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Wahrheit in der Mathematik. Logizismus, Formalismus, Intuitionismus

Title: Wahrheit in der Mathematik. Logizismus, Formalismus, Intuitionismus

Essay , 2019 , 5 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Julia Deutschmann (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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Die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit. Dieser Spruch auch dem Rechtswesen dürfte wohl nur wenigen gänzlich unbekannt sein. Doch wie der Titel bereits verrät, ist hier die Rede von mathematischen Wahrheiten in Bezug auf Logizismus, Formalismus und Intuitionismus. Lässt sich also die Wahrheit in der Mathematik auf die Logik zurückführen, wie die Position des Logizismus glaubt, oder entwickelt sie sich, wie manchmal auch im richtigen Leben, durch unsere Intuition?

Außerdem, wo bleibt in dieser Zirkulation um die Wahrheit nun eigentlich der Formalismus? Hoffentlich nicht auf der Strecke. Oftmals als sinnloses Zeichenspiel abgetan, weil mathematische Wahrheiten ohnehin mit Widerspruchsfreiheit identifiziert werden, so glauben andere wieder er sei von enormer Wichtigkeit, um der Mathematik überhaupt erst eine Grundlage zu verleihen. Wird also dem Formalismus in seiner Abwertung unrecht getan? Und überhaupt, ist nicht die grundlegendsten aller Fragen, ob "Wahrheit"nicht generell nur ein Begriff ist, den wir uns im Laufe der Zeit eben so angewöhnt haben? Etwas über das wir eigentlich überhaupt nicht sprechen können, nicht einmal in der Mathematik?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2. Kurzessay

Wahrheit in der Mathematik: Logizismus, Formalismus, Intuitionismus

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen dem Begriff der „Wahrheit“ und den mathematischen Grundlagentheorien Logizismus, Formalismus sowie Intuitionismus. Das primäre Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob diese mathematischen Positionen tatsächlich zur Definition einer objektiven Wahrheit beitragen können oder ob „Wahrheit“ in diesem Kontext als subjektives und fehlbares Konstrukt betrachtet werden muss.

  • Vergleich der mathematischen Strömungen Logizismus, Formalismus und Intuitionismus
  • Kritische Analyse des Wahrheitsbegriffs in den Geistes- und Naturwissenschaften
  • Die Rolle der Sprache bei der Vermittlung mathematischer Sachverhalte
  • Untersuchung der wechselseitigen Abhängigkeit von Mathematik und Logik
  • Philosophische Reflexion zur Erkenntnistheorie im Anschluss an Ludwig Wittgenstein

Auszug aus dem Buch

Wahrheit in der Mathematik: Logizismus, Formalismus, Intuitionismus

Die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit. Dieser Spruch auch dem Rechtswesen dürfte wohl nur Wenigen gänzlich unbekannt sein. Doch wie der Titel bereits verrät, ist hier die Rede von mathematischen Wahrheiten in Bezug auf Logizismus, Formalismus und Intuitionismus. Lässt sich also die Wahrheit in der Mathematik auf die Logik zurückführen, wie die Position des Logizismus glaubt, oder entwickelt sie sich, wie manchmal auch im richtigen Leben, durch unser Intuition? Außerdem, wo bleibt in dieser Zirkulation um die Wahrheit nun eigentlich der Formalismus? Hoffentlich nicht auf der Strecke. Oftmals als sinnloses Zeichenspiel abgetan, weil mathematische Wahrheiten ohnehin mit Widerspruchsfreiheit identifiziert werden, so glauben andere wieder er sei von enormer Wichtigkeit um der Mathematik überhaupt erst eine Grundlage zu verleihen. Wird also dem Formalismus ins seiner Abwertung unrecht getan? Und überhaupt, ist nicht die grundlegendsten aller Fragen, ob „Wahrheit“ nicht generell nur ein Begriff ist den wir uns im Laufe der Zeit eben so angewöhnt haben? Etwas über das wir eigentlich überhaupt nicht sprechen können, nicht einmal in der Mathematik?

Alles reine Intuition. Bei diesem Sprichwort würde wohl jeder Mathematiker erschaudern, denn wie sooft stehen die Naturwissenschaften für gewöhnlich jeglichen Theorien, die fern einer Formel oder plausiblen logischen Erklärung sind, eher skeptisch gegenüber. Wobei der Intuitionismus keineswegs solche abstrakten Behauptungen aufstellt wie etwa, dass mathematische Lösungen in jedem Menschen aus reiner Intuition entstehen, da käme man Platons Ideenlehre doch nahe. Viel mehr geht es um solche Dinge wie „ der Satz vom ausgeschlossenen Dritten“, die durchaus von den Meisten ohne mathematische Vorkenntnisse erkannt werden können. z.B Entweder der Fall oder nicht der Fall. „Eines kann der Fall sein oder nicht der Fall sein und alle übrige gleich bleiben“ (Wittgenstein,1960: S.30) Diese Formel, die seit Wittgenstein schwarz auf weiß zu finden ist, ist durchaus nicht schwer nachzuvollziehen. Allerdings ist es dem Formalismus und den Logizismus nicht zu verdenken, gegen etwas wie den Intuitionismus zu argumentieren, wo jener Gefahr läuft ihre vielleicht manchmal schon in Anmaßung ausartende Wichtigkeit zu schmälern.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Kurzessay: Der Autor setzt sich kritisch mit den mathematischen Grundlagentheorien auseinander und hinterfragt die Objektivität des Wahrheitsbegriffs in der Mathematik unter Einbeziehung philosophischer Perspektiven.

Schlüsselwörter

Mathematik, Wahrheit, Logizismus, Formalismus, Intuitionismus, Philosophie, Logik, Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie, Ludwig Wittgenstein, Mathematische Grundlagen, Subjektivität, Widerspruchsfreiheit, Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Untersuchung mathematischer Wahrheiten und dem Spannungsfeld zwischen den drei großen Grundlagentheorien Logizismus, Formalismus und Intuitionismus.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die Frage nach der Definition von Wahrheit, die Rolle der Logik als Grundlage der Mathematik sowie die Bedeutung der Sprache und empirischer Erfahrung bei der Vermittlung mathematischer Prinzipien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Hauptanliegen ist zu klären, ob Logizismus, Formalismus oder Intuitionismus tatsächlich fähig sind, eine objektive „Wahrheit“ in der Mathematik zu begründen, oder ob diese Theorien selbst als subjektiv und begrenzt einzustufen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen diskursiv-philosophischen Ansatz, der existierende theoretische Konzepte in Bezug auf mathematische Grundlagen analysiert und diese durch logische Argumentation und Zitate kritisch bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Theorien Logizismus, Formalismus und Intuitionismus einzeln beleuchtet, deren Schwächen und Stärken in Bezug auf den Wahrheitsbegriff diskutiert und mit dem Wittgenstein'schen Verständnis von logischer Sprache verknüpft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mathematische Grundlagen, Logizismus, Intuitionismus, Formalismus, Wahrheitstheorie und Sprachphilosophie charakterisiert.

Welche Rolle spielt Ludwig Wittgenstein für die Argumentation des Autors?

Wittgenstein dient als zentrale Referenz, insbesondere um die Grenzen der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit über „Wahrheit“ aufzuzeigen und um die philosophische Vorsicht gegenüber dem Versuch zu begründen, über nicht aussprechbare Dinge zu theoretisieren.

Warum hinterfragt der Autor die Vormachtstellung formaler mathematischer Strukturen?

Der Autor hinterfragt diese, weil formale Strukturen zwar Effizienz und Kürze bieten, jedoch Gefahr laufen, den inhaltlichen Sinn oder die intuitive Nachvollziehbarkeit für Nicht-Experten zu verdecken.

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Details

Title
Wahrheit in der Mathematik. Logizismus, Formalismus, Intuitionismus
College
University of Innsbruck
Grade
1,8
Author
Julia Deutschmann (Author)
Publication Year
2019
Pages
5
Catalog Number
V940746
ISBN (eBook)
9783346272089
Language
German
Tags
wahrheit mathematik logizismus formalismus intuitionismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Deutschmann (Author), 2019, Wahrheit in der Mathematik. Logizismus, Formalismus, Intuitionismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/940746
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