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Lehnwörter im Französischen

Title: Lehnwörter im Französischen

Seminar Paper , 2001 , 18 Pages , Grade: 3+

Autor:in: Ralv Wohlgethan (Author)

French Studies - Linguistics
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“Il n´est jamis arrivé que les gens de France se soient éveillés en se disant bonjour en francais, après s´être endormis la veille en se disant bonne nuit en latin.” (Ferdinand de Saussure)

Normalerweise bezeichnet man die romanischen Sprachen als “Töchter” des Lateinischen. Doch dies ist nicht ganz richtig. Sicher kann man sagen, dass das Gebiet des heutigen Frankreich ursprünglich von vielen verschiedenen Gruppen bevölkert war, die auch unterschiedliche Sprachen gesprochen haben, und dass die Römer mit ihrer Invasion auch die neue, die lateinische Sprache mitgebracht haben, die so die Sprache der Eroberten beeinflußt hat. Somit wäre das Lateinische eine Superstratsprache für das Französische. Doch sollte man bedenken, dass nach und nach das Lateinische die Regionalsprachen abgelöst hat. Denn neben der lateinischen Hochsprache, wie sie in Schule und Verwaltung gelehrt und benutzt wurde, entwickelten sich auch viele verschiedene, nach Region unterschiedliche, Dialekte des Lateinischen, das sogenannte Vulgärlatein. Dies bedeutet, dass umgekehrt die Regionalsprachen der eroberten Landstriche als Substratsprachen für
das Lateinische anzusehen sind...

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG - Über das Französische

2. DEFINITIONEN

2.1. Lehnwort und Entlehnung gegenüber Fremdwort und Erbwort

2.2. Substrat, Superstrat und Adstrat

2.3. Etymologie, Synchronie und Diachronie

3. LEHNWÖRTER

3.1. Substrateinflüsse

3.1.1. Griechisch

3.1.2. Gallisch

3.2. Superstrateinflüsse

3.2.1. Germanisch

3.2.2. Das Lateinische Kultursuperstrat

3.3. Unklare Strat-Einflüsse

3.3.1. Arabisch

3.3.2. Italienisch

3.3.3. Okzitanisch

3.4. Der Einfluß des Englischen

4. AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die sprachhistorische Entwicklung und Zusammensetzung des französischen Wortschatzes mit einem besonderen Fokus auf die Einflüsse von Lehnwörtern. Dabei wird analysiert, wie externe sprachliche Einflüsse aus verschiedenen Kulturen und Epochen das Französische geformt haben und wie diese innerhalb der linguistischen Kategorien von Substrat, Superstrat und Adstrat einzuordnen sind.

  • Grundlagen der Lehnwortforschung und terminologische Abgrenzungen
  • Analyse der Substrateinflüsse (Griechisch, Gallisch)
  • Untersuchung der Superstrateinflüsse (Germanisch, Lateinisches Kultursuperstrat)
  • Evaluation unklarer Strat-Einflüsse (Arabisch, Italienisch, Okzitanisch)
  • Einfluss des Englischen und sprachliche Zukunftsperspektiven

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Germanisch

Das Galloromanische hat vor allem Elemente von den germanischen Eroberern übernommen. Generell haben die Eroberer relativ schnell das Galloromanische als Verkehrssprache angenommen, und so ist auch hier nach einer vorübergehenden Zweisprachigkeit das Galloromanische die alleinig vorherrschende Sprache. Bei der Intensität der germanischen Einflüsse, besonders der Franken und der Normannen, kann man in drei Gebiete unterteilen:

- In einem Gürtel von den Niederlanden über Rheinland, Elsaß und Nordschweiz bis zu Teilen des Alpengebietes hat das Germanische das Galloromanische völlig verdrängt und seinen Platz eingenommen.

- In einem anschließenden Gebiet mit Teilen Nordfrankreichs und Oberitaliens gibt es beträchtliche Superstrateinflüsse

- Relativ gering ist der Einfluß in weiter vom Kontaktgürtel entfernten Gebieten.

