Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos

Unterschiede in der Bilanzierung von latenten Steuern im Einzelabschluss nach HGB und IAS/IFRS

Título: Unterschiede in der Bilanzierung von latenten Steuern im Einzelabschluss nach HGB und IAS/IFRS

Trabajo Escrito , 2007 , 30 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Harald Oblinger (Autor)

Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

1 Vorwort
Im Zuge der Internationalisierung der Rechnungslegung sowie des zunehmenden
Auseinanderdriftens von Handels- und Steuerrecht wird das Thema „Latente
Steuern“ für deutsche Unternehmen künftig eine deutlich größere Bedeutung haben
als bisher. Für Unternehmen, die Abschlüsse nach internationalen Rechnungslegungsnormen
erstellen, wird der Abschluss durch latente Steuern beeinflusst
(vgl. APP 2003, 209).
Die Regelungen, die für die Bilanzierung latenter Steuern gelten, haben in letzter
Zeit mehrere Änderungen erfahren. Während in der Vergangenheit allein das
Handelsgesetzbuch (HGB) als Rechnungslegungswerk maßgebend war, sind immer
mehr Einflüsse der internationalen Bilanzierungspraxis zu beobachten. Vor
allem die International Accounting Standards (IAS), sowie die Richtlinien des
International Financial Reporting Standards (IFRS), gewinnen stetig an Bedeutung.
Die Gründe hierfür sind zum einen, dass deutsche Unternehmen, die auf den
Weltmärkten um Kunden und Investoren werben, einen international anerkannten
Jahresabschluss benötigen, zum anderen bemüht sich der Gesetzgeber, das HGB
internationalen Standards anzupassen.
In dieser Hausarbeit sollen, getrennt nach IAS/IFRS und HGB, die Ursachen latenter
Steuern aufgezeigt und deren Ansatz, Bewertung und Ausweis in beiden
Regelungssystemen erläutert werden. Dabei werden die bestehenden Regelungen
für deren Ansatz, Ausweis und Bewertung sowie die Herausstellung der bestehenden
Unterschiede zwischen IAS/IFRS und HGB dargestellt. Auf die Steuerlatenzen
in Verlustsituation (Verlustrücktrag bzw. Verlustvortrag) wird in dieser
Hausarbeit nicht eingegangen. Zum Ende soll eine kurze Zusammenfassung der
Ergebnisse erfolgen, sowie ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen gegeben
werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Zweck und Bedeutung latenter Steuern in der Praxis

3 Die Bilanzierung latenter Steuern nach IAS/IFRS

3.1 Grundlagen der Steuerabgrenzung nach IAS/IFRS

3.1.1 Erfordernis und Entstehung der Bilanzierung latenter Steuern

3.1.2 Aktive latente Steuern (deductible temporary differences)

3.1.3 Passive latente Steuern (taxable temporary differences)

3.2 Ansätze der latenten Steuern nach IAS/IFRS

3.2.1 Arten von Differenzen

3.2.2 Erfolgswirksame und erfolgsneutrale Differenzen

3.2.3 Das Temporary-Konzept

3.3 Bewertungen der latenten Steuern nach IAS/IFRS

3.3.1 Die Liability-Methode (Verbindlichkeitsmethode)

3.3.2 Die Deferred-Methode (Abgrenzungsmethode)

3.3.3 Die Net-of-Tax-Methode

3.3.4 Die Einzel- und Gruppenbewertung

3.4 Ausweise der latenten Steuern nach IAS/IFRS

3.4.1 Ausweis in der Bilanz

3.4.2 Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung

3.4.3 Angabepflichten im Anhang

4 Die Bilanzierung latenter Steuern nach HGB

4.1 Theoretische Grundkonzepte der Steuerabgrenzung nach HGB

4.1.1 Ursachen für latente Steuern

4.1.2 Aktive latente Steuern

4.1.3 Passive latente Steuern

4.2 Ansätze der latenten Steuern nach HGB

4.2.1 Temporäre Differenzen

4.2.2 Quasi-permanente Differenzen

4.2.3 Permanente Differenzen

4.3 Bewertungen der latenten Steuern nach HGB

4.3.1 Abgrenzungsmethode (deferral-methode)

4.3.2 Verbindlichkeitsmethode (liability-methode)

4.4 Ausweise der latenten Steuern nach HGB

4.4.1 Ausweis in der Bilanz

4.4.2 Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung

4.4.3 Einzel- und Gesamtdifferenzbetrachtung

4.4.4 Angabepflichten im Anhang

5 Vergleich latenter Steuern nach IAS 12 mit HGB

6 Schlussbetrachtung und Ausblick auf die zunehmende Bedeutung der Bilanzierung latenter Steuern

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen und praktischen Anwendungen der Bilanzierung latenter Steuern sowohl nach den internationalen Standards (IAS/IFRS) als auch nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB). Ziel ist es, die Unterschiede in Ansatz, Bewertung und Ausweis dieser Steuerlatenzen herauszuarbeiten und die zunehmende Relevanz dieses Themas vor dem Hintergrund der Internationalisierung der Rechnungslegung zu verdeutlichen.

  • Methodische Gegenüberstellung von Temporary-Konzept (IAS/IFRS) und Timing-Konzept (HGB)
  • Analyse von Ursachen für aktive und passive latente Steuern
  • Vergleich von Bewertungsverfahren wie der Liability-Methode und der Deferral-Methode
  • Untersuchung der Anforderungen an den Ausweis in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
  • Diskussion der Auswirkungen des Maßgeblichkeitsprinzips auf die deutsche Bilanzierungspraxis

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Aktive latente Steuern (deductible temporary differences)

Grundsätzlich erfordert IAS 12.24 eine aktive latente Steuerabgrenzung in allen Fällen von deductible temporary differences, in denen es wahrscheinlich ist, dass steuerliche Gewinne verfügbar sein werden, um die gebildeten aktiven latenten Steuern in den späteren Perioden ihrer Auflösung steuerlich wirksam nutzen zu können. Unter dieser Voraussetzung sind zwei Fälle für die Entstehung aktiver latenter Steuern ursächlich:

• Schulden sind in der Handelsbilanz durch höhere Verbindlichkeitsposten berücksichtigt als in der Steuerbilanz und/oder

• Vermögensposten sind in der Handelsbilanz durch einen niedrigeren Wertansatz erfasst als in der Steuerbilanz

Soweit diese Bilanzdifferenzen zugleich timing differences sind, führen sie auch im HGB-Abschluss zu aktiven latenten Steuern (vgl. COENENBERG 2005, 461). Der Buchwert der latenten Steueransprüche ist nach IAS 12.37 zu jedem Bilanzstichtag erneut zu beurteilen und in dem Umfang zu reduzieren, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen für einen Teil oder den ganzen Steueranspruch erzeugt wird. Jegliche Reduzierung sollte danach in dem Umfang umgekehrt werden, in dem es wahrscheinlich wird, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar ist. Nach IAS 12.34 sind latente Steueransprüche für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge oder noch nicht genutzte Steuergutschriften in dem Umfang zu bilanzieren, in dem es wahrscheinlich erscheint, dass zukünftig zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das noch nicht genutzte Verluste oder Steuergutschriften verwendet werden können (vgl. DELOITTE & TOUCHE 2003, 2).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Einleitung in die zunehmende Bedeutung latenter Steuern aufgrund der Internationalisierung der Rechnungslegung.

2 Zweck und Bedeutung latenter Steuern in der Praxis: Erläuterung der zeitlichen Verschiebungen zwischen Handels- und Steuerbilanz als Ursache für latente Steueransprüche oder -verpflichtungen.

3 Die Bilanzierung latenter Steuern nach IAS/IFRS: Detaillierte Darstellung des bilanzorientierten Temporary-Konzepts und der Anwendung der Liability-Methode unter IAS 12.

4 Die Bilanzierung latenter Steuern nach HGB: Analyse des HGB-typischen Timing-Konzepts sowie der spezifischen Regelungen für den Ansatz und Ausweis latenter Steuern.

5 Vergleich latenter Steuern nach IAS 12 mit HGB: Synoptische Gegenüberstellung der Unterschiede zwischen dem deutschen Maßgeblichkeitsprinzip und den internationalen Standards.

6 Schlussbetrachtung und Ausblick auf die zunehmende Bedeutung der Bilanzierung latenter Steuern: Einschätzung zukünftiger Entwicklungen und der Notwendigkeit einer stärkeren Angleichung an internationale Standards.

Schlüsselwörter

Latente Steuern, IAS 12, HGB, Temporary-Konzept, Timing-Konzept, Steuerabgrenzung, Aktive latente Steuern, Passive latente Steuern, Bilanzierung, Steuerbilanz, Handelsbilanz, Liability-Methode, Deferral-Methode, Differenzen, Rechnungslegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bilanzierung latenter Steuern und untersucht die unterschiedlichen Konzepte der Rechnungslegung nach deutschen Handelsrecht (HGB) sowie nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Ursachen für Steuerlatenzen, die Unterschiede zwischen Temporary- und Timing-Konzepten sowie die verschiedenen Methoden zur Bewertung und Ausweisung latenter Steuern in den Abschlüssen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Kongruenz zwischen handelsrechtlichem Ergebnis und Steueraufwand durch die Analyse und Darstellung der Regelungssysteme in beiden Standards zu erläutern und die Unterschiede präzise herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine strukturierte Analyse, die auf der Auswertung aktueller Fachliteratur und der einschlägigen Gesetzestexte (HGB, IAS 12) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Regelungen unter IAS/IFRS sowie den Anforderungen unter HGB, inklusive der Behandlung von aktiven und passiven Steuerlatenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie latente Steuern, Bilanzierung, HGB, IAS/IFRS, Temporary-Konzept und Steuerabgrenzung charakterisiert.

Warum spielt das "Maßgeblichkeitsprinzip" eine so große Rolle im HGB-Teil?

Das Maßgeblichkeitsprinzip verknüpft Handels- und Steuerbilanz in der deutschen Praxis eng miteinander, was dazu führt, dass die Bildung latenter Steuern im HGB-Einzelabschluss oft eine andere Bedeutung und Notwendigkeit hat als unter internationalen Standards.

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen der Liability-Methode und der Deferral-Methode?

Die Liability-Methode ist bilanzorientiert und betrachtet zukünftige Steuerzahlungen bzw. -entlastungen, während die Deferral-Methode GuV-orientiert ist und latente Steuern als Abgrenzungsposten für die korrekte Periodenzuordnung behandelt.

Welche Rolle spielen "permanente Differenzen" bei der Bilanzierung?

Permanente Differenzen führen zu keinem Ausgleich in der Zukunft und dürfen daher nicht bei der Bilanzierung latenter Steuern berücksichtigt werden, da sie dauerhaft zwischen Handels- und Steuerergebnis bestehen bleiben.

Final del extracto de 30 páginas  - subir

Detalles

Título
Unterschiede in der Bilanzierung von latenten Steuern im Einzelabschluss nach HGB und IAS/IFRS
Universidad
University of Applied Sciences Hamburg
Calificación
1,0
Autor
Harald Oblinger (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
30
No. de catálogo
V94295
ISBN (Ebook)
9783640100989
ISBN (Libro)
9783640115358
Idioma
Alemán
Etiqueta
Unterschiede Bilanzierung Steuern Einzelabschluss IAS/IFRS latente Steuern
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Harald Oblinger (Autor), 2007, Unterschiede in der Bilanzierung von latenten Steuern im Einzelabschluss nach HGB und IAS/IFRS, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94295
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  30  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint