiten sowie Präsentation von Dialektbeispielen.
5. Soziolinguistik: Untersuchung des Sprachbewusstseins, der pragmatischen Verwendung der Sprache und der sprachpolitischen Bemühungen zu Schutz und Normierung.
6. Sprachkontakt: Analyse der Diglossie zwischen Asturisch und Kastilisch sowie Entstehung von Mischsprachen (Mecío) durch Migration und sozialen Wandel.
7. Resümee: Fazit zur aktuellen Vitalität der Sprache und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung unter dem Einfluss politischer und gesellschaftlicher Faktoren.
8. Quellen: Auflistung der verwendeten Literatur und Quellenverzeichnisse.
Schlüsselwörter
Asturisch-Leonesisch, Iberoromanische Dialekte, Bable, Sprachgeschichte, Areale Gliederung, Phonologie, Morphosyntax, Soziolinguistik, Sprachbewusstsein, Sprachpolitik, Sprachkontakt, Kastilisierung, Diglossie, Mecío, Standardisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit behandelt das Asturisch-Leonesische, seine sprachlichen Eigenschaften, die geografische Verteilung der Varietäten sowie den soziolinguistischen Status und den Sprachkontakt zum Spanischen.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Zentral sind die historische Herkunft, die strukturelle Charakterisierung, die soziolinguistischen Bedingungen der Sprecher sowie die Frage nach dem Überleben und der Standardisierung der Sprache.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, ob das Asturische als vitaler Dialekt bestehen kann oder ob es durch den Druck des Kastilischen und mangelnde Standardisierung langfristig verdrängt wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine linguistische Übersichtsarbeit, die auf der Analyse von Fachliteratur, sprachhistorischen Daten und soziolinguistischen Untersuchungen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine sprachgeschichtliche Einordnung, eine areale Gliederung, eine linguistische Analyse der Phonologie und Morphosyntax sowie eine Untersuchung soziolinguistischer Aspekte und des Sprachkontakts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Asturisch, Bable, Kastilisierung, Diglossie, Areale Gliederung, Sprachpolitik und Spracherhalt.
Warum gibt es keine einheitliche asturische Sprache?
Die Arbeit nennt die hohe Anzahl an regionalen Varietäten, die schwierige Topografie Asturiens und das fehlende überregionale Sprachbewusstsein als Hauptgründe für das Fehlen einer einheitlichen Literatursprache.
Was versteht man unter „Mecío“?
Mecío bezeichnet die Mischsprache, die durch den intensiven Sprachkontakt zwischen dem Asturischen und dem Kastilischen entstanden ist und vorwiegend in städtischen Gebieten von jüngeren Sprechern verwendet wird.
- Arbeit zitieren
- Carsten Bartmann (Autor:in), 2003, Das Asturisch-Leonesische: Sprachliche Charakteristik, Areale Gliederung, Soziolinguistik und Sprachkontakt (mit dem Spanischen), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93938