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Filesharing - Das Ende der Musikindustrie?

Title: Filesharing - Das Ende der Musikindustrie?

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 41 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Janina Richts (Author)

Communications - Media Economics, Media Management
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Der Wechsel vom Industrie- zum Informationszeitalter hat zu starken Veränderungen in der Musikbranche geführt. Durch das Internet und die zunehmende Digitalisierung nutzen Konsumenten Musik mehr als je zuvor. Sie wird nicht mehr nur konsumiert, sondern auch immer mehr untereinander getauscht. Laut einer Studie der ipoque GmbH verursachen Tauschbörsen in Deutschland mittlerweile bis zu 70% des gesamten Internetverkehrs. Knapp ein Viertel der Dateien, die heruntergeladen werden, sind Musikdateien. (Abb. 5).
Diese Zahlen werden von der Musikindustrie in Verbindung gebracht mit den starken Umsatzrückgängen, die die Plattenfirmen im Tonträgergeschäft seit Jahren zu verzeichnen haben und die auch durch den Aufbau von Online-Music-Stores bisher nicht ausgeglichen werden konnten.
Ob – und wenn ja, inwieweit – die Peer-to-Peer-Netzwerke tatsächlich den Musikmarkt zerstören, wie von Vertretern der Musikindustrie befürchtet wird, oder ob sich die Branche infolge der Digitalisierung nur neu strukturieren muss, soll in dieser Arbeit untersucht werden. Fokussiert wird hierbei der deutsche Musikmarkt, da aufgrund der unterschiedlichen Urheberrechtsgesetze eine weltweite Betrachtung zu komplex für diese Arbeit wäre.
Nachdem ein kurzer Überblick über die grundlegenden Begriffe sowie die Entwicklung des Filesharing basierend auf der Digitalisierung gegeben wird, soll anschließend festgestellt werden, welche Auswirkungen diese Entwicklung auf die Musikindustrie hat. Dies ist nur möglich, wenn zunächst die Situation der Branche analysiert wird, damit die konkreten Probleme, mit der der Musikmarkt konfrontiert ist, sichtbar gemacht werden. Die Branchenanalyse beruht auf Michael Porter, dessen Ansatz in dem Werk „Strategisches Management – Analyse, Entwicklung und Implementierung von Unternehmensstrategien“ (2006) von Robert Grant und Michael Nippa ausführlich dargestellt wird und aus dem in dieser Arbeit zitiert wird.
Um zu einer objektiven Beurteilung gelangen zu können, soll sowohl die Sichtweise der Musikindustrie dargestellt werden, die das Filesharing aufgrund der Umsatzverluste, für die sie es verantwortlich macht, bekämpfen will, als auch die entgegengesetzte Sichtweise, nach der das Filesharing nicht die Ursache für die rückläufigen Umsätze sein kann.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1 Definition Filesharing

2.2 Entwicklung des Filesharing

2.2.1 Vorraussetzungen

2.2.2 Von Napster zu Bittorrent

3. Auswirkungen auf die Musikindustrie

3.1 Die Situation der Branche (Analyse der Wettbewerbskräfte)

3.2 Die unterschiedlichen Sichtweisen

3.2.1 Kontra

3.2.1.1 Filesharing als Ursache für Umsatzverluste

3.2.1.2 Lösung: Bekämpfung des Filesharing

3.2.2 Pro

3.2.2.1 Ursachen für die Umsatzverluste

3.2.2.2 Fehler der Musikindustrie

3.2.2.3 Argumente für Filesharing

4. Lösungsvorschläge: Filesharing als Chance begreifen

4.1 Die Kulturflatrate

5. Ergebnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Peer-to-Peer-Netzwerken auf den Musikmarkt und analysiert, ob Filesharing tatsächlich die Ursache für das drohende Ende der Musikindustrie darstellt oder ob ein tiefgreifender struktureller Wandel der Branche notwendig ist. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie die Musikindustrie durch angepasste Strategien auf die Herausforderungen der Digitalisierung reagieren kann.

  • Branchenstrukturanalyse der Musikindustrie nach Michael Porter
  • Gegenüberstellung der unterschiedlichen Sichtweisen (Kontra vs. Pro Filesharing)
  • Diskussion von Ursachen für Umsatzverluste im Tonträgergeschäft
  • Analyse des Lebenszykluskonzepts als Erklärungsmodell für den CD-Rückgang
  • Entwicklung von Strategien zur Neuausrichtung digitaler Geschäftsmodelle

Auszug aus dem Buch

3.2.2.2 Fehler der Musikindustrie

Dass die Musikindustrie das Potential der digitalen Distribution zu spät erkannt und viel zu lange an der CD festgehalten habe, ist einer der Hauptkritikpunkte an ihrer Geschäftspolitik.

