Diese Arbeit stellt eine Möglichkeit der Umsetzung der professionellen Handlungskompetenz im Unterricht am Beispiel "Die Sonne als Energiequelle" dar. Hierfür wird in Kapitel zwei der aktuelle Stand der Forschung in Bezug zur professionellen Handlungskompetenz anhand der fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen und pädagogischen Handlungskompetenz untersucht und vorgestellt, um dann im Kapitel drei anhand des Beispiels „Die Sonne als Energiequelle“ die Teilbereiche mit Inhalten zu stützen. Im anschließenden Fazit werden die gewonnenen Erkenntnisse zusammenfassend dargestellt und abschließend der Ausblick auf eine empirische Untersuchung des Themas präsentiert.
Ziel des Sachunterrichts ab der ersten Klasse ist es dabei Schüler_innen „darin zu unterstützen, ihre natürliche, kulturelle, soziale und technische Umwelt sachbezogen zu verstehen, sie sich auf dieser Grundlage bildungswirksam zu erschließen und sich darin zu orientieren, mitzuwirken und zu handeln.“ (GDSU 2013, S. 9) Wichtig ist in diesem Rahmen die Potentiale der Schüler_innen wahrzunehmen und für einen kompetenzorientierten Unterricht zu nutzen. Die besondere Herausforderung für die Lehrperson stellt dabei die Kombination der fachwissenschaftlichen Inhalte (CK) mit der didaktischen Umsetzung (PCK) und dem pädagogischen Geschick (PK) dar. Gelingt diese Umsetzung, entwickeln die Schüler_innen in den ersten vier Klassenstufen im Sachunterricht die notwendigen Kompetenzen, die sie in den Klassenstufen fünf und sechs sowohl für den gesellschaftswissenschaftlichen als auch für den naturwissenschaftlichen Sachunterricht benötigen und erweitern können. Diese Kompetenzen zeichnen sich vor allem durch Erkennen und Verstehen aus, durch selbstständiges Erarbeiten, Evaluieren und Reflektieren, ebenso Kommunizieren und Zusammenarbeiten und dadurch den Sachen interessiert zu begegnen, diese umzusetzen und zu handeln.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Professionelle Handlungskompetenz
2.1. Fachwissenschaftliche Handlungskompetenz im naturwissenschaftlichen Sachunterricht
2.2. Fachdidaktische Handlungskompetenz im naturwissenschaftlichen Sachunterricht
2.2.1. Perspektiven und perspektivenübergreifendes Handeln
2.2.2. Nutzung didaktischer Planungsinstrumente – am Beispiel: Didaktische Netze
2.3. Pädagogische Handlungskompetenz
2.3.1. Lehrer_innenpersönlichkeit
2.3.2. Klassenführung
2.4. Das didaktische Dreieck als Modell professioneller Handlungskompetenz
3. Professionelle Handlungskompetenz am Beispiel: Die Sonne als Energiequelle
3.1. Fachwissenschaftliche Handlungskompetenz und deren Grundlagen am Beispiel: Die Sonne als Energiequelle
3.1.1. Klimawandel, Treibhauseffekt und Auswirkungen des Klimawandels
3.1.2. Energieversorgung und erneuerbare Energien
3.1.3. Fotovoltaik, Solarthermie und Nutzung von Sonnenkollektoren
3.2. Fachdidaktische und pädagogische Handlungskompetenz am Beispiel: Die Sonne als Energiequelle
3.3. Das didaktische Dreieck als Modell professioneller Handlungskompetenz am Beispiel: Die Sonne als Energiequelle
4. Fazit
5. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der professionellen Handlungskompetenz von Lehrkräften im naturwissenschaftlichen Sachunterricht der Grundschule. Zentrales Ziel ist es, aufzuzeigen, wie theoretisch fundierte Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Pädagogik ineinandergreifen, um einen kompetenzorientierten Unterricht zu gestalten, der Schüler_innen auf die Sekundarstufe vorbereitet. Am Beispiel des Themas „Die Sonne als Energiequelle“ wird eine konkrete Unterrichtsumsetzung entwickelt, die den Übergang von wissenschaftlichen Inhalten zu lebensweltbezogenem Lernen ermöglicht.
- Struktur professioneller Handlungskompetenz (CK, PCK, PK)
- Rolle der Lehrperson und Klassenführung
- Das didaktische Dreieck als Planungsmodell
- Fachwissenschaftliche Grundlagen zum Thema Sonnenenergie
- Didaktische Methoden wie Stationenlernen und didaktische Netze
Auszug aus dem Buch
3.1.3. Fotovoltaik, Solarthermie und Nutzung von Sonnenkollektoren
Die solare Energienutzung wird grundsätzlich in zwei Bereiche unterteilt – Fotovoltaik und Solarthermie.
„Fotovoltaik (Photovoltaik) bezeichnet die Technik, Licht (Photo) in elektrische Spannung (Volt) umzuwandeln. […] Eine Anlage mit einer Fläche von 10 qm liefert an einem sonnigen Sommertag eine elektrische Energie von 6 kWh. Der Solarertrag beträgt – abhängig vom Standort – zwischen 700 und 1000 kWh pro Jahr. […] Dies entspricht etwa 20 % des elektrischen Energiebedarfs eines typischen Vierpersonenhaushaltes.“ (Ogorek 2002, S. 66)
Um die Funktionsweise der Fotovoltaik verstehen zu können, muss das zu vermittelnde Grundwissen zu elektrischem Strom und Halbleitern vorhanden sein, welches hier zum besseren Verständnis kurz erläutert wird. Unter Stromfluss versteht man die Bewegung kleiner negativ geladener Teilchen, den Elektronen, von einem Minuspol (Kathode) zu einem Pluspol (Anode). Es gibt sowohl elektrische Leiter mit im molekularen Grundgerüst frei beweglichen Elektronen, wie beispielsweise Kupfer, als auch Nicht-Leiter, so genannte Isolatoren, wie Glas oder Gummi. Unter einem Halbleiter versteht man einen Stoff, der nur unter bestimmten Bedingungen über freie Elektronen verfügt, wenn beispielsweise Licht einwirkt und dadurch atomare Strukturen temporär verändert. In diesem Fall spricht man vom Fotoeffekt, welcher sich je nach Stärke der Lichteinwirkung intensiviert (vgl. Allianz Umweltstiftung 2009, S. 16).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Anforderungen an die Handlungskompetenz von Lehrkräften im Sachunterricht ein und stellt das Thema „Die Sonne als Energiequelle“ als praktisches Anwendungsbeispiel vor.
2. Professionelle Handlungskompetenz: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Lehrerprofessionalität, unterteilt in Fachwissen, fachdidaktisches Wissen und pädagogische Handlungskompetenz.
3. Professionelle Handlungskompetenz am Beispiel: Die Sonne als Energiequelle: Dieses Kapitel überträgt die theoretischen Konzepte auf das konkrete Unterrichtsthema Sonnenenergie und beleuchtet sowohl fachwissenschaftliche Hintergründe als auch didaktische Umsetzungen.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit des synergetischen Zusammenspiels von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Pädagogik für eine gelungene Unterrichtsgestaltung zusammen.
5. Ausblick: Der Ausblick schlägt vor, die in der Arbeit erarbeiteten Konzepte durch empirische Untersuchungen und den kollegialen Austausch in der Praxis weiter zu evaluieren.
Schlüsselwörter
Professionelle Handlungskompetenz, Sachunterricht, Lehrerbildung, Didaktik, Sonnenenergie, Klimawandel, Fotovoltaik, Solarthermie, didaktisches Dreieck, Klassenführung, Kompetenzorientierung, COACTIV, FALKO, Unterrichtsqualität, erneuerbare Energien.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Anforderungen an die professionelle Handlungskompetenz von Lehrkräften im naturwissenschaftlichen Sachunterricht der Grundschule.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die fachwissenschaftliche, fachdidaktische und pädagogische Kompetenz von Lehrpersonen sowie deren Anwendung im Sachunterricht.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrkräfte durch ein fundiertes Professionswissen einen kompetenzorientierten Unterricht gestalten können, der Schüler_innen für naturwissenschaftliche Themen begeistert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse aktueller Bildungsforschung und kombiniert diese mit fachwissenschaftlichen und didaktischen Modellen, die am Beispiel der Sonnenenergie angewendet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert erst theoretisch die Komponenten der Lehrerkompetenz und wendet diese dann exemplarisch an der Unterrichtseinheit zur „Sonne als Energiequelle“ an.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind professionelle Handlungskompetenz, didaktisches Dreieck, fachdidaktisches Wissen und naturwissenschaftlicher Sachunterricht.
Wie unterstützt das „didaktische Dreieck“ die Unterrichtsplanung?
Es dient als Modell, um die komplexen Beziehungen zwischen Lehrperson, Schüler_innen und Fachinhalten im jeweiligen Lernumfeld zu visualisieren und konstruktiv zu planen.
Welchen Stellenwert nimmt die Sonnenenergie in diesem Dokument ein?
Sie dient als konkretes, praxisnahes Fallbeispiel, um zu demonstrieren, wie komplexe physikalische und ökologische Inhalte in den Grundschulunterricht didaktisch sinnvoll integriert werden können.
- Arbeit zitieren
- Corinna Köhn (Autor:in), 2017, Professionelle Handlungskompetenz von Lehrkräften im naturwissenschaftlichen Sachunterricht. Das konkrete Beispiel der Sonne als Energiequelle, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/941686