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Demokratiebildung in der Grundschule am Beispiel des Klassenrats

Title: Demokratiebildung in der Grundschule am Beispiel des Klassenrats

Term Paper , 2020 , 15 Pages , Grade: 1

Autor:in: Steffen Schaber (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Die Arbeit behandelt das Thema Klassenrat in der Grundschule. Der Fokus liegt auf dem Ziel der Demokratiebildung. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung lässt sich auch auf andere Schularten übertragen.

Inwieweit lassen sich Bildungspolitik, Demokratie und Kindorientierung in der Grundschule miteinander vereinen und welche Konfliktpunkte tauchen dabei auf? Inwieweit können die Schüler zur Partizipation befähigt werden und wodurch wird diese Partizipation eingeschränkt? Zunächst werden die historischen Ursprünge des Klassenrats herausgearbeitet, anschließend werden demokratische Elemente und der Anspruch auf Partizipation im Klassenrat beleuchtet. Nach einer Auseinandersetzung mit dem Verlauf und der Rolle der Lehrkraft folgt zuletzt eine kritische Würdigung des Klassenrats.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Begriffsfindung Klassenrat

2. Historische Einflüsse

3. Demokratiebildung im Klassenrat

3.1. Demokratiebildung

3.2. Demokratiebildung im Klassenrat

3.3. Demokratiekompetenzen im Klassenrat

3.4. Himmelmanns Begriff der Demokratie im Bezug auf den Klassenrat

3.5. Institutionelle und interaktionale Ebene der Partizipation

3.6. Kommunikative Handlungsstrategien – Partizipationsgrade im Klassenrat

4. Verfahren eines Klassenrats

4.1. Teilelemente des Klassenrats

4.2. Exemplarischer Ablauf nach Kiper

4.3. Die Rolle der Lehrkraft im Klassenrat

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die praktische Implementierung von Demokratiebildung in der Grundschule durch das Format des Klassenrats. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern der Klassenrat dazu geeignet ist, Schülerinnen und Schüler zu partizipativem Handeln zu befähigen und welche Herausforderungen sich dabei für Lehrkräfte ergeben.

  • Historische Herleitung des Klassenrats aus reformpädagogischen Konzepten.
  • Analyse der Demokratiebildung im schulischen Kontext und spezifisch im Klassenrat.
  • Untersuchung von Partizipationsgraden und kommunikativen Handlungsstrategien.
  • Darstellung der Rollenverteilung und der Machtantinomie zwischen Lehrkraft und Schülerschaft.

Auszug aus dem Buch

3.6.Kommunikative Handlungsstrategien – Partizipationsgrade im Klassenrat

Der Grad der Partizipation im KR lässt sich nach Kiper auf die herrschende Interaktion und Kommunikation der Beziehungen untereinander schließen. Diese beschreibt sie mit dem Begriff der Kontingenz, welche, so Kiper, die wechselseitige Abhängigkeit zwischen den Akteuren charakterisiert.61 Dabei arbeitete sie folgende Möglichkeiten heraus:

- Non-kontingente Interaktion und Problemlösung Bei dieser Beziehungsstruktur gibt es keine Beziehung zwischen der L und den SuS. Der Austausch von Meinungen bleibt aus. Die Problemlösung findet als formaler Akt statt, über Handeln wird höchstens abgestimmt, die gegenseitige Beziehung wird nicht gefestigt.

- Asymmetrisch-kontingente Interaktion und Problemlösung Hierbei dominiert eine Person oder Gruppe. Im KR dominiert die Person beispielsweise in der Interaktion und Problemlösung, ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse der Betroffenen und anderen zu nehmen. Gleichzeitig wird die Problemlösung zugunsten der dominanten Person oder Gruppe getroffen. Bei dieser Beziehungsstruktur herrscht ein Machtgefälle, häufig dominiert die L.

- Reziprok-kontingente Interaktion und Problemlösung Dabei findet Interaktion und Handeln wechselseitig, und somit auf Augenhöhe statt. Bei Konflikten und Problemen diskutieren alle Teilnehmer*innen gleichberechtig miteinander oder stimmen gleichermaßen ab. Ziel ist es, eine Problemlösung zu finden, die für alle gerecht ist oder einen Kompromiss darstellt.62

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz von Demokratiebildung in der Grundschule und stellt den Klassenrat als zentrales Instrument vor.

1. Begriffsfindung Klassenrat: Dieses Kapitel grenzt den Begriff Klassenrat von ähnlichen Formaten wie dem Schülergericht oder der Mediation ab.

2. Historische Einflüsse: Hier werden die reformpädagogischen Ursprünge des Konzepts beleuchtet, insbesondere durch Foerster, Dewey und Freinet.

3. Demokratiebildung im Klassenrat: Das Kapitel analysiert theoretische Ansätze zur Demokratiebildung und überträgt diese auf die Struktur und die Kompetenzvermittlung im Klassenrat.

4. Verfahren eines Klassenrats: Es werden die wesentlichen Teilelemente, ein exemplarischer Ablauf sowie die spezifische Rolle der Lehrkraft im Klassenrat detailliert dargelegt.

5. Fazit: Das Fazit bewertet den Klassenrat als effektives Instrument der Partizipation, weist jedoch auf die Abhängigkeit von den schulischen Rahmenbedingungen hin.

Schlüsselwörter

Demokratiebildung, Klassenrat, Partizipation, Grundschule, Reformpädagogik, Schülerbeteiligung, Konfliktlösung, Lehrkraftrolle, Schulalltag, Machtantinomie, Selbstbestimmung, Sozialkompetenz, Kommunikation, Demokratie als Lebensform, Schulkultur.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der praktischen Umsetzung von Demokratiebildung in der Grundschule, wobei der Klassenrat als Fallbeispiel und zentrales Instrument dient.

Welche Themenfelder stehen bei der Untersuchung des Klassenrats im Fokus?

Zentrale Felder sind die historischen Wurzeln, die theoretische Einordnung in die Demokratiepädagogik sowie die konkrete verfahrenstechnische Gestaltung im Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Potenzial des Klassenrats für die Partizipation von Kindern zu evaluieren und kritisch zu hinterfragen, wie dieser Anspruch in der Realität der Grundschule eingelöst werden kann.

Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die verschiedene Ansätze der Schulpädagogik (u.a. von Hanna Kiper und Célestin Freinet) zusammenführt und vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die demokratischen Kompetenzbereiche (z.B. Identität und Pluralität) als auch der konkrete Ablauf des Klassenrats sowie die komplexe Rolle der Lehrkraft analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen zählen Demokratiebildung, Partizipation, Machtantinomie und die Gestaltung von Klassenratssitzungen als Lernort für soziale Kompetenzen.

Warum ist die Rolle der Lehrkraft im Klassenrat so kritisch zu betrachten?

Die Lehrkraft befindet sich in einer Machtantinomie zwischen der Rolle als Begleiter des Lernprozesses und als bewertende Instanz, was die freie Partizipation der Kinder beeinflussen kann.

Wie unterscheidet sich der Klassenrat von einem klassischen Schülergericht?

Während ein Schülergericht auf Sanktionen und Anklage basiert, zielt der Klassenrat auf ein konstruktives Aushandeln von Themen und konsensorientierte Lösungen auf Augenhöhe ab.

Welche Bedeutung kommt der Kontingenz im Klassenrat zu?

Der Begriff beschreibt nach Kiper die wechselseitige Abhängigkeit zwischen den Akteuren, die darüber entscheidet, ob Partizipation tatsächlich auf Augenhöhe stattfindet.

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Details

Title
Demokratiebildung in der Grundschule am Beispiel des Klassenrats
College
University of Education Heidelberg
Grade
1
Author
Steffen Schaber (Author)
Publication Year
2020
Pages
15
Catalog Number
V942761
ISBN (eBook)
9783346275530
ISBN (Book)
9783346275547
Language
German
Tags
demokratiebildung grundschule beispiel klassenrats
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffen Schaber (Author), 2020, Demokratiebildung in der Grundschule am Beispiel des Klassenrats, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/942761
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