Als…Mitte der Neunziger der Internet-Boom begann, startete auch das MP3-Format durch. Plötzlich hatte die Musikindustrie ein Problem (…): Sie war dabei, ihr auf dem Verkauf von Produkten basierendes Geschäftsmodell zu verlieren. Möglichkeiten, darauf zu reagieren, gab es viele. (…) Doch anstatt das neue Medium willkommen zu heißen, klammerte man sich an das alte wie an ein sinkendes Schiff und erklärte seinen Konsumenten: Wir bleiben an Bord – ‚ob es ihnen gefällt oder nicht.’78

Anstatt die wachsende Nachfrage nach Musikdownloads zu befriedigen, sträubte sich die Musikindustrie lange Zeit dagegen oder machte Angebote, die aufgrund der starken Nutzungseinschränkungen für Konsumenten uninteressant waren. Dass die Audio-CD ein Produkt sei, „das unserem praktischen Umgang mit Musik und unseren Verbrauchergewohnheiten konträr entgegensteht“79, wie Andreas Pfeiffer, Herausgeber des Pfeiffer-Music-Reports, schreibt, schien die Musikindustrie zu ignorieren. Diese Kurzsichtigkeit lässt sich mit der 2003 getroffenen Aussage von Gerd Gebhardt, damals Vorstandsvorsitzender der Deutschen Phonoverbände, belegen: „Ich denke…, dass wir langfristig im Wesentlichen einen Tonträgermarkt haben werden. Speichermedien werden den größeren Teil des Musikabsatzes ausmachen.“80

Der verspätete Eintritt ins digitale Zeitalter lässt sich auch mit der Statistik zur Umsatzentwicklung des Phonomarktes aus dem Jahreswirtschaftsbericht 2006 des Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft belegen (Abb. 4).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Filesharings ein und definiert den Fokus auf den deutschen Musikmarkt sowie die methodische Herangehensweise der Branchenanalyse.

2. Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie Filesharing sowie die technologische Entwicklung von Tauschbörsen von Napster bis hin zu Bittorrent erläutert.

3. Auswirkungen auf die Musikindustrie: Dieses Hauptkapitel analysiert die Branchenstruktur mittels des Porter-Ansatzes und diskutiert konträre sowie pro-argumentative Sichtweisen zur Rolle des Filesharings.

4. Lösungsvorschläge: Filesharing als Chance begreifen: Es werden alternative Strategien und Kooperationsmodelle diskutiert, um die digitale Transformation konstruktiv zu gestalten.

5. Ergebnis: Das Fazit stellt fest, dass Filesharing allein nicht für die Krise verantwortlich ist und empfiehlt eine Neuausrichtung statt defensiver Bekämpfungsstrategien.

Schlüsselwörter

Filesharing, Musikindustrie, Musikmarkt, Digitalisierung, Peer-to-Peer, Tauschbörsen, Umsatzrückgang, Geschäftsmodell, Urheberrecht, Kulturflatrate, Internet, Musikdownload, Branchenstrukturanalyse, Kopierschutz, Preisstrategie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Filesharing und illegalen Tauschbörsen auf die Musikindustrie sowie mit der Frage, wie die Branche auf den digitalen Wandel reagieren sollte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung umfasst die ökonomische Analyse der Musikbranche, den Vergleich zwischen illegalem Filesharing und legalem Vertrieb sowie die Diskussion über Geschäftsmodelle im Informationszeitalter.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, ob Filesharing tatsächlich das "Ende der Musikindustrie" herbeiführt oder ob die Branche durch eine notwendige Restrukturierung neue Chancen ergreifen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Branchenstrukturanalyse nach Michael Porter, ergänzt durch die Auswertung verschiedener empirischer Studien und Expertenmeinungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Wettbewerbskräfte, beleuchtet sowohl die Sichtweise der Industrie als auch die wissenschaftliche Kritik an den Klagewellen und diskutiert Möglichkeiten für zukünftige Erlösmodelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Musikwirtschaft, Digitalisierung, Filesharing, Urheberrecht, Geschäftsmodelle und die Transformation von Konsumgewohnheiten.

Warum spielt das Lebenszykluskonzept in der Argumentation eine Rolle?

Es dient dazu zu verdeutlichen, dass der Rückgang von CD-Verkäufen möglicherweise ein natürlicher Prozess des Produktlebenszyklus ist, anstatt ausschließlich auf Filesharing zu verweisen.

Welche spezifische Rolle spielt die sogenannte Kulturflatrate in dieser Untersuchung?

Sie wird als ein alternativer, konstruktiver Ansatz diskutiert, um den Tausch von Musik zu legalisieren und Urheber pauschal zu entschädigen, statt sie strafrechtlich zu verfolgen.

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Details

Title
Filesharing - Das Ende der Musikindustrie?
College
University of Paderborn
Course
Medienökonomie
Grade
1,7
Author
Janina Richts (Author)
Publication Year
2008
Pages
41
Catalog Number
V94024
ISBN (eBook)
9783640098118
ISBN (Book)
9783640658176
Language
German
Tags
Filesharing Ende Musikindustrie Medienökonomie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janina Richts (Author), 2008, Filesharing - Das Ende der Musikindustrie?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94024
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