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Risikokommunikation - Darstellung von Risiken

Verschiedenen Möglichkeiten der Präsentationen von Risikoinformationen

Title: Risikokommunikation - Darstellung von Risiken

Seminar Paper , 2008 , 25 Pages

Autor:in: Anita Huber (Author)

Psychology - Cognition
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Connelly und Knuth (1998) machen darauf aufmerksam, dass viele Faktoren Einfluss darauf nehmen, wie Risikoinformationen schlussendlich bei einer Zielgruppe angelangen. Zum einen können es Eigenschaften der Zielgruppe sein, wie beispielsweise persönliche Erfahrungen mit einer Gefahr oder die individuell wahrgenommene Wichtigkeit. Andere Faktoren können Eigenschaften des Informanten, wie zum Beispiel seine Glaubwürdigkeit sein oder das Format in dem eine Risikoinformation präsentiert wird. Auch Rothman und Kiviniemi (1999) zeigen auf, dass neben der Art und Weise der Informationspräsentation auch das Wissen, die Persönlichkeit und Ziele verschiedener Personen die Interpretation und Verwendung von Risikoinformationen beeinflussen können.
In dieser Arbeit werden die verschiedenen Möglichkeiten der Präsentationen von Risikoinformationen den Schwerpunkt darstellen. Ergebnisse aus der Forschung zeigen, dass insbesondere das Format (verbal, numerisch, grafisch) in dem eine Häufigkeit oder eine Wahrscheinlichkeit angegeben wird, das Verständnis beziehungsweise die Interpretation einer Risikoinformation beeinflusst (Burkell, 2004; Lipkus, 2007). Verschiedene Darstellungsformen können zu unterschiedlichen Interpretationen und schliesslich zu unterschiedlichen Entscheidungen führen (Edwards et al., 2006). Es stellen sich also die Fragen, welche Informationen präsentiert werden sollen und wie diese Informationen dargestellt werden sollen. Dabei müssen auch verschiedenste kognitive Prozesse berücksichtigt werden. Es würde jedoch den Rahmen sprengen, in dieser Arbeit zusätzlich auf die menschliche Informationsverarbeitung einzugehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie

2.1 Textliche Risikodarstellung

2.1.1 Verbale Risikodarstellung

2.1.2 Numerische Risikodarstellung

2.2 Grafische Risikodarstellung

2.2.1 Risk Ladders

2.2.2 Liniendiagramme

2.2.3 Sektordiagramme

2.2.4 Balkendiagramme

2.2.5 Piktogramme

3. Leitlinien, um die Wirksamkeit von Grafiken zu maximieren - nach Lipkus und Hollands (1999)

4. Verschiedene Darstellungsformate im empirischen Vergleich

4.1 Quantitative Studie: Genauigkeit und Geschwindigkeit

4.2 Qualitative Studie: Bewertungen durch Fokusgruppen

4.3 Internetbasierte Studie: Quantitative und qualitative Auswertung

5. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert, wie unterschiedliche Darstellungsformen von Risikoinformationen – textlich, numerisch und grafisch – das menschliche Verständnis und die Entscheidungsfindung beeinflussen, insbesondere im Kontext des Gesundheitswesens. Ziel ist es, die Vor- und Nachteile dieser Formate kritisch zu beleuchten und Leitlinien für eine effektive Risikokommunikation zu diskutieren.

  • Vergleich von verbalen und numerischen Präsentationsformen
  • Evaluation verschiedener grafischer Formate wie Piktogramme und Balkendiagramme
  • Analyse von Wirksamkeitsfaktoren grafischer Risikodarstellungen
  • Empirische Erkenntnisse aus quantitativen und qualitativen Studien
  • Bedeutung kognitiver Limitationen bei der Risikowahrnehmung

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Risk Ladders

Zwischen all den verschiedenen grafischen Darstellungsformaten scheint beispielsweise die risk ladder ein viel versprechendes Instrument zu sein, welches sich für die Darstellung von relativen und absoluten Risikoinformationen eignet (Lipkus & Hollands, 1999). Eine risk ladder stellt viele sehr kleine bis sehr grosse Ausprägungen eines einzelnen Risikos dar. Dabei werden die Risiken so dargestellt, dass grössere Risiken in einer Darstellung jeweils höher oben zu finden sind. Zusätzlich werden die Risiken oft mit vertrauten Risiken in Beziehung gesetzt, damit Vergleiche gezogen werden können und um das Verständnis zu erleichtern (Weinstein et al., 1989; zit. nach Lipkus & Hollands, 1999, S. 151). Zudem können die Stufendarstellungen Handlungsempfehlungen beziehungsweise Ratschläge beinhalten, welche die Wirksamkeit der risk ladder noch verstärken können.

Nach Lipkus und Hollands (1999) konnten verschiedene Studien zwei relevante Hauptergebnisse aufzeigen: Zum einen wurde die Risikowahrnehmung insbesondere durch die Position des Risikos in der Stufendarstellung beeinflusst. Je höher ein Risiko in den Stufendarstellungen platziert wurde, desto höher wurde das Risiko von einem Betrachter eingeschätzt. Das Einbeziehen eines weiteren vertrauten Risikos zum Vergleich veränderte die wahrgenommene Gefahr des ersten Risikos jedoch nicht. Die Betrachter hatten lediglich das Gefühl, das Risiko besser verstanden zu haben. Zudem sind Lipkus und Hollands (1999) der Ansicht, dass insbesondere eine risk ladder die automatischen visuellen Wahrnehmungsfähigkeiten, wie von Cleveland und McGill (1985) beschrieben, auslöst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Themenfeld der Risikokommunikation ein und verdeutlicht, dass das gewählte Format der Informationspräsentation maßgeblich das Verständnis und die daraus resultierenden Entscheidungen beeinflusst.

2. Theorie: Das Kapitel erörtert die kognitiven Herausforderungen bei der Interpretation von Risikoangaben und stellt verschiedene textliche sowie grafische Formate vor, wobei deren jeweilige Vor- und Nachteile analysiert werden.

3. Leitlinien, um die Wirksamkeit von Grafiken zu maximieren - nach Lipkus und Hollands (1999): Hier werden sieben spezifische Leitlinien zusammengefasst, die darauf abzielen, Fehler bei der Interpretation von grafischen Risikodarstellungen zu minimieren und die Wirksamkeit der Kommunikation zu erhöhen.

4. Verschiedene Darstellungsformate im empirischen Vergleich: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse verschiedener empirischer Studien – quantitativ, qualitativ und internetbasiert – die untersuchen, welche Formate von Probanden am besten verstanden und präferiert werden.

5. Diskussion: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, betont die Kontextabhängigkeit der optimalen Risikokommunikation und fordert eine verstärkte Forschung zur Kombination verschiedener Darstellungsformate.

Schlüsselwörter

Risikokommunikation, Risikowahrnehmung, Darstellungsformate, grafische Darstellung, Piktogramme, Balkendiagramme, Wahrscheinlichkeiten, Häufigkeitsformat, Entscheidungsfindung, Gesundheitswesen, kognitive Prozesse, Risikoverständnis, empirische Studien, Informationspräsentation, Risikoverzerrung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Informationen über Risiken optimal präsentiert werden müssen, damit sie von der Zielgruppe korrekt interpretiert und verstanden werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die psychologischen Grundlagen der Risikokommunikation, der Vergleich von textlichen (verbalen/numerischen) und grafischen Formaten sowie die Analyse empirischer Wirkungsstudien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Vor- und Nachteile verschiedener Darstellungsformen aufzuzeigen und Empfehlungen für eine effektive Risikokommunikation abzuleiten, die das Verständnis optimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende empirische Studien und theoretische Ansätze zur Risikokommunikation zusammenführt und kritisch diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Darstellungsformate, die Präsentation von Gestaltungsleitlinien nach Lipkus und Hollands sowie eine Auswertung empirischer Vergleichsstudien zu verschiedenen Formaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Risikokommunikation, Darstellungsformate, Risikowahrnehmung und kognitive Prozesse charakterisiert.

Warum sind Piktogramme laut der Autorin oft vorteilhaft, aber nicht immer?

Piktogramme werden oft als besonders verständlich empfunden, da sie das Risiko visualisieren. Allerdings benötigen sie viel Platz und können bei sehr unwahrscheinlichen Ereignissen oder durch zufällige Anordnung der Symbole kognitiv schwierig zu erfassen sein.

Warum wird in der Arbeit empfohlen, Wahrscheinlichkeitsformate möglichst zu vermeiden?

Da Wahrscheinlichkeiten als abstraktes numerisches Konzept gelten, bereiten sie vielen Menschen große Schwierigkeiten beim Verständnis; Häufigkeitsformate hingegen werden oft intuitiver erfasst.

Welche Rolle spielt der Bildungsgrad bei der Risikokommunikation?

Der Bildungsgrad beeinflusst die rechnerischen Fähigkeiten und den Umgang mit komplexen Formaten; daher ist er ein entscheidender Faktor, der bei der Wahl des Darstellungsformates berücksichtigt werden muss.

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Details

Title
Risikokommunikation - Darstellung von Risiken
Subtitle
Verschiedenen Möglichkeiten der Präsentationen von Risikoinformationen
College
University of Zurich
Course
Risikokommunikation
Author
Anita Huber (Author)
Publication Year
2008
Pages
25
Catalog Number
V94044
ISBN (eBook)
9783638072694
ISBN (Book)
9783640857289
Language
German
Tags
Risikokommunikation Darstellung Risiken Risikokommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anita Huber (Author), 2008, Risikokommunikation - Darstellung von Risiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94044
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