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Von Podcasts bis Weblogs – Das Internet als neues Forum der jungen Rechten

Title: Von Podcasts bis Weblogs – Das Internet als neues Forum der jungen Rechten

Term Paper , 2007 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katrin Schmidt (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities
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Bereits Ende der achtziger Jahre entdeckten zahlreiche Bürgerinitiativen, Organisationen verschiedener politischer Gesinnungen und politisch interessierte
Einzelpersonen den Computer als Kommunikationsmittel und bauten auf privater Basis elektronische Netzwerke auf. Das Internet bot ihnen die Möglichkeit der
globalen Vernetzung. Nicht nur als Informationsquelle, sondern auch als interaktiver Raum mit Chatforen, oder als Ausstatter mit Filmen, Musik etc. hat das Internet sich gerade in den jüngeren Informationsgenerationen weltweit etabliert. Interessant ist hier der Blick auf die junge rechte Szene: Wirkt das Internet als Katalysator einer
besseren Vernetzung unter den jungen Rechten?

Die Zielsetzung der Hausarbeit ist die Klärung der Gefahren, aber auch möglicher Vorteile des Internet bei der Repräsentanz und Rezeption des Rechtsextremismus in diesem Medium. Das erste Kapitel beinhaltet eine kleine Einführung in das Medium. Der rechtliche Rahmen soll geklärt werden und neue pädagogische Ansätze zur Vorbereitung der jungen ‚Informationsgenerationen‘ im Umgang mit dem Internet werden analysiert. Das zweite Kapitel ist eine Auseinandersetzung mit dem Gegenstandsbereich ‚Rechtsextremismus‘. Die Frage der Machtverhältnisse im Internet und der Einflussbereich der rechten Szene durch das neue Medium soll beantwortet werden. Neue Befunde des Verfassungsschutzberichtes 2006 werden
einbezogen und Nutzungsformen der Kommunikation, bzw. informationellen Vernetzung und Propaganda, im Internet durch die rechtsextreme Szene beschrieben
und anhand von einzelnen Webseiten besprochen. Dabei werden auch Webseiten vorgestellt, die auf ausländischen Servern liegen und in Deutschland verbotene Inhalte aufweisen. Die Reaktion der Bündnisse gegen rechts ist der Inhalt des dritten
Kapitels. Hier werden verschiedene Bemühungen des Staates, von Parteien und privaten Initiativen, dem Rechtsextremismus (nicht nur) im Internet
entgegenzutreten, bewertet. Dafür werden Beispiele von Internet-Angeboten staatlicher und privater Initiativen aller Art und ihre Konzeptionen vorgestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DAS INTERNET ALS MASSENMEDIUM – RECHTLICHER RAHMEN

2.1 Jugendschutz am Wendepunkt?

2.2 Ist das Internet ein rechtsfreier Raum?

2.3 Medienkompetenz

3 WER HAT DIE MACHT IM CYBER-SPACE?

3.1 Die Entwicklung der Eroberung des Internets der rechten Szene

3.2 Podcasts (American Dissident Voices Internet Radio, Radio Wolfsschanze, Radio für die Freiheit Deutschlands)

3.3 NPD-Nachrichten auf YouTube

3.4 Internetdemonstrationen im Thule-Netz

4 AKTIONEN GEGEN RECHTE GEWALT IM INTERNET

5 ZUSAMMENFASSUNG

6 LITERATURVERZEICHNIS

6.1 Literatur

6.2 Webseiten

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die Rolle des Internets als neue Plattform für rechtsextreme Ideologien und deren Vernetzung. Ziel ist es, die Gefahren und potenziellen Vorteile des Mediums für die Verbreitung rechtsextremer Propaganda zu analysieren sowie staatliche und gesellschaftliche Gegenmaßnahmen zu bewerten.

  • Rechtlicher Rahmen und Jugendschutz im Internet
  • Entwicklung und Methoden rechtsextremer Internetpropaganda
  • Nutzung moderner Medienformate wie Podcasts und Videoportale
  • Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen und Bedeutung von Medienkompetenz

Auszug aus dem Buch

3.4 Internetdemonstrationen im Thule-Netz

Die NPD war bei der Entdeckung des Internets für die rechte Szene eine treibende Kraft. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten des auf dem Parteitag von 1991 gegründeten ‚Arbeitskreis Medien und Technik‘, entdeckte die NPD das Thule-Netz als Alternative, die allerdings nicht unter der Parteifahne agieren sollte (vgl. Dietzsch 1997). Neben größtenteils verbotenen Musiktiteln, Büchern und antisemitischen Computerspielen ist dort eine spezielle Suchmaschine für rechtsradikale Inhalte im Internet zu finden. Hinzu kommt eine ausführliche Linkliste sowie eine Liste mit Adressen von politischen Gegnern.

