Wie gelingt eine gerechte Verteilung auf alle Niederlassungen innerhalb eines Unternehmens? Diese Frage soll in dieser Arbeit diskutiert werden. Darüber hinaus soll ein Umlageschlüssel entwickelt werden, um eben dieses Thema für Unternehmen zu vereinfachen.
Die derzeitige Abrechnung der Ausbildungskosten, die von einzelnen ausbildenden Niederlassungen verursacht und getragen werden müssen, ist, aufgrund des allgemeinen Imagezugewinns, der mit dem Aspekt der Ausbildung einhergeht und der sich auch für alle nicht ausbildenden Niederlassungen in unterschiedlicher Ausprägung vorteilhaft auswirkt, nicht gerechtfertigt.
Eine solidarische Kostenverteilung ist kein Novum und hat, gerade was den Gesichtspunkt des "großen Ganzen" anbelangt, einen besonders hohen Stellenwert, der nach außen hin durchaus auch den Gedanken eines demokratischen, solidarischen Gemeinschaftssinnes verdeutlicht.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Analyse und Festlegung der IST-Situation
2.1 Beschreibung der gegebenen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten
2.2 Darstellung der Ausbildungs- und Studienkosten
2.3 Darstellung des mit der eigenständigen Ausbildung verbundenen Unternehmenserfolges
2.3.1 Darstellung des messbaren Erfolges
2.3.2 Versuch der Darstellung des nicht messbaren Erfolges / Imagegewinnes
2.3.3 Darstellung des Imagegewinnes
2.4 Auswertung
3 Problemanalyse
3.1 Ausbildungskosten: Kostenrückführung und -abwicklung
3.2 Heraus- und Darstellung der unverhältnismäßigen Kostenverteilung
4 Entwicklung möglicher Lösungsansätze
4.1 Lösungsansatz I
4.1.1 Grundgedanke
4.1.2 Beschreibung
4.1.3 Auswertung / Darstellung der Vorteile
4.1.4 Schwierigkeiten der Um- / Durchführung
4.2 Lösungsansatz II
4.2.1 Grundgedanke
4.2.2 Beschreibung
4.2.3 Schwierigkeiten der Um- / Durchführung
4.3 Vergleich und Auswertung der Lösungsansätze
5 Beschreibung der theoretischen Umsetzung
5.1 Planung und Organisation
5.2 Umstellung / Durchführung
6 Wirkung / Prognose / Vision
6.1 Darstellung der Kostenverteilung
6.2 Kumulative Kostenentwicklung
6.3 Prognostische Vorhersage
7 Gesamtfazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines solidarisches Umlagesystems für Ausbildungskosten bei der DIS AG, um eine gerechtere Lastenverteilung zwischen ausbildenden und nicht ausbildenden Niederlassungen zu erreichen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei, wie durch ein transparentes Finanzierungsmodell die Motivation zur Ausbildung gesteigert und gleichzeitig der Unternehmenserfolg nachhaltig gesichert werden kann.
- Analyse der Ist-Situation der Ausbildungskosten bei der DIS AG.
- Bewertung von messbaren und nicht messbaren Erfolgsfaktoren der betrieblichen Ausbildung.
- Konzeption und Vergleich zweier unterschiedlicher Lösungsansätze für eine Kostenumlage.
- Integration eines zentralen Zuschusssystems und zinshaltiger Rücklagenbildung.
- Untersuchung der langfristigen Auswirkungen und Prognose der Kostenentwicklung.
Auszug aus dem Buch
3.2 Heraus- und Darstellung der unverhältnismäßigen Kostenverteilung
Die anfallenden Ausbildungskosten sind ähnlich den Einzelkosten zu klassifizieren, da sie direkt am Ort ihrer Entstehung durch den Verursacher aufzubringen sind.
Durch allgemeine Definition kennzeichnen sich Einzelkosten oder auch Identifiable Costs, dadurch, dass sie einem bestimmten Bezugsobjekt, zum Beispiel einem Kunden oder einem Produkt, direkt zugerechnet werden können. (vgl. Wirtschaftslexikon.gabler.de [Einzelkosten] o. S.)
Wie bereits angeschnitten wurde, birgt die verursacherdirekte Abrechnung der Ausbildungskosten einen negativen Charakter. Der allgemeine Imagegewinn, der sichtlich nur schwer identifizierbarer, aber dennoch klar gegebene wirtschaftliche Vorteile auch für nicht ausbildende Niederlassungen mit sich bringt, fordert eine Beteiligung aller Niederlassungen. Insbesondere wird diese Forderung dadurch bestärkt, dass auf globaler Ebene, seitens der Hauptverwaltung der DIS AG, die unternehmensinterne Ausbildung stark beworben wird. (vgl. dis-ag.com [Job-Suche] o. S.)
Alle hiermit einhergehenden Vorzüge übertragen sich auch auf nicht ausbildende Niederlassungen.
Aufgrund dieser Bevorteilung auch nicht ausbildender Niederlassungen, ist das Anliegen, die Ausbildungskosten nicht ausschließlich durch ausbildende Niederlassungen aufbringen zu lassen, sondern vielmehr eine solidarische Verteilung in Erwägung zu ziehen, durchaus gerechtfertigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt den Rahmen der Projektarbeit im sechsten Semester, die Ziele der Gruppenarbeit und die methodischen Anforderungen an eine wissenschaftliche Arbeit.
2 Analyse und Festlegung der IST-Situation: Untersucht die aktuellen Ausbildungsmöglichkeiten der DIS AG, die damit verbundenen Kosten und den sowohl messbaren als auch ideellen Unternehmenserfolg.
3 Problemanalyse: Kritisiert die aktuelle verursachergerechte Abrechnung der Ausbildungskosten als ungerecht, da nicht ausbildende Standorte indirekt von den Vorzügen profitieren.
4 Entwicklung möglicher Lösungsansätze: Erarbeitet zwei verschiedene Modelle für eine solidarische Kostenumlage inklusive der Berücksichtigung von zentralen Zuschüssen und Verzinsung.
5 Beschreibung der theoretischen Umsetzung: Erläutert die notwendigen Planungsphasen, organisatorischen Schritte und die praktische Implementierung des gewählten Umlagemodells.
6 Wirkung / Prognose / Vision: Prognostiziert die Auswirkungen der Kostenumlage auf die Niederlassungen und skizziert eine zukunftsorientierte Vision der gerechten Ressourcenverteilung.
7 Gesamtfazit: Bewertet das Vorhaben abschließend als gerechtfertigt und empfiehlt die Umsetzung von Lösungsansatz I für eine langfristig stabile Finanzierung.
Schlüsselwörter
Ausbildungskosten, Umlageschlüssel, DIS AG, Zeitarbeit, Personaldienstleistung, solidarische Verteilung, Ausbildung, Unternehmenserfolg, Kostenrückführung, Finanzierung, Projektarbeit, Imagegewinn, Unternehmensstruktur, Kostenmanagement, Betriebswirtschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Kostenstruktur der betrieblichen Ausbildung bei der DIS AG und entwickelt Möglichkeiten für eine solidarische Verteilung dieser Kosten unter allen Niederlassungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Kerngebiete sind die betriebliche Ausbildung, das Kostenmanagement, die interne Leistungsverrechnung und die soziale Gerechtigkeit innerhalb der Unternehmensstruktur der DIS AG.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Erarbeitung eines gerechten Umlagesystems, um die finanzielle Last der Ausbildung auf eine breitere Basis zu stellen und somit Anreize für eine stärkere Ausbildungsaktivität zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden eine IST-Analyse der Kostenstruktur durchgeführt, zwei verschiedene mathematische Lösungsmodelle kalkuliert sowie deren Vor- und Nachteile gegenübergestellt und bewertet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ist-Situation, die Problematisierung der aktuellen Kostenverteilung, die konkrete Modellierung von zwei Lösungsansätzen sowie deren theoretische Umsetzung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Ausbildungskosten, Umlageschlüssel, solidarische Verteilung, Personaldienstleistung und Unternehmenserfolg.
Warum wird Lösungsansatz I gegenüber Lösungsansatz II bevorzugt?
Lösungsansatz I zeigt eine ausgeglichenere Entwicklung der Gesamtabdeckung und nutzt den zentralen Zuschuss unter langfristigen Aspekten optimal aus.
Welche Rolle spielt der "zentrale Zuschuss" in den Modellen?
Der zentrale Zuschuss dient als Ausgleichsgröße, um bei steigenden Ausbildungskosten das Niveau der Rückerstattung stabil zu halten und die Belastung der Niederlassungen zu begrenzen.
Wird die Verzinsung der einbehaltenen Beträge berücksichtigt?
Ja, beide Modelle kalkulieren mit verschiedenen Zinssätzen bei einer Anlage der monatlichen Beiträge in einem fiktiven Ausbildungsfonds, um zusätzliches Kapital zu generieren.
Inwiefern beeinflusst der "Imagegewinn" die Argumentation der Arbeit?
Der Imagegewinn wird als wichtiger, wenn auch schwer messbarer Faktor angeführt, der rechtfertigt, dass alle Niederlassungen – auch die nicht ausbildenden – sich an den Kosten beteiligen sollten.
- Citation du texte
- Norbert Merbecks (Auteur), 2012, Umlage der Ausbildungskosten. Entwurf eines solidarischen, gerechten Umlageschlüssels, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/940577