In dieser Einsendeaufgabe wird der Begriff der Selbstwirksamkeitserwartung genauer eingegangen. Darüber hinaus wird in einer Recherche genauer auf Suchterkrankungen eingegangen und ein psychotherapeutisches Beratungsgespräch geschildert.
Laut Krapp und Ryan stellt das Konstrukt der Selbstwirksamkeitserwartung eine Weiterentwicklung des traditionellen Reiz-Reaktions-Schemas des behavioristischen Denkansatzes dar. Basierend auf der sozial-kognitiven Lerntheorie von Bandura, veranschaulichte dieser an diversen Beispielen, die Steuerung menschlicher Verhaltensweisen durch Emotionen.
Eine zentrale Rolle diesbezüglich spielt der Begriff der Selbstwirksamkeit, der wie folgt definiert werden kann: "die subjektive Gewissheit einer Person, neue oder schwierige Anforderungssituationen aufgrund eigener Kompetenzen bewältigen zu können."
Das Wort Sucht ist etymologisch auf das Wort siechen, also an einer Krankheit leiden, zurückzuführen. Sucht und Abhängigkeit werden synonym verwendet und können wie folgt definiert werden: "Sucht ist ein unabweisbares Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand. Diesem Verlangen werden die Kräfte des Verstandes untergeordnet. Es beeinträchtigt die freie
Entfaltung der Persönlichkeit und zerstört die sozialen Bindungen und die sozialen Chancen eines Individuums."
Inhaltsverzeichnis
1 SELBSTWIRKSAMKEITSERWARTUNG
1.1 Definition
1.2 Messung spezifischer Selbstwirksamkeitserwartung
1.3 Studienvergleich
2 LITERATURRECHERCHE SUCHTERKRANKUNGEN
2.1 Definition
2.2 Theoretische Grundlagen
2.3 Entstehung
2.4 Überblick über aktuelle Daten und Zahlen
2.5 Präventions- und Interventionsprogramm zur Reduktion von Gesundheitsrisiken
2.6 Konsequenzen für eine gesundheitsorientierte Beratung
3 BERATUNGSGESPRÄCH
3.1 Modell des Gesundheitsverhaltens
3.2 Die Rolle des Beraters
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der psychologischen Fundierung von Gesundheitsverhalten, insbesondere unter Berücksichtigung der Selbstwirksamkeitserwartung und suchtspezifischer Verhaltensmuster. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie theoretische Modelle der Gesundheitspsychologie in die praktische Beratungsarbeit integriert werden können, um bei Klienten nachhaltige Verhaltensänderungen und eine Steigerung des Wohlbefindens zu bewirken.
- Bedeutung der Selbstwirksamkeitserwartung für den Therapieerfolg
- Definition und Entstehungsfaktoren von Suchterkrankungen
- Präventionsstrategien zur Risikominimierung
- Anwendung des Transtheoretischen Modells (TTM) in der Beratung
- Methodik und Gesprächsführung in einem gesundheitsorientierten Setting
Auszug aus dem Buch
1.1 Definition
Laut Krapp und Ryan (2002) stellt das Konstrukt der Selbstwirksamkeitserwartung, eine Weiterentwicklung des traditionellen Reiz-Reaktions-Schemas des behavioristischen Denkansatzes, dar. Basierend auf der sozial-kognitiven Lerntheorie von Bandura (1992, 2001), veranschaulichte dieser an diversen Beispielen, die Steuerung menschlicher Verhaltensweisen durch Emotionen (Schwarzer & Jerusalem, 2002).
