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Parlamentarismuskritik bei Carl Schmitt. Eine theoretische Analyse mit Anwendung auf die moderne Kritik am deutschen Parlamentarismus

Title: Parlamentarismuskritik bei Carl Schmitt. Eine theoretische Analyse mit Anwendung auf die moderne Kritik am deutschen Parlamentarismus

Term Paper , 2019 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christian Hirsch (Author)

Politics - Basics and General
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit soll die zentralen Kritikpunkte bei Carl Schmitt zum Parlamentarismus der Weimarer Republik darstellen sowie diese auf die moderne Kritik am Parlamentarismus anwenden. Es soll untersucht werden, ob und inwiefern Schmitts Kritik auch heute noch Halt findet oder ob seine Kritik heute keine Gültigkeit mehr besitzt. Um diese Frage zu beantworten, soll im Folgenden hauptsächlich mit dem Werk: „Kritik am Parlamentarismus bei Carl Schmitt und die Utopie der Demokratie“ von Stefen Hermanns gearbeitet werden. Jedoch werden für eine genauere Untersuchung zudem die jeweiligen Originaltexte von Carl Schmitt herangezogen.
Im ersten Teil soll der Theoretische Hintergrund dargestellt werden. Hierfür ist es notwendig, sich zunächst einen Überblick über den historischen Hintergrund von Carl Schmitt, sowie die Zeit, in der er seine Werke verfasste, zu verschaffen. Für ein besseres Verständnis der Auffassung von Carl Schmitt, ist es zudem notwendig von ihm verwendete zentrale Begriffe zu erläutern. Darauffolgend werden drei zentrale Kritikpunkte von Schmitt zur Kritik am Parlamentarismus in der Weimarer Republik genauer beleuchtet. Die vorliegen-de Arbeit soll sich dabei auf den Bereich der Öffentlichkeit und Diskussion, der Verhältniswahl und Repräsentation sowie dem Bereich der Parteien und politischen Elite konzentrieren

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Historischer Überblick

2.2 Parlamentarismus

2.3 Zentrale Begriffe bei Carl Schmitt

2.3.1 Identitätsvorstellung

2.3.2 Freund und Feind

2.3.3 Volonté Général

2.3.4 Staatsmythos

3. Carl Schmitts Kritik am Parlamentarismus

3.1 Parteien und die politische Elite

3.2 Verhältniswahl und Repräsentation

3.3 Öffentlichkeit und Diskussion

4. Der moderne Parlamentarismus der Bundesrepublik in der Kritik

4.1 Schmitts Kritik im Vergleich mit der modernen Kritik

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die zentralen Kritikpunkte Carl Schmitts am Parlamentarismus der Weimarer Republik darzustellen und deren Relevanz sowie Gültigkeit für die zeitgenössische Kritik am modernen Parlamentarismus in der Bundesrepublik kritisch zu untersuchen.

  • Historische Einordnung des Denkens von Carl Schmitt und des Parlamentarismus der Weimarer Republik.
  • Analyse zentraler theoretischer Konzepte bei Schmitt, darunter Identitätsvorstellung, Freund-Feind-Unterscheidung und Staatsmythos.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Rolle von Parteien, Eliten, Wahlsystemen und der öffentlichen Diskussion.
  • Gegenüberstellung von Schmitts historischer Kritik mit aktuellen Entwicklungen und Kritikpunkten im modernen parlamentarischen System.

Auszug aus dem Buch

3.1 Parteien und die politische Elite

Was sind Parteien? Der deutsche Soziologie Max Weber schrieb dazu in seinem Werk Wirtschaft und Gesellschaft: „Parteien sollen heißen auf (formal) freier Werbung beruhende Vergesellschaftungen mit dem Zweck, ihren Leitern innerhalb eines Verbandes Macht und ihren aktiven Teilnehmern dadurch (ideelle oder materielle) Chancen (der Durchsetzung von sachlichen Zielen oder der Erlangung von persönlichen Vorteilen oder beides) zuzuwenden.“ (Weber/Winckelmann 2002: 167)

Weber beschreibt somit die wesentliche Aufgabe einer politischen Partei darin, dass sie versucht, politische Macht zu erlangen. Dies kann durch die Stärkung ihrer „Leiter“ geschehen. Anders ausgedrückt, versucht die politische Partei Ämter mit ihren Eliten zu besetzen. Auch für Carl Schmitt stellen Parteien neben den drei Gewalten (Legislative, Executive und Judikative) einen wichtigen Grundstein da. (Schmitt 1996: 58) Hinzu kommt für Schmitt auch eine Unterscheidung zwischen der eigentlichen Partei an sich und der dazu gehörenden Fraktion. Diese beschreibt er als ein „Zerrbild der Partei“. (Schmitt 1996: 59) Schmitt schreibt den Parteien die Verpflichtung zu, ihre verschiedenen politischen Standpunkte diskutierend zu vertreten und somit die politische Konkurrenz am Leben zu halten. Diese grundlegende Verpflichtung der Parteien innerhalb des Parlamentes der Weimarer Republik sieht Schmitt als nicht erfüllt an. So stellen die Parteien seiner Meinung nach nicht mehr eine politische Diskussion da, sondern treten vielmehr in einem wirtschaftlichen Wettkampf gegeneinander an. Somit seinen Parteien nichts anderes als Verbände mit dem gleichen wirtschaftlichen Interesse.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die aktuelle Unzufriedenheit mit dem Parlamentarismus ein und skizziert die methodische Vorgehensweise, Schmitts historische Kritik auf die moderne Bundesrepublik anzuwenden.

2. Theoretische Grundlagen: Hier wird der historische Kontext von Carl Schmitt beleuchtet und die für sein Verständnis grundlegenden Begriffe wie Identität, Freund-Feind-Logik und Staatsmythos definiert.

3. Carl Schmitts Kritik am Parlamentarismus: Dieses Kapitel analysiert detailliert Schmitts Ablehnung des Parteienwesens, des Verhältniswahlrechts sowie seine Forderung nach öffentlicher Diskussion als Basis parlamentarischen Handelns.

4. Der moderne Parlamentarismus der Bundesrepublik in der Kritik: Hier erfolgt der Transfer von Schmitts Theorie auf die Gegenwart, um Parallelen und Unterschiede in der modernen Kritik an Parteien und Wahlsystemen aufzuzeigen.

5. Fazit: Das Fazit schlussfolgert, dass Schmitts Kritik zwar viele Probleme treffend analysiert, jedoch eine subjektive Perspektive darstellt, und betont die Notwendigkeit, den Parlamentarismus als beste Form demokratischer Auslegung zu stärken.

Schlüsselwörter

Parlamentarismus, Carl Schmitt, Weimarer Republik, Parteien, Politische Elite, Verhältniswahl, Repräsentation, Öffentlichkeit, Politische Diskussion, Identität, Freund-Feind-Prinzip, Staatsmythos, Demokratie, Politische Homogenität, Moderne Kritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Parlamentarismuskritik von Carl Schmitt in der Zeit der Weimarer Republik und analysiert, ob diese Kritikpunkte auf den heutigen modernen Parlamentarismus der Bundesrepublik übertragbar sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Rolle der politischen Parteien und Eliten, dem System der Verhältniswahl, der Repräsentation sowie der Bedeutung von öffentlicher Diskussion für eine funktionierende Demokratie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu eruieren, inwiefern die historische Kritik von Carl Schmitt heute noch anwendbar ist oder ob sie lediglich ein zeitspezifisches, subjektives Urteil darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse basierend auf den Originaltexten von Carl Schmitt und dem Werk von Stefen Hermanns, um die Kernbereiche der Kritik herauszuarbeiten und auf die moderne politische Praxis zu beziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen Schmitts geklärt, gefolgt von einer detaillierten Analyse seiner spezifischen Kritikpunkte an der Weimarer Republik und einem anschließenden Vergleich mit der gegenwärtigen Kritik in der Bundesrepublik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Parlamentarismus, Carl Schmitt, politische Eliten, Repräsentation, politische Diskussion und das Freund-Feind-Prinzip.

Wie bewertet der Autor Schmitts Kritik hinsichtlich ihrer allgemeinen Gültigkeit?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Schmitts Kritik zwar viele berechtigte Probleme des parlamentarischen Systems benennt, sie jedoch stark auf seiner persönlichen Sichtweise beruht und nicht als universell gültige, objektive Analyse betrachtet werden kann.

Welche besondere Rolle spielt die „Homogenität“ in Schmitts Denken laut der Arbeit?

Für Schmitt ist die politische Homogenität des Volkes eine Grundvoraussetzung für den Staat, wobei er das Parlament als einen Ort sieht, der dieses idealerweise repräsentieren sollte, was er jedoch durch Parteieninteressen als gefährdet ansah.

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Details

Title
Parlamentarismuskritik bei Carl Schmitt. Eine theoretische Analyse mit Anwendung auf die moderne Kritik am deutschen Parlamentarismus
College
University of Würzburg
Grade
2,0
Author
Christian Hirsch (Author)
Publication Year
2019
Pages
18
Catalog Number
V942203
ISBN (eBook)
9783346274533
ISBN (Book)
9783346274540
Language
German
Tags
Schmitt Parlamentarismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Hirsch (Author), 2019, Parlamentarismuskritik bei Carl Schmitt. Eine theoretische Analyse mit Anwendung auf die moderne Kritik am deutschen Parlamentarismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/942203
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