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Exorzismus im NT und Heute

Eine biblisch-theologische Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung des lukanischen Doppelwerkes im Hinblick auf die heutige Praxis

Title: Exorzismus im NT und Heute

Research Paper (undergraduate) , 2006 , 101 Pages , Grade: 1,6

Autor:in: Andreas Polinski (Author)

Theology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Das Ziel dieser Erarbeitung ist anhand einer biblisch theologische Untersuchung das Fundament eines christlichen Exorzismus ersichtlich werden zu lassen und weitere Beziehungsfelder, die damit in Verbindung stehen zu beleuchten.
Damit eine aussagekräftige Grundlage zum biblischen Umgang mit dämonischen Mächten und Besessenen erarbeitet werden kann, ist es notwendig eine ausreichende Anzahl von NT-Exorzismusberichten und weitere Aussagen dazu zu untersuchen und in Beziehung zueinander zu setzen. Dies ermöglicht uns dann auf die heutige Praxis hinzuweisen und diese ein Stück weit zu beurteilen.
Die Betrachtung der Lukanischen Werke eignet sich dazu insbesondere, da diese den Exorzismus nicht nur auf die Zeit Jesu beschränken, sondern auch die Praxis dessen in der frühchristlichen Gemeinde zeigen.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Untersuchungen zum Begriff dai,mwn

