Que feriez-vous à la place des Français de l’époque ? Ein Unterrichtsentwurf


Unterrichtsentwurf, 2019

29 Seiten, Note: sehr gut


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Darstellung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge
1.1 Hinweise zur Lernausgangslage
1.2 Darstellung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge
1.3 Begründung von längerfristigen Unterrichtszusammenhängen
1.4 Darstellung und Begründung der didaktisch-methodischen Entscheidungen des Unterrichtsvorhabens

2. Planungsentscheidungen zur Unterrichtsstunde
2.1 Hinweise zur Lernausgangslage
2.2 Darstellung und Begründung der Ziele der Unterrichtsstunde
2.2.1 Kompetenzschwerpunkt
2.2.2 Stufen des Kompetenzaufbaus
2.3 Darstellung und Begründung der didaktischen Schwerpunkte der Unterrichtsstunde
2.4 Darstellung und Begründung des geplanten Verlaufs der Unterrichtsstunde

Literaturverzeichnis

Anhang

1. Darstellung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge

1.1 Hinweise zur Lernausgangslage

Bei der Lerngruppe handelt es sich um einen Grundkurs der Qualifikationsphase, welcher insgesamt aus 15 S’uS (darunter 11 Schülerinnen und 4 Schüler) besteht und seit dem zweiten Quartal zweimal wöchentlich vom Lehramtsanwärter unterrichtet wird. Bis auf wenige Einzelfälle hält sich die Anzahl der Fehlzeiten in Grenzen, sodass eine reibungslose Kontinuität bei der Durchführung der Unterrichtssequenzen gewährleistet wurde.

Da die Französischkurse in der Qualifikationsphase am Gymnasium relativ klein sind, werden die Lerner der Q1 in der Regel immer zusammen mit denen der Q2 unterrichtet. Die Unterrichtsthemen werden dementsprechend immer versetzt unterrichtet, sodass keine Dopplung stattfindet.

Grundsätzlich lässt sich bei den S’uS in Bezug auf den Erwerb der französischen Sprache eine sehr hohe Leistungsbereitschaft feststellen, was in einer konzentrierten und angenehmen Lernatmosphäre sowie einer hohen Schülerbeteiligung resultiert. Die S’uS sind es gewohnt, dass die Einsprachigkeit im Unterricht eingehalten wird. Zudem gibt es für jedes Unterrichtsvorhaben einen festen Kompetenzschwerpunkt, welcher den S’uS zu Beginn des Vorhabens mithilfe einer Lernlinie transparent gemacht wird. Der Kompetenzschwerpunkt zugehöriger Unterrichtseinheiten wird der Lerngruppe zu Beginn der jeweiligen Stunde zudem mithilfe einer Kompetenzkarte angezeigt. Das derzeitige Unterrichtsvorhaben dient im Sinne des schulinternen Curriculums der Förderung der funktionalen kommunikativen Kompetenz Sprechen im Bereich zusammenhängendes Sprechen.

In der Lerngruppe besteht in Bezug auf das Leistungsvermögen eine normal ausgeprägte Heterogenität. Besonders hervorzuheben sind vier S’uS, die vor allem im Bereich der mündlichen Mitarbeit überdurchschnittlich gute Leistungen erbringen und das Unterrichtsgespräch durch sehr gute Wortbeiträge voranbringen. Eine deutliche Mehrheit des Kurses zeichnet sich zudem durch eine hohe Lern- und Leistungsbereitschaft aus. Lediglich bei der Präsentation längerer fremdsprachlicher Wortbeiträge sind einige S’uS häufig etwas zurückhaltender und bevorzugen das Üben und Präsentieren im geschützten Raum wie zum Beispiel Gruppenarbeit etc. Vier andere S’uS sind wiederum als eher leistungsschwach einzustufen und benötigen bei der Bewältigung der Lernaufgabe im Allgemeinen ein höheres Maß an Unterstützung.

Die in der Lerngruppe kontrastierte Heterogenität hat auch bei der Planung des Unterrichtsvorhabens Berücksichtigung gefunden. So arbeiteten die S’uS beim Verfassen der Reden in leistungsheterogenen Fünfergruppen und hatten die Möglichkeit individuell Strukturierungs- und Planungshilfen sowie einen soutien à l’apprentissage in Anspruch zu nehmen. (vgl. Anhang phrases et expressions utiles). Dadurch arbeiteten die leistungsstarken und leistungsschwächeren S’uS während der Erarbeitungsphase eigenständig und kooperativ auf ihren unterschiedlichen Leistungsniveaus und erstellten ihr gemeinsamen Lernprodukt.

Auch während der Präsentationsphase steht den S’uS ein soutien à l’apprentissage mit Formulierungshilfen für die Feedbackrunde zur Verfügung. Bei ihrem Vortrag haben die Redner im Falle sprachlicher Probleme zudem jederzeit die Möglichkeit, zu ihren ausführlichen Notizen zurückzublättern, um den roten Faden ihrer Rede wiederzufinden. Diese Methode wird auch der Kniff mit dem Knick genannt (Blume 2006: 18).

Das Unterrichtsvorhaben teilt sich in drei Unterrichtssequenzen und wurde an den Wissenstand der Lerngruppe angepasst. Zu Beginn der Unterrichtsreihe wurden einige Assoziationen zur deutsch-französischen Freundschaft gesammelt und es hat sich festgestellt, dass die S’uS lediglich wissen, dass diese Freundschaft existiert. Personen wie Konrad Adenauer oder Charles de Gaulle waren keinem bekannt. In der ersten Unterrichtssequenz wurde daher ein Zeitstrahl erstellt, der den S’uS transparent machen soll, welche wichtige Daten die deutsch-französische Geschichte prägen. Anschließend wurde intensiv auf den zweiten Weltkrieg eingegangen, wobei der Schwerpunkt hierbei auf die Collaboration und der Résistance liegt. Zum Schluss werden die kontemporären deutsch-französischen Beziehungen thematisiert und relativiert. Dabei sollen die S’uS mit ihrem Vorwissen und aktuellen Presseartikeln erläutern, ob und warum die deutsch-französischen Beziehungen in Gefahr sind.

1.2 Darstellung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.3 Begründung von längerfristigen Unterrichtszusammenhängen

Das Unterrichtsvorhaben legitimiert sich durch die Vorgaben des schulinternen Lehrplans des Gymnasiums für den Französischunterricht in der Qualifikationsphase sowie durch die im Kernlehrplan für die Sekundarstufe II formulierten Anforderungen und Kompetenzerwartungen. Das schulinterne Curriculum sieht hierbei vor, dass die S’uS sich mit der Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen auseinandersetzen und sich dementsprechend vertieft dem Thema der Collaboration und Résistance widmen1. Die S’uS sollen die Beweggründe beider Bewegungen wissen, verstehen und relativieren. In der Vergangenheit wurden mehrere Schriftstücke (Tagebücher, Zeitungsartikel etc.) gelesen und analysiert, sodass die S’uS über ausreichend Informationen verfügen, die Einwohner Frankreichs im 20. Jahrhundert zu verstehen.

Zur Stärkung der Sprachbewusstheit wurde in diesem Jahr entschieden, dass die S’uS ihre eigenen Reden aus der Perspektive eines jungen Menschen verfassen, der zur Collaboration bzw. Résistance aufruft, sodass sie selbst ein Gefühl dafür entwickeln, wie genau Sprache eingesetzt wird, um Menschen zu beeinflussen oder sogar zu manipulieren (vgl. van Lier 1995: 18 ff.). Sie entwickeln ein genaueres Verständnis für den Gebrauch von stilistischen Mitteln und kommunikativen Strategien, die ihnen auch bei der Analyse von politischen Reden zu nutzen sein können.

Diese Unterrichtsmethodik passt ebenfalls zu dem, was in den Kernlehrplänen bezüglich der funktionalen kommunikativen Kompetenz Sprechen im Bereich zusammenhängendes Sprechen am Ende der Qualifikationsphase formuliert wurde. Dort heißt es auf Seite 20: „[d|ie Schülerinnen und Schüler können zu vertrauten Themen zusammenhängend sowie weitgehend situationsangemessen und adressatengerecht sprechen.“2

1.4 Darstellung und Begründung der didaktisch-methodischen Entscheidungen des Unterrichtsvorhabens

Diese Unterrichtsreihe zielt darauf ab, dass drei zentrale Lernprodukte am Ende jeder Sequenz erstellt werden. Zunächst sollen die S’uS die vergangenen zentralen Ereignisse der deutsch-französischen Beziehungen zusammenfassen und in der Form von Lernpostern visuell darstellen.

Diese Lernposter dienen der Transparenz und ermöglichen es bestimmte Aspekte, wie den zweiten Weltkrieg, genauer zu vertiefen. Im Rahmen des zweiten Weltkriegs wird die Besatzung Frankreichs genauer skizziert und die beiden Bewegungen Collaboration und Résistance werden miteinander verglichen und es wird die Frage aufgegriffen, wieso nur so wenige französische Bürger dem Widerstand angehörten. Am Ende dieser Unterrichtsreihe sollen die S’uS alle gesammelten Argumente in eine Rede umformulieren und sie mit Darstellungen (Film & Literatur) der damaligen Zeit vergleichen, um einen intensiven Perspektivwechsel mit dem damaligen französischen Volk zu ermöglichen.

Schließlich sollen die S’uS mit einem intensiven Hintergrundwissen die aktuellen deutsch-französischen Beziehungen betrachten, kritisch hinterfragen und eine mögliche Zukunft dieser Beziehungen antizipieren. Am Ende der gesamten Unterrichtsreihe sind die S’uS dazu in der Lage eine akademische Konferenz zur Fragestellung le couple franco-allemand est-il en danger? zu durchzuführen. Hierbei sollen sie nicht nur auf das erworbene soziokulturelle Orientierungswissen zurückgreifen, sondern auch eigenständig bestimmte und aktuelle Teilbereiche, wie Politik, Wirtschaft etc., untersuchen.

2. Planungsentscheidungen zur Unterrichtsstunde

2.1 Hinweise zur Lernausgangslage

In den vergangen Stunden haben sich die S’uS in der Form eines Lerntempoduetts die politischen Reden von Charles de Gaulle und Philippe Pétain gegenseitig vorgestellt und sie hinsichtlich der Sprache und Argumentationsstruktur analysiert. Hierbei konnte man beobachten, dass die S’uS deutliche Probleme dabei hatten, die Struktur einer Rede zu verstehen und die Verwendung der stilistischen Mittel und Kommunikationsstrategien zu reflektieren, sodass die Beantwortung der Frage: „ Que feriez-vous à la place des Français de l’époque“ gar nicht beantwortet werden konnte.

Aus diesem Grund wurde festgelegt, dass die S’uS selbst eine Rede verfassen, in der sie aus der Perspektive einer jugendlichen Person entweder zur Collaboration oder zur Résistance aufrufen. Eigenständig wurden hierfür essentielle Hauptbestandteile zum Verfassen einer politischen Rede festgehalten und verschriftlicht. Des Weiteren wurden Feedbackkriterien festgelegt, auf die die Zuhörer während der Vorstellungen achten sollen.

In Fünfergruppen verfassten die Lerngruppe somit selbstständige Reden, die anschließend am Computer abgetippt wurden und zuhause wiederholt werden konnten. Nachdem dies beendet war, erstellten sie individuell ihre eigene Hilfekarten in der Form des Kniff mit dem Knick, wodurch sie die Präsentation der Rede einüben konnte.

Es ist wichtig anzumerken, dass in der vergangenen Doppelstunde die Klausur stattfand, in der de Gaulles Rede Message de Noël aux enfants de France auf die Argumentationsstruktur und Sprache analysiert wurde.

[...]


1 1 Vgl. Schulinternes Curriculum für das Fach Französisch, Sekundarstufe II des Gymnasiums.

2 Vgl. Kernlehrplan NRW des Faches Französisch für die Sekundarstufe II, S. 30.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Que feriez-vous à la place des Français de l’époque ? Ein Unterrichtsentwurf
Hochschule
Studienseminar für Lehrämter an Schulen Dortmund
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2019
Seiten
29
Katalognummer
V942837
ISBN (eBook)
9783346285430
ISBN (Buch)
9783346285447
Sprache
Deutsch
Schlagworte
résistance, collaboration, appel, 18 juin, rede, gallerierundgang, unterrichtsentwurf, examen, sehr guter Unterrrichtsentwurf, schülerorientiert
Arbeit zitieren
Ibrahim Kaddoura (Autor), 2019, Que feriez-vous à la place des Français de l’époque ? Ein Unterrichtsentwurf, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/942837

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