Till Brönner, ein exzellenter Trompeten- und Flügelhornspieler. Wie sieht seine musikalische Sprache aus? Anhand von Transkriptionen untersuche ich die musikalische Sprache von Till Brönner, basierend auf seinen klanglichen / technischen wie auch musikalischen Stilmitteln. Mit je einer Studio- und einer Liveaufnahme habe ich zwei Titel ausgewählt, die sich in der Besetzung und im Tempo unterscheiden. Damit habe ich die Möglichkeit sein Spiel aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten.
Ein weiteres Ziel ist es jeweils, die Studio- und Liveaufnahmen der beiden Songs gegenüberzustellen. Ist die Improvisation der Studioaufnahmen im Live-Konzert wiederzuerkennen, oder spielt er eine komplett neue Version?
Erhärtet sich wohl der Verdacht, dass Till Brönner auf der Bühne ein anderer Musiker ist als im Studio? Anhand meiner Transkriptionen werde ich auch darauf noch ein Auge drauf werfen.
Nicht untersucht wird seine Klangästhetik.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2.Abstract
3.Definitionen
3.1Phrase
3.2Slide / Scoop
3.3Vibrato
3.4Grace Note (Vorschlagsnote)
3.5Ghostnote
3.6Tonumspielung
3.7Oktaveräume
3.8Shake
3.9Half Valve
3.10Fall
3.11Rip
3.12False Fingering / Alternative Fingering
4.Till Brönner kurz vorgestellt
5.Hauptteil
5.1Erste Solotranskription von „A Thousand Kisses Deep“ (Studioaufnahme)
5.1.1Gesamteindruck
5.1.2Klanglich / Technische Stilmittel
5.1.2.1Gestaltungen / Phrasierung
5.1.3Musikalische Stilmittel
5.1.3.1Vorschlagsnoten
5.1.3.2Ghost note
5.1.3.3Phrasenbildung
5.1.3.4Dramaturgie und Höhenpunkt der Improvisation
5.1.3.5Tonumfang
5.1.3.6Charakteristisches der Improvisation
5.1.3.7Beliebte Tonfolge
5.2Zweite Solotranskription von „A Thousand Kisses Deep“ Liveaufnahme im Vergleich zur Studioaufnahme
5.2.1Gesamteindruck
5.2.2Klanglich / Technische Stilmittel
5.2.2.1Gestaltungen / Phrasierung
5.2.3Musikalische Stilmittel
5.2.3.1Phrasenbildung
5.2.3.2Dramaturgie und Höhenpunkt der Improvisation
5.2.3.3Charakteristisches in der Improvisation
5.2.3.4Warum immer alles neu?
5.3Dritte Solotranskription von „F.F.H.“ Studio Aufnahme
5.3.1Gesamteindruck
5.3.2Klanglich / Technische Stilmittel
5.3.2.1Gestaltungen / Phrasierung
5.3.3Musikalische Stilmittel
5.3.3.1Vorschlagsnoten
5.3.3.2Ghost Note
5.3.3.3Phrasenbildung
5.3.3.4Dramaturgie und Höhepunkt der Improvisation
5.3.3.5Tonumfang
5.3.3.6Charakteristisches der Improvisation
5.4Vierte Solotranskription von „F.F.H.“ Studioaufnahme im Vergleich zur Studioaufnahme
5.4.1Gesamteindruck
5.4.2Klanglich / Technische Stilmittel
5.4.2.1Gestaltungen / Phrasierung
5.4.3Musikalische Stilmittel
5.4.3.1Vorschlagsnote
5.4.3.2Gost Note
5.4.3.3Phrasenbildung
5.4.3.4Dramaturgie und Höhepunkt der Improvisation
5.4.3.5Tonumfang
5.4.3.6Charakteristisches der Improvisation
5.4.3.7Beliebte Ton Folge
6.Interview mit Till Brönner (Vom 16.05.18 per E-Mail)
7.Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die musikalische Sprache des Trompeters Till Brönner durch eine vergleichende Untersuchung von Studio- und Liveaufnahmen. Das primäre Ziel ist es, typische Erkennungsmerkmale, technische Stilmittel und improvisatorische Muster in Brönners Spielweise zu identifizieren und die Unterschiede zwischen kontrollierten Studiobedingungen und der Live-Improvisation herauszuarbeiten.
- Analyse technischer Stilmittel (Vibrato, Ghost Notes, Slides, Rips)
- Vergleich von Studio- und Live-Improvisationen hinsichtlich Struktur und Energie
- Untersuchung von Phrasenbildung und rhythmischer Gestaltung
- Erforschung von motivischen Leitfäden und wiederkehrenden Tonfolgen
- Dokumentation des improvisatorischen Ansatzes durch Transkriptionen
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Fast jeder, der Jazz mag, hat schon von Till Brönner gehört. So auch ich. Mir ist aufgefallen, dass Till Brönner in meinem Umfeld von Jazzmusikern auch ab und zu kritisch betrachtet wird. Ich habe mich nie richtig damit auseinandergesetzt. Doch nun wollte ich es wissen und habe mich deshalb ganz genau in seine Musik rein gehört. Ja, seine Musik kann etwas „kommerziell“ und „kitschig“ sein. Aber man muss zugeben, spielen kann er. Ich möchte aufzeigen, was Till Brönner wirklich drauf hat. So hat es mein Interesse geweckt, sein Spiel zu analysieren. Ich habe mich gefragt: Gibt es typische Erkennungsmerkmale oder Muster in seiner musikalischen Sprache, die Till Brönner zu Till Brönner machen?
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Motivation und Fragestellung der Arbeit bezüglich der Identifikation von Mustern in Till Brönners musikalischer Sprache.
2. Abstract: Kurze Zusammenfassung der Ziele, der gewählten Methode und des Vergleichs von Studio- und Liveaufnahmen.
3. Definitionen: Erläuterung der für die Analyse relevanten musikalischen Fachbegriffe wie Phrasen, Vibrato, Ghostnotes und Glissando-Techniken.
4. Till Brönner kurz vorgestellt: Biografischer Abriss und Überblick über das künstlerische Schaffen von Till Brönner.
5. Hauptteil: Detaillierte Transkriptionsanalyse und Vergleich der gewählten Musikstücke hinsichtlich technischer Stilmittel, Dramaturgie und Charakteristika.
6. Interview mit Till Brönner (Vom 16.05.18 per E-Mail): Persönliche Stellungnahme des Künstlers zu seinem Improvisationsansatz und zum Verhältnis von Live-Konzert und Studioaufnahme.
7. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung von Till Brönners spielerischer Souveränität und Reflexion über den Prozess der Transkription.
Schlüsselwörter
Till Brönner, Jazztrompete, Transkription, Improvisation, Musiktheorie, Vibrato, Phrasierung, Studioaufnahme, Liveaufnahme, Flügelhorn, Tonumspielung, Jazz, Musikanalyse, Solotranskription, Musikstilistik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht die musikalische Sprache des Jazztrompeters Till Brönner, indem sie sein Improvisationsspiel anhand von Transkriptionen analysiert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Fokus stehen technische Stilmittel wie Vibrato, Ghostnotes und diverse Glissando-Effekte sowie die strukturelle Analyse der Dramaturgie in seinen Soli.
Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser These?
Der Autor möchte aufzeigen, ob und welche typischen Erkennungsmerkmale oder Muster Till Brönners musikalische Sprache charakterisieren und wie sich diese in verschiedenen Kontexten (Studio vs. Live) manifestieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Es wurde eine vergleichende Transkriptionsanalyse durchgeführt, bei der spezifische Musikstücke von Studio- und Liveaufnahmen gegenübergestellt wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse von vier Solotranskriptionen, wobei Aspekte wie Phrasenbildung, Dynamikverläufe und Akkordbrechungen explizit untersucht werden.
Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?
Zu den prägenden Schlüsselbegriffen gehören Jazz-Improvisation, Transkriptionsanalyse, musikalische Stilmittel und der Vergleich von Live- und Studioperformance.
Welchen Stellenwert nimmt die "F.F.H." Transkription im Vergleich zu "A Thousand Kisses Deep" ein?
Die Transkription von "F.F.H." wird als komplexer beschrieben, da hier "Layed Back" und "Lean Forward" eine präzise rhythmische Einordnung erschweren.
Wie unterscheidet sich laut Analyse Brönners Live-Spiel von seinen Studioaufnahmen?
Laut Analyse riskiert Brönner bei Live-Auftritten mehr, verwendet häufiger "Layed Back"-Phrasierungen und baut oft eine neue Improvisation auf, auch wenn musikalische Vorlieben und Leitfäden erkennbar bleiben.
- Quote paper
- Benjamin Hasler (Author), 2018, Ein Einblick in die musikalische Sprache von Till Brönner. Ein Vergleich von Studio- und Liveaufnahmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/941101