2.1 Etymologie

2.2 Vorkommen und Bedeutung im NT

2.2.1 pneu/ma avka,qarton und pneu/ma ponhro,n

2.2.2 a;ggeloj tou/ diabo,lou

3 Dämonologie in der Antike

3.1 Die griechisch-römische Antike

3.2 Altes Testament

3.3 Das Judentum

4 Die Lukanischen Werke

4.1 Zur Anthropologie

4.2 Exorzismus im Lukasevangelium

4.2.1 Ausführliche Heilungsberichte einzelner Personen

4.2.1.1 Lk 4,31-37: Heilung eines Besessenen in der Synagoge

4.2.1.1.1 Ort und Zeit des Geschehens

4.2.1.1.2 Die Beschreibung des Besessenen

4.2.1.1.3 Die Manifestation des Dämons

4.2.1.1.4 Jesu Umgang mit dem Besessenen

4.2.1.1.5 Die „Nachwirkungen“ des Exorzismus

4.2.1.2 Lk 8,26-39: Heilung eines besessenen Geraseners

4.2.1.2.1 Ort und Zeit des Geschehens

4.2.1.2.2 Die Beschreibung des Besessenen

4.2.1.2.3 Die Manifestation der Dämonen

4.2.1.2.3.1 Exkurs: a;bbussoj

4.2.1.2.4 Jesu Umgang mit dem Besessenen

4.2.1.2.5 Die „Nachwirkungen“ des Exorzismus

4.2.1.3 Lk 9,37-43: Heilung eines besessenen Jungen

4.2.1.3.1 Ort und Zeit des Geschehens

4.2.1.3.2 Beschreibung des Besessenen

4.2.1.3.3 Die Manifestation des Dämons

4.2.1.3.4 Jesu Umgang mit dem Besessenen

4.2.1.3.5 Die „Nachwirkungen“ des Exorzismus

4.2.1.4 Lk 13,10-17: Heilung einer verkrüppelten Frau

4.2.1.4.1 Ort und Zeit des Geschehens

4.2.1.4.2 Die Beschreibung der Frau und ihrer Krankheit

4.2.1.4.3 Jesu Umgang mit der Krankheit

4.2.1.4.4 Die Nachwirkungen der Krankenheilung

4.2.2 Zusammenfassung und theologischer Ertrag

4.2.2.1 Zum Ort und Zeit des Geschehens

4.2.2.2 Zur Person der Besessenen (und der Kranken)

4.2.2.3 Zur Manifestation der Dämonen

4.2.2.4 Zum Umgang Jesu mit den Besessenen (und der Kranken)

4.2.2.5 Zu den „Nachwirkungen“ der Exerzitien und der Krankenheilung

4.2.3 Kurze Heilungsberichte

4.2.3.1 Lk 4,40-41

4.2.3.2 Lk 6,17-19

4.2.3.3 Lk 7,21

4.2.3.4 Lk 8,2-3

4.2.3.5 Lk 11,14

4.2.4 Zusammenfassung und theologischer Ertrag

4.2.5 Weitere Stellen in diesem Zusammenhang

4.2.5.1 Lk 9,1-2

4.2.5.2 Lk 9,49-50

4.2.5.3 Lk 10,17-20

4.2.5.4 Lk 11,14-26 (Jesu Lehre über Dämonen)

4.2.5.5 Lk 13,32

4.2.5.6 Lk 22,3

4.2.6 Zusammenfassung und theologischer Ertrag

4.3 Exorzismus in der Apostelgeschichte

4.3.1 Die einzelnen Heilungsberichte

4.3.1.1 Apg 5,16

4.3.1.2 Apg 8,5-8

4.3.1.3 Apg 16,16-18

4.3.1.4 Apg 19,11-12

4.3.2 Weitere Stellen in diesem Zusammenhang

4.3.2.1 Apg 5,3-4

4.3.2.2 Apg 10,37-38

4.3.2.3 Apg 13,6-12

4.3.2.4 Apg 19,13-17

4.3.2.5 Apg 26,18

4.3.3 Zusammenfassung und theologischer Ertrag aus der Apostelgeschichte

4.4 Schlussbemerkung

5 Schlussteil: Neutestamentlicher Exorzismus und die heutige Praxis

5.1 Exorzismus im Namen Jesu

5.2 Außerchristlicher Exorzismus

5.3 Die Frage der Vollmacht

5.4 Dämonische Einflüsse

5.4.1 Ursprung

5.4.2 Erscheinungsformen und Intensitäten

5.4.2.1 Besessenheit in der Bibel

5.5 Richtlinien für einen biblischen Exorzismus

5.6 Krankenheilung und Exorzismus

5.7 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den biblisch-theologischen Rahmen des Exorzismus, insbesondere anhand der lukanischen Schriften, um daraus fundierte Erkenntnisse für die heutige Praxis abzuleiten und diese kritisch zu bewerten.

  • Biblische Analyse des Exorzismus in den Lukanischen Werken (Evangelium und Apostelgeschichte).
  • Vergleich mit antiken und alttestamentlichen Dämonologie-Vorstellungen.
  • Untersuchung des Verhältnisses zwischen Krankenheilung und Exorzismus.
  • Ableitung von Kriterien für eine "biblische" Exorzismuspraxis in der Gegenwart.
  • Reflektion über geistliche Vollmacht und die Bedeutung des Namens Jesu.

Auszug aus dem Buch

4.2.1.1.2 Die Beschreibung des Besessenen

Zur Person des Besessenen werden uns nicht viele Informationen hinterlassen. Es wird nur gesagt, dass er sich während der Predigt Jesu in der Synagoge befindet, mit der Notiz: „ἔχων πνεῦμα δαιμονίου ἀκαθάρτου“ (= habend den Geist eines unreinen Dämons). Das ἔχων (Präsens, Aktiv, Partizip) wäre wörtlich zu übersetzen mit „habend“ oder auch „innehabend, besitzend“. An dieser Stelle könnte es jedoch auch formelhaft im Sinn von „mit“ gebraucht werden. Da es sich bei der Wendung (ἔχων) πνεῦμα δαιμονίου ἀκαθάρτου um einen Genitiv epexegeticus (d.h. um einen erklärenden Genitiv) handelt, besteht laut Haubeck/ Siebenthal die Möglichkeit es im Deutschen mit „(mit) einem Geist, einem unreinen/ bösen Dämon“ oder „(mit) einem unreinen/ bösen Geist, einem Dämon“ wiederzugeben. Die Singularform πνεῦμα und δαιμονίου lässt uns darauf schließen, dass es sich bei dem dämonischen Wesen um einen einzigen handelt. Ob Lukas mit dieser (doppelten) Benennung etwas besonderes hervorheben oder betonen möchte, lässt sich schwer sagen. Godet sieht zumindest im Ausdruck „πνεῦμα δαιμονίου ἀκαθάρτου“ im Begriff „πνεῦμα“ den Einfluss, und in „δαιμονίου ἀκαθάρτου“ das Wesen des Satanischen.

