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Inwieweit Utilitarismus auch Ökonomie ist - Birnbachers Sichtweise

Title: Inwieweit Utilitarismus auch Ökonomie ist - Birnbachers Sichtweise

Term Paper , 2008 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: mag. Markus Kiesling-Luef (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Die vorliegende Arbeit sollte sich anfangs in erster Linie um den Essay von Dieter Birnbacher „Der Utilitarismus und die Ökonomie“ aus dem Jahre 1990 drehen. Nach und nach wurde mir jedoch klar, dass ich generell zu wenig über den Utilitarismus, oder besser die verschiedenen Formen dieses Ansatzes, wusste.
Deshalb gliedert sich die Arbeit nun in zwei Teile, wobei der erste sich mit den verschiedenen Ansätzen des Utilitarismus kritisch auseinanderzusetzen sucht, der zweite dann auf den besagten Aufsatz eingeht. Am Ende folgt eine kurze Stellungnahme.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

i. Der Utilitarismus

ii. Der Utilitarismus und die Ökonomie

(1) Berührungsebenen

(2) Gemeinsamkeiten und Unterschiede innerhalb der utilitaristischen Ethik

iii. Die Bedeutung des Utilitarismus für die Ökonomie

iv. Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen utilitaristischer Ethik und ökonomischem Denken, basierend auf einer kritischen Analyse des Essays „Der Utilitarismus und die Ökonomie“ von Dieter Birnbacher. Ziel ist es, die verschiedenen Strömungen des Utilitarismus darzustellen und die engen konzeptionellen Verflechtungen sowie die notwendige empirische Basis für beide Disziplinen aufzuzeigen.

  • Historische und theoretische Grundlagen des Utilitarismus
  • Konzeptionelle Berührungspunkte von Ethik und Ökonomie
  • Differenzierung der utilitaristischen Strömungen (Glücks-, Präferenz-, Handlungs- und Regelutilitarismus)
  • Bedeutung von Nutzenbegriffen in der Wohlfahrtsökonomie
  • Interpersonelle Vergleichbarkeit und empirische Fundierung

Auszug aus dem Buch

(1) Berührungsebenen

Darauf aufbauend liefert nun Dieter Birnbacher weitere, diffizilere und vielleicht auch genauere, Einteilungen des Utilitarismus. Er geht dabei von den Ähnlichkeiten dieser Moralphilosophie und eben der Ökonomie aus. Zwischen diesen verschwisterten Ansätzen arbeitet er drei Berührungsebenen heraus:

a. Es ist augenscheinlich, dass alle wichtigen Vertreter und Begründer der utilitaristischen Ethik „sich zugleich als Ökonomen betätigt haben“ oder auch vorerst Ökonomen waren, bevor sie sich der Philosophie zuwandten. Jeremy Bentham, der noch „einen freien, staatlich unreglementierten Geldmarkt“ forderte, John Stuart Mill, der bereits soziale oder sozialistische Elemente in seine Wirtschaftsordnung einbaute, James Mill, der Vermittler beider Ansichten – sie alle waren auch Ökonomen. Die beiden Werke von J.S. Mill und Henry Sidgwick mit gleichem Titel – Principles of Political Economy, 1848 bzw. 1883 – waren lange Standardwerke der Ökonomie.

b. Weiters teilen sich Ökonomie und Utilitarismus viele Inhalte: beide bevorzugen einen „handfeste[n] Realismus, eine Nähe zur Empirie, zur Praxis und zur Politik“. Der Utilitarismus kann sich ja nicht auf metaphysische Moralbegründungen verlassen oder ideale Forderungen erheben – dadurch ist er genötigt, sich näher am Verhalten, am den Wahrnehmungen der Menschen abzuarbeiten und theoretisch zu schärfen. „Das nötigt ihn jedoch“ so Birnbacher, „sich stärker auf die Unvollkommenheit der Welt … einzulassen“. Und weiter stellt er fest, dass „[d]as Grundproblem des Utilitaristen … die Knappheit an moralischer Motivation (ist) wie die Knappheit an Gütern das Grundproblem der Ökonomie.“ Der Nutzen oder die Nutzwerte werden von den Utilitaristen ja auch wie ein Geldwert angesehen – zumindest theoretisch müssen positive und negative Werte verrechnet werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Motivation für die Arbeit und die Gliederung in eine grundlegende Auseinandersetzung mit dem Utilitarismus und die Analyse des Aufsatzes von Birnbacher.

i. Der Utilitarismus: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über den Utilitarismus von Bentham bis Mill und definiert dessen konsequentialistische Kernmerkmale sowie das Streben nach dem Wohlergehen der Allgemeinheit.

ii. Der Utilitarismus und die Ökonomie: Hier werden die Gemeinsamkeiten der beiden Disziplinen – von den Begründern bis zur methodischen Nähe – herausgearbeitet und eine detaillierte Differenzierung innerhalb der utilitaristischen Strömungen vorgenommen.

iii. Die Bedeutung des Utilitarismus für die Ökonomie: Es wird analysiert, wie utilitaristische Konstrukte wie der abnehmende Grenznutzen die Wohlfahrtsökonomie beeinflussen und wo die Grenzen der operationalisierbaren Nutzenmessung liegen.

iv. Stellungnahme: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über den Essay von Birnbacher, wobei die komprimierte Darstellung gelobt, aber eine stärkere Auseinandersetzung mit modernen utilitaristischen Weiterentwicklungen angeregt wird.

Schlüsselwörter

Utilitarismus, Ökonomie, Jeremy Bentham, John Stuart Mill, Konsequentialismus, Wohlfahrtsökonomie, Nutzen, Präferenzutilitarismus, Glücksmaximierung, Handlungsethik, Regelutilitarismus, empirische Basis, Dieter Birnbacher, Wertmonismus, Handlungsbewertung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen utilitaristischer Ethik und ökonomischem Denken anhand des Essays von Dieter Birnbacher.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die historischen Grundlagen des Utilitarismus, seine Verzahnung mit der Ökonomie und verschiedene ethische Differenzierungen wie Glücks- oder Präferenzutilitarismus.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine kritische Aufarbeitung von Birnbachers These, dass Utilitarismus und Ökonomie als „Zwillingsansätze“ betrachtet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit philosophischen Fachtexten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine philosophische Einführung in den Utilitarismus sowie eine detaillierte Analyse der Berührungspunkte und Unterschiede zwischen utilitaristischer Ethik und ökonomischer Theorie.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie Konsequentialismus, Nutzenmaximierung, Wohlfahrtsökonomie und die Gegenüberstellung von Handlungs- und Regelutilitarismus prägen die Arbeit.

Warum betont der Autor die Notwendigkeit einer „empirischen Basis“?

Da sowohl ethische als auch ökonomische Modelle oft auf idealisierten Annahmen beruhen, fordert der Autor eine stärkere Ausrichtung an realen Wohlfahrtskriterien.

Wie unterscheidet sich der Glücks- vom Präferenzutilitarismus?

Der Glücksutilitarismus fokussiert auf das subjektive Empfinden von Lust, während der Präferenzutilitarismus die Befriedigung individueller Interessen als Maßstab setzt.

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Details

Title
Inwieweit Utilitarismus auch Ökonomie ist - Birnbachers Sichtweise
College
University of Vienna  (Philosophie)
Course
Vorlesung
Grade
1,0
Author
mag. Markus Kiesling-Luef (Author)
Publication Year
2008
Pages
15
Catalog Number
V94246
ISBN (eBook)
9783640100019
ISBN (Book)
9783640124664
Language
German
Tags
Ökonomie Birnbacher Utilitarismus Ethik Philosophie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
mag. Markus Kiesling-Luef (Author), 2008, Inwieweit Utilitarismus auch Ökonomie ist - Birnbachers Sichtweise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94246
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