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Dialektik und Skillstraining als Methoden sozialpädagogischer Intervention

Überlegungen zum Einsatz von Dialektik und DBT-Skillstraining als Interventionsformen in der stationären Arbeit mit depressiven Jugendlichen

Título: Dialektik und Skillstraining als Methoden sozialpädagogischer Intervention

Tesis , 2020 , 69 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Paul Donnerbauer (Autor)

Pedagogía - Pedagogía social
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SozialpädagogInnen sind in ihrer Arbeit häufig damit konfrontiert, KlientInnen in Krisensituationen so anzuleiten oder zu begleiten, dass diese wieder eine funktionale Handlungsfähigkeit und in weiterer Folge Selbstwirksamkeit erlangen.
Eine mögliche Interventionstechnik für die Arbeit mit depressiven Jugendlichen stellt das in der dialektisch-behavioralen Therapie (DBT) verankerte Skillstraining dar.
Jene darin enthaltenen Techniken, Übungen und Interventionsmöglichkeiten, die auf Selbstwirksamkeit und Handlungsfähigkeit abzielen, im Hier und Jetzt operieren und dem dialektischen Prinzip folgen, eignen sich ideal für die akute sozialpädagogische und sozialtherapeutische Krisenintervention und -prävention.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen: Von der Dialektisch-Behavioralen Therapie für Borderline-PatientInnen zum depressiven Störungsbild

2.1 Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT)

2.1.1 Inhalt und Grundprinzipien der DBT

2.1.2 Skills – Trainierte Fertigkeiten

2.2 Eine kritische Annäherung an den Begriff der Dialektik in der DBT

2.2.1 Exkurs: Wie dialektisch ist die Dialektisch Behaviorale Therapie?

2.2.2 Die Bedeutung der Dialektik für die Sozialpädagogik

2.3 KlientInnengruppen mit depressiven Störungen

2.3.1 Versuch einer Definition von Depression

2.3.2 Depression im gesellschaftlichen und sozialpädagogischen Kontext

3. Dialektische Interventionstechniken in der Sozialpädagogik

3.1 Skillstraining im Rahmen der Bezugsbetreuung

3.1.1 Interventionstraining 1: Umgang mit innerer Leere und starken Gefühlen

3.1.2 Interventionstraining 2: Umgang mit emotionaler Last

3.1.3 Interventionstraining 3: Umgang mit negativen Glaubenssätzen und Denkmustern

3.1.4 Interventionstraining 4: Umgang mit niedrigem Selbstwert

3.1.5 Interventionstraining 5: Umgang mit Selbstverletzungsdruck

3.1.6 Interventionstraining 6: Umgang mit dissoziativen Phänomenen

3.2 Skillscoaching als sozialpädagogische Krisenintervention

3.3 Validierung und Invalidierung im Gespräch und auf Handlungsebene

3.4 Achtsamkeitstraining im sozialpädagogischen Alltag

3.4.1 Übungen zum achtsamen Wahrnehmen

3.4.2 Übungen zum achtsamen Beschreiben

3.4.3 Übungen zur achtsamen Teilnahme

4. Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern Teile des DBT-Skillstrainings als sozialpädagogische und sozialtherapeutische Interventionen in der Arbeit mit depressiven Jugendlichen im stationären, nicht-psychotherapeutischen Setting integriert werden können, um deren Selbstwirksamkeit und Handlungsfähigkeit zu fördern.

  • Adaption dialektischer Didaktik für die stationäre Jugendarbeit
  • Einsatz von Skills in akuten Krisensituationen
  • Kritische Analyse des Dialektikbegriffs in der DBT
  • Methoden der Validierung und Achtsamkeit im Alltag
  • Befähigung zur Hilfe zur Selbsthilfe bei depressiven KlientInnen

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Interventionstraining 1: Umgang mit innerer Leere und starken Gefühlen

Emotionen sind stark durch die persönliche und individuelle Lebenserfahrung geprägt und „sagen nichts über die Wirklichkeit aus, sondern nur darüber, wie wir die Wirklichkeit deuten und bewerten“ (Reicherzer, 2017, S. 158). Gleichzeitig färben Emotionen auch „unsere Sicht der Welt“ (AWP-Berlin, 2018c, S. 7). Sie sind schwierig zu hinterfragen, bestimmten unser Denken und führen zu starker Erregung (vgl. ebd., S. 7).

Emotionen dienen uns als Reaktion auf innere und äußere Reize und führen meist zu einer Handlung. Allerdings gibt es auch das paradoxe Phänomen des Gefühls der Gefühlslosigkeit (vgl. Reicherzer, 2017, S. 120). Es geht also zunächst darum zu unterscheiden, ob mit einem bestimmten Skill oder einer bestimmten Intervention eine Emotionsregulation oder Emotionsaktivierung stattfinden soll.