Die Größe des germanischen Einflusses ist leicht am FEW zu erkennen, das in den Bänden 15-17 den gesamten germanischen Superstrat-Wortschatz aufschlüsselt, wobei neben den nur dialektal belegten Einflüssen auch die im Grundwortschatz des Französischen auftretenden Elemente (oft mit g- oder h- im Anlaut) zu berücksichtigen sind, insgesamt ca. 600-700 Wörter (400 nach Gebhardt), von denen nach Stefenelli den francais fondamental berühren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG - Über das Französische: Diese Einleitung räumt mit dem Mythos auf, das Französische sei eine direkte "Tochter" des Lateinischen, und erläutert die Bedeutung des Vulgärlateins sowie des romanischen Wortschatzes.

2. DEFINITIONEN: Hier werden zentrale Begriffe wie Lehnwort, Fremdwort, Erbwort sowie die Konzepte von Substrat, Superstrat und Adstrat definiert, um eine theoretische Basis für die Untersuchung zu schaffen.

3. LEHNWÖRTER: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die verschiedenen sprachlichen Einflüsse auf das Französische, unterteilt in Substrat-, Superstrat- und sonstige Strat-Einflüsse wie Griechisch, Germanisch, Arabisch, Italienisch und Englisch.

4. AUSBLICK: Das letzte Kapitel reflektiert den aktuellen Einfluss des Anglo-Amerikanischen und diskutiert die zukünftige Entwicklung des französischen Wortschatzes im Zeitalter der Globalisierung und des Internets.

Schlüsselwörter

Lehnwort, Fremdwort, Erbwort, Galloromanisch, Latein, Superstrat, Substrat, Adstrat, Sprachgeschichte, Vulgärlatein, Etymologie, Germanisch, Italianisierung, Anglizismen, Sprachwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Etymologie und der historischen Zusammensetzung des französischen Wortschatzes unter besonderer Berücksichtigung der Einflüsse fremder Sprachen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themenfelder umfassen die Einordnung von Entlehnungen, die historische Rolle von Superstrat- und Substratsprachen sowie den Einfluss verschiedener Fremdsprachen über mehrere Jahrhunderte hinweg.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Ursprung des französischen Wortschatzes aufzuzeigen und die Herkunftssprachen zu identifizieren, die über den lateinischen Kernbestand hinaus prägend gewirkt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine philologische Herangehensweise, wertet einschlägige Fachliteratur (wie das FEW) aus und kombiniert diese mit Ergebnissen aus dem linguistischen Studium.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Substrateinflüssen, Superstrateinflüssen, unklaren Strat-Einflüssen sowie einer spezifischen Untersuchung des Einflusses des Englischen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Lehnwort, Superstrat, Substrat, Galloromanisch, Etymologie und Sprachwandel.

Wie unterscheidet der Autor zwischen Lehnwort und Fremdwort?

Der Autor orientiert sich an linguistischen Definitionen, wobei das Lehnwort als angepasst an die Zielsprache (Phonetik, Morphologie) betrachtet wird, während das Fremdwort seine ursprüngliche Form weitgehend beibehält.

Warum ist das Germanische für die französische Sprache so relevant?

Das Germanische gilt als bedeutendes Superstrat, da es nach der Völkerwanderung und durch den Einfluss der Franken nachhaltig den Wortschatz in Bereichen wie Militär, Recht und Alltagsleben prägte.

Welche Rolle spielt das Italienische für die französische Sprache?

Das Italienische wirkte vor allem während der Renaissance als Adstrat und Modeerscheinung, wobei es insbesondere das höfische Leben, die Kunst und die Wirtschaft beeinflusste.

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Details

Title
Lehnwörter im Französischen
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Romanisches Seminar)
Grade
3+
Author
Ralv Wohlgethan (Author)
Publication Year
2001
Pages
18
Catalog Number
V94030
ISBN (eBook)
9783638067096
Language
German
Tags
Lehnwörter Französischen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ralv Wohlgethan (Author), 2001, Lehnwörter im Französischen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94030
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