Das Objekt der nachfolgenden Arbeit ist es zu versuchen, zwei italienische Wörterbücher in Form einer Tabelle nach Kollokationsausdrücken zu vergleichen. Es werden allgemeine Informationen über die beiden Wörterbücher und deren Autoren zusammengefasst. Weiterhin wird es erklärt, was eine Kollokation ist, wie ist sie in einem einsprachigen Wörterbuch zu finden ist und ist die konkrete Kollokation leicht zugänglich. Es wird versucht, eine möglichst sinngemäße Übersetzung der italienischen Kollokationen zu geben, auch wenn die deutsche Übersetzung nicht immer eine Kollokation ist. Bei der Übersetzung wird meistens ein zweisprachiges Wörterbuch in Anspruch genommen.
Anhand der Tabelle werden die Vergleichungsschritte systematisch dargestellt. Erst wird der komplette Kollokationsausdruck aufgelistet, dann folgen zwei Spalten für die konkreten Wörterbücher, die noch mal jeweils zwei Spalten enthalten – eine für die Untersuchung des Kollokatorartikels im Wörterbuch und eine für die Untersuchung des Basisartikels. Die letzte Spalte ist für die entsprechende Übersetzung reserviert.
Im Schluss werden die Ergebnisse kommentiert und es wird eine Statistik gegeben, die zeigen soll, in wie weit der Kollokationsausdruck „versteckt“ oder leicht zu finden ist.
Als Quelle der aufgelisteten Kollokationen werden der allgemeine, alltägliche Gebrauch der Sprache, sowie auch im Laufe der Untersuchung aufgetauchte weitere Kollokationen, benutzt. Oft ergaben sich bei der Untersuchung des Kollokatorartikels weitere Kollokationen mit weiteren Basen. Dies war der Fall vor allem bei sehr allgemeinen Kollokatoren wie z.B. fare, andare, dare, stare usw.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.2 Dizionario dell´Italiano Contemporaneo (M. Cortelazzo)
1.2 Dizionario di base della lingua italiana (Rosselli/Eynard)
2. Tabelle
3. Schluss
3.1 Statistik
Zielsetzung und Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, zwei einsprachige italienische Wörterbücher hinsichtlich ihrer Darstellung von Kollokationen systematisch zu vergleichen und zu bewerten. Dabei wird untersucht, wie zugänglich diese Ausdrücke für Benutzer sind, ob sie in den entsprechenden Wörterbucheinträgen leicht aufzufinden sind und welche methodischen Unterschiede in der Konzeption der beiden Werke vorliegen.
- Analyse und Vergleich der Wörterbücher DIC und Dizionario di base
- Definition und wissenschaftliche Einordnung von Kollokationen
- Systematische tabellarische Auswertung von 291 Kollokationsbeispielen
- Statistische Untersuchung der Auffindbarkeit von Kollokationen unter Basis- und Kollokatorartikeln
Auszug aus dem Buch
1.1 Die Problematik der Kollokationen
In der sprachwissenschaftlichen Literatur existieren verschiedene Meinungen darüber, welche Ausdrücke als Kollokationen bezeichnet werden sollen. Nach einer der Definitionen ist eine Kollokation „ häufige, aber nicht zwangsläufige Verbindung zweier oder mehrer Wörter“ *. Dabei ist es wichtig zu vermerken, dass jeder Kollokationsausdruck aus zwei Teile besteht, die nicht unbedingt der Anzahl der Wörter im Ausdruck entsprechen, nämlich Basis und Kollokator. Die Basis ist als eine Art Kern des Ausdrucks zu betrachten, dessen Erweiterung – also der Kollokator – sich nach links oder rechts erstrecken kann. So sind Basen meistens Substantive, während Kollokatoren sowohl Verben als auch Adjektive sein können. In den verschiedenen Sprachen gelten verschiedene Ausdrücke als Kollokationen. Die italienische Kollokation coscienza sporca zum Beispiel existiert in dieser Form nur im Italienischen – in anderen Sprachen gibt es zwar Ausdrücke, die das gleiche bezeichnen, sind aber anders formuliert – guilty conscience im Englischen oder schlechtes Gewissen im Deutschen oder mala conciencia im Spanischen. Allerdings ergibt sich bei der Übersetzung einer Kollokation von einer Sprache in anderen nicht immer auch eine Kollokation.