Eine zentrale Rolle diesbezüglich spielt der Begriff der Selbstwirksamkeit, der wie folgt definiert werden kann: „die subjektive Gewissheit einer Person, neue oder schwierige Anforderungssituationen aufgrund eigener Kompetenzen bewältigen zu können (Schwarzer & Jerusalem, 2002).“
Dabei ist die Selbstwirksamkeitserwartung individuell unterschiedlich ausgeprägte. Diese Ausprägung beeinflusst dabei Handlungsinitiierung, d.h. die Wahl von Handlungsalternativen, sowie die Anstrengung und Aufrechterhaltung der Handlung gegenüber Widerständen (Bandura, 1977). Bandura verdeutlicht in seiner sozial-kognitiven Lerntheorie, die Bedeutung dieser Erwartungshaltung, da diese sich nicht direkt auf die tatsächlichen Kompetenzen der Person bezieht, jedoch auf die individuelle Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und deren Konsequenzen. Folglich ist davon auszugehen, dass eine Person eine Handlung nur dann ausführt, wenn diese mit ausreichend hoher Selbstwirksamkeitserwartung und positiver Ergebniserwartung verbunden ist (Bandura, 1977).
Zusammenfassung der Kapitel
1 SELBSTWIRKSAMKEITSERWARTUNG: Dieses Kapitel erläutert das Konstrukt der Selbstwirksamkeit, dessen Messung anhand der SSA-Skala sowie einen Vergleich zweier Studien zur Wirksamkeit dieses Faktors bei Reha-Patienten.
2 LITERATURRECHERCHE SUCHTERKRANKUNGEN: Hier werden Definitionen, theoretische Hintergründe zur Entstehung von Sucht sowie aktuelle statistische Daten und Präventionsmöglichkeiten für junge Erwachsene dargestellt.
3 BERATUNGSGESPRÄCH: Dieses Kapitel verknüpft das Transtheoretische Modell des Gesundheitsverhaltens mit der praktischen Rolle des Beraters und illustriert den Gesprächsprozess anhand eines konkreten Fallbeispiels.
Schlüsselwörter
Selbstwirksamkeitserwartung, Gesundheitsverhalten, Suchterkrankung, Suchtprävention, Transtheoretisches Modell, Verhaltensänderung, Beratungsgespräch, Bedarfsanalyse, Gesundheitsmanagement, Compliance, Zielsetzung, Motivation, Ressourcenstärkung, psychische Gesundheit, Interventionsprogramm.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die psychologischen Aspekte des Gesundheitsverhaltens und wie diese in der professionellen Beratung effektiv genutzt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen zählen die Selbstwirksamkeitserwartung, Suchterkrankungen, präventive Maßnahmen und die methodische Gestaltung eines Beratungsgesprächs.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, durch die Analyse theoretischer Modelle aufzuzeigen, wie Klienten bei der Erreichung ihrer gesundheitlichen Ziele durch gezielte Beratung unterstützt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche sowie der Anwendung bewährter Modelle wie dem "Stages of Change"-Modell auf ein praxisnahes Fallbeispiel.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung von Selbstwirksamkeit, die Analyse von Suchtphänomenen sowie die praktische Anwendung von Beratungstechniken.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Zentrale Begriffe sind Selbstwirksamkeit, Suchtprävention, Transtheoretisches Modell und gesundheitsorientierte Beratung.
Welche Rolle spielt das Transtheoretische Modell im Beratungskontext?
Das Modell dient als Grundlage, um zu identifizieren, in welchem Stadium der Veränderung sich ein Klient befindet, um darauf abgestimmte Interventionen zu planen.
Wie unterscheidet sich die Beratung bei Suchterkrankungen von allgemeiner Gesundheitsberatung?
Bei Suchterkrankungen liegt ein stärkerer Fokus auf der Bewältigung von Entzugserscheinungen, der Umstrukturierung des Belohnungssystems und der präventiven Aufklärung.
Warum ist das Fallbeispiel der Frau M. relevant?
Es dient der Veranschaulichung, wie eine Bedarfsanalyse und der Einsatz passender Fragetechniken zu einem erfolgreichen Abschluss einer Mitgliedschaft und einer realistischen Zielsetzung führen.
- Arbeit zitieren
- Regina Wenzinger (Autor:in), 2018, Psychologie des Gesundheitsverhaltens. Selbstwirksamkeitserwartung, Suchterkrankungen und Beratungsgespräche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/942100