Dieser Zustand veranlasst den Mann sich dann in der Synagoge nicht mehr selbst kontrollieren zu können. Der Dämon offenbart sich, während Jesus lehrt. Er übernimmt die Kontrolle über den Mann und gebraucht ihn als sein Werkzeug: Dieser schreit laut auf (ἀνέκραξεν φωνῇ μεγάλῃ) und wird zum Sprachrohr des Dämons, der sich an Jesus richtet (V 34). Nachdem Jesus dem Dämon gebietet aus dem Mann auszufahren, wirft ihn dieser in die Mitte und verlässt ihn, ohne ihm zu schaden. Damit wird deutlich, dass der Mann in diesem Augenblick anscheinend als ganze Persönlichkeit vom Dämon beherrscht wurde: Der Dämon kontrolliert nicht nur seine Sprachwerkzeuge, sondern auch seinen Körper.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das anhaltende öffentliche Interesse am Exorzismus und begründet die Zielsetzung der Arbeit, ein biblisches Fundament für das Verständnis und die Praxis des christlichen Exorzismus zu erarbeiten.

2 Untersuchungen zum Begriff dai,mwn: In diesem Kapitel werden etymologische Grundlagen sowie das Vorkommen und die Bedeutung des Begriffs im Neuen Testament analysiert, wobei Synonyme für Dämonen erläutert werden.

3 Dämonologie in der Antike: Das Kapitel bietet einen Überblick über das Dämonenverständnis in der griechisch-römischen Welt, dem Alten Testament und dem Judentum als notwendigen Hintergrund für das neutestamentliche Exorzismusverständnis.

4 Die Lukanischen Werke: Dieses umfangreiche Hauptkapitel untersucht detailliert alle Exorzismusberichte im Lukasevangelium und der Apostelgeschichte, um ein exegetisches Fundament für die biblische Exorzismuspraxis zu legen.

5 Schlussteil: Neutestamentlicher Exorzismus und die heutige Praxis: Das abschließende Kapitel bündelt die zuvor gewonnenen exegetischen Erkenntnisse, um Richtlinien für eine gesunde heutige Exorzismuspraxis zu formulieren und diese kritisch zu reflektieren.

Schlüsselwörter

Exorzismus, Dämonologie, Neues Testament, Lukasevangelium, Apostelgeschichte, Besessenheit, Vollmacht, Heilung, christliche Praxis, Satan, böse Geister, spirituelle Befreiung, biblische Anthropologie, Seelsorge, Dämonenaustreibung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der biblisch-theologischen Untersuchung des Exorzismus, speziell basierend auf dem lukanischen Doppelwerk (Lukasevangelium und Apostelgeschichte), und deren Relevanz für die heutige Praxis.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Untersuchung der Dämonologie in der Antike und im Judentum, die Analyse biblischer Exorzismusberichte sowie die Abgrenzung zwischen geistlicher Besessenheit und körperlichen Krankheitszuständen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es, den biblischen Rahmen eines christlichen Exorzismus ersichtlich zu machen und die damit verbundenen Beziehungsfelder zu beleuchten, um die heutige Praxis anhand dieser biblischen Kriterien zu beurteilen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende exegetische Analyse der lukanischen Texte unter Heranziehung von historisch-kulturellem Kontext sowie relevanter wissenschaftlicher Kommentarliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich einer detaillierten Untersuchung der Exorzismusberichte in den Lukanischen Werken sowie einer Zusammenfassung der theologischen Erträge, inklusive der Frage nach der Vollmacht und dem Umgang mit Dämonen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Exorzismus, Dämonologie, lukanisches Doppelwerk, geistliche Vollmacht, Besessenheit, Befreiung und biblische Exerzitienpraxis.

Wie wird in der Arbeit zwischen Krankheit und dämonischer Besessenheit unterschieden?

Der Autor unterscheidet in der Regel zwischen körperlichen Leiden, die eine natürliche oder biologische Ursache haben, und solchen, die auf einen direkten dämonischen Einfluss oder eine Fessel Satans zurückzuführen sind, wobei die Unterscheidung oft im jeweiligen Vorgehen Jesu erkennbar wird.

Welche Rolle spielt die "geistliche Vollmacht" in der Exorzismuspraxis?

Die Vollmacht (Exousia) wird als göttliche Ausrüstung und Voraussetzung für den Dienst angesehen, die an den Glauben und die Nachfolge Jesu gebunden ist und nicht durch magische Formeln ersetzt werden kann.

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Details

Title
Exorzismus im NT und Heute
Subtitle
Eine biblisch-theologische Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung des lukanischen Doppelwerkes im Hinblick auf die heutige Praxis
Grade
1,6
Author
Andreas Polinski (Author)
Publication Year
2006
Pages
101
Catalog Number
V94165
ISBN (eBook)
9783640110711
ISBN (Book)
9783640117260
Language
German
Tags
Exorzismus Heute
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Polinski (Author), 2006, Exorzismus im NT und Heute, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94165
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