Zu Beginn dieser Arbeit werden die theoretischen Grundlagen hinsichtlich der Definition, der Entstehung und des Einflusses von Gesundheitskompetenz bei und auf Menschen und unser Gesundheitssystem im Allgemeinen erläutert. Es werden weiterhin theoretische Grundlagen zu den Problemen, die bei geringer Gesundheitskompetenz entstehen sowie Möglichkeiten der Förderung im Allgemeinen aufgeführt. Im Anwendungsteil werden auf Grundlage der Theorie Kriterien für einen gelungenen Beitrag zur Gesundheitskommunikation hinsichtlich der Steigerung der Gesundheitskompetenz gebildet, die beispielhaft auf die BKK Löwensen sowie akademische Berufseinsteiger als Zielgruppe angewendet werden. Es werden Kommunikationsanlässe, an denen die Krankenkasse mit den Versicherten in Berührung kommt, sowie drei Beispiele der auf die Gesundheitskompetenz positiv einwirkenden Ansprache beschrieben sowie Handlungsempfehlungen für die Krankenkassen abgeleitet. Im anschließenden Diskussionsteil werden die Kriterien, Beispiele und Handlungsempfehlungen im Hinblick auf die zuvor genannten theoretischen Grundlagen kritisch reflektiert. Abschließend folgt eine Kurzzusammenfassung der praktischen Relevanz dieser Arbeit sowie ein Ausblick in die weitere Entwicklung und Bedeutung der behandelten Themen in der Zukunft.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung
1.3. Aufbau dieser Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Definition, Entstehung und Einfluss von Gesundheitskompetenz
2.2. Probleme durch eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz
2.3. Maßnahmen zur Förderung der Gesundheitskompetenz
3. Anwendung
3.1. Kriterien für einen gelingenden Beitrag zur Gesundheitskommunikation hinsichtlich der Stärkung der Gesundheitskompetenz
3.2. Beispiel BKK Löwensen
3.3. Handlungsempfehlungen für die gesetzlichen Krankenkassen
4. Diskussion
5. Abschließende Worte und Ausblick
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Das primäre Ziel dieser Arbeit besteht darin, theoretische Grundlagen der Gesundheitskompetenz sowie die Folgen eingeschränkter Kompetenz darzulegen und konkrete Fördermöglichkeiten aufzuzeigen. Dabei wird ein beispielhaftes Kommunikationskonzept für eine Krankenkasse entwickelt, um die Gesundheitskompetenz Versicherter gezielt zu stärken und praxisnahe Handlungsempfehlungen abzuleiten.
- Grundlagen und Definitionen der Gesundheitskompetenz (Health Literacy)
- Auswirkungen eingeschränkter Gesundheitskompetenz auf den Einzelnen und das System
- Kriterien für eine gelingende Gesundheitskommunikation
- Strategien zur Förderung der Gesundheitskompetenz in der Praxis (Beispiel BKK Löwensen)
- Handlungsempfehlungen für gesetzliche Krankenkassen
Auszug aus dem Buch
3.1. Kriterien für einen gelingenden Beitrag zur Gesundheitskommunikation hinsichtlich der Stärkung der Gesundheitskompetenz
Das eine vertrauensvolle Beziehung zwischen den Patienten und den Vermittlern von gesundheitsrelevanten Informationen für gesundheitsbewusstes Lernen, Denken und Handeln notwendig ist, wurde bereits im Theorieteil näher erläutert.
Um Vertrauen aufzubauen und aufrecht zu erhalten, sollte die Kommunikation stets offen, ehrlich und transparent erfolgen. Dabei sollte das was gesagt wird, mit den Handlungen übereinstimmen. Empathie, Raum für Emotionen und Persönlichkeit schaffen Nähe. Vertrauen baut sich auf durch wiederholt positive Erfahrungen.
Gespräche und Ansprachen auf Augenhöhe werden immer häufiger gefordert. „Durch eine bessere Kenntnis der eigenen Gesundheitssituation kann der informierte Patient Selbstverantwortung für seinen Gesundheitszustand übernehmen und aktiv zu dessen Verbesserung beitragen. Ebenso wünschen auch Ärzte einen Gesprächspartner, der seine Situation kennt und versteht.“
Vorschnelle Urteile und Versprechungen sind zu vermeiden. Auf Fragen des Patienten sollte eingegangen werden und generell sind Patienten wertschätzend in die Entscheidungen mit einzubeziehen. Kultur- und Gendersensibilität spielen dabei eine größer werdende Rolle.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz von Gesundheitskompetenz, der Problemstellung durch Digitalisierung sowie der Zielsetzung und Struktur der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Definition und Entstehung von Gesundheitskompetenz sowie eine Analyse der Probleme bei eingeschränkter Kompetenz und allgemeiner Fördermöglichkeiten.
3. Anwendung: Entwicklung von Kriterien für erfolgreiche Gesundheitskommunikation, angewandt auf das Beispiel der BKK Löwensen, inklusive konkreter Handlungsempfehlungen für Krankenkassen.
4. Diskussion: Kritische Reflexion der in der Arbeit behandelten Kriterien, Konzepte und Handlungsempfehlungen im Kontext des aktuellen Gesundheitssystems.
5. Abschließende Worte und Ausblick: Zusammenfassung der praktischen Relevanz und ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Digital Health Literacy.
Schlüsselwörter
Gesundheitskompetenz, Health Literacy, Krankenkasse, Gesundheitskommunikation, Prävention, Gesundheitsförderung, Patientenorientierung, Digitalisierung, Empowerment, Selbstverantwortung, Gesundheitsmanagement, Kommunikationskonzept, Gesundheitsbewusstsein, eHealth, Versorgungssicherheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Hausarbeit untersucht, wie die Gesundheitskompetenz von Versicherten durch gezielte Maßnahmen, insbesondere durch die gesetzliche Krankenkasse, gefördert werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen der Gesundheitskompetenz, die Herausforderungen durch eine niedrige Kompetenz sowie Strategien für eine effektive Gesundheitskommunikation im digitalen Zeitalter.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es, Kriterien für eine gelingende Gesundheitskommunikation zu definieren und diese anhand eines konkreten Praxisbeispiels (BKK Löwensen) auf die Arbeit der Krankenkassen zu übertragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse auf ein Praxisbeispiel basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Anwendung dieser Kriterien auf ein konkretes Beispiel und die Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für Krankenkassen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen Gesundheitskompetenz, Gesundheitskommunikation, Patientenorientierung, Prävention und Empowerment.
Warum ist das Vertrauensverhältnis für die BKK Löwensen so entscheidend?
Vertrauen bildet die Basis für eine erfolgreiche Interaktion; nur durch eine transparente und konsistente Kommunikation kann die Krankenkasse ihre Versicherten motivieren, präventive Angebote anzunehmen.
Welche Rolle spielt die Digitalisierung bei der Förderung der Gesundheitskompetenz?
Die Digitalisierung bietet durch Apps und Online-Tools neue Möglichkeiten zur Aufklärung und zum Empowerment, birgt jedoch auch die Gefahr, dass Patienten durch Informationsfluten überfordert werden.
Wie können Krankenkassen vulnerable Gruppen besser erreichen?
Dies erfordert niederschwellige Angebote, sprachliche Barrierefreiheit und eine stärkere Berücksichtigung der individuellen Lebensumstände dieser Zielgruppen.
- Quote paper
- Olivia Keil (Author), 2020, Möglichkeiten der Förderung der Gesundheitskompetenz durch die gesetzliche Krankenkasse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/942248