In der folgenden Arbeit , möchte ich mich mit der Art und Weise der Kunstvermittlung des Bauhauses beschäftigen . Ich finde es wichtig , zu sehen , welche Konzepte , Inhalte und Intentionen beim Bauhaus vorhanden waren .
Da ich nicht auf alle Lehrenden des Bauhauses eingehen kann , habe ich mir Paul Klee herausgegriffen und werde u.a. ein oder zwei Beispiele aus seinem Unterricht darstellen .
Zum Schluss (evtl. schon zwischendurch ) , werde ich das Erarbeitete mit meinen Vor-stellungen und Gedanken vergleichen .
Inhaltsverzeichnis
1. Zielsetzung
2. Das Bauhaus
3. Paul Klee ( 1879 – 1940 )
4. Eigene Betrachtungen / Schlussteil
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die pädagogischen Konzepte und Methoden der Kunstvermittlung am Bauhaus, wobei der Fokus insbesondere auf der Lehrtätigkeit von Paul Klee liegt. Die Autorin reflektiert die Ansätze des Bauhauses kritisch im Hinblick auf ihre eigene pädagogische Praxis und ihr Verständnis von Kunstvermittlung.
- Historische Entwicklung und Gründungsgedanken des Bauhauses
- Struktur der Bauhaus-Ausbildung (Vorkurs, Werklehre, Meister-Ausbildung)
- Die kunstpädagogische Theorie und Praxis von Paul Klee
- Kritische Auseinandersetzung mit den Themen Vermittelbarkeit von Kunst und Leistungsbewertung
- Persönliche Reflexion über die Herausforderungen der modernen Kunstvermittlung
Auszug aus dem Buch
Die pädagogische Haltung von Paul Klee
Klee war nicht als Pädagoge ausgebildet und hatte eine „ persönlichkeitsbedingte “ Scheu , sich öffentlich darzustellen . Dies veranlasste ihn , in den ersten Jahren , seine Unterrichtsvorhaben genauestens und intensiv vorzubereiten .
Klees „ pädagogischer Nachlass “ , der sich im Besitz der Paul Klee-Stiftung in Bern befindet, umfasst viele Manuskripte und in Umschlägen einige tausend lose Blätter mit kurzen Texten , Schemata , Skizzen und ausgeführten , meist geometrisch-konstruktiven Zeichnungen . Bis heute ist nur ein Teil dieses Nachlasses veröffentlicht .
Der Beitrag Paul Klees zur Bauhaus-Pädagogik besteht nicht in der Einführung neuartiger Unterrichtsmethoden .Seine Lehrmethode war traditionell : abwechselnd Vorlesung und praktische Übung .
Das Neuartige ist bei ihm eher im Inhaltlichen , Didaktischen zu suchen und ist in seiner „ Kunsttheorie “ zum grössten Teil wiederzufinden .
Diese Kunsttheorie hier ganz wiederzugeben , würde den Rahmen meiner Arbeit sprengen . Ich werde später ein oder zwei Beispiele aus seinem Unterricht darstellen , bei denen man einen Eindruck seiner Theorie erhält .
In Klees Theorie spielt das Rationale eine bedeutende Rolle , aber nicht die entscheidende . Entscheidend für ihn war der „unendliche Funke “ , der die Kunst in eine Region bring , wo das „ Licht des Intellekts “ nicht mehr vorhanden sei . Nur der wahre Künstler kann über diesen Funken verfügen , was eine Gnade sei . Diese Gabe sei pädagogisch nicht vermittelbar. Klee kam zu dem Schluss , dass der Künstler gerne ohne seinen Verstand schöpferisch tätig ist , der Schüler aber seine Schulbeispiele rational erfassen müsse .
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zielsetzung: Die Autorin legt dar, warum sie sich mit der Kunstvermittlung des Bauhauses befasst und kündigt die Analyse von Paul Klees Unterricht sowie eine persönliche Reflexion an.
2. Das Bauhaus: Dieses Kapitel erläutert die Gründung, die historisch-politischen Rahmenbedingungen sowie die zentralen Lehrmodelle wie Vorkurs und Werklehre.
3. Paul Klee ( 1879 – 1940 ): Es wird Klees pädagogische Arbeit beleuchtet, wobei sein theoretischer Ansatz, die Rolle des Rationalen und sein berühmter "unendlicher Funke" im Fokus stehen.
4. Eigene Betrachtungen / Schlussteil: Die Autorin hinterfragt kritisch die Übertragbarkeit der Bauhaus-Prinzipien auf die heutige Zeit und reflektiert über das Wesen der Kunst und deren Vermittlung.
Schlüsselwörter
Bauhaus, Paul Klee, Kunstvermittlung, Kunstpädagogik, Vorkurs, Werklehre, Gestaltungslehre, Formlehre, Kunsttheorie, Pädagogik, Rationale, Intuition, Kreativität, künstlerische Ausbildung, Bauhaus-Praxis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Art und Weise der Kunstvermittlung am Bauhaus, insbesondere durch das Beispiel Paul Klee.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder sind die historische Ausbildung am Bauhaus, die pädagogische Theorie von Paul Klee und die kritische Reflexion über zeitgemäße Kunstvermittlung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Konzepte des Bauhauses zu verstehen und diese mit den eigenen Vorstellungen der Autorin zu vergleichen.
Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?
Die Autorin nutzt eine Kombination aus historischer Quellenanalyse der Bauhaus-Prinzipien und einer subjektiven, pädagogischen Reflexion.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Bauhaus-Institution sowie die detaillierte Betrachtung von Paul Klees Lehrtätigkeit und seinen Theorien.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Bauhaus, Kunstvermittlung, Formlehre und der "unendliche Funke" in Bezug auf künstlerisches Schaffen.
Wie bewertet die Autorin Klees pädagogische Herangehensweise?
Sie schätzt den klaren, rationalen Aufbau, empfindet das zugrunde liegende Streben nach Totalität und Harmonie jedoch als zu einengend für ihre eigene Lehrauffassung.
Warum sieht die Autorin die Benotung von Kunst kritisch?
Sie argumentiert, dass Kunst durch subjektive Faktoren wie Gefühle und individuelles Empfinden geprägt ist, was eine objektive Leistungsbewertung innerhalb der Schule sehr schwierig macht.
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- Bettina Winkler (Author), 2000, Das Bauhaus und Paul Klee, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9423