Laut Dietzsch (vgl. 1997) entstand das Thule Netz 1993 als Nachfolger des ‚Deutsche National Netz‘. In der germanischen Mythologie steht ‚Thule‘ für die angebliche Urheimat der Europäer im hohen Norden. Außerdem spielt der Begriff auf die Thule-Gesellschaft an – einen Geheimorden in München nach dem Ersten Weltkrieg, der aktiv an der Niederschlagung der Räterepublik beteiligt war und eine wichtige Rolle in der Frühgeschichte der NSDAP spielte. Thule war von seinen Gründern zunächst als Chiffre für Eingeweihte gedacht, mit der Außenstehende nichts verbinden können. In der ursprünglichen Planung sollte das Netz nach außen offen sein und das gesamte rechte Spektrum in sich vereinigen. So wurde in der Anfangszeit von Aktivisten des Thule-Netzes in demokratischen Netzen Werbung für das Thule-Netz gemacht und versucht, auch unorganisierte Rechte für das Netz zu interessieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Internetnutzung durch die rechtsextreme Szene und Darlegung der Zielsetzung der Arbeit.

2 DAS INTERNET ALS MASSENMEDIUM – RECHTLICHER RAHMEN: Klärung grundlegender Begriffe sowie Analyse des rechtlichen Rahmens und der Herausforderungen des Jugendschutzes.

3 WER HAT DIE MACHT IM CYBER-SPACE?: Analyse der rechtsextremen Internetnutzung, von der historischen Entwicklung des Thule-Netzes bis hin zu modernen Formaten wie Podcasts und YouTube.

4 AKTIONEN GEGEN RECHTE GEWALT IM INTERNET: Bewertung staatlicher und privater Strategien zur Bekämpfung von Rechtsextremismus im Netz sowie die Bedeutung der Medienkompetenz.

5 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit der rechten Internetpräsenz und der Notwendigkeit medienpädagogischer Prävention.

Schlüsselwörter

Rechtsextremismus, Internet, Propaganda, Medienkompetenz, NPD, Thule-Netz, Podcasts, YouTube, Jugendschutz, Ideologie, Vernetzung, Revisionismus, Online-Demonstrationen, Extremismus, Gegenstrategien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie rechtsextreme Akteure das Internet als Kommunikations- und Propagandamedium nutzen und welche Auswirkungen dies auf ihre Vernetzung hat.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit beleuchtet den rechtlichen Rahmen, die historische und aktuelle Entwicklung rechter Internetpräsenzen sowie die Maßnahmen, die von staatlicher und zivilgesellschaftlicher Seite dagegen ergriffen werden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Klärung der Gefahren und Potenziale des Internets für den Rechtsextremismus und die Bewertung der Effektivität von Gegenmaßnahmen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur, Verfassungsschutzberichten und Fallbeispielen zu konkreten Internetauftritten und Kampagnen der rechten Szene.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Methoden der rechten Szene im Netz – von der Nutzung von Podcasts und Videoplattformen wie YouTube bis hin zu organisierten Internetdemonstrationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Rechtsextremismus, Internetpropaganda, Medienkompetenz, NPD und Online-Vernetzung beschreiben.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des "Thule-Netzes"?

Das Thule-Netz wird als ein historisch wichtiges Beispiel für den frühen Versuch der rechten Szene analysiert, eine konspirative und vernetzte digitale Infrastruktur aufzubauen, deren tatsächliches Potenzial jedoch oft überschätzt wurde.

Warum ist die Medienkompetenz laut der Autorin so entscheidend?

Da rechtsextreme Inhalte im Internet oft flüchtig sind und sich der staatlichen Kontrolle entziehen, ist die Befähigung der Nutzer – insbesondere junger Menschen – zur kritischen Einordnung von Medieninhalten der effektivste Weg der Prävention.

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Details

Title
Von Podcasts bis Weblogs – Das Internet als neues Forum der jungen Rechten
College
University of Münster
Grade
1,0
Author
Katrin Schmidt (Author)
Publication Year
2007
Pages
22
Catalog Number
V93972
ISBN (eBook)
9783638072229
ISBN (Book)
9783638956772
Language
German
Tags
Podcasts Weblogs Internet Forum Rechtsextrem
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Schmidt (Author), 2007, Von Podcasts bis Weblogs – Das Internet als neues Forum der jungen Rechten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93972
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