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Früherkennung des Lungenkarzinoms. Akzeptanz und hypothetische Zahlungsbereitschaft eines Screening-Programms unter Rauchern

Titel: Früherkennung des Lungenkarzinoms. Akzeptanz und hypothetische Zahlungsbereitschaft eines Screening-Programms unter Rauchern

Masterarbeit , 2017 , 235 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Raphael Bruß (Autor:in)

Gesundheit - Public Health
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, ob Raucher bereit sind, an einem Screening-Programm zur Früherkennung des Lungenkarzinoms teilzunehmen. Mittels eines Discrete Choice (DC) Experiments wird erhoben, welche Ausprägungen, Eigenschaften und Determinanten ein Screening-Programm aus Sicht der Raucher umfassen muss. Zudem wird analysiert, ob signifikante Unterschiede bei der Akzeptanz der Sub- und Zielgruppen dieses hypothetischen Screening-Programms bestehen. Des Weiteren wird untersucht, ob eine Zahlungsbereitschaft für diese hypothetische Vorsorgemaßnahme existiert und wie diese potentielle Zahlungsbereitschaft nachgewiesen und erklärt werden kann.

Im Kern wird der Versuch unternommen, Raucher mit Ihren Präferenzen, Eigenheiten und soziodemographischen Charakteristika zu verstehen. Folglich ist zu quantifizieren, welche relativen Präferenzen bestehen auf Seiten der Raucher zur Prävention des Lungenkarzinoms? Welche Maßnahmen können dieser Zielgruppe in diesem Rahmen zugemutet werden, ohne dass Sie eine Abneigung dagegen entwickeln?

Zusätzlich geht es auch um die Frage, welche Muster und Formen der Lungenkarzinomprävention präferiert dieser Teil des Versicherungskollektivs, der sich trotz besseren Wissens gesundheitlich schadet? Außerdem muss kritisch hinterfragt werden, ob Raucher tatsächlich eine Zuzahlung zu einer präventiven Maßnahme dieser Art akzeptieren würden.

Zu der beschriebenen Fragestellung besteht nach aktuellem Stand keine ausreichende wissenschaftliche Basis. Die Konfrontation der Raucher mit der Problematik Lungenkarzinom wurde unter der Prämisse durchgeführt, Ihre Interessen und Präferenzen objektiv festzustellen. Ex ante werden keinerlei zu prüfende Hypothesen formuliert, um der Rolle des wertfreien Beobachters vollständig gerecht zu werden.

Ein Lungenkarzinom ist eine Schockdiagnose. Die Ursachen allerdings scheinen bekannt. Genauer betrachtet, steht die Hauptursache sogar auf der Verpackung: Rauchen. Weshalb setzen sich Menschen also diesem Risiko aus, wenn die Folgen so offensichtlich sind?

Leseprobe


1 Einleitung

1.1 Hinführung zur Forschungsfrage

1.2 Ansätze zur Beantwortung der Forschungsfrage

2 Medizinische Grundlagen

2.1 Epidemiologische & medizinische Aspekte des Lungenkarzinoms

2.1.1 Epidemiologie

2.1.2 Risikofaktor: Rauchen

2.1.3 Diagnostik und Klassifikation nach anatomischer Ausdehnung

2.2 Methoden zur Früherkennung des Lungenkarzinoms

2.2.1 Röntgenthorax

2.2.2 Computertomographie

2.2.3 Fluordesoxyglukose-Positronen-Emissions-Tomographie/ CT

2.2.4 Magnetresonanztomographie

2.2.5 Analytik zirkulierender Tumorzellen und zellfreier DNA

2.3 Forschungsstand Screeningprogramme zur Früherkennung

2.3.1 National Lung Screening Trial

2.3.2 Europäische Studien

2.3.3 Vergleichbarkeit der Studienergebnisse

2.4 Zwischenfazit zur Relevanz des Themas

3 Grundlagen der Präferenzmessung

3.1 Präferenzmessung - Instrument gesundheitsökonomischer Evaluation

3.1.1 Wirkungskreis und Ziele der Präferenzmessung

3.1.2 Methoden der Präferenzmessung in Geldeinheiten

3.2 Abgrenzung Contingent Valuation

3.3 Methodische Anforderung an ein Discrete Choice Experiment

3.3.1 Einordnung der Methode

3.3.2 Bestimmung der Attribute und Ausprägungen

3.3.3 Bestimmung des Erhebungsdesigns

3.4 Anforderungen an Antwortfähigkeit und -willigkeit

3.5 Zwischenfazit zur Wahl der Methode

4 Konzeptionierung des Discrete Choice Experiments

4.1 Auswahl der Attribute und Ausprägungen

4.1.1 Wirksamkeit/ Genauigkeit

4.1.2 Umfang

4.1.3 Zuzahlung

4.1.4 Krebsrisiko durch Screening selbst

4.1.5 Zeitverzögerung, teachable moment & psychologische Effekte

4.1.6 Umfang Diagnosesicherung

4.1.7 Therapietreue

4.2 Reale Äquivalente als Entscheidungshilfe

4.3 Validierung der Attribute durch Expertenbefragung

4.4 Erstellung des Fragebogens

4.4.1 Hinführung zum D-effizienten Design

4.4.2 Soziodemografie

4.4.3 Gesundheitsbewusstes Verhalten

4.4.4 Fagerström Test

4.4.5 Response Latency

4.5 Pre-Test

4.6 Probandenakquisition

4.6.1 Zielsetzung

4.6.2 Soziale Medien, WhatsApp & Foren

4.6.3 Flyer mit QR-Code

4.6.4 Paper & Pencil Version

4.7 Auswertungsmethoden

5 Ergebnisse

5.1 Deskriptive Auswertung

5.2 Regressionsanalysen

5.2.1 Lineare Regression zur Spezifizierung der Zahlungsbereitschaft

5.2.2 Ergebnisse des Conditional Logit Model

5.2.3 Ergebnisse des Latent Class Mixed Model

5.3 Übertragbarkeit der Ergebnisse auf die realen Äquivalente

6 Diskussion

6.1 Zahlungsbereitschaft

6.2 Implikationen für ein reales Screeningprogramm

6.3 Limitationen

6.4 Weiterführende Forschung

7 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Präferenzverhalten von Rauchern hinsichtlich der Teilnahme an einem Screeningprogramm zur Früherkennung von Lungenkarzinomen. Das primäre Ziel ist es, mittels eines Discrete Choice Experiments zu evaluieren, welche Programm-Attribute die Akzeptanz und Zahlungsbereitschaft beeinflussen und ob sich unterschiedliche Raucher-Subgruppen identifizieren lassen.

  • Präferenzmessung bei Rauchern für Lungenkarzinom-Screenings
  • Einfluss von Attributen (Genauigkeit, Umfang, Zuzahlung, Strahlenbelastung) auf die Akzeptanz
  • Identifikation von heterogenen Raucher-Subgruppen mittels Latent Class Mixed Model
  • Ermittlung der Zahlungsbereitschaft für präventive Screening-Maßnahmen

Auszug aus dem Buch

1.1 Hinführung zur Forschungsfrage

Im Kern dieser Arbeit wird der Versuch unternommen, Raucher mit Ihren Präferenzen, Eigenheiten und soziodemographischen Charakteristika zu verstehen. Folglich ist zu quantifizieren, welche relativen Präferenzen bestehen auf Seiten der Raucher zur Prävention des Lungenkarzinoms und korrespondierend dazu, welche Maßnahmen können dieser Zielgruppe in diesem Rahmen zugemutet werden, ohne dass Sie eine Abneigung dagegen entwickeln. Zusätzlich geht es auch um die Frage, welche Muster und Formen der Lungenkarzinomprävention präferiert dieser Teil des Versicherungskollektivs, der sich trotz besseren Wissens gesundheitlich schadet? Außerdem muss kritisch hinterfragt werden, ob Raucher tatsächlich eine Zuzahlung zu einer präventiven Maßnahme dieser Art akzeptieren würden?

