In dieser Arbeit wird exemplarisch der World Wide Fund For Nature (WWF) in den Fokus gerückt. Ziel der Hausarbeit ist es, den WWF als eine internationale Organisation darzustellen, seine Ziele zu erläutern und die durchgeführten Kommunikationsmaßnahmen zu beschreiben, mit denen das Erreichen dieser Ziele unterstützt werden soll. Dabei wird allerdings auch kritisch hinterfragt, inwieweit der WWF im Speziellen und NGOs im Allgemeinen Einfluss auf ihre Zielgruppen wie Politik oder Wirtschaft haben und ob ihre Kommunikation somit erfolgreich ist.
Es wurde sich bewusst für den WWF entschieden, da er zu den größten nicht-staatlichen Naturschutzorganisationen der Welt gehört und in über 100 Ländern aktiv ist. Ziel der Organisation ist es, wildlebende Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und dadurch die biologische Vielfalt der Erde zu bewahren. Damit kämpft der WWF nicht nur gegen die Umweltverschmutzung, sondern auch gegen den Klimawandel.
Bevor sich allerdings im Konkreten mit dem WWF auseinandergesetzt wird, werden zuerst die allgemeinen Merkmale von internationalen Organisationen auf Basis von Madeleine Herren herausgearbeitet. Dabei wird sowohl auf die historische Entwicklung von internationalen Organisationen eingegangen als auch auf ihre allgemeinen Ziele und auf ihre Rolle in der Weltpolitik. Zudem findet eine kurze Unterscheidung zwischen staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen statt. Darauf aufbauend werden dann Kommunikationsstrategien internationaler Organisationen vorgestellt, um schließlich auf das Beispiel des WWF zurückzukommen.
Terrorismus, Finanzkrise und Klimawandel. In der heutigen Zeit handelt es sich bei vielen politischen Problemen um internationale oder sogar globale Probleme, die nicht mehr von einzelnen Nationalstaaten gelöst werden können. Durch die fortschreitende Globalisierung fand eine immer stärkere weltweite Verflechtung in verschiedenen Bereichen wie der Wirtschaft, Kultur oder Kommunikation statt, wodurch die Nationalstaaten an Souveränität verloren haben.
Gleichzeitig sind neue internationale Akteure entstanden, die sich an weltpolitischen Strukturen und Prozessen beteiligen: die internationalen Organisationen. Sie nehmen die Rolle von Vermittlern oder Konfliktlösern ein, wenn es zwischen oder innerhalb von Staaten Konflikte gibt und helfen bei der Bekämpfung von humanitären Problemen
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Internationale Organisationen
2.1 Staatliche und nicht-staatliche Organisationen
2.2 Internationale Organisationen und ihre Kommunikation
3. Der WWF – Umweltschutz im Zeichen des Pandas
3.1 Entstehung und Entwicklung
3.2 Der WWF als internationale Organisation
3.3 Die Kommunikation des WWFs
3.3.1 Öffentlichkeitsarbeit
3.3.3 Kommunikation im Internet
4. Der WWF in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit
5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den World Wide Fund For Nature (WWF) als internationale nicht-staatliche Organisation, um dessen Ziele, Kommunikationsstrategien und die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu analysieren. Dabei wird insbesondere kritisch hinterfragt, wie erfolgreich die Organisation ihre Anliegen vermittelt und inwiefern sie durch Kooperationen mit Unternehmen beeinflusst wird.
- Grundlagen internationaler Organisationen und NGOs
- Struktureller Aufbau und historische Entwicklung des WWF
- Kommunikationsmaßnahmen (Öffentlichkeitsarbeit und Internet)
- Wahrnehmung des WWF in der Öffentlichkeit und Kritikpunkte
- Einflussmöglichkeiten von NGOs durch Lobbying und Kapitalmärkte
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Öffentlichkeitsarbeit
Die Öffentlichkeitsarbeit nimmt beim WWF einen hohen Stellenwert ein. Dies zeigt sich auch im Jubiläumsbuch des WWF, in dem das Thema Öffentlichkeitsarbeit mit folgendem Satz eingeleitet wird: „Öffentlichkeitsarbeit ist unverzichtbar: um Menschen zu erreichen, Politiker zu überzeugen, Entscheidungsträger umzustimmen.“ (Groth 2003: 178). Um die Themen Umwelt- und Naturschutz in der Öffentlichkeit zu platzieren und um Aufmerksamkeit für die Themen zu generieren, versucht der WWF zum einen die Menschen für ihre Themen zu begeistern und sie zum anderen durch wissenschaftlich fundierte Fakten zu überzeugen (vgl. ebd.: 179 f.). Auf die klassische Werbung greift der WWF in diesem Kontext allerdings eher selten zurück. Damit die Inhalte des WWF aber selbstständig von den Medien verwendet werden, setzt die Organisation verstärkt auf die Verwendung von Emotionen und personalisierten Darstellungen (vgl. Groth 2003: 183). Dafür arbeitet der WWF oft mit Prominenten zusammen, um den Nachrichtenwert ihrer Artikel zu erhöhen. Ein Beispiel hierfür wäre der Sänger und Schauspieler Jared Leto, der sich seit 2015 als WWF-Botschafter unter anderem gegen die Wilderei und den illegalen Artenhandel in Südafrika einsetzt (vgl. WWF c). Seine Zusammenarbeit mit dem WWF wurde dabei sowohl auf eigenen Seiten des WWF verkündet, als auch online auf Internetseiten diverser Magazine wie der Time oder neuH. Neben diesen einzelnen Pressenachrichten setzt der WWF darüber hinaus auch auf Kampagnen, die bis zu einem Jahr andauern können. In den einzelnen Kampagnen werden „laute und leise Instrumente“ (Reiß 2007: 45) kombiniert, um möglichst viele Menschen über die Inhalte zu informieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Hinführung zum Thema internationale Organisationen und Vorstellung des Fokus auf den WWF als bedeutende Nichtregierungsorganisation (NGO).
2. Internationale Organisationen: Theoretische Einordnung der Entwicklung internationaler Organisationen, deren Merkmale sowie eine Abgrenzung zwischen staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren.
3. Der WWF – Umweltschutz im Zeichen des Pandas: Darstellung der Historie des WWF, seiner Organisationsstruktur sowie der verschiedenen Kommunikationsinstrumente, inklusive PR und Internetpräsenz.
4. Der WWF in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit: Kritische Reflexion der öffentlichen Wahrnehmung des WWF, insbesondere bezüglich der Kooperation mit Unternehmen und der daraus resultierenden Kritik.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Kommunikationsstrategien des WWF und Diskussion über die Wirksamkeit von Kooperation gegenüber Konfrontation bei NGOs.
Schlüsselwörter
WWF, NGO, Internationale Organisationen, Umweltschutz, Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, Public Relations, Lobbying, Kooperation, Fundraising, Nachhaltigkeit, Weltpolitik, Kampagnen, Internet, Soziale Medien
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den World Wide Fund For Nature (WWF) als internationale nicht-staatliche Organisation und untersucht seine Kommunikationsstrategien zur Erreichung seiner ökologischen Ziele.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Rolle von Nichtregierungsorganisationen in der Weltpolitik, die methodische Öffentlichkeitsarbeit des WWF und die kritische Betrachtung von Kooperationen mit Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, den WWF als internationale Organisation darzustellen, seine Kommunikationsmaßnahmen zu beschreiben und kritisch zu hinterfragen, wie erfolgreich diese Kommunikation zur Beeinflussung der Öffentlichkeit und Politik ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse basierend auf theoretischen Modellen zu internationalen Organisationen und NGOs, ergänzt durch Fallbeispiele und die Auswertung bestehender Studien zur Kommunikation des WWF.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehung des WWF, seiner formalen Struktur, den verschiedenen Kommunikationskanälen – von klassischer PR bis hin zu sozialen Medien – sowie der öffentlichen Wahrnehmung und Kritik an der Organisation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen WWF, NGO, Öffentlichkeitsarbeit, Internationale Organisationen, Umweltschutz, Lobbying und Kooperation.
Inwiefern beeinflussen Kooperationen mit Unternehmen das Image des WWF?
Kooperationen, wie etwa die Regenwald-Kampagne mit Krombacher, bringen finanzielle Mittel, führen aber auch zu Kritik an der Organisation, da sie teilweise als „Nadelstreifen-Naturschutz“ wahrgenommen wird.
Welche Rolle spielen soziale Medien in der Kommunikationsstrategie des WWF?
Soziale Medien dienen dem WWF vorrangig dazu, Aufmerksamkeit für bestimmte Probleme zu wecken und einen direkten Kontakt zu Rezipienten aufzubauen, wobei die Inhalte oft vereinfacht dargestellt werden.
Warum setzt der WWF laut Arbeit primär auf Kooperation statt auf Konfrontation?
Der WWF verfolgt einen Ansatz, der auf Zusammenarbeit und Dialog mit Politik und Wirtschaft abzielt, um Veränderungen durch nachhaltige Praktiken zu erreichen, anstatt Akteure öffentlich an den Pranger zu stellen.
- Arbeit zitieren
- Lena Schneider (Autor:in), 2018, Kommunikation zum Schutz der Umwelt. Wie der WWF als internationale Organisation seine Themen in der Öffentlichkeit platziert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/941137