Resilienz in Logistik und Produktion. Wie können weltweite Versorgungsengpässe vermieden werden?


Essay, 2020

18 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen
2.1 Definition Resilienz
2.2 Resiliente Systeme

3 Resilienz in Logistik und Produktion
3.1 Herausforderung Coronakrise
3.2 Resiliente Systeme in der Logistik und Produktion
3.3 Kritische Betrachtung

4 Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

IoT Internet of Things

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Begriffsvielfalt Resilienz

Abbildung 2: Produktion in Deutschland

Abbildung 3: Derzeitige und künftige Auswirkungen in der Logisitkbranche

1 Einleitung

In der Millionenstadt Wuhan trat im Dezember 2019 erstmalig eine neue Atemwegserkrankung mit dem Erreger SARS-CoV-2 auf, die im späteren Verlauf von der World Health Organisation (WHO) als Covid-19 bezeichnet wurde. Innerhalb weniger Wochen hatte sich das Virus in ganz China ausgebreitet und bereits im März 2020 wurde Covid-19 von der WHO zur Pandemie erklärt.1

Regierungen weltweit haben Maßnahmen eingeleitet, um die Bevölkerung vor diesem neuartigen Virus zu schützen, und daher die wirtschaftlichen Aktivitäten stark heruntergefahren. In vielen Ländern wurden nur noch die sogenannten system- bzw. versorgungsrelevanten Bereiche, wie beispielsweise Krankenhäuser, Lebensmittelhandel, am Laufen gehalten, um die Grundversorgung für die Bevölkerung 2 sicherzustellen.2 3

Durch die Corona-Pandemie sind viele Branchen vor massiven Herausforderungen gestellt worden. Vor allem die Logistik steht dadurch vor einer enormen Stresssituation, da diese trotz Lieferausfällen und Grenzschließungen die Grundversorgung aufrechterhalten muss und gleichzeitig aber auch wieder für die Produktion bzw. beim 3 Hochfahren der Produktion nach dem Lockdown bereitstehen musste.

Aufgrund der Globalisierung der Wirtschaft gab es erhebliche Schwierigkeiten, um die Produktionsbetriebe nach dem Lockdown wieder hochfahren zu können, da einerseits gesundheitliche Vorkehrungen für den Schutz der Mitarbeiter getroffen werden mussten und einige Mitarbeiter am Virus erkrankten und andererseits durch die weltweite Vernetzung der Unternehmen und der unterbrochenen Lieferketten die Produktion teilweise zum Stillstand kam.4

Die dadurch entstehenden Engpässe senken die Resilienz des Gesamtsystems einer Volkswirtschaft.5 Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich daher mit resilienten Systemen in der Logistik und Produktion, um derartige Engpässe künftig reduzieren zu können.

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Definition Resilienz

Der Begriff „Resilienz“ kann einerseits vom lateinischen Wort „resilire“, welches abprallen oder auch nach oben springen bedeutet, und andererseits vom englischen Wort „resilient“, das mit robust, stabil oder auch belastbar übersetzt werden kann, abgeleitet werden.6 7

Im deutschsprachigen Raum wurde der Begriff „Resilienz“ bis vor ein paar Jahren kaum bis gar nicht verwendet. Im Zuge des digitalen Wandels und der damit einhergehenden Veränderungen ist dieser Begriff jedoch schon zu einem Schlagwort hinsichtlich von Systemlandschaften geworden. Seinen Ursprung hat dieser Begriff jedoch aus der Materialwissenschaft, wobei er die Rückkehr eines Materials zum Ausgangszustand beschreibt. Auch in der Psychologie wird Resilienz schon länger verwendet, um die Robustheit von Menschen, d. h. die Fähigkeit, auch schwierige Situationen zu meistern, zu beschreiben.

Der Begriff Resilienz wird mittlerweile bereits in vielen wissenschaftlichen Bereichen verwendet, wobei Widerstandsfähigkeit in den meisten Fällen den Kern des Begriffs trifft. In der nachfolgenden Abbildung 1 werden einige Synonyme für Resilienz aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Zweigen grafisch dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Begriffsvielfalt Resilienz Stärkung durch Störungen

Quelle: Saurug, H., Resilienz, o. S. tionsfahigkeit

Im Zusammenhang mit technischen Systemen wird unter Resilienz meist die Robustheit und Anpassungsfähigkeit der Systeme verstanden. Im wirtschaftlichen Sinne bedeutet Resilienz, dass Unternehmen die Toleranz und Widerstandfähigkeit gegenüber diversen Störungen, wie Krisen oder auch Ressourcenknappheit, haben bzw. neue Chancen daraus entwickeln und diese für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg nutzbar machen.8 9 Nachfolgend werden die wesentlichen Kriterien und Merkmale von resilienten Systemen näher erörtert.

[...]


1 Vgl. Surveillances, V., Epidemiological Characteristics, 2020, S. 119.

2 Vgl. Burstedde, A et al., Versorgungsrelevante Berufe, 2020, S. 4.

3 Vgl. Puls, T., Corona-Stress, 2020, S. 1.

4 Vgl. Bardt, H., Hüther, M., IW-Kurzbericht, 2020, S. 1.

5 Vgl. Puls, T., Corona-Stress, 2020, S. 1.

6 Vgl. Pyka, S., Resilienz im persönlichen Verkauf, 2017, S. 54.

7 Vgl. Saurugg, H, Resilienz, 2020, o. S.

8 Vgl. Saurugg, H., Resilienz, 2020, o. S.

9 Vgl. Schreiber, H. et al., Krisen und Wirtschaftsschwächen, 2012, S. 3.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Resilienz in Logistik und Produktion. Wie können weltweite Versorgungsengpässe vermieden werden?
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Nürnberg früher Fachhochschule
Note
1,7
Autor
Jahr
2020
Seiten
18
Katalognummer
V940741
ISBN (eBook)
9783346271983
ISBN (Buch)
9783346271990
Sprache
Deutsch
Schlagworte
resilienz, logistik, produktion, versorgungsengpässe
Arbeit zitieren
Kathrin Stein (Autor), 2020, Resilienz in Logistik und Produktion. Wie können weltweite Versorgungsengpässe vermieden werden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/940741

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