Zu der beschriebenen Fragestellung besteht nach aktuellem Stand keine ausreichende wissenschaftliche Basis. Die Konfrontation der Raucher mit der Problematik Lungenkarzinom wurde unter der Prämisse durchgeführt, Ihre Interessen und Präferenzen objektiv festzustellen. Ex ante werden keinerlei zu prüfende Hypothesen formuliert, um der Rolle des wertfreien Beobachters vollständig gerecht zu werden. Der Sensibilität der Thematik wurde nach bestem Wissen Rechnung getragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Stellt die Problematik des Lungenkarzinoms bei Rauchern dar und formuliert die Forschungsfrage zur Bereitschaft für Screeningprogramme.

2 Medizinische Grundlagen: Bietet einen Überblick über Lungenkarzinome, Früherkennungsmethoden und aktuelle Studienergebnisse zu Screeningprogrammen.

3 Grundlagen der Präferenzmessung: Erläutert die theoretischen Konzepte der gesundheitsökonomischen Präferenzmessung, insbesondere das Discrete Choice Experiment.

4 Konzeptionierung des Discrete Choice Experiments: Beschreibt die methodische Planung, Attributauswahl und Fragebogenerstellung für die empirische Untersuchung.

5 Ergebnisse: Präsentiert die deskriptive Statistik sowie die Ergebnisse der Regressionsanalysen (CLM und LCMM) zur Bestimmung der Präferenzen.

6 Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse hinsichtlich Zahlungsbereitschaft, Implikationen für die Praxis und reflektiert über Limitationen der Studie.

7 Schlussbetrachtung: Führt die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Lungenkarzinom, Screening, Früherkennung, Raucher, Discrete Choice Experiment, Zahlungsbereitschaft, Präferenzmessung, Latent Class Mixed Model, Gesundheitsökonomie, Prävention, Diagnostik, Mortalitätsreduktion, Patientenpräferenzen, Test Performance, Strahlenbelastung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, ob und unter welchen Bedingungen Raucher bereit wären, an einem Screeningprogramm zur Früherkennung von Lungenkrebs teilzunehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die medizinischen Aspekte der Lungenkrebsdiagnostik, die gesundheitsökonomische Methode der Präferenzmessung und deren Anwendung auf eine spezifische Hochrisikogruppe.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob Raucher bereit sind, an einem Screeningprogramm teilzunehmen, und welche spezifischen Attribute (z.B. Zuzahlung, Strahlenbelastung) diese Entscheidung beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein Discrete Choice Experiment (DCE) eingesetzt, um durch die Abwägung hypothetischer Behandlungsszenarien Rückschlüsse auf reale Präferenzen zu ziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen medizinischen Grundlagen, die Erläuterung der ökonomischen Messmethoden, die detaillierte Konzeption des Experiments sowie die statistische Auswertung der gewonnenen Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Lungenkarzinom, Screening, Discrete Choice Experiment, Zahlungsbereitschaft und Patientenpräferenzen.

Welche Rolle spielt die Zahlungsbereitschaft?

Die Zahlungsbereitschaft dient als Indikator für den monetären Wert, den Patienten einem Screeningprogramm beimessen, und hilft, die Präferenzen zwischen verschiedenen Ausgestaltungsformen zu gewichten.

Warum wird ein Latent Class Mixed Model verwendet?

Dieses statistische Modell erlaubt es, die Stichprobe in verschiedene Klassen mit ähnlichen Präferenzstrukturen zu unterteilen und somit die Heterogenität innerhalb der Raucherpopulation besser zu erfassen.

Ende der Leseprobe aus 235 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Früherkennung des Lungenkarzinoms. Akzeptanz und hypothetische Zahlungsbereitschaft eines Screening-Programms unter Rauchern
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Center for Health Economics Research Hannover)
Note
1,3
Autor
Raphael Bruß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
235
Katalognummer
V943453
ISBN (eBook)
9783346284273
ISBN (Buch)
9783346284280
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gesundheitsökonomie Lungenkarzinom Willingness to pay Präferenzmessung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Raphael Bruß (Autor:in), 2017, Früherkennung des Lungenkarzinoms. Akzeptanz und hypothetische Zahlungsbereitschaft eines Screening-Programms unter Rauchern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/943453
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