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Energiepolitik Großbritanniens am Beispiel erneuerbarer Energieträger (unter Berücksichtigung der Privatisierung und Marktliberalisierung)

Title: Energiepolitik Großbritanniens am Beispiel erneuerbarer Energieträger (unter Berücksichtigung der Privatisierung und Marktliberalisierung)

Term Paper , 2001 , 21 Pages , Grade: 2

Autor:in: Klaus Süß (Author)

Politics - Region: Western Europe
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Die Amtszeit von Premierministerin Margaret Thatcher brachte etliche einschneidende Änderungen und Neuregelungen in das politische Leben des Vereinigten Königreiches. Die begonnenen Privatisierungen vieler Bereiche beeinflussten jahrzehntelang aufgebaute Strukturen und Abläufe. In der letzten Amtszeit Thatchers (1987-91) wurde die Wasserversorgung bis 1989, vor allem aber nach 1989 die Elektrizitätswirtschaft, die den größten und komplexesten Versorgungsbereich darstelle, privatisiert. Unter John Majors Regierung seit 1991 wurden 1994 der Kohlebergbau und seit Ende 1995 British Rail und Teile der britischen Atomindustrie privatisiert .
Eine überaus signifikante Änderung war die Neuregelung der Energiepolitik. Großbritannien versuchte als erstes Land der Erde den Energiemarkt zu liberalisieren und damit großteils der direkten staatlichen Kontrolle zu entziehen. Dieses "Experiment" wie es heute in der Literatur genannt wird, wurde in vielen anderen Staaten als Informationspool und Beispiel verwendet.
Die Energiepolitik Großbritanniens bzgl. erneuerbarer Energieträger ist einerseits aufgrund der historischen Gegebenheiten (Kernenergie, Kohle, eigene riesige Erdöl- und Erdgasvorkommen) sehr stark mit diesen Energien und den korrelierenden Energiepolitiken und andererseits aufgrund der Liberalisierung der E-Wirtschaft überaus eng mit den Entwicklungen und "Nebenwirkungen" dieses Schrittes gekoppelt. Aus diesem Grunde bedingt eine Untersuchung und Beschreibung dieser speziellen Energiepolitik gleichzeitig die Auseinandersetzung mit dem kompletten energiepolitischen Umfeld, im besonderen der britischen Atompolitik.
Aufgrund des begrenzten Umfanges dieser Arbeit kann es sich nur um eine Zusammenfassung der wichtigsten Daten handeln. Eine ausführliche Darstellung und Analyse der Energiepolitik, im speziellen der erneuerbaren Energieträger würde bei weitem den Umfang dieser Arbeit sprengen und würde zusätzlich eine ausführliche Betrachtung der Kohle-, Öl- und Kernenergiepolitik bedeuten, welche wiederum sehr eng mit der Gewerkschaftspolitik der letzten Jahrzehnte verbunden ist. [...]
Diese Hausarbeit wird sich schwerpunktmäßig mit zwei Bereichen beschäftigen - zum einen der Energiepolitik Großbritanniens allgemein und im Speziellen der Energiepolitik der erneuerbaren Energieträger unter Berücksichtigung der Privatisierung und Liberalisierung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

3. Großbritannien

3.1 Historisches

3.2 Die britische Energiepolitik ab 1945

3.3 Erneuerbare und umweltfreundliche Energieträger in GB

3.4 Die Reform der britischen E-Wirtschaft im Überblick

3.4.1 Förderung der Stromerzeugung aus regenerativen Energieträgern

3.5 Non Fossil Fuel Obligation (NFFO)

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis und Bibliografie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die grundlegenden Veränderungen der britischen Energiepolitik unter Berücksichtigung der Privatisierung und Marktliberalisierung sowie deren Auswirkungen auf die Förderung erneuerbarer Energieträger. Dabei wird untersucht, inwieweit die marktliberalen Reformen der Thatcher-Ära und die damit verbundenen strukturellen Umbrüche in der Stromwirtschaft die Entwicklung regenerativer Technologien beeinflusst haben.

  • Historische Entwicklung und Grundlagen der britischen Energiepolitik nach 1945.
  • Die Auswirkungen der Privatisierung und Marktliberalisierung auf den Energiesektor.
  • Analyse der Förderungsmechanismen für erneuerbare Energien, insbesondere der Non-Fossil Fuel Obligation (NFFO).
  • Bewertung des Spannungsfeldes zwischen staatlicher Regulierung und marktwirtschaftlichem Wettbewerb.

Auszug aus dem Buch

Die Reform der britischen E-Wirtschaft im Überblick

Am 31.03.1990, dem sogenannten Vesting Day, kam es in Vorbereitung der Privatisierung zu einer grundlegenden Restrukturierung der britischen Stromwirtschaft:

a) Die zwölf englischen und walisischen Area Electricity Boards wurden zu sogenannten Regional Electricity Companies (REC´s) oder auch Public Electricity Suppliers (PES) umgewandelt und wurden im November 1990 privatisiert. Diese RECS betreiben in ihren regionalen Monopolgebiet das Verteilungsnetz und versorgen in diesem die Tarifkunden.

b) Das übergeordnete Netz wird durch die National Grid Company (NGC) betrieben.

c) Der Erzeugungsbereich wurde im wesentlichen auf drei Unternehmen aufgeteilt: PowerGen plc., National Power plc., und Nuclear Electric plc.. Im März 1991 wurden 60% der Anteile von PowerGen und National Power verkauft, die restlichen 40% wurden im März 1995 veräußert.

d) Um den Wettbewerb im Erzeugungsmarkt zu fördern, wurde für den Stromgroßhandel zwischen den Erzeugern einerseits und den RECs, anderen Stromhändlern oder einzelnen Großabnehmern andererseits ein obligatorischer Pool „The Electricity Pool of England and Wales“ eingerichtet, über den jeder Großhandelskauf von Elektrizität verpflichtend abgewickelt werden muss.

Zusammenfassend besteht das wesentliche innovative Element des neuen Ordnungsrahmens in der Differenzierung der Teilbereiche Erzeugung (Generation), Übertragung (Transmission), Verteilung (Distribution) und Versorgung (Supply).

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einleitung in die politische Ära von Margaret Thatcher und die grundlegende Bedeutung der Privatisierungen für die britische Energiepolitik.

Einleitung: Definition von Energiepolitik aus wirtschaftspolitischer Sicht und Darstellung der vier zentralen Teilbereiche der staatlichen Einflussnahme auf den Energiesektor.

Großbritannien: Analyse der geografischen und historischen Voraussetzungen Großbritanniens, insbesondere im Hinblick auf den Energiereichtum und die politische Sonderrolle in Europa.

Historisches: Untersuchung der weltweiten Liberalisierungstrends der Elektrizitätsmärkte und des Ursprungs der Restrukturierungsdebatten durch die Ölkrisen der 1970er Jahre.

Die britische Energiepolitik ab 1945: Darstellung des Übergangs von einer zentralistischen, verstaatlichten Energiepolitik hin zu einem marktorientierten System unter der Regierung Thatcher.

Erneuerbare und umweltfreundliche Energieträger in GB: Betrachtung des Wandels von einer vernachlässigten Randerscheinung hin zu einer als national bedeutsam anerkannten Ressource.

Die Reform der britischen E-Wirtschaft im Überblick: Beschreibung der strukturellen Differenzierung in Erzeugung, Übertragung, Verteilung und Versorgung durch den Vesting Day 1990.

Förderung der Stromerzeugung aus regenerativen Energieträgern: Analyse der Effizienz und Problematik der Markteinführungsprogramme und deren Kopplung an den Schutz der Nuklearindustrie.

Non Fossil Fuel Obligation (NFFO): Erläuterung der gesetzlichen Grundlagen der NFFO und deren Entwicklung von einem Instrument zum Schutz der Kernenergie hin zu einer innovativen Förderquelle für Erneuerbare.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung des "britischen Experiments" und die Erkenntnis, dass sich die Reformen als effektive, wenn auch bürokratisch aufwendige Impulsgeber erwiesen haben.

Schlüsselwörter

Energiepolitik, Großbritannien, Marktliberalisierung, Privatisierung, Erneuerbare Energien, Elektrizitätswirtschaft, NFFO, Fossil Fuel Levy, Energieautonomie, Wettbewerb, Stromerzeugung, Regulierungsbehörden, Nuklearpolitik, Markteinführungsprogramme, Energiewende.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Transformation der britischen Energiepolitik und die Auswirkungen der Privatisierung sowie Marktliberalisierung auf den Sektor der erneuerbaren Energien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die historische Entwicklung der britischen Energieversorgung, die politische Wende durch die Privatisierung unter Margaret Thatcher und die spezifischen Förderungsmechanismen für regenerative Stromerzeugung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie komplex die Interaktionen zwischen Politik, Wirtschaft und Bevölkerung bei der erstmaligen vollständigen Liberalisierung eines nationalen Energiemarktes sind.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Arbeit basiert primär auf einer qualitativen Literaturrecherche sowie der inhaltlichen Auswertung gesetzlicher Beschlüsse und statistischer Datenreihen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung der Energiepolitik, die Reform der britischen E-Wirtschaft und eine detaillierte Analyse der Förderinstrumente wie der Non Fossil Fuel Obligation (NFFO).

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Energiepolitik, Marktliberalisierung, NFFO, Privatisierung und Erneuerbare Energien.

Welche Bedeutung hatte die sogenannte „atomare NFFO“ für regenerative Energien?

Obwohl primär zur Subventionierung der Atomindustrie gedacht, diente die NFFO durch ihre Struktur als unerwartet effektiver Förderungsmechanismus, von dem auch erneuerbare Energien profitierten.

Wie veränderte sich die Rolle des Staates durch die Reformen?

Der Staat zog sich nahezu vollständig aus dem direkten Betrieb der Energieindustrie zurück und wechselte in die Rolle eines Regulators, der Mindeststandards durch unabhängige Kontrollorgane überwacht.

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Details

Title
Energiepolitik Großbritanniens am Beispiel erneuerbarer Energieträger (unter Berücksichtigung der Privatisierung und Marktliberalisierung)
College
University of Hagen  (Internationale Politik / Vergleichende Politikwiss.)
Course
Vorlesung Großbritannien
Grade
2
Author
Klaus Süß (Author)
Publication Year
2001
Pages
21
Catalog Number
V9396
ISBN (eBook)
9783638161114
Language
German
Tags
Energiepolitik Erneuerbare Energieträger Großbritannien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Klaus Süß (Author), 2001, Energiepolitik Großbritanniens am Beispiel erneuerbarer Energieträger (unter Berücksichtigung der Privatisierung und Marktliberalisierung), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9396
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