Soll das Gefühl der inneren Leere bewältigt werden, wie es in der Arbeit mit depressiven KlientInnen häufig der Fall ist, sollte dieses zunächst abgeschwächt werden, indem der inneren Leere mit äußeren Aktivitäten begegnet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Überforderung von SozialpädagogInnen im Umgang mit depressiven Jugendlichen und das Ziel, diesen durch dialektische Strategien und Skills neue Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen.

2. Definitionen: Von der Dialektisch-Behavioralen Therapie für Borderline-PatientInnen zum depressiven Störungsbild: Dieses Kapitel führt in die DBT ein, analysiert kritisch den Dialektikbegriff und definiert das Krankheitsbild der Depression sowie das depressive Syndrom für den sozialpädagogischen Kontext.

3. Dialektische Interventionstechniken in der Sozialpädagogik: Es werden spezifische, für die Sozialpädagogik adaptierte Trainingsmodule und Kriseninterventionsmethoden wie Skillscoaching, Validierung und Achtsamkeit vorgestellt.

4. Schlussbetrachtung und Ausblick: Eine Reflexion über die Möglichkeiten der Integration von Skills in die sozialpädagogische Praxis und der Bedarf an weiterführender Qualifizierung in diesem Bereich.

Schlüsselwörter

Dialektisch-Behaviorale Therapie, DBT, Skillstraining, Sozialpädagogik, stationäre Jugendhilfe, Depression, Krisenintervention, Handlungsfähigkeit, Selbstwirksamkeit, Validierung, Achtsamkeit, Borderline-Störung, Suizidprävention, Skills, Emotionsregulation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit von Methoden der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) im sozialpädagogischen Alltag bei der Betreuung depressiver Jugendlicher.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der DBT, das Verständnis von Depression als dialektischem Phänomen und die praktische Anwendung von Skills sowie Achtsamkeits- und Validierungstechniken.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, SozialpädagogInnen konkrete dialektische Strategien und Skills an die Hand zu geben, um depressive Krisen von KlientInnen professionell zu begleiten und die Selbstwirksamkeit der Jugendlichen zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und der Verknüpfung von Fachliteratur mit einer eigens durchgeführten, nicht repräsentativen empirischen Umfrage unter 76 SozialpädagogInnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erarbeitet in sechs spezifischen Interventionstrainings und ergänzenden Coaching-Methoden, wie Skills bei Problemen wie emotionaler Last, niedrigem Selbstwert oder Dissoziation praktisch im Betreuungsalltag genutzt werden können.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie DBT-Skillstraining, Sozialpädagogik, depressive Krisenintervention, Validierung, Achtsamkeit und Selbstwirksamkeit beschreiben.

Warum ist das Verständnis von Dialektik in der Sozialpädagogik wichtig?

Dialektik dient hier als professionelle Haltung und Werkzeug, um zwischen Akzeptanz und Veränderung zu navigieren und festgefahrene Prozesse in der Beziehungsarbeit zu lösen.

Welche Rolle spielt die „Interventionspyramide“ in dieser Arbeit?

Sie veranschaulicht strukturiert, in welcher Form (Selbstwirksamkeit, Training oder akutes Coaching) Skills in der sozialpädagogischen Arbeit je nach Bedarfslage eingesetzt werden können.

Wie unterscheidet sich Skillscoaching vom Skillstraining?

Das Skillstraining zielt auf eine langfristige Entwicklung von Strategien zur Alltagsbewältigung ab, während das Skillscoaching primär der akuten Krisenintervention und kurzfristigen Entlastung dient.

Warum wird in dieser Arbeit Humor thematisiert?

Humor wird als wichtiges Hilfsmittel in der Arbeit mit depressiven Menschen identifiziert, um Leidensdruck zu senken, die Resilienz zu stärken und die professionelle Beziehungsarbeit zu unterstützen.

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Detalles

Título
Dialektik und Skillstraining als Methoden sozialpädagogischer Intervention
Subtítulo
Überlegungen zum Einsatz von Dialektik und DBT-Skillstraining als Interventionsformen in der stationären Arbeit mit depressiven Jugendlichen
Universidad
ARGE Bildungsmanagement Wien
Calificación
1,0
Autor
Paul Donnerbauer (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
69
No. de catálogo
V941637
ISBN (Ebook)
9783346274007
ISBN (Libro)
9783346274014
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sozialpädagogik Depression Skillstraining Dialektisch-Behaviorale Therapie Dialektik DBT Skills Intervention Krisenbewältigung Krisenintervention Depression bei Jugendlichen Jugendliche Umfrage
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Paul Donnerbauer (Autor), 2020, Dialektik und Skillstraining als Methoden sozialpädagogischer Intervention, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/941637
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