Dies liegt daran, dass Kollokationen an sich Ausdrücke sind, die rein statistischer Werten unterliegen, d.h. einen Ausdruck kann man als Kollokation bezeichnen, wenn er statistisch gesehen in genau dieser Form sehr häufig auftritt – also coscienza sporca und nicht etwa coscienza colpevole oder coscienza brutta. Deshalb könnte man die Schlussfolgerung ziehen, dass Kollokationen sehr sprachspezifische Verbindungen sind; sie können sich in einer Sprache als solche erweisen und in anderen hingegen nicht. Das nähert sich an der Definition von F. J. Hausmann, dass Kollokationen „ typische, spezifische und charakteristische Zweierkombinationen von Wörtern“ sind *.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, definiert das Ziel der Untersuchung und erläutert die methodische Vorgehensweise beim Vergleich der beiden italienischen Wörterbücher.
1.2 Dizionario dell´Italiano Contemporaneo (M. Cortelazzo): Hier werden die Merkmale, das Zielpublikum und die didaktische Struktur des ersten untersuchten Wörterbuchs (DIC) detailliert beschrieben.
1.2 Dizionario di base della lingua italiana (Rosselli/Eynard): Dieses Kapitel analysiert das zweite Wörterbuch hinsichtlich seines Aufbaus, des Umfangs sowie seiner Eignung für den schulischen Gebrauch.
2. Tabelle: Dieser Abschnitt umfasst eine umfangreiche tabellarische Gegenüberstellung von 291 Kollokationsausdrücken und deren Auffindbarkeit in den beiden Wörterbüchern.
3. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse des Vergleichs zusammen und bewertet die Eignung der Wörterbücher für fremdsprachliche Benutzer.
3.1 Statistik: In diesem Kapitel werden die tabellarischen Daten ausgewertet und statistisch interpretiert, um die Auffindbarkeit der Kollokationen zu quantifizieren.
Schlüsselwörter
Italienische Sprache, Wörterbücher, Kollokationen, Lexikografie, Didaktik, Basis, Kollokator, Sprachwissenschaft, Fremdsprachenerwerb, Wörterbuchvergleich, Statistik, Phraseologie, Wörterbuchbenutzung, Wortschatz, Lernmittel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht und vergleicht zwei einsprachige italienische Wörterbücher hinsichtlich ihrer Darstellung von Kollokationsausdrücken.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder sind die Lexikografie, die Definition von Kollokationen als Teil der Phraseologie sowie die didaktische Eignung von Wörterbüchern für Schüler und Dozenten.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es zu ermitteln, ob Kollokationen in den untersuchten Werken für den Benutzer leicht auffindbar sind, insbesondere wenn nur die Basis des Ausdrucks bekannt ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine systematische Vergleichsmethode, bei der 291 Kollokationen anhand einer Tabelle auf ihre Auffindbarkeit unter Basis- und Kollokatorartikeln hin analysiert und anschließend statistisch ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil beinhaltet die Vorstellung der beiden Wörterbücher (DIC und Dizionario di base), die methodische Definition von Kollokationen sowie die detaillierte tabellarische Analyse der ausgewählten Beispiele.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Wörterbücher, Kollokationen, Lexikografie, Didaktik, Sprachwissenschaft und Wortschatz.
Welches Wörterbuch erweist sich laut der Analyse als hilfreicher?
Die Statistik zeigt, dass das Dizionario di base della lingua italiana umfangreicher ist und Kollokationen häufiger an auffindbaren Stellen listet, weshalb es als kompetenter und hilfreicher bewertet wird.
Wie definiert der Autor die „versteckte“ Kollokation?
Eine Kollokation gilt als „versteckt“, wenn sie weder unter dem Stichwort der Basis noch unter dem des Kollokators im Wörterbuch aufgeführt ist, was den gezielten Zugriff für Nicht-Muttersprachler erschwert.
- Citation du texte
- Klementina Mirtcheva (Auteur), 2007, Vergleich italienischer Wörterbücher, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94318