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Das Kompetenzprofil einer Stationsleitung in deutschen Krankenhäusern. Die Sicht der Pflegedirektoren und der Stationsleitungen

Titre: Das Kompetenzprofil einer Stationsleitung in deutschen Krankenhäusern. Die Sicht der Pflegedirektoren und der Stationsleitungen

Thèse de Master , 2015 , 138 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Martin M. Müller (Auteur)

Sciences infirmières - Gestion des soins infirmiers
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Diese Arbeit umfasst zwei Ziele. Zum einen wird das bereits beschriebene Kompetenzprofil aus Sicht der Pflegedirektoren im Hinblick auf die Vorfindbarkeit im deutschen Krankenhaussektor evaluiert. Zentral ist dabei die Frage: Inwieweit ist das beschriebene Kompetenzprofil in der Praxis vorzufinden?

Zum anderen soll ein erweitertes Kompetenzprofil als Ergebnis der Wahrnehmungen der Pflegedirektoren, Stationsleitern und stellvertretenden Stationsleitern erstellt werden. Die folgende Frage wird dabei berücksichtigt: Welche weiteren Kompetenzen werden darüber hinaus als relevant für die Position der Stationsleitung erachtet?

Die letzte, in einem kleineren Rahmen erfolgte Studie zum Kompetenzprofil von Stationsleitungen liegt bereits über zehn Jahre zurück. Da das Gesundheitssystem international jedoch schnellen und starken Veränderungen unterliegt ist diese, von Grund auf neue Studie für die Ermittlung eines solchen Kompetenzprofils notwendig.

Kompetenzprofilen kommt in der heutigen Krankenhausorganisation eine zentrale Bedeutung zu. Bereits im Jahr 2014 wurde ein wesentlicher Beitrag zu der Thematik des Kompetenzprofils einer Stationsleitung in deutschen Krankenhäusern geleistet. Im Rahmen einer Vollerhebung wurden die Pflegedirektoren der deutschen Kliniken zu ihren Ansichten zum Kompetenzprofil einer Stationsleitung befragt. Während der Durchführung dieser Studie konnten sehr viele Rückmeldungen bezüglich des Interesses an den Inhalten der Forschung gesammelt werden. Bei der befragten Population wurde somit eine besondere Relevanz der Thematik erkannt.

Diese Relevanz lässt sich v.a. aus verschiedenen Problematiken der Stelle der Stationsleitung ableiten. Zentral ist hierbei die sog. Sandwichfunktion eines Stationsleiters. Diese Sandwichposition bedeutet, dass Stationsleiter nicht nur Ansprechpartner für die ihnen zugeteilten Pflegekräfte, Patienten und Angehörige sind, sondern auch zwischen den Berufsgruppen und der Pflegedienstleitung vermitteln sollen. Nicht selten ist die folgende Aussage in der internationalen Literatur vorzufinden: Stationsleitungen seien zu wenig ausgebildet und sehen sich selbst nicht dazu in der Lage, die notwendige Autorität für Veränderungen aufzubringen, auch wenn sie den dafür notwendigen Freiraum in der Praxis erhalten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Hintergrund

1.1 Definitionen

1.2 Literaturrecherche

1.3 Rolle der Stationsleitung

1.4 Kompetenzen

2 Forschungsvorhaben

2.1 Ziele der Studie

2.2 Fragestellung

2.3 Fragebogenentwicklung

2.4 Feldzugang

3 Ergebnisse

3.1 Deskriptive Darstellung

3.2 Inferenzstatistische Darstellung

4 Diskussion

4.1 Selbsteinschätzungen der Stationsleiter zum erwarteten Kompetenzprofil einer Stationsleitung in deutschen Krankenhäusern

4.2 Kompetenzprofil einer Stationsleitung in Bezug auf unterschiedliche Sichtweisen

5 Fazit

Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Masterthesis ist die Evaluation eines Kompetenzprofils für Stationsleitungen in deutschen Krankenhäusern unter Berücksichtigung der Perspektiven von Pflegedirektoren, Stationsleitern und stellvertretenden Stationsleitern, um Diskrepanzen zwischen Erwartungen und der praktischen Vorfindbarkeit zu identifizieren. Zudem soll ein erweitertes Kompetenzprofil erstellt werden, das für die aktuelle Position der Stationsleitung als relevant erachtet wird.

  • Analyse und Definition der Rolle der Stationsleitung im Krankenhausumfeld.
  • Empirische Untersuchung der Erwartungen an das Kompetenzprofil aus Sicht verschiedener Akteure.
  • Identifikation relevanter Schlüssel- und Kernkompetenzen durch Literaturrecherche und empirische Daten.
  • Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Strukturdaten (z.B. Trägerstruktur, Versorgungsstufe) und Kompetenzwahrnehmungen.
  • Ableitung eines modifizierten Kompetenzprofils als Grundlage für zukünftige Personalentwicklung.

Auszug aus dem Buch

Entwicklung des Rollenverständnisses

Stationsleiter sind Prozessgestalter, deren Rolle sich in den letzten dreißig Jahren verändert und entwickelt hat. In den 1980er Jahren waren Stationsleiter noch Gleiche unter Gleichen, sie fühlten gegenüber nachgeordneten Mitarbeitern eine größere Verpflichtung als gegenüber der Klinikleitung. Ihre Kardinalaufgaben waren zu dieser Zeit Dienstplanung, Begleitung der Visite und Organisation der Weihnachtsfeier (vgl. Gaede, 2012, S.18). Im Weiteren waren sie klinische Experten, die zusätzlich zu der direkten Pflege am Patientenbett für das Management der Station verantwortlich waren (vgl. Kramer et al., 2007, S.326). Der Fokus lag zu dieser Zeit auf den persönlichen Eigenschaften der Manager als angeborene Führungskompetenzen (vgl. Hyrkäs et al., 2005, S.210).

Einhergehend mit zunehmender Kostenreduzierung und steigender Komplexität des Gesundheitssystems vollzog sich im nächsten Jahrzehnt ein Wandel zu mehr Verantwortung für eine größere Anzahl an Stationen. Auch vollzog sich eine Veränderung im Rollenverständnis. Aus Managern, die den Status quo erhalten, entwickelten sich Führungspersonen, die innovativ entwickeln (vgl. Kramer et al., 2007, S.326f).

Heutzutage werden die Stationsleiter stärker denn je gefordert. Es besteht ein sehr enger Kontakt zur Klinikleitung, somit sind sie Dreh- und Angelpunkt für deren Pläne. In ihrer Funktion sind sie Manager oberster Ordnung und im Organigramm den Oberärzten gleichgestellt. Es kommt zu häufigen Feedback- und Mitarbeitergesprächen, in diesem Rahmen trägt der Stationsleiter die volle Personalverantwortung. Die grundständige Pflegearbeit am Bett ist auf ein Minimum reduziert, es werden 80 bis 100% der Arbeitszeit für Führungsaufgaben veranschlagt. Zu den Führungsaufgaben der Stationsleiter zählen die Kompensation von Personalengpässen, Förderung des Personals und Verantwortlichkeit für das Personalbudget. Somit werden Stationsleiter zu mittelständigen Unternehmern, die Verantwortung für bis zu 80 Mitarbeiter tragen (vgl. Gaede, 2012, S.18ff). Man erwartet von Stationsleitern die Führung der Profession. Im Zentrum stehen Patientensicherheit, nichtstrafendes Umfeld und Meistern von schwierigen Übergängen (vgl. Kramer et al., 2007, S.327). Pflegemanager sollten kreativ an ihre Aufgabenstellung herangehen und vor ihrer Berufsgruppe die Aufgaben der Pflege ansprechen (vgl. Hillman & Foster, 2011, S.55).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die zentrale Bedeutung von Kompetenzprofilen in der modernen Krankenhausorganisation und beschreibt die Zielsetzung der Arbeit, ein solches Profil aus verschiedenen Sichtweisen zu evaluieren.

1 Hintergrund: Hier werden grundlegende Definitionen, der Stand der Literaturrecherche sowie die internationale und nationale Rolle der Stationsleitung und pflegerische Managementaufgaben dargelegt.

2 Forschungsvorhaben: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, inklusive der Ziele, der Forschungsfragen sowie der Entwicklung des Fragebogens und des Feldzugangs.

3 Ergebnisse: Hier werden die Resultate der Datenerhebung deskriptiv und inferenzstatistisch dargestellt, basierend auf den Antworten von Pflegedirektoren, Stationsleitern und Stellvertretern.

4 Diskussion: Das Kapitel vergleicht die Studienergebnisse mit dem Literaturstand, diskutiert die Relevanz der ermittelten Kompetenzen und beleuchtet Diskrepanzen bei den Erwartungshaltungen.

5 Fazit: Diese Zusammenfassung bietet einen Rückbezug zu den Forschungsfragen und evaluiert, inwieweit das erwartete Kompetenzprofil in der Praxis vorzufinden ist.

Schlüsselwörter

Stationsleitung, Kompetenzprofil, Krankenhausmanagement, Pflegedirektion, Personalführung, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, Fachkompetenz, Personalentwicklung, Krankenhausorganisation, Führungskompetenz, Berufszufriedenheit, Prozessmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Masterthesis untersucht das Kompetenzprofil einer Stationsleitung in deutschen Krankenhäusern durch einen Vergleich der Erwartungen von Pflegedirektoren und der tatsächlichen Sichtweise der Stationsleitungen selbst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Entwicklung des Rollenverständnisses, die Identifikation relevanter Führungskompetenzen sowie die Analyse der Diskrepanzen zwischen institutionellen Erwartungen und der alltäglichen Praxis auf Stationsebene.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu evaluieren, inwieweit das von Pflegedirektoren erwartete Kompetenzprofil in der Praxis vorzufinden ist und welche weiteren Kompetenzen für die Leitungsposition als relevant erachtet werden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quantitative Querschnittstudie mit zwei Erhebungszeitpunkten, wobei Online-Fragebögen zur Datenerhebung eingesetzt wurden, die anschließend statistisch ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Literaturanalyse zum Rollenbild, das konkrete Forschungsvorhaben, die Darstellung der deskriptiven und inferenzstatistischen Ergebnisse sowie eine kritische Diskussion der Befunde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert primär auf Begriffe wie Stationsleitung, Kompetenzprofil, Krankenhausmanagement, Führungskompetenz und Personalführung.

Warum wird die Rolle der Stationsleitung als "Sandwichfunktion" bezeichnet?

Die Stationsleitung steht laut der Arbeit in einer Position zwischen den ihr unterstellten Pflegekräften, Patienten und Angehörigen sowie der übergeordneten Pflegedienstleitung und Klinikleitung, was hohe Anforderungen an das Vermittlungsgeschick stellt.

Welche Bedeutung kommt der Personalentwicklung im Rahmen des Kompetenzprofils zu?

Die Arbeit identifiziert Personalentwicklung als kritische Basiskompetenz, die maßgeblich zur Mitarbeiterbindung beiträgt, jedoch in der Praxis häufig zwischen den Erwartungen der Leitungsebene und den Ressourcen der Station unter Druck steht.

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Titre
Das Kompetenzprofil einer Stationsleitung in deutschen Krankenhäusern. Die Sicht der Pflegedirektoren und der Stationsleitungen
Université
University of Applied Sciences Mainz  (Gesundheit und Pflege)
Note
1,0
Auteur
Martin M. Müller (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
138
N° de catalogue
V941480
ISBN (ebook)
9783346313898
ISBN (Livre)
9783346313904
Langue
allemand
mots-clé
Kompetenzprofil Stationsleitung Krankenhaus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martin M. Müller (Auteur), 2015, Das Kompetenzprofil einer Stationsleitung in deutschen Krankenhäusern. Die Sicht der Pflegedirektoren und der Stationsleitungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/941480
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Extrait de